Insel DISKUSSION Technisch - nicht rechtlich

Erstens habe ich keine 3 x 10K MP2 an der Wand hängen sonder nur die 5K da ich mit der Leistung leicht auskomme. Zweiten schau mal was ich geschrieben habe, da steht meist bei Leistungen von 100kW das heißt nicht das jeder das hat.

Was deine Leistung angeht, das kann schon sein das du damit auskommst, nur du schreibst selber das du auch noch Gas hast, nimm das mal weg für den Winter dann wird es ganz schnell dunkel werden, wenn du das was du jetzt mit Gas betreibst auch mit Strom versorgst.
Man sollte schon immer die Verhältnisse auch kennen von den Anlagen und den Verbrauch was dort sind.

Ich habe das hier lange 1Ph betreiben aber irgendwann kommst du an einen Punkt dann geht es nicht mehr und möchte nicht das ständig die Haus Installation und WR an ihre grenzen sind und irgendeinmal was abbrennt. Möchte auch nicht das Auto immer nur 1Ph laden erstens ist es Ineffizient und zweites auch im Winter laden und nicht das ich dann erst an öffentlichen Ladeastionen laden muss.

Außerdem ist das ganze für mich ein Hobby, wieso soll ich das Geld auf der Bank liegen lassen wo man nicht viel bekommt, wenn es hier mehr Rendite bringt! :smiley:

@hger
Du bist vom Bauern abhängig.
@jayha
Ich meine das anders. Wenn man Stromnetzautark sein will, weil man nicht vom Stromnetzbetreiber abhängig sein will, dann ist man ggf. von was Anderem weiterhin abhängig. Wer sagt einem, bei hgers Beispiel, dass die Ladesäule beim Bauern immer da steht? Die kommt weg. Und nun?
Für jene die glauben, der Netzbetreiber würde den Strom einfach abschalten bei Privatanlagen ist das vergleichbar mit: Es kann auch vorgeschrieben werden überhaupt keine Energiequellen mehr verkaufbar zu machen. Ein Gesetz und schon geht kein Holz, Pellets, Kohle, Öl, was auch immer. Dann kann man das, was man noch hat verbrauchen und das wars. Man kann ja auch statt 5000€ in PV 5000€ in Kohle stecken. Die Kohle liegt bei mir zu hause, kann also erstmal keiner dran. Sind ungefähr 100 000kWh. Kämen wir mit der Wohnung 10 Jahre aus. Wenn ich sie rationiere und nicht die ganze Wohnung heize sondern nur einzelne Räume bestimmt auf Lebenszeit aus. Von "dürfen" und dergleichen abgesehen.

@mafe68
Das ist doch nun wieder Auslegungssache. Du willst letztlich Luxus haben, also viel Leistung ins E-Auto schieben. Also auch ein größeres E-Auto. Ineffizient ist relativ gesehen wieviel zu fährst. Wenn das Ziel eine Netzunabhängige Insel ist, wieso dann Hochverbraucher erzeugen? Da guckt man doch eher wie man das rationiert und sich mit den Jahren die Technik verbessert um weniger zu verbrauchen aber doch nicht mehr.

Ich lade das Auto nur mit PV Überschuss zwar 3 Ph und das Auto habe ich vor drei Jahren gekauft und da habe ich genau auf das geschaut, für welchen Einsatz ich es brauche. Da ich sehr viel unterwegs bin und das 90% Autobahn war die Vorgabe, sollte eine vernünftige Akkugröße haben 72kW großen Kofferraum eine Abhängelast von 2T und schnell Laden können. Das ganze zu einem vernünftigen Preis. Da gab es nicht viel Auswahl! Deutschen fielen da schon mal raus weil sie von dem nichts konnten, Tesla mit seiner Bedienung auch nicht dann bleibt nicht mehr viel über.

Ich habe auch noch eine ESS Anlage laufen an einem anderen Standort die hat 4,5kWp und 4,8kW Speicher und einen Jahresverbrauch von ca. 3000kWh. Damit bin ich über 70% Autark das heißt ich habe einen Jahres Netzbezug so um die 400kWh der Rest kommt alles von der PV und wird auch noch das Auto mit Überschuss geladen.

das verstehen wir doch alle hier, es geht nur um die inseldiskussion nicht 0 einspeisung nicht um umschaltung auf netz

da kommt man mit ineffezienten geräten bei begrenzter pv fläche nicht weiter
was ist falsch daran mit gas oder einem bhkw zu hezen?
sobald ich pv vollausbau mit ca 30kwp habe brauche ich die gasheizung nur noch für warmwasser und als heizung für 2 wochen im jahr.

es lohnt sich wirtschaftlich nicht für mich auf wärmepumpe umzubauen obwohl ich schon einen kellergrubenkollektor ums haus liegen habe der mir problemlos bis 3kw thermsich bringen könnte.

es gibt die sole/wasser wp bis 5kw schlicht nicht günstig zu haben oder es gibt sie garnicht.
ich kann mit ner 2,5er mitsubishi split das ganze haus im winter beheizen sofern genug strom da ist.

wenn ich lustig bin und eine geeignete kleine sole wp vom chinesen für unter 2k finde dann baue ich vielelicht um, nicht wegen den kosten oder grüner ideologie bzw der co2 spinnerei sondern einfach nur als hobby.

damit wäre ich dann komplett autark aber was bringt das? eigentlich nichts.
so wie es jetzt läuft langt das auch als autarke stromversorgung

es ist auch egal ob man das auto ein oder drei phasig schnell lädt, die effezienz ist gleich schlecht.
am besten lädt man es mit ca 4kw einphasig das ist effezienztechnsich am besten.
bzw sind einphasige obc von der effezienz her besser als dreiphasige das gleiche spiel wie mit den wechselrichtern.

eine phase statt drei gibt 66% weniger probleme :sweat_smile:

Das stimmt so nicht ganz. Der Dreiphasenverbund ist dann nicht mehr nutzbar, aber wenn man die Konfiguration temporär ändert kann das System auch als 2NAC weiterlaufen.

Wir nutzen 3x MP2 5000 und aktuell einen SOLAX X1 mini mit 2,5kW AC gekoppelt.

Wir haben die (pseudo) Insel von vornherein auf dreiphasigen Betrieb belassen weil:

  1. weniger Umbauarbeiten und Bewertungen ob der jeweilige Strang die u.U. notwendige Leistung mit den vorhandenen Querschnitten überhaupt vertragen kann
  2. im dreiphasigen Betrieb die Endstromkreise mit den entsprechenden Verbrauchern besser aufgeteilt werden können.

Daher würde ich auch eher zu einer 3 phasigen Wallbox tendieren um die Ladeleistung bzw. daraus resultierende Leistungsaufnahme der Wallbox auf alle drei MP2 aufteilen zu können. Gleiches gilt für die Splitklimas usw. Ansonsten kann man zu Spitzenzeiten bei einem MP2 dann doch mal recht schnell an die Leistungsgrenze kommen.

Daran ist gar nichts falsch, nur wenn man alles per Strom macht muss auch die Anlage dazu passen.
Bin auch kein Freund von so was, wenn noch eine funktionierende Heizung vorhaben ist das man die gegen eine WP tauschen soll. So lange die geht wie so nicht weiter betreiben.

Bei mir wird das Auto nur mit Überschuss geladen 3Ph aber die meiste Zeit auch mit 6A nur wenn mehr vorhanden ist geht die Ladeleistung höher 11kW sind da eher die Ausnahme.

Habe hier einen go-e Charger 11kW der kann im Grunde alles Automatische Ph Umschaltung, PV Überschussladen so wie auch Dynamischen Strompreis.

Das ganze Haus wird mit Splitklima geheizt und gekühlt und Brauchwasser mit einer BWWP und wenn auch noch dann der E-Herd läuft muss man schon sehr darauf achten das man nicht in Überlast kommt. Da denke ich noch gar nicht daran das ich das Auto anstecken könnte.

Kein Problem mit Anlaufströmen?

Seit dem ich auf 3Ph bin nicht mehr, vorher musst man schon aufpassen wenn man in der Werkstatt mal ein größere Maschine eingeschaltet hat.

Sorry, aber deutlich: nein.
PVGIS sind Durchschnittswerte der letzten Jahre. Die Zahl davon ist sogar angegeben, sagt meine Erinnerung.

Das es Abweichungen vom Durchschnitt gibt, dürfte logisch sein.

Wer mit einer Phase zurechtkommt - warum sollte man das aberkennen.....

Effizienz - da kann man jede Komponente oder Vorgang einzelnd bewerten....

98% ist dabei an den Haaren herbeigezogen, selbst der Hersteller attestiert drastisch weniger.

Hier bezieht sich der Wirkungsgrad auf nur DC zur AC Wandlung.

Betrachtet man die gesamte Kette:

PV DC -AC WR - DC Wandlung - Einspeichern 50V- Ausspeichern 50V - Wandlung 230V AC - so irgendwie

Da wird ein Wirkungsgrad schlechter 80% erreicht....

SMA attestiert 90% - so ungefähr
90% angenommener Wirkungsgrad der Batterie ??

90% x 90% = 81%

Und es fehlt noch die PV DC / 230V - 230V / 50V DC Wandlung. Je nach Setup anders.

Es sei der Gesamtwirkungsgrad von Pzu/Pab über den gesamten Leistungsbereich zu betrachten, Tags und Nachts. Auf einmal wird fas zuvir aks ineffizient titulierte gar nicht schlecht - oder effektiver ?

Leider gibt es dazu keine belastbaren Erkenntnisse.

Der unbedarfte Leser könnte die eher "frei erfundenen" 98% völlig falsch verstehen....

Man muss auch bedenken die Wetterverhältnisse die sich in den letzten Jahren teilweise sehr stark verändert haben.

Wofür hast du den?

Ich träume von so etwas, mit zusätzlicher Isolierung (10 cm XPS in 30 cm Tiefe) und wenn man umsonst Strom im Sommer über hat, würde es sich vielleicht lohnen, den Überschuss im Sommer in den Boden zu stecken. Wie du sagst aber nur mit Billig Wasser Wasser Wärmepumpe aus China (bei eBay gibt es eine für etwa 1700 Euro, weiß nicht wie seriös das Angebot ist).

Diese Ideen sind alle "versandet" ......

Es kristallisiert sich der Eisspeicher als effektiv

@ mafe68
Es ist aber sicher so: Im Sommer kannst du öfter 3-phasig laden als im Winter. Im Winter reicht es ggf. nicht aus und du musst Strom zukaufen.

Zudem fährst du eben viel. Bisher waren aber doch wohl 3 Dinge separat betrachtet.

  1. Haushaltsstromverbrauch
  2. Heizung/Warmwasser
  3. Auto

Nun schafft man es sicher mit PV und Akku den Haushaltsstromverbrauch zu decken. Kocht man viel kann man mit was Anderem kochen. Vielleicht hat man sowieso einen Gasanschluss. Also kocht man mit Gas. Hat man den Gasanschluss kann man damit Heizen. Und Warmwasser bereiten. Also ist auch der Stromverbrauch niedriger. Und das Auto wurde bisher betankt.

Da kann man doch nicht auf einmal nur ne PV + Akku hinstellen und sagen, die Autarkie müsse sofort klappen. Was hat man denn vorher alles bezahlt? Den Gasanschluss, den Rauchfangkehrer, die Wartung der Heizung (tlw. vorgeschrieben). Und beim Auto den Sprit.

Und jetzt fasst man das zusammen, wäre doch erst einmal wurscht ob das alles gleichzeitig klappt oder erst in ein paar Jahren. Einen Großverbraucher jedoch dazuschalten, also einen Durchlauferhitzer, ein E-Auto mit 3-Phasen-Ladestrom, einen Elektroherd statt Gas. Das alles verändert vollständig das Lastprofil. Dazu kommt, dass man das E-Auto auch zu hause stehen haben muss, um es zu laden. Die meisten sind arbeiten, da geht das gar nicht. Da würde es mit einem Hausakku funktionieren. Im Winter mit heizen? Fraglich. Aber wenn man nun SOWIESO den Netzanschluss benötigt, dann ist es auch schon egal ob man nun 2000kWh oder 2500kWh benötigt für z.B. mal eine Lastspitze fürs Auto laden oder wenn man wirklich mal alle Kochplatten und den Backofen anhat. Dort also mehr in einen dickeren Wechselrichter zu investieren wäre also Kokolores.


