Gerüchte: Balkonkraftwerke bis 7kWp (statt 2kWp) nun zulässig...?

Sorry, ich verstehe da ein offensichtlich ein paar grundlegende Dinge bezüglich Modulleistung, Laderegler und Wechselrichterleistung noch nicht.

Verstehe ich es richtig, dass in der Beispielrechnung die z.B. 6kw Panele den Laderegler speisen, dieser lädt den Akku und vom Akku aus zieht der Wechselrichter dann die 800w?

nein die 800w sind das was du maximal einspeisen darfst was du vor der einspeisung entnimmst ist nur auf die Pv erzeugung begrenzt

Tust du. Bei Sonne kommt der Strom zwar direkt von den MPPTs, aber ja, der Einspeisewechselrichter hängt an der Akku-Gleichspannung.

Oliver

Das würde nur Sinn machen, wenn man einspeisevergütung bekommt. Dauerhaft 800 W einspeisen. Das dürften die wenigsten vorhaben. Die meisten zielen auf maximale Eigenversorgung . Ich denke, dass die Entwicklung auf Nulleinspeisung hinaus laufen wird. Dass ein Akku + genügend Solarpanel vorhanden ist, der kurzzeitig auch mehr als die 800 W einspeisen kann, weil gerade Großverbraucher laufen. Wenn man diese Art Anlagen nicht angemeldet bekommt, laufen die vermehrt einfach so. Die Menschen reagieren auf höhere Kosten, hier kann man sparen. Die Hersteller bieten es an, es wird gekauft und eingesetzt werden.

Man kann nach neuer Regel entweder immer z.B. 800W produzieren und Überschuss verkaufen oder den zusätzlichen Aufwand mit Leistungsmessung im Hausverteiler machen, 150-300€ je nachdem ob man des selbst schafft oder elektrischer dafür kommt. Kann sich rechnen, wenn man damit 1-2 Regentage überbrückt kriegt

Wer schon Panels und Wechselrichter hat, kann jetzt preisgünstig legal erweitern je nach Größe des Sparschweins. Hauptsache alles ist angemeldet, bevor Reiche neue Steine in den Weg legt

Das grosse Problem dabei ist, dass bei einer Bestandsanlage die Einspeisevergütung anteilig der PV/Modulleistung reduziert wird. Erzeugungsleistung ist dabei leider egal.

Also wenn ich zu meiner 10kWp Anlage eine 800W Anlage mit 7kWp baue, dann ist die Vergütung quasi komplett futsch..

ich meinte nur Balkonkraftwerk, also “alte Regel”.

Deine Vergütung bleibt übrigens, die 800W extra speist ja über 24h ein

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Klar, wenn die Erweiterung tatsächlich nennenswert einspeist, kann es kompensiert werden. Die meisten werden so eine 800W Anlage aber eher als Nulleinspeisung betrieben, oder? Gibt hier einige Threads, wo Leute da am Ende sehr überrascht waren bzw. unglücklich mit der reduzierten Vergütung.

Interessanter Ansatz, so ein 800W System auf Einspeisung hin zu optimieren. Bisher kannte ich nur die Spielart, auf Eigenverbrauch hin zu optimieren mit Nulleinspeisung.

Die 10ct Vergütung sind aber zu hoch gegriffen, sind ja nur noch 7,78 ct/kWh. Wären dann also nur noch 266 Euro.

In der Regel wird man versuchen, seinen Bedarf weitgehend zu decken. Man speist dann einfach permanent 800W vom WR ins Hausnetz ein durchweg, braucht keinerlei Regelung und was zu viel ist, geht ins öffentliche Netz. Alles über 800W Momentanleistung muss natürlich noch aus dem Netz gezogen werden.

Nehmen wir an, täglich verbraucht man so 5kWh selbst, 14kWh speist man ein:

  • 180 Tage * 5kWh * 0,30 = 270 Euro Ersparnis Eigenverbrauch
  • 180 Tage * 14 kWh * 0,0778 = 196 Euro Einspeisevergütung
  • Summe: 466 Euro

Kommen natürlich noch ein paar Euro in der etwas dunkleren Jahreszeit. Also vielleicht 500-600 Euro Ersparnis pro Jahr.

Ich denke, kommt sehr darauf an, was der Speicher kostet, macht nur Sinn, wenn der sehr günstig ist. Aber Speicher wird ja auch immer günstiger, vor allem, wenn man ihn selbst baut.

Hab schon vorsichtig gerechnet. Im Mittel sinds glaub 210-220 Sonnentage, die man als Berechnungsgrundlage nimmt. Und mit mehr Leistung als die angenommenen 4kWp kommt man auch noch bissel weiter

Das “Duchschnittshäusle” 3-4 Personen spart sich sicher 600 im Jahr, ist also nach 5 Jahren sicher abbezahlt.

Gilt aber nur für selbstgebaute Akkus, was 95% der Bevölkerung nicht kann. Wobei ein seriöser 15kWh Fertigakku auch schon für 2300 Euro zu haben ist.

Hab kürzlich Preise Fertigakku gesehn 1500-1800. Leute schicken mir das vom temu, tiktok, ali, amazon

30kWh so 2400-2700. 50kWh 3300.

Genau so ein Hochrisiko-Kram würde ich keinesfalls kaufen. Ich würde nur sehr solide Sachen bei Akkus kaufen. Und auch nur von Firmen, die sehr wahrscheinlich in 5 Jahren auch noch existieren.

Wer billig kauft, kauft zweimal. Und braucht vielleicht auch ein neues Haus...

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Genau diese Panikmache brauchen die Leute bestimmt. Bei Wärmepumpen dasselbe….

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Oder man baut selbst dann weis man auch was man hat ist nicht die bequemste lösung und sicer auch nicht die billigste, aber mit die Sicherste Lösung, aber das darf jeder gerne so machen wie er möchte, aber Nachtigall ich hör dich trabsen, wenn immer mehr von diesen Billig Akkus dann probleme machen weil defekt überhitzen oder Brände verurachen wird es nicht lange dauern bis man dann den kompletten Akku und DIY bereich einen Riegel vorschiebt, dafür sind wir Deutschen mit unseren Gesetzen ja bekannt.

Das ist aber nicht das Problem.

Das Problem ist, dass wir mehr Umstieg brauchen und mehr Akkus, viel mehr Akkus. Wenn mehr Akkus rumgehen werden sich die wirklich gefährlichen Bauten mehren. Dadurch kommt es zu mehr Ausfällen oder auch Bränden. Und dann wird der gesamte Sektor verteufelt, medial ausgeschlachtet und dann als “Reaktion” politisch eingegriffen. Das Ganze hat aber System.

Wie geschrieben, exakt dieselbe Panikmache wurde doch nun bei R290-Wärmepumpenmonoblöcken auch betrieben. Den Block den ich extrem günstig gekauft hatte hat sogar ein Ventil drin falls der interne Plattenwärmetauscher einen Defekt hat. Aber wer weiss das?

Am Ende bleibt dann entweder teurer Akku, oder gar kein Akku. Vorgeschoben die Sicherheit gegenüber der Eigenverantwortung.

Ich mag recht geben nicht unbedingt das Günstigste zu kaufen. Es kommt auch stark darauf an, WO man was verbaut, ob man dafür nen Metallschrank hernimmt oder eine Löschversion bleibt dann jedem selbst überlassen. Aber in der Realität prüft auch nicht jeder von uns elektrische Geräte auf ihren Schutzstatus, prüft alle 6 Monate den FI, testet vor jeder Autofahrt sein Vehikel auf Schäden etc. pp. Ein Busfahrer muss das auch machen, sonst haftet er. Ein Elektriker, der einen Bastelakku abnimmt ggf. auch. Das sehe ich ein. Für jeden normalen Menschen ist das nicht zumutbar.

Und ganz davon ab bedeutet das nur, dass man dann vielleicht jemand ist, einer von 1 Million, denen der Akku um die Ohren fliegt. Der kann einem aber auch bei nem teureren Preis um die Ohren fliegen. Die Obsoleszenz ist in jedem Bereich vertreten. Würde man wollen wären die Geräte schlichtweg für die Ewigkeit baubar. Wir sollen jedoch konsumieren als status quo behalten.

Und da kommt es bestimmt auf die Verhältnismäßigkeit an. Ich für meinen Teil tausche gerne mal was aus und ersetze es durch effizientere (für mich wirtschaftlichere) Alternativen aus. Ich hätte bedenken wenn das um ein Auto ginge. Bei nem E-Auto den Akku z.B. extra zu belasten durch V2L oder V2H. Bei nem Hausakku….

, dafür sind wir Deutschen mit unseren Gesetzen ja bekannt.

Sieht man sehr extrem beim Thema Legionellen. Das ist ein Auswuchs den man unfassbar leicht gelöst hätte wenn man das Gesamtsystem hinterfragt. Stattdessen werden Vorschriften gemacht die das verteuern und quasi unmöglich effizient machen, gleichzeitig aber kein Handwerker eine andere Möglichkeit hat, weil es ja Gesetz ist. Und das schlimmste ist, genau jene Maßnahmen sorgen überhaupt erst für die Zustände…. viel weniger Legionