mein netzanschluss ist schon viele jahre abgemeldet, vermisse den auch nicht.
das ist auch kein problem solange man nicht mit einer wp heizen muss.
split klima + lpg/gas, öl, pellets, kamin usw.
was der netzbetreiber "erlaubt" ist mir egal.
letztens haben se bei uns die straße für leitungsarbeiten aufgerissen
und den strom dafür im ganzen wohngebiet gekappt.
bei mir steht ein "baustromverteiler" nur als gehäuse draußen wo die wallbox drin ist.
mein grundstück ist videoüberwacht und als die den strom abgestellt haben kam son typ vom energieversorger zum baustromkasten hat den aufgemacht ah kein zähler drin wieder zu dann wieder aufgemacht momentmal da leuchtet ja die wallbox...
dann hats ein wenig gedauert bis der denkprozess beendet war.
verteiler wieder zu gemacht, egal...
als ich mit dem auto nach hause gekommen bin waren die noch am schaffen.
hab das auto angesteckt und geladen.
hatte niemanden interresiert.
Ich wollte mal fragen ob es mit mrminig‘s Video, mit der Firma aus Kassel, die ja trotz Netz Anschluss eine Insel betreibt mit einer umschaltbaren Schützschaltung nicht ein Präzedenzfall ist? Der ja ganz klar zeigt das es doch eine Insel im Zusammenhang mit einem Netz Anschluss geben kann. Hier in Deutschland. Inklusive automatischer Umschaltung.
Vielleicht hab ich’s auch nicht gecheckt. Bin halt noch klein;)
Ich versuche gerade bei dem Thema PV/Inselbetrieb durchzusteigen, aber gefühlt gibt es dazu zwei Lager, gerade auch auf YouTube. Die einen sagen: mit allpoligem Umschalter ist keine Anmeldung nötig, die anderen sehen das komplett anders.
Meine Situation:
Geplant ist eine 60 kWp PV-Anlage auf einem Flachdach-Neubau in Sachsen. Etwa 135 Module auf 10° XL Wattstones auf Gründach. Dazu eine ca. 60 kWh HV-Batterie (z. B. Felicity). Ziel ist nicht maximale Einspeisung, sondern möglichst hohe Autarkie - vor allem weit in Dezember/Januar hinein.
Hausdaten:
270 qm
10 kW Lambda Wärmepumpe
Fußbodenheizung
800 l Warmwasserspeicher
Mir ist klar, dass ich im Sommer niemals 60 kWp brauche. Im Winter dagegen zählt jede kWh. Dass es an einigen dunklen Tagen nicht komplett ohne Netz geht, ist ebenfalls klar.
Das Problem:
Sobald der Hybrid-Wechselrichter über 29,9 kVA liegt, wird das Ganze bürokratisch deutlich aufwendiger. Unter 30 kVA könnte man einiges umgehen, aber ich kenne aktuell keinen Hybrid-WR mit 4 MPPTs, der die Strangspannungen von 135 Modulen sinnvoll handeln kann. Leistungsmäßig schaffen viele WR zwar 60 kWp DC, clippen dann aber entsprechend stark, was ja ok wäre.
Daher mein Gedanke:
Allpoliger Netzumschalter → Anlage läuft 90 % des Jahres als Insel. Nur an einzelnen trüben Wintertagen würde ich bewusst auf Netzbetrieb umschalten, bis die Batterie wieder ausreichend geladen ist. Eine USV könnte die Umschaltung unterbrechungsfrei abfangen.
Wie wird das rechtlich/praktisch aktuell wirklich gesehen?
Mache ich mir zu viele Gedanken um das Thema und sollte ggf. einfach den bürokratischen Weg gehen und einen 50kW WR nehmen? Wie gesagt, die paar Kröten für die Einspeisung sind mir egal, lieber keine Bürokratie - davon hatte ich im Zuge des Hausbaus bei weitem genug. Reicht für zwei Leben.