Worauf ich hinaus will:
Zur Inseldiskussion gehört dazu WAS an die Insel alles dransoll. Und danach richtet sich dann auch, ob 3-Phasen-Wechselrichter überhaupt Sinn ergibt. Oder doch lieber 1-Phasig. Der 1-Phasige wird auch deswegen weniger benötigen weil er immer genug Grundlast auf dieser Phase hat, und nicht in 3-Phasen aus dem Akku umwandeln muss (bitte korrigieren wenn das Intern ander verschaltet ist!).

Wenn nur der Haushaltsstrom gemacht wird, und es scheitert an 200kWh im Kernwinter, da ergibt eine größere PV oder Akku einfach keinen Sinn. Da ist es einfacher diese 200kWh irgendwie zu verlagern. Verbraucht man viel mit Warmwasser? Evtl. Brauchwasserwärmepumpe. Verbraucht man viel beim Kochen? Vielleicht ein autarkes Kochfeld mit Gas. Es geht nichtmals nur um diese 200kWh, sondern um die kompletten Grundgebühren, den Netzanschluss. Das sind dann nicht 80€ gespart, sondern 80€ Stromkosten + 120€ Grundgebühr. Sind wir schon bei 200€. Und das nur für einen Kernwinter FALLS die Sonne mal nicht scheint.

Anders sieht es dann aus wenn damit geheizt wird. Oder das E-Auto geladen wird. Aber das ist eine völlig andere Gegebenheit/Infrastrukturfrage. Selbiges: Lohnt es sich den Gasanschluss zu bezahlen oder nicht? Vielleicht kosten Klimasplits doch weniger, weil man damit auch im Übergang spart. Nun reduziert man das und benötigt nur noch 1000kWh Gas. Na dann wurscht, Gas abmelden, keine Gas-Grundgebühr, keine Gaskosten, keine Wartung.

@carolus
Für den Autarkiegedanken IST das signifikant. Auch eine Abweichung muss abgefedert werden. Wenn also 7 oder von mir aus 30 Jahre lang die Sonne im Dezember gereicht hat, und damit Werte für PVGIS erstellt wurden, dann nützt dir das einen Kehrricht, wenn dann ein Winter kommt, an dem du nicht auskommst. Bei ner Insel musst du dann gucken, wo du den Strom herbekommst. Oder du musst gnadenlos um das 3-5 fache Überdimensionieren. Denn Speicher sind, wie beschrieben, noch zu teuer für saisonales speichern.

Das hängt auch vom Standort ab. Laut Internet-Suche und PVGIS-Angabe haben die Eingangsdaten eine räumliche Auflösung von ca. 31 km.
Da kann es durchaus denke ich relevante Unterschiede geben (bei mir ist direkt 10 m vorm Haus ein kleines Flüsschen, und in 3-4 km kommt schon die Donau).

Im Herbst/Frühling gibt es dort dann sehr oft dichten Nebel der sich erst Nachmittags auflöst.
D.h. in 15-30 km andere Richtung (quer zu den Flüssen) kann die Nebelsituation ganz anders sein.

Du schreibst von einer Netzgebunden Anlage das ist keine Insel (OffGrid=OHNE NETZ) Anlage auch wenn man einen Schalter verbaut hat, ändert sich daran nichts.
Was ich hier betreibe ist eine OffGrid Anlage und da gibt es kein Netzanschluss und da sind ganz andere Voraussetzungen und Sachen auf was man achten muss wenn nur Strom als Heiz Möglichkeit und zum versorgen den Hausnetz hat.

Das soll hier nicht diskutiert werden, bitte.
Die PV-Anlage ist eine Insel, davon gehen wir aus. Das bedeutet aber nicht, dass man mit der Insel auskommt. Also bezieht man nun, was auch immer, anderweitig.

Deswegen sind es immer noch Durchschnittswerte und nicht Schätzungen.

Naja, Gleichzeitigkeitsfaktor. Wenn keine AC gekoppelte PV Leistung zur Verfügung steht, wird das Auto eben nachts geladen. Beispielsweise mit 2kW pro Phase. So hätte man in einem Zeitraum von 8h ca. 48kWh geladen - wenn man einen ausreichend großen Speicher zur Verfügung hat, was bei uns mit derzeit 96kWh gegeben ist. Und die Multiplusse wären nur zu rund 50% ausgelastet.

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