Seltsame Einstellung, bei einem Thema wie Wärmepumpe - die man ja i.d.R. einbaut, um Energie zu sparen.
Maßnahmen für diese “Vorbeugung” sind eben meinem Vernehmen nach beim Großteil der Geräte am Markt nicht vorinstalliert und wenn doch, dann werden die nicht (wirklich) bedarfsgerecht gesteuert (wie denn auch) - sondern stur nach der Aussentemperatur.
Nun ist die Aussentemperatur alleine aber nur ein extrem grober Indikator, um eine tatsächliche Vereisungsgefahr zu erkennen.
Beispielweise war eines meiner Aussengeräte gestern voll mit Eiszapfen - die ich dann mit mehreren Stunden 100W Heizung abgetaut habe.
Heute - trotz beinahe völlig identischer Bedingungen bezogen auf Aussentemperatur und Luftfeuchtigkeit (mit Shelly protokolliert) war morgens am selben Aussengerät: NICHTS

Nun nutzen die “originalen Wannenheizungen” also zb. die Aussentemperatur um zu entscheiden, wann sie zuschalten - oder aber sind gekoppelt an die Abtauvorgänge. Da aber eine Kopplung an den Abtauvorgang ggfs. nicht den erwünschten Effekt erzielt (weil das Tauwasser ja nicht Verschwindet, nur weil der Abtauvorgang abgeschlossen ist) - wird man dann bei Vereisungsproblemen entsprechend die Heizung durchlaufen lassen.
Ich hatte jetzt - lt. Shelly - im Dezember um die 0° Aussentemperatur im Durchschnitt und im Jänner bisher -2,5°
Die Luftfeuchtigkeit aussen war im Schnitt im Dezember 77,7% und im Jänner bisher 71,8%.
Die Heizung hätte dann also vermutlich immer durchgehend laufen müssen.
Das macht dann - wenn man mit 60 Watt für die Beheizung rechnet - ca. 45 kWh für EINE Anlage. Entsprechend dann 90 KWh für 2 Anlagen - die bei mir ständig durchgehend laufen.
Gar nicht sooo wenig, oder 
Wenn nun aber jemand in seinem Haus nicht 2 Anlagen immer laufen hat im Winter - sondern (aus gutem Grund) Mono Anlagen wählt und in Summe zb. 6 davon im EFH hat? (Was sicher nicht übertrieben ist - wären auch “nur” 3 Stk. EG + 3 Stk. OG und keine für Keller zb.)
Dann wären wir bei 270 kWh für EINEN Monat und nur für die Wannenbeheizung - ohne das tatsächlich das Haus geheizt wurde…
Nun kommt es natürlich extrem auf die tatsächlichen Umstände in der Praxis an. Läuft die Heizung dann wirklich immer - oder ist es auch mal wärmer etc.
Aber selbst wenn man dann nur die Hälfte davon rechnet usw. Das summiert sich.
Deshalb kann ich diesen Versuch, eine Abtaumethode die wirklich bedarfsgerecht genutzt werden kann lächerlich zu machen - siehe:
…nicht nachvollziehen…
Es geht ganz einfach darum, dass so eine “Sparheizung” nicht in kurzer Zeit die Wanne in vollem Umfang abtauen kann. Dafür ist die eben einfach nicht gebaut, nicht dafür vorgesehen. Deshalb auch die Notwendigkeit, diese immer laufen zu lassen. Um eben auch keine Situation herbeizuführen, in der die Heizleistung dieser zu gering wäre. Also vernünftig.
Wenn man also nun ohnehin keine Heizung original eingebaut hat - aber die Praxis aufzeigt, dass durchaus eine Vereisung stattfindet - so stellt sich dann eben die Frage:
- Mache ich überhaupt nichts, wird schon gut gehen
- Baue ich eine leistungsschwache Heizung ein, lasse die immer laufen
- Baue ich eine leistungsschwache Heizung ein und lasse die nach Bedarf laufen (mache ich aktuell)
- Oder baue ich direkt eine Heizung ein, die hohe Leistung hat und deshalb auch für eine Bedarfsweise Beheizung geeignet ist
Wenn ich dann so eine bedarfsweise Beheizung mit einer leistungsstarken Heizung “gegenrechne”, dann komme ich auf folgendes Ergebnis:
Wenn man also nun zb. mit einer 2 kW Heizung jeden Tag fix per zb. Shelly 15 Minuten abtaut, dann sind das in Summe pro Monat ca. 16 kWh. Also relativ genau ein Drittel dessen, was eine 60 Watt Heizung benötigt die durchgehend läuft. Das hat aber den Vorteil, dass die Wanne dann wirklich tatsächlich abgetaut ist. Bei einer schwachen Heizung wird das in länger dauernden Frostperioden ggfs. nicht der Fall sein - selbst wenn die durchgehend läuft.
Also so viel zur Motivation.
Korrekt.
Ich denke, der Bereich Netzstrom - insbesondere noch wenn das im Aussenbereich, unbeaufsichtigt laufen soll - eignet sich nicht für Bastelei.
Deshalb bin ich auch auf der Suche nach einer Lösung mit einer Beheizung die es zu kaufen gibt und die man sicher einsetzen kann.
Ein weiterer - für mich wichtiger - Punkt:
So ein “Heizgerät” sollte sich einschalten, sobald es Strom bekommt. Nur auf die Art kann man es einfach per Shelly etc schalten. Noch besser wäre natürlich, wenn es - sobald es Strom bekommt - noch kurz dauert und dann die Last anliegt (besser für die Relai´s)
Nun ist es aber - soweit ich sehe - bei Infrarotheizungen / Quarzheizstrahler meistens so, dass die entweder bereits eine Elektronik haben und per Fernbedienung “gestartet” werden müssen (=ungeeigent) - oder aber auch “Zeitschalter” haben die man zb. durch ziehen an einer Schnur starten muss (=ungeeignet).
Diese Probleme haben natürlich Halogenstrahler nicht. Aber die Heizstrahler sagen mir besser zu.
Vielleicht kennt jemand was passendes, was direkt startet wenn es Strom bekommt. (idealerweise nur mechanischer Schalter)
Was den Versuch mit dem Backblech betrifft:
Tatsächlich konnte es über Nacht gar nicht komplett durchfrieren, die obere Eisschicht isoliert hier offenbar sehr lange, so das es am Boden noch einen kleinen “flüssigen Bereich” gab in dem der Sensor steckt. Die Wassertemperatur war dabei immer zwischen 0-1°, der Schnee konstant bei -4°
Tatsächlich konnte die ca. 60 Watt Heizung bereits innerhalb einer Stunde die gemessene Wassertemperatur auf 8° anheben - hätte ich nicht erwartet.
Interessant wird nun, was es für das Eis bedeutet.