Das wird sowieso interessant, wenn es mal -15 Grad hat und alle installierten Wärmepumpen dann den Heizstab laufen lassen. Wann sind wir an einem Punkt, wo wir dann an die Engpässe im Stromnetz geraten?
Dann wären die „bösen“ Öl und Gasheizungen plötzlich gar nicht mehr so böse ![]()
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Die Bequemen unter den E-Autofahrern dann noch ihre elektr. Standheizung laufen lassen, u.U. der Akku permanent konditioniert werden muss und womöglich auch noch laden. Aber das sind die “Schreckensscenarien” die von den Idealisten gerne wehement weg diskutiert oder verschwiegen werden. Dann greift womöglich die Fernsteuerung des VNB und es wird fleißig von extern gedrosselt.
Aber um zu der Überschrift des Themas zurück zu kommen, wir werden mittelfristig auf einen solchen Verbund zurück greifen können wenn denn dann die Gastherme mal der LWWP weichen muss und alle Splitklimas installiert sind. Ich sehe da einen großen Vorteil darin, dass die LWWP massiv unterdimensioniert werden könnte. Allerdings sollte man dann zumindest bei den Splits darauf achten dass es Geräte sind die bis -15°C auch noch einen Heizbetrieb erlauben.
Wie betreibst du die? Mit ner Kurbel?
Ja klar, wie sonst ![]()
Ne Spass bei Seite: Ich meinte damit eher, dass eben die Versorgung 1:1 “mitwachsen” muss mit dem Umstieg auf “alles E” ![]()
(Idealerweise “grün”)
Aber auch inkl. Reserven…
Nicht weit von hier sind unlängst 2 Generatoren eines PSKW ausgefallen - es fehlen deshalb aktuell ca. 640 MW Leistung (knapp die Hälfte der Anlage) und die Generatoren haben ca. 1 Jahr
Lieferzeit. Wenn alles gut läuft, soll es irgendwann nächsten Winter wieder alles laufen… Der Verdienstentgang wird auf ca. 40-60.000.000 € geschätzt.
Das elektrische Netz ist längst nicht so “robust und ausfallsicher” wie man sich erhofft denke ich. Da kann sehr schnell sehr viel passieren.
Also ist es wohl nicht die Frage ob es ein Blackout gibt, sonder wann / wo / wie groß.
Aber das sieht mit Astereoiden etc. ja nicht viel anders aus…
Aber was ich eigentlich sagen wollte:
- 1. ging es darum, dass durch flächendeckenden Umstieg auf “E-Heizung” sehr viel zusätzliche elektrische Energie nötig wird. (Wie bei E-Mobilität auch) Die elektrische Leistungsaufnahme einer fossilen Heizung ist aber nur ein Bruchteil einer (komplett) elektrischen Heizung.
- Zur Not könnte man eine zb. Ölheizung auch problemlos mit einem Generator betreiben.
Nur laufen die dann im Falle eines Falles ohne Notstrom auch nicht mehr ![]()
Oliver
…soll sogar “besonders wirtschaftlich und sicher” sein ![]()
und ohne Strom ![]()
Das war natürlich eine Spitze. OliverSo hats dann beschrieben. Es geht mir weniger um die Privatperson. Aber wenn jetzt mal Strom ausfiele, wie zapfst du an der Tanke? Was passiert bei Computerausfall? Da kannst du dann weder tanken noch Strom beziehen. Es gibt also Szenarien, die kann es geben, und Wahrscheinlichkeiten. Wenn es kalt ist und man hat eine separate Heizung, und die läuft mit Fossilen, und die hat eine Pumpe… also benötigt man wieder nen Akku. Und Notstrom. Das kann man doch unendlich weiter führen inwieweit man autark, und inwieweit man abhängig ist. Klar ist: Ich könnte statt einer Wärmepumpe auch meinen Keller mit polnischer Braunkohle füllen (Platz ist nach dem Hochwasser nun genügend vorhanden). Damit kann ich noch 20 Jahren lang puffen und brauche keinen Strom kaufen. Aber will ich das?
Deshalb hatte ich eben “Öl” geschrieben. Mit Gasheizung (an der Leitung) wäre man ja sehr sicher auch sofort “vom Netz” denke ich. Gastank wäre wohl wie Öl.
Also ein gefüllter Öltank + Dieselgenerator wäre in dem Fall schon für eine Weile Versorgung gut…
Aber ich habe keine “Prepper Gedanken” - aber im Grunde müsste es einen Prepper ja irgedwie sogar freuen und eine Art “Glücksgefühl” auslösen, wenn der ganze Aufwand und die Kosten irgendwann “Früchte tragen”…
Aber ich bin da nicht “ängstlich” in die Richtung…
PV Anlagen mit Speicher sind dahingehen sicher auch top - wobei der Energiegehalt von einigen Tausend Liter Heizöl bzw. Diesel wohl so schnell nicht als Akku in einem Haus zu finden sein wird…
Keine Ahnung, willst du das? ![]()
Dafür dann aber besser ein eigenes Thema aufmachen, zb:
Umrüstung auf “moderne” Braunkohleheizung - Tipps und Bezugsmöglichkeiten
oder so…
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Wir verstehen uns. Das mit den Preppern ist ungefähr so, wie ich es mir mit meinem bereits verstorbenen Vater vorstelle: “Da habe ich jahrzehntelang in eine Versicherung bezahlt und war nie krank/war nie arbeitslos/bin nie gestorben!” Also anstatt sich zu freuen die Versicherung nicht in Anspruch nehmen zu müssen, weil dann gehts wirklich hart her, sich ärgern wenn der Ernstfall nicht eintritt.
Kommen wir aber zurück zum Thema.
Man kann das Thema auch noch auf andere Weise betrachten: Damit die Stromnetze nicht überlasten, könnte es Sinn machen, die Umstellung auf Wärmepumpe so zu steuern, dass es nicht zu schnell zu viele sind. Damit es eben nicht zum Blackout kommt.
Wenn also klar ist, dass in einer bestimmten Region Engpässe drohen, dann darf da erstmal nicht weiter auf Wärmepumpe umgestellt werden.
Das wäre klüger, als das Thema einfach zu ignorieren und dann mit regelmäßigen Stromausfällen zu kämpfen.
Nur so zur Erinnerung: alle neu eingebauten WPs (ok, fast alle) müssen die Möglichkeit zur Leistungsreduzierung durch den Netzbetreiber haben. Dito andere Großverbraucher. Der haut also im Engpaßfall dann schon auf den dicken roten Knopf. Blöd nur, daß die ganze Technik den Vorschriften hinterherhinkt, und das alles vielerorts noch gar nicht funktioniert.
Oliver
Genau, das könnte mal sehr wichtig werden. Ist aber auch nur recht eingeschränkt, wenn es ums Heizen geht. Also maximal 2 Stunden am Tag auf 4,2kW begrenzt. Sollten die Netze wirklich am Limit sein, hilft das auch nicht mehr so viel. Trotzdem gut, dass man dann überhaupt noch Möglichkeiten hat.
Also ca. 9-12KW Wärme. Es geht ja um 4,2KW Strom.
Im Regelfall ja. Im Notfall sicher länger.
Oliver
Wigald Boning schläft auch im Winter draußen im Zelt, also früher mal, ohne Notfall.
Ich weiß, Chuck Norris brauch kein Zelt. ![]()
So…
Nach dem ich dann doch sehr viel darüber nachdenke und mich mit dem Thema beschäftige komme ich aktuell zur Erkenntnis, dass es sich wohl im Moment nicht lohnen wird für mich, auf eine LWWP umzustellen. Andere WWP aufgrund der Kosten ohnehin nicht.
Die LWWP scheint mir bzgl. Wirkungsgrad ohnehin schon “sehr am Limit” für kalte Regionen, wobei sie das jetzt im “Wärmepumpenvergleich intern mit anderen WP” durch den geringeren Preis wieder mehr als wett macht. Zumindest bei Nachrüstung.
Dennoch: Bei der LWWP summieren sich einfach viele Nachteile:
- Effiezienznachteil der Luftwärmepumpe im Vergleich zu WWWP - inbesondere in kalter Region
- Im laufenden Betrieb Effizienznachteile wg. Enteisung
- (Bei mir) großer Effizienznachteil wg. Compactheizkörper (=höhere VL Temp)
- Prinzipbedingte Effizienznachteile wg. zusätzlichem Wärmetauscher im Vergleich zu LLWP
- (Bei mir) Ungünstiges Verhältnis (noch?) Strompreis zu Gaspreis (Strom ca. 3x so teuer)
Also insgesamt schein es - so wie es ist - sinnvoller un wirschaftlicher zu sein…
Es bestehen aktuell quasi 3 voneinander völlig anabhängige Anlagen / Heizungen:
Gasheizung Zentralheizung HK 6,5 - 22 kW Bj 1998
Pelletsofen WZ 2-8 kW
(neu) 2x Split Klima ja (bis zu) 3,5 kW (1 je EG+OG)
Nach bisherigen Erfahrungen könnte jede davon alles alleine beheizen, aber nat. mit individuellen Unterschieden.
Je nach Situation scheint aktuell auch jede davon jeweile “besser” geeignet für die “Aufgabe” als die anderen;)
So scheint der Pelletsofen auf kleinster Stufe erfreulich wenig Verbrauch zu haben, während die Split Geräte nat. bei Dauerlauf dann insgesamt schon auch ordentlich hinlangen - weil der Strom so teuer ist. Die Gasheizung punktet weil das Gas im Vergleich (noch?) deutlich billiger ist. Ein Drittel vom Strom ist schon extrem…
So gesehen habe ich (bis zu…) 37 kW “installierte Leistung”
(Heizlüfter nicht mitgerechnet)
Den größten Vorteil in den Wärmepumpen sehe ich insgesamt in der Möglichkeit, extrem weit runter modulieren zu können und somit ein breites Spektrum abzudecken. Und nat. auch die hohe Effizienz bei etwas wärmeren Temperaturen.
Den Vorteil beim Pelletsofen sehe ich in der unkomplizierten, schnellen, angenehmen und vergleichsweise auch “billigen” Wärme bei einem Preis von € 6.- für den 15 Kilo Sack. Also als “Heizung bei Anwesenheit” sehr angenehm, wenn niemand zu Hause ist für mich nicht die 1. Wahl… (obwohl eh vollautomatisch)
Die Gasheizung hat eben in (fast) jedem Raum einen HK mit zentraler Steuerung über App und (noch) günstiges Gas, ist mit 22kW nat. eig. viel zu stark. Nur leider sind die min 6,5kW viel zu viel, was bei “üblichen Bedingungen” dann zu sehr häufigem takten führt.
Vermutlich ist es am sinnvollsten das vorhandene so zu verwenden, so lange es funktioniert.
Auch wenn die “neues Projekt Freude” mich gedanklich zu einer neuen Marken LWWP “drängen möchte” - wo die doch “nur” ab um die 4T€ kosten…
So wägt man halt ab. Manchmal passt es nicht. Spätestens wenn die Gasheizung kaputt geht kann man sich das nochmal überlegen. Vielleicht 3 weitere Splits. Oder LWWP.
Würde ich im Erdgeschoss wohnen ich hätte einen wasserführenden Küchenofen. Ab mittags bis nachmittag Kochen, Backen, Warmwasser (duschen), Heizung aufladen, Warmwasser (in nem kleinen Flötenkessel für Abwasch oder Kaffee/Tee). Bei mir würde ständig nen Kuchen oder Stück Fleisch in der Röhre liegen. Dazu nen Ofenventilator. Auch wenn wir das Holz kaufen müssten. Auch das wäre günstiger als Strom im Winter.
Ja, so ist aktuell der Plan.
Danke für deine Hilfe
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Das aber nur, wenn du es selber machst. Und da gilt: Mit Holz heizen können ist genial. Mit Holz heizen müssen ist eine Katastrophe…
Oliver