Gut genug geplant? 16S mit Cornex PF173-314A, JK BMS PB2A16S20P und Multiplus II 5000

Ja Richtig, Wir haben nur noch einen EW-Zähler.

Es sind für alle 12 private Zähler Smart-Me
Für die privaten Zähler habe ich kein Einspeise Tarif festgelegt also bleibt der Zähler beim Einspeisen aus meinem Technikraum stehen und der überschüssige Strom versickert bei Nachbarn.
Vom Gewinn habe eh 10%

Vielleicht kommen die anderen auch auf den Geschmack

Den Deye kannst du über die Cloud steuern, wer das nicht mag es geht auch über LAN oder WLAN mit Home Assistant. Oder beides wie bei mir.



Ich meine es ist so:

Wenn man mal bei Deye bleibt ist bei 50kwp der Hybridinverter ein Typ für Hochvolt Batterien. Bei 48v Batterien gehen die Inverter nur bis 15kw. Ist vermutlich allgemein so weil sonst die Ströme zu hoch werden.

Die Anlage kann man auch mit den 48V Typen auch bauen aber dann brauchst du vermutlich mehrere Wechselrichter. Das sind dann wieder Kosten und Umstand für die Hausgemeinschaft. Ob die das mittragen musst du sagen.

Jeden Wechselrichter muss man steuern und von Einspeisung auf Nulleinspeisung umstellen damit du die negativen Strompreise vermeidest.

Dann ist da noch der Aspekt das die Einspeisung aus deinem Akku hinter deinen Smart Me Zähler erfolgen muss damit dein Eigenverbrauch auf 0 geht. Geladen muss der Akku aber durch ein Gerät vor dem Meter (wenn Strom umsonst ist)…. So verstehe ich jedenfalls was du vor hast.

Ist nicht ganz trivial das ganze. Neben den 48v Deye invertern, die man dann nur zum laden nutzen würde könnte man auch ein 48V Akkuladegerät (z.B. Huawei Netzteil wenn du was basteln magst) nutzen. Die Steuerung wird dann aber nicht einfach.

Einspeisen wäre ich bei einem kleinen Wechselrichter. Für die Grundlast ist ein Dreiphasen WR overkill. Was einphasiges reicht. Deye hat da was oder man nimmt ein Victron.

Die Deye LV geräte gehen bis 20 kw habe selbst erst einen Instaliert und das ist so die eierlegnede wollmilchsau der kann alles lässt sich sehr gut einstellen spricht mit vielen BMS systemen und ist Kaskatierbar kan bis zu 30 kwp PV vorraussetzung der akku ist gross genug aber da reicht ein 16 kwh akku nicht mehr eher so 150 kwh in der grössen ordnung

Das Trifft auf mich zu, da wenn die anderen Mitmachen, wird eine Hochvoltbatterie an den Bestehenden WR von Solaredge angeschlossen. Das Management übernimmt dann der Solarmanager. Aber bis es soweit ist versuche ich es mit eine einphasigen Lösung. Wenn die mal hinfällig wird, brauche ich sie als Insel in der Abgesetzten Garage. Gespiesen vom alten Womo das daneben steht.

Ok. Irgendwie hab ich das Gefühl das die Infos hier in Bruchstücken kommen. Es klingt so als gäbe es das System schon. Dann wäre es gut wenn du beschreibst was genau existiert und was du erreichen willst. So ist mir meine Zeit da zu schade.

Habe ich mir schon gedacht und kenne ich, ist ja schon älter.
Also glaubst du jemanden auf Youtube mehr als es die Hersteller mit ihren Angaben in den Datenblättern tun?

Die Datenblätter sind schon korrekt. Aber man muss sie auch verstehen.
Die Angabe mit den 300kgf bezieht sich nur auf einen Testaufbau zur Ermittlung der Datenblattwerte. Davon kann natürlich abgewichen werden.
Die swelling force ist eine Volumenausdehnung der Zelle aufgrund von chemischen Reaktionen auf atomarer Ebene. Das hat überhaupt nichts mit der Verpressung zu tun.

Die Angabe bezieht sich ebenso auf die Anforderungen an ein Gehäuse zur Erreichung der angegebenen Lebensdauer.

Das sagt z.B. EVE und nicht der Typ von YT.
Das Video ist nicht schlecht, aber es ist nicht allumfassend und an machen Stellen weicht er schlicht aus, weil er überfragt ist.

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Ganz genau...
Die Angabe bezieht sich darauf das du damit 6000 Zyklen erreichen könntest bei ~25°C usw.. Und da steht nix von "nur am Anfang" verpressen wegen der Gasblasen, das ganze ist dauerhaft gemeint. Natürlich kannst du davon abweichen, dann würdest du allerdings wie Asathor schon richtig sagte nicht die maximal mögliche Lebensdauer erreichen. Im Datenblatt steht für mich ganz klar: 6000 Zyklen unter der Bedingung das du mit 300kgf verpressen tust usw... Deine Aussage war das es nur am Anfang nötig ist mit 300kgf zu verpressen. Dem gehe ich nicht konform wenn man die maximale Lebensdauer der Zellen möchte. Das ist zumindest mein Verständnis zu dem was im Datenblatt steht.

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Lieber Asathor und U-F-O,
bitte gerne das letzte Datenblatt Version C zur Kenntniss nehmen...

Zur weiteren Beachtung:
Im DB von der MB31 ist die Verspannung mit 3...7kN spezifiziert. Hier heißt es lediglich:"Bei der Modulbildung wird eine Druckkraft in Richtung der vertikalen Dicke auf die Zellen ausgeübt, um sie besser anzuordnen und zu fixieren."
Die ganze Verspannung dient hiernach also nur dazu, um die Zellen an Ort und Stelle zu halten. Mit der Lebensdauer hat das nichts mehr zu tun.

Product Specification EVE MB31

IMHO hat der "Typ von YT" mehr Kompetenz als alle Speicher-Bastler zusammen in diesem Forum.

Lieber Gerd ...

Zunächst möchte ich vorweg schicken, dass wir hier im Forum freundlich miteinander umgehen. Auch mit Neumitgliedern.
Wenn aber ein solches, hier schreibt, dass hier alle "Bastler" sind und zusammen nicht so kompetent sind wie " der Typ von YT" , dann frage ich mich was du hier willst. Und ich frage mich wie ich da freundlich bleiben soll.

Ich versuche es trotzdem.

In diesem Fall hat der gute Mann von YT sicher mehr Kompetenz in seinem BERUF als wir "Bastler" alle zusammen.
Nun ist sein Beruf aber leider nicht "Speicher Basteln" darin haben wir mehr Kompetenz.

In allen neueren Datenblättern, auch den von dir zitierten, gibt EVE klar an:

Ein Gehäuse (nicht nur der Testaufbau) muss so beschaffen sein, dass es auf die Zellen im Auslieferungszustand 300kgf +- 20% ausübt.
Dieser Druck steigt bei jedem Ladevorgang an und baut sich beim Entladen wieder ab.
Der nette Nebeneffekt, dass Gasbläschen dabei heraus massiert werde, hat damit nichts zu tun.

Wenn du nicht vorkomprimierst oder die Kompression entfernst, werden die Zellen bauchig, reißen an ihren Terminals, zerstören womöglich irgendwann die Separatorfolien.
Auch hier kannst du im Datenblatt schauen.
Der Wert Thickness ist immer an 300kfg gekoppelt. Wir dürfen dicker werden die Zellen nicht.

Also mache und glaube gerne weiterhin was du willst, aber ein Recht auf Recht haben hast du nicht. (Ich auch nicht, aber die meisten "Bastler" sehen das wie ich)

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Dass hier eine Grundsatzdiskussion zur Kompression entsteht hätte ich jetzt nicht erwartet, dachte das ist schon längst ausdiskutiert. Das Video ist interessant, hab's ja auch bereits in Beitrag #16 verlinkt und kommentiert. Aber es ist wohl auch nicht die ganze Wahrheit. Wenn man etwas recherchiert (z.B. über scholar.google.com), findet man verschiedene Studien, die bestätigen, dass das Komprimieren besonders bei älteren Zellen zur Verhinderung von Delamination und innerem Widerstand wichtig ist und damit die Lebensdauer erhöht. Drei Artikel hab ich bereits im Beitrag #16 verlinkt. Ganz ausdiskutiert ist das Thema scheinbar auch akademisch noch nicht, sonst würd daran nicht noch weiter geforscht.

Hier noch aus Studien zum Thema:

Similarly, impedance measurements revealed that aged cells benefited from a substantial 41.3% decrease in ohmic resistance under 1 MPa of pressure, indicating that pressure restores or enhances conductive pathways within deteriorated internal structures due to effects such as delamination or gas generation (Avila et al. 2025, S. 9)

The analysis of reversible swelling pressure revealed differences in the mechanical response of aged versus pristine cells, particularly in their stiffness and pressure variation during cycling. Aged cells exhibited lower mechanical stiffness at low stack pressures, likely due to gas accumulation. High external pressure helped compact the aged cells and restore some mechanical uniformity, aligning their mechanical response more closely with that of pristine cells. (ebd.)

Avilla et al. haben NCM-Zellen getestet, deshalb werden die Werte nicht 1:1 auf LFP-Zellen übertragbar sein.

Yang et al. haben SoC, Ladestrom und Temperatur als Hauptindikatoren für das Altern von LFP Zellen identifiziert. Druck wird als notwendig bestätigt um der Delaminierung entgegenzuwirken (Yang et al. 2025, S. 2), aber wie hoch dieser ist hat zumindest bei den untersuchten kleinen LFP-Pouchzellen keinen Einfluss auf die Alterung (ebd., S. 13):

For calendar aging, capacity fade was strongly dependent on both SOC and tempera-
ture but only marginally influenced by preload.
[..]
For cycle aging, degradation was primarily governed by charging rate, tempera-
ture, and SOC window, while preload exerted minimal influence.

Oft zitiert wird Cannarella und Arnold, die 2014 den Einfluss von Druck auf die Zellchemie erforscht haben. In der Arbeit gibt's auch ein paar interessante Mikroskopaufnahmen. Das Ergebnis von 2014 ist weiterhin relevant, am Grundaufbau einer Batterie hat sich seit damals ja nichts geändert. Konklusio war dass leichter Druck wichtig ist, aber zu viel Druck die Zellchemie zerstört (Vielleicht ist eine fixe Kiste, die mit den Jahren nicht nachgibt, nicht optimal?) (Cannarella und Arnold 2014):

The observed capacity fade in all cells is attributed to loss of cycleable lithium through a postmortem analysis, corroborating the notion of mechanically mediated chemical degradation. Light stack pressure is found to be beneficial to long term performance by preventing layer delamination.

Avila, Ander, Adrián Remirez , Eduardo Miguel , Laura Carreras , Pere Maimı́. 2025. "Impact of External Pressure on the Performance Characteristics of Commercial Lithium-Ion Cells along their
Cycle Life". Göteborg: 38th International Electric Vehicle Symposium and Exhibition (EVS38)

Cannarella, J., C.B. Arnold. 2014. "Stress evolution and capacity fade in constrained lithium-ion pouch cells". Journal of Power Sources 245, 745–751. https://doi.org/10.1016/j.jpowsour.2013.06.165

Yang, Zhihao, Xue Li, Jinhan Li, Hao Li, Jintao Shi, Xingcun Fan, Zifeng Cong, Xiaolong Feng, and Xiao-Guang Yang. 2025. "Study on Influencing Factors of Calendar Aging and Cycle Aging of LFP Batteries" Applied Sciences 15, no. 23: 12749. Princeton University. https://doi.org/10.3390/app152312749

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Hätte gerne eine Alternative zum Victron. Deshalb hatte ich ursprünglich auch den Solis ins Auge gefasst. Leider ist der nicht in der TOR-Freigabeliste für Österreich, genausowenig einphasige Deye Wechselrichter, da sind nur dreiphasige freigegeben.

Wenn da jetzt ein Deye mit 24kW dabei wäre, der auch 4 MPPT hat, könnte ich meinen Huawei SUN2000-30KTL-MK3 tauschen. Deye hat aber maximal 3 MPPT.

Ich glaube nicht mehr, dass es zum Multiplus II 5000 sonst noch eine gute Alternative mit österreichischer Zulassung gibt. Dass der gut mit dem JK BMS und anderen Schnittstellen zusammenarbeitet und es schon viele Open-Source-Projekte zur Automatisierung gibt, ist freilich auch ein Vorteil.

Danke für den Tipp! Hab mir gleich ein Angebot machen lassen Antwort kam prompt, inkl. Versand nur um 40€ über frenchmen-energy. Werd ich mir noch überlegen, ist ja doch näher zu Kärnten.

Hab mittlerweile auch Angebote für die dauerelastischen Silikonschaummatten - keines unter 150€ für einen knappen Quadratmeter. Das wird wohl nix mehr. 2mm Zellkautschuk (EPDM) sind zwar nicht so optimal, aber kriegt man halt unproblematisch und um kleines Geld.

Etwas unschlüssig bin ich noch bzgl. Tellerfedern oder Spiralfedern. Erstere wären deutlich günstiger (200 Stk. für 25€ von Reyher), aber etwas weniger Federweg und steilere Kurve als Werkzeugfedern von Sodemann (75€). Erstere (28x10,2x1mm) mit 13mm Reserve vs. Sodemann ( C26115 und D26115) mit 21 bzw. 33mm Reserve und sanfterem Kraftanstieg beim zyklischen Schwellen. Vllt. schaff ich's morgen mal zum Schrotthändler für die Druckplatten.

Dass ich auf sechs M10 8.8 Gewindestangen auch einen PKW aufhängen kann ist mir schon bewusst. Nur macht's M10 für die Auswahl von Federn und gehärteten (Unterleg-)scheiben deutlich einfacher als mit winzigen M4-Gewinden. Preislich macht's kaum einen Unterschied.

Hatte auch bereits wegen Venus OS auf Raspberry Pi statt Cerbo GX überlegt. Aber dann muss ich wieder eine Steckdose für die Stromversorgung hinlegen, Raspbi hab ich grad keinen frei und die Kabelanbindung ist mit den IO-Steckplätzen auch immer Bastlerei. Nur zum Probieren ist das auch viel Aufwand.

Lieber Gerd,

da du nun auf das Datenblatt Version C ausweichen tust...
Auch hier lassen sich Abschnitte finden in denen klar hervorgeht das, das verpressen für die Lebensdauer zuträglich ist.

Siehe:

13.15.1_1

Man verpresst also damit man beim Test die maximal mögliche Zyklenanzahl erreichen kann. Also bleibt es dabei, verpressen ist notwendig und dient der Lebensdauer. Auch bei den weiteren folgenden Tests im Datenblatt wird immer verpresst... alles weitere dazu warum und weshalb hat dir @Asathor ja schon genannt.

Hier habe ich noch zwei Diagramme aus dem Datenblatt einer Eve Zelle (LF80) gefunden wo ersichtlich ist das verpressen der möglichen Zyklen und somit der Lebensdauer der Zelle dient. Leider habe ich die passende PDF dazu nicht gefunden:

Das gleiche steht auch im Datenblatt zur LF280K und ändert nichts....
Jetzt hast du so viele Hinweise und aus meiner Sicht auch Beweise bekommen, mehr geht doch fast garnicht. Oder such doch selbst mal bei Google nach "Battery Compression" und lies was andere darüber schreiben.... da findest du einige Links dazu die das gleiche bestätigen wie dir hier schon mitgeteilt wurde.

Also das ist schon eine harte Aussage und eine Beleidigung an alle Foren User hier.
Da dachte ich mir im ersten Moment exakt das gleiche wie @Asathor schon schrieb.
Der Herr aus dem Video hat natürlich einen gewissen Wissensstand weil er in dem Bereich tätig ist, aber dennoch kann auch er mal falsch liegen. Und Respekt an ihn das er das alles so frei raus vor Kamera rüber bringen kann, das kann auch nicht jeder. Genauso aber gibt hier Leute die einen gewissen Wissensstand haben wo er wiederum nichts dazu beitragen könnte. Und hier im Forum gibt es wirklich viele schlaue Köpfe die sich mit den verschiedensten Sachen rund um die vorhandenen Themenbereiche sehr gut auskennen. Der eine kann eben das, der andere das, und das ist auch gut so!

Das Diagramm zeigt den Effekt finde ich.

Degradation zwischen 500 und 1000 Zyklen ist in beiden Fällen -2.5%.

Bei unverpressten Zellen startet das aber tiefer. Der Kapazitätsverlust tritt am Anfang auf.

@all
Ich habe heute das Verspannungs-Thema nochmal recherchiert und möchte mich bei euch entschuldigen.
Ihr habt vollkommen Recht und ich habe mich in falsch interpretierten Datenblättern und unvollständiger Information verrannt. Ein leuchtendes Beispiel für Confirmation Bias
Asche auf mein Haupt…
Auch entschuldige ich mich für meine harte Aussage hier gegenüber dem Forum. Ich anerkenne, dass ihr euch hier intensiv und lange mit der Thematik auseinander gesetzt habt.

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Danke Gerd.
Damit zeigst du echte Größe.

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Wie kriegst du den Wechselrichter in Homeassistent?