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Ja, hab ja extra gewartet, bis du mit aufteilen fertig warst ![]()
Da sind die Daten, die ein Messstellenbertreiber bekommt, für mich ziemlich nebensächlich, zumal ich diese auf relativ einfache Weise mit einem Akku zur Zwischenspeicherung verwischen kann, wenn ich das will.
Da ist doch die Initiative von Andreas eine tolle Sache. Damit sind wir dann wieder beim eigentlichen Thread angelangt und brauchen nicht weiter über Datenangst reden.
Das finde ich einen guten Ansatz. Wir brauchen Anreize, dass alle Bundesländer nicht nur in Solarenergie (das hat die Gesellschaft endlich als positiv akzeptiert), sondern auch andere alternative Energien wie z.B. Windkraft investieren, bei der Strom auch erzeugt wird, wenn die Sonne nicht scheint.
In der Tat brauchen wir Netzentgelte, die die tatsächliche Situation berücksichtigt, wenn beispielsweise Strom aus Windkraft von Nord nach Süden wegen fehlender Trassen nicht ausreichend geliefert werden kann. Eine Aufteilung in mindestens 2 Zonen, besser aber mehr, wäre sicherlich hier hilfreich und für die Bundesländer auch motivierend.
Ansonsten werden wir die effizientesten Plätze für Windkraft, beispielsweise auf Anhöhen bzw. Bergen weiterhin nicht nutzen, weil irgendjemand der Ansicht ist, dass dies häßlich ist.
Hallo,
ich habe letzten erst mit meinem Bruder über so ein thema geredet. Er wohnt in Los Angeles und die haben paar feine Ansätze zum der Thematik.
- Es gibt zeitabhängige Stromtarife (die sind fest, z.B. zwischen 8..16 Uhr kostet der Strom 8 cent/KWh), ich glaube das waren 8 Zeiten. Am teuersten ist der Strom zwischen 18...20 Uhr.
- Speicher können vom Netz geladen werden und auch wieder ins Netz entladen -> Ob man ne Solaranlage hat ist egal
- die Anschaffung der Speicher wird mit Lohnsteueranreizen (Steuersenkung) finanziert (im ersten Jahr bis zu 25 % und insgesamt über 4Jahre)
- Die Einspeisung bringt genau soviel wie die Entnahme -> Also über die preiswerte Zeit laden und Nachts ins Netz zurück) -> damit kann man auch etwas verdienen.
Das fand ich so ganz interessant
. Ist nicht 1:1 auf uns übertragbar, er erzeugt mit einer 6 KWp Anlage mehr Strom im Jahr als ich mit ner 10 KWp. Mehr Sonnenscheindauer und mehr Solareinstrahlung als bei uns.
Mit den Tarif-Zonen müsste man noch weiter ziehen. Wo viel Erzeugung ist, muss sich das auch im Strompreis niederschlagen. Somit schafft man Anreize die regenerativen Energie weiter auszubauen.
Was ich auch noch wichtiger finde, ist die Speicherung, Pumpspeicherkraftwerke werden ersten wegen der doppelten Besteuerung uninteressant. Aber ein weiter Grund ist das "Nimbi" Prinzip. Es "verschandelt" total die Umwelt. Bei uns wurde jetzt ein Pumpespeicherkraftwerk geschloßen. Lohnt sich nicht mehr. Komischerweise bekommt man jetzt mit, dass die Badeseen, oben und unten, veralgen und austrocknen, weil sich niemand mehr darum kümmert.
Auch die Erzeugung von Wasserstoff oder anderen gasförmige oder chemische Produkte wären interessant. Benzin und Diesel ist nicht sinnführend, wird der Liter zu teuer.
Auch würden viel mehr Leute den Strom zu "preiswerten" Mittagszeit nutzen. Mir ist doch egal ob mein warmwasser Nachts oder tagsüber erzeugt wird oder die Heizung tagsüber läuft.
Oder Wärmespeicher, wie Sand oder so. Es gibt Ideen. Es müsste nur mal die Verordnungen dafür entsprechend angepasst werden.
Ich musste bei der Anmeldung meines 20 KWh Akkus 3 mal bestättigen, dass ich nicht aus dem Netz lade und dass der Akku auch nicht ins Netz entladen kann. Kann er deswegen trotzdem, aber darf ich nicht. Also könnte ich, offiziell, nicht mal netzdienlich die Anlage fahren lassen, selbst wenn ich es wöllte!
Es ist halt ein komplexes Thema und es gibt da zu viele Befindlichkeiten.
Sorry, ist etwas lang geworden. Aber ich fand das ebend halt ein sehr interessante Sache, wie es in anderen Ländern läuft.
Grüße,
Arno
Danke für den Bericht!
Auf Grund der Lage von Kalifornien hat man sich schon früh Umweltthemen zugewendet. Der Katalysator für Benzinautos war eigentlich schon viele Jahre vorher erfunden worden. Verbreitet hat er sich aber erst, als man in Kalifornien niedrige Emissionswerte beschlossen hat. Bei den Besuchen dort war ich fasziniert wie viele Windkraftanlagen es dort gibt. Leider sieht es in anderen Gebieten der USA nicht so gut aus.
Nach dem "Nimby-Prinzip" musste ich erst googeln, aber stimme dem voll zu. Ein Beispiel: Ich habe einen Kollegen, der eigentlich Umweltthemen sehr positiv eingestellt ist. Der auf seinen ökologischen Fußabdruck achtet. Als aber in der Umgebung Windkraftanlagen aufgebaut werden sollen, hat er spontan eine Gruppe gegen Windkraft etabliert. Ich war total erstaunt.
Wenn ich aus NRW Richtung Norden fahre, bin ich jedesmal positiv darüber überrascht wie viele Windräder an den Autobahnen stehen und darüber, dass kaum eines still steht. Auch nicht in den Monaten November bis Februar, in dem meine Solaranlage nur sehr wenig produziert. Gerade die Windkraft könnte viel bewirken. Daher finde ich es persönlich fatal, dass es keine Vorgaben dafür gibt wie viele Windräder die einzelnen Bundesländer neu erstellen müssen.
Ich glaube, eine große Frage wird sein, wie man zukünftig die Netzentgelte einzieht.
Aktuell zahlt jeder pro Kilowattstunde Netzbezug. Das war schon mal ein großes Problem für Netzspeicher, da die Umlage dann anfiel, wenn man eingespeichert hat, aber es bei Ausspeicherung keine Rückvergütung bekam. Das wurde jetzt behoben.
Bei Haushalten mit Solar + Speicher ist das aber komplex, da i.d.R. mehr eingespeist wird als bezogen. Man könnte sagen "die sind dann halt auch befreit", aber damit kanibalisiert man sich die variablen Netzentgelte. Und für alle ohne PV wirds deutlich teurer...
Dafür gibt es Paragraf 118 Abs.6 EnWG in den ist das geregelt. Das einzige Problem was derzeit darstellt wie ich schonmal in einen anderen Thread geschrieben habe ist die Vergrauung des grünen Stroms wenn man EEG Strom mit Strom aus den Netz speichert und zeitverzögert rückspeisst. Die weitere Aufgabenstellung ist die Messstelle die kann nur den eingespeisten und zurückgeführten Strom messen. Sobald hier noch Strom aus Voll- oder Überschusseinspeisung dazukommt ist es für den Messtellenbetreiber nicht möglich.
Ja genau das meine ich im Prinzip
Wenn ich beziehe kann man nicht mehr festellen ob ich den Strom verbrauche, einspeichere für später (Fälle mit Netzentgeltzahlungen) oder zurückspeise (was nur wirtschaftlich ist, wenn ich keine Umlagen zahle).
Da gibt es einfach so viele Wege für die Elektronen, dass es ein Hickhack wird. Darum müsste man m.E. mal überdenken, wann und wo Netzentgelte anfallen sollen. In F haben sie recht hohe Grundgebühren, was wohl einen größeren Teil der Netzentgelte trägt
Hallo zusammen,
ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen habe***, aber angeblich gibt es sehr viele Anmeldungen für Speicher, die bei tatsächlicher Bewilligung die Netze massivst unterstützen könnten.
Alle Solarparks, die in letzter Zeit ohne Speicher gebaut wurden, müssen ja allein aufgrund der nicht dynamischen EEG Vergütung finanziert worden sein. Ökologische Argumente oder auch Netzstabilität spielten dabei wohl weniger eine Rolle als vielmehr die sichere Einnahmeprognose und ROI-Zeit.
Ich habe keine Zahlen wieviel Anteil die Solarparks haben, auf jeden Fall sollten die Speicher für die EEG Umlage obligat werden, d.h. man darf die gleiche Menge Strom pro PV Anlage anliefern, nur dieser muss in anderen Zeitfenstern angeliefert werden als bisher. Die immer günstigeren Speichercontainer sollten dann in viel kürzerer Zeit massiv zur Entlastung beitragen können als konventionelle Kraftwerke mit ihrer Genehmigungs und Bauphase.
*** Link gefunden:"[Energiewende: Riesige Speicher fürs Stromnetz - ein Batterietsunami rollt heran - DER SPIEGEL](https://Artikel zu Speicheranmeldungen im Speigel)"
Ja ich bringe heute (28.11 um 16:00) ein Video, wo ich das erkläre. Das sind die Hauptgrafiken, ich hab gerade nicht genug Zeit um die im Detail zu erklären. Die sind nicht ganz einfach.
Deutschlandweit (Daten aus Energy Charts, alle Kurven sind immer im Bezug auf 2023, wo relativ gesehen sehr viele Akkus installiert wurden). Hier sieht man das Gegenteilige Verhalten
Lokal / Niederspannungsnetz
Das sind 80 PV Anlagen aus einer Region, 53 mit Akku. Blau die Referenzkurve für den Monat. In den einzelnen Kurven der PV Anlagen sieht man es extrem stark, bei vielen ist das eine Sprungfunktion gegen Mittag.
Ja das ist super erfreulich, aber das wird noch auf sich warten lassen. Aktuell liegen die Anträge bei den ÜNB vor und werden jetzt verteilt. Von den eingereichten werden aber nur relativ wenige umgesetzt (nicht genug Anschlusspunkte + viele Doppelanmeldungen). Trotzdem wird das definitiv helfen. Spannend ist auch, dass die gar nicht an den Regelmarkt gehen wollen, sondern zum Großteil am Spotmarkt handeln. Da scheint aktuell lukrativer zu sein.
Genau das ist leider nicht so, das wird noch einige Jahre dauern, bis signifikante Mengen am Netz sind. Die kannst du nicht einfach an die Steckdose anschließen ^^ Da herrscht ein großer Kampf um die Netzanschlusspunkte. Zudem regelt bei den Speicher niemand wo die stehen, es wird wieder marktwirtschaftlich entschieden und was das bringt, sehen wir ja bei den Windkraftanlagen. Ob das sinnvoll verteilt ist: Sehr fragwürdig. Die Netzentlastung könnte also wesentlich geringer ausfallen als gedacht. Im Worst Case sogar negativ sein.
Im Bezug auf unsere Kleinspeicher Initiative: Bitte seht das nicht als Konkurrenz, ich denke das ergänzt sich sehr gut.
- Die Kleinspeicher wären wirklich schnell verfügbar. Im Prinzip unmittelbar, das ist aktuell sehr sehr wichtig.
- Wir brauchen jede Menge Speicher und zwar jede kWh die wir bekommen können und das so schnell wie nur möglich.
- Kleinspeicher sind am Niederspannungsnetz und das erlaubt nochmal andere Möglichlichkeiten diese auszuregeln. Großspeicher gehen eher an Mittelspannung.
- Für die kleinen Speicher sind keine komplizierten Netzanschlusspunkte nötig = direkt einsetzbar
- Der wichtigste Punkt: Leute ihr könnt so als BÜRGER mitverdienen für eure Investition. Ansonsten verdienen sich diese Unternehmen daran dumm und dusselig ^^ Sei es denen gegönnt, aber ich halte es für extrem wichtig die Bevölkerung auch partizipieren zu lassen. Die Leute sind bereit privates Geld in die Hand zu nehmen und mitzumachen. Das schafft Vertrauen und auch Spaß an der Energiewende.
Ich habe mich mal im MaStR umgeschaut... Datenqualität ist natürlich nicht ideal, aber bei den großen Anlagen bestimmt akku-rat ![]()
Dank der ganzen Filter müsste man eigentlich in der Lage sein, eine gute Prognose zu erstellen, wie man am meisten Regelkapazität schaffen könnte, im Gewerbe und privat.
Die größten drei Solarparks sind größer als 1,5Gw, Anlagen mit größer als 8000kwp gibt es schon 868, das mal ausmultipliziert ergibt schon eine große Menge, die auch mit Trafo vorhanden und somit relativ schnell einspeisebereit wäre.
Die Solarparks haben ja meist einen entsprechenden Trafo, sodass hier (im Gegensatz zu Windkraftanlagen im Wald oder auf See) genug Anschlusskapazität und auch Platz vorhanden wäre (ein Container erwirtschaftet gewiss mehr Rendite als eine Reihe Module auf der identischen Grundfläche, zur Not könnte man die Module sogar noch auf die Speichercontainer schnallen).
Wenn man jetzt die typischen Lastgangprofile und PV Überschüsse abgleicht mit den Solarparks und den Transportkapazitäten in den Bundesländern, so könnte man schonmal sagen, wo am meisten Bedarf vorhanden wäre, welche Standorte ggf. Prio bekommen sollten.
Gleiches gilt natürlich für die Niederspannungsebene der Heimspeicher... kleine Speicher decken ggf. u.U. ganztätig den Eigenbedarf, können aber mittags nicht eine Abregelung der ggf. größeren PV abfangen.
Speicher zwischen 1 und 10 kwh sind über 1,3 Mio. in Betrieb, 12610 in Planung
Gesamt sind Speicher über 20kwh in Summe >17500 in Planung, die größten sind dabei 300 Megawatt
Vielleicht bekommt Andreas ja mit Hilfe von KI einen konkreten Fahrplan hin...
Die Großspeicher sind in der ÜNB Anmeldung. Die findest du nicht im MastR. Die Verteilung dieser kann durchaus für Probleme sorgen.
Man sollte hier die unterschiedlichen Probleme einzeln betrachten:
Nord/Süd Diskrepanz und die Mittagseinspeisung usw. Die Netzebenen ...
Das ist so zu einfach betrachtet, das werden wir hier auch nicht leisten können.
Besonders wichtig ist aber die Nord Süd Problematik in dem Zusammenhang. Der Großteil der Anmeldungen ist wohl bei einem ÜNB und das sieht schon eher nach einer nicht so optimalen Verteilung aus.
Aktuell wird einfach dort gebaut wo es am günstigsten ist und fertig. Da wird nicht viel geplant.
Einfach gesprochen: Der Preis ist ja überall gleich, die Erzeugung aber nicht. Wenn im Norden die Windanlagen powern, ist der Preis niedrig. Die Akkus laden sich voll. Stehen diese jetzt verstärkt im Süden: Wird das Problem sogar noch verstärkt. Das sind natürlich alles "Horroszenarien" die in so einer Reinform nicht auftreten, dennoch ist es wichtig darüber zu informieren und aufzuklären. Noch kann man ja was machen und es wäre schade, wenn das tolle Potential nicht genutz würde.
Mir wäre es aber lieber, wenn wir die Diskussion über die Großspeicher woanders führen. Das ist hier eher Offtopic
Das wär ja wirklich super, wenn man die Auslastung Orts- und Zeit-aufgelöst bekäme.
Übrigens sehe ich auch noch eine weitere Möglichkeit, temporäre Überschüsse loszuwerden. Denn es gibt auch ein Missverhältnis zwischen den Zeiten von hoher PV-Leistung und dem Laden von Autos. Die meisten laden ihr Auto vermutlich über Nacht zu Hause. Und am Tag steht das dann im Sommer bei strahlendem Sonnenschein am Arbeitsplatz.
In einer großen Gemeinschaft könnte man deshalb eine zentrale Datenbank für Stellplatz-Sharing mit Lademöglichkeit aus PV-Überschüssen betreiben. Wenn man zum Preis der Einspeisevergütung abrechnet, könnte das so geregelt werden, dass man es ebenfalls nicht bei der Steuer angeben muss. Denn die Einspeisevergütung ist ja auch bei Kleinanlagen befreit.
Der Vorteil für die Gemeinschaft wäre der, dass man auch mal außerhalb des eigenen Grundstücks günstige Lademöglichkeiten findet, z.B., wenn man mal Verwandte oder Freunde besucht.
Der wichtigste Punkt: Leute ihr könnt so als BÜRGER mitverdienen für eure Investition. Ansonsten verdienen sich diese Unternehmen daran dumm und dusselig ^^ Sei es denen gegönnt, aber ich halte es für extrem wichtig die Bevölkerung auch partizipieren zu lassen. Die Leute sind bereit privates Geld in die Hand zu nehmen und mitzumachen. Das schafft Vertrauen und auch Spaß an der Energiewende.
Das ist entscheidend. Der Bürger ist der "beste" Akteur bei der Energiewende, denn er handelt nicht nach rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern auch nach subjektiven Überzeugungen. Und er ist schon damit zufrieden, seine langfristigen Kosten zu senken, er muss noch nicht mal große Gewinne machen. Ein Investor brauch immer Rendite und die muss irgendwer bezahlen und das ist am Ende der Verbraucher, der sich steigenen Stromkosten nicht entziehen kann.
Aus meiner Sicht ist dies ein schlagendes Argument beim Austausch mit der Politik. Diese ist denke ich gerade dieser Tage sehr besorgt um gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stimmungslage in der Bevölkerung. Die Mehrwertsteuerbefreiung (mal schauen wie lange es die noch gibt), die Vereinfachungen der Nutzung von BalkonPv und aus meiner Sicht vor allem das Ende der Gewerbepflicht für kleinere PV-Anlagen waren aus meiner Sicht sehr gute politische Schritte, die beim Bürger auch sehr gut angekommen sind. Solche Schritte sind mir am Ende lieber als staatliche Direktsubventionen in Anlagen und erzeugten Strom, welche dann zu Teilen wieder von Herstellern und Installateuren durch höhere Abgabepreise abgeschöpft werden oder wie im falle der EEG-Vergütung zu teilweise zweifelhaften Anreizen und Entwicklungen führen. Das Thema §14a, und Abriegelung, mag drigend nötig sein, aber das Ganze ist schon wieder so komplex und bürokratisch, dass es am Ende wieder kein Mensch versteht, was nun genau wann und warum zu welchen Regeln passiert, nur ist jedem klar, dass die ganzen Steuerungskosten und Entschädigungen am Ende wieder der Verbraucher zahlt, hier ist die politische Wirkung also auf jeden Fall negativ.
Die netzdienliche Nutzung von privaten Speichern zu entbürokratisieren bzw überhaupt erstmal barrierefrei zu ermöglichen ist unterm Strich ein Thema welches die Politik positiv besetzen kann, das sollte man bei jeder Gelegenheit hervorheben.
Noch ein kleiner Input aus dem TV, war glaub auch aus den US. Dort gibt es Portale wo man sich anmelden kann, da hat man dann eine lokale Karte wo man dann mit anderen Nutzern des Portals in der Nähe direkt Strom handeln kann. Also Bernd verkauft seinen PV-Überschuss 13:00, direkt an Klaus mit seiner Autowerkstadt 4 Straßen weiter.. Das kann scheinbar so gehen wenn denn politisch gewollt.
Bei mir ist es so, dass ich unser Haus praktisch für den Ruhestand vorbereitet haben wollte.
Heisst die laufenden Kosten möglichst gering zu halten, wenn ich in Rente gehe.
Rein kostentechnisch sollte die Energiebilanz plus minus Null sein.
Das funktioniert incl. BEV sogar recht gut.
Ich habe absolut nichts dagegen meinen Stromüberschuss netzdienlich abzugeben, aber die Sache sollte nicht zu kompliziert sein.
Klar möchte ich auf die Einspeisevergütung nicht verzichten, aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn ich den Strom umsonst abgebe und dafür den Strom den ich benötige auch umsonst bekomme (siehe Niederlande).
Könnte ich es mir leisten würde ich mir auch eine Anlage einbauen, die mich komplett autark macht.
Ich würde sogar meinen BEV Akku nutzen, aber wie alles in DE ist das schwierig - und da ist auch der erste Ansatzpunkt - die existierenden Regelungen sind Stückwerk und passen nicht mehr zu einem modernen Stromsystem. Vieles ist viel zu kompliziert.
Die Infrastruktur ist marode und veraltet.
Ich habe z.B. einen Smartmeter fähigen Stromzähler, aber aufgrund des schlechten Mobilfunknetzes hat das Modul keinen Empfang und wurde deswegen nicht eingerüstet.
Mir fallen noch so viele Sachen ein, das würde aber das Thema sprengen ![]()
Hallo, kurzer Erfahrungsbericht und meine Meinung.
Wenn es dem Thread nicht dienlich ist kann der Beitrag gerne verschoben werden.
Ich habe 10KWp, mehrere Wechselrichtereine 40KWh Akku und einen mobilen Akku von 80KWh der aber nicht am Netz ist wenn die Sonne scheint. ![]()
Trotztdem muss ich beobachten, dass mein Haus ca. eine KWh am Tag verbraucht, da das aufgezwungene Regelverhalten der Wechselrichter nicht zu den unkontollierten Verbrauchern passt. Hier sollte eventuell überlegt werden, ob Wechselrichter nicht schneller regeln dürfen.
Netzdienliches Verhalten würde ich gerne vollständig durchführen, jedoch bedarf es dafür unter anderem eine verlässliche ortgsgebundene Vorhersage (1h, 6h,12h) sowie brauchbare Tagesvorhersagen. Diese würden es ermöglichen, den Akku schonender zu laden, ohne morgens um 6:00 mit leerem Akku dazu stehen.
Netzdienliches Verhalten erfordert aber unter Umständen ein Nachladen aus dem Netz zu lastarmen Zeiten; hierzu sehe ich aktuell und auf absehbare Zeit keinerlei Anreize.
Netzentgelte müssen endlich "globalisiert" werden. Hier im Norden zahle ich halt deutlich mehr als im Süden.
Anhand meines Spannungsverlaufes (ich zeichne das Delta auf) kann man erkennen, dass es zu kleinen Sprüngen kommt. Ich kann jedoch nicht beurteilen ob es vom Blockheizkraftwerk kommt oder durch volle Akkus in den Nachbarhäusern.
Weiterhin haben wir einen Wildwuchs an Wechselrichtern bzw. deren Steuerungen. Eine einheitliche einfache Schnittstelle ist hier nötig, damit die "nicht Bastler" eine Chance bekommen eine netzdienliche Stromproduktion herstellerunabhängig anzugehen.
Ohne Smart-Meter für jeden wird es nicht funktionieren und damit kann die EInspeisevergütung dem Börsenpreis angepaßt erfolgen.
Damit hat es dann jeder selbst in der Hand, seine Einspeisung mit Akku zu verschieben. Da der Preis "day-ahead" ist, kann ich die Einspeisung in die teuersten Stunden verlegen.
Wenn ich dann trotz negativer Preise einspeise und meine Anlage nicht runterregele, muß ich sogar zahlen!
Der Redispatch ist ein reines WInd-Problem und spielt für PV nur eine untergeordnete Rolle.
Die Lösung: smart-meter für jedermann zum günstigen Preis - incl. BalkonPV.
Du solltest nochmal das mit den Einheiten durchlesen. Deine falsche Einheit macht oben nämlich mal gerade aus 1kWh 24kWh...