Abseits der rechtlichen Problematik sehe ich da einige Dinge, die man bei einer großen Insel vermeiden sollte. (Mein Endziel sind 75 kWp)
Ein riesen WR frist Dir im Kernwinter, durch seinen Eigenverbrauch, sehr viel von dem wenigen PV-Ertrag auf. Deshalb trennt man zuerst mal den WR von den MPPT, da diese im Winter nahezu verlustfrei laufen. Als WR nutz man meiste eine Kaskade aus mehrereren sparsamen Insel WR. Im Kernwinter laufen dann nur 1 oder 2 Geräte und senken somit massiv deren Eigenverbrauch.
ob du einen 60kVA Wechselrichter 365 Tage im Jahr oder nur 5 Tage im Jahr am Netz hast ist egal. Das geht nach Typenschild, nicht nach tatsächlich erreichter Leistung.
nimm Wechselrichter die sich entsprechend überbelegen lassen, 60kWp PV an 30kVA Wechselrichter und gut ist.
Würde kleinere Wechselrichter nehmen, z.B. 3 x Victron MultiPlus-II 48/6k5/100-50 und LV-Batterien. Einen Teil der PV-Module würde ich per Victron MPPT-Regler direkt an die Akkus anbinden. Einen anderen Teil, abhängig von Deinem Verbrauch an AC-OUT mittels AC-Wechselrichter. Z.B. Fronius Symo.
Wenn Du Deine Verbraucher an AC-OUT anschließt, funktioniert das auch ohne Unterbrechung, wenn der Strom ausfällt.
Du willst eine dreiphasige USV aufbauen und daran die Verbraucher anschließen? Aus Interesse: Was ist das für eine an die Du denkst?
Rechtlich ist Insel immer ohne Stromanschluss, aber frag deinen VNB wie er dazu steht, wenn du dein Haus Autark, also auch ohne Umschalter mit deiner PV betreibst und du nur ein Ladegerät am Hausanschluss betreiben würdest, der nur den Akku nachlädt, wenn du selber nicht genug PV hast. Ggf. spielt der VNB da mit und akzeptiert diese Lösung.
Da du aber ein neues Haus hast, wo die Elektrik eh schon auf stand ist, wo ist das Problem der Anmeldung der Anlage? Gibt doch mittlerweile einige Elektriker, die DIY Anlagen anmelden. Nulleinspeiser Analgen gehen eigentlich immer beim VNB, da du ja keine Last am Mittag bei Sonnenschein ins Netz drückst. So wie es scheint, muss das Geld weg, bevor es bei dir im Keller anfängt zu schimmeln... wirtschaftlich ist da nix mehr, mir aber egal, nur für die unwissenden die sich durch so was triggern lassen.
Weil ich doch bei der großen Anlage + großer WR (ob der nun einspeist oder nicht..) sofort bei diesem ganzen Unsinn mit Rundsteuerempfänger, externem NA-Schutz oder gar Wandlermessung bin, oder? Alles unnötig teure Installationen, die ich gar nicht brauche, weil ich gar nicht Einspeisen möchte.
Wenn dein Netzbetreiber echte Nulleinspeiseanlagen zulässt, gehts auch ohne. Dann darf aber auch wirklich gar nichts eingespeist werden. Also sprich mit denen.
Darum komplett, ohne Umschalter oder so, vom Netz trennen und nur die Akkus aus dem Netz nachladen. Dann aber ein reines Ladegerät nutzen, damit keine dummen Fragen aufkommen. Wenn du dann autark sein willst, muss aber sicher 100kWh oder so vorsehen, aber da sollte man drauf achten, später auch erweitern zu können. HV ist sicher interessant, aber würde da glaube auf NV setzen und Redundanz in der Prio hoch ansetzen wenn du getrennt vom Netz bist.
Meines Wissen werden immer wieder 3 Dinge verwechselt:
Inselanlage
Netzkopplung
Anmeldepflicht
Die Frage ob Anmeldepflicht besteht oder nicht, hat weder etwas mit Punkt 1 (Inselanlage) noch mit Punkt 2 (Netzkopplung) zu tun. Deshalb ist auch die Diskussion, ob eine Anlage eine Inselanlage ist oder nicht, irrelevant für die Klärung einer Anmeldepflicht, ebenso wie Diskussionen über trickreiche Netztrennungen. Beide Diskussionen treffen nicht den Kern der Sache.
Die einzig relevante Frage ist: Kann der Wechselrichter theoretisch einspeisen? Wenn ja - und das trifft auf ca. 90% aller marktüblichen Geräte zu (z.B. alle Serien von Huawei, DEYE, Fronius, Victron) - wird der Betrieb dieser Wechselrichter von der VDE4105 vom EEG, und vom EnWG geregelt. Alle diese Geräte besitzen ein Einheitenzertifikat nach VDE4105 und gelten in Deutschland als anmeldepflichtig.
Die 3 Tricks zur anmeldefreien PV-Anlage:
Nicht-Einspeisung: Sicherstellen, dass der Inverter nicht einspeisen kann. Hierdurch verliert die Anlage den Status als EEG-Einspeiseanlage und unterliegt nicht dem EEG und dem MaStR (Marktstammdatenregister ).
Betriebsmittel statt Energieerzeugungsanlage : Trenne die Inselanlage mit CEE-Dosen vom Netz. Durch den Anschluss per CEE Starkstromstecker verliert die Anlage den Status als feste Gebäudeinstallation und unterliegt nicht mehr der NAV und gilt auch nicht mehr als Energieerzeugungsanlage im Sinne des EnWG.
USV statt PV: Deklariere die Anlage als nicht fest installierte Notstromversorgung mit PV-Ladeinfrastruktur. Niemals versuchen, eine solche Anlage im MaStR anzumelden
Zusatz-Tipp: Stelle die Anlage auf Räder. Kein Witz. Aus deiner Notstromanlage wird eine mobile USV. Die Kombination aus Nicht-Einspeisung, CEE-Steckdosen und Mobilität machen deine Anlage immun gegen jeden Angriff des Netzbetreibers.
Natürlich nicht. Wie häufig ist die Quelle ein Verkäufer für PV-Gedöns, und wie ebenso häufig werden da die technischen Anforderungen vom Netzbetreiber und die gesetzliche Anmeldepflicht fröhlich durcheinander gewürfelt. Das alles ist ja nicht neu.
Das ist zumindest im Fall von Victron völlig falsch.
Victron hat viele reine Inselwechselrichter, die NICHT einspeisen können. 6 verschiedene Baureihen aktuell. Plus ältere günstig gebraucht zu bekommende Geräte.
Vlt noch ein anderer Aspekt.
Einspeisen kann man ja nur, wenn auf dem Grundstück ein Stromanschluss ans Netz besteht.
Wenn denn nun jemand 2 benachbarte Grundstücke besitzt: (1) Grundstück mit Haus und Netzanschluss und (2) Wiese / Parkplatz ohne Netzanschluss.
Idee: auf (2) PV oder zumindest WR (auf Rollen) installieren und (1) damit versorgen.
Wenn der WR nicht einspeisefähig ist, wird man auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein.
Man sollte nicht alles glauben, was der Solarbringer so schreibt. Er ist beispielsweise der Ansicht, dass wenn man beim einem Multiplus II das Haus an AC-OUT anschließt und an AC-IN das Netz des Betreibers fließen kann.
Eine Rückwirkung auf das Netz ist ausgeschlossen, weil ähnlich einem Rückschlagventil kein Strom ins öffentliche Netz zurückfließen kann.
Das stimmt so nicht. Er sollte sich mal den Aufbau des Multiplus II ansehen. AC-IN und AC-OUT werden per Relais verbunden, sofern an AC-IN Spannung anliegt.
OffGrid ist der Multiplus bei Nutzung AC-OUT erst, wenn AC-IN nicht beschaltet wird.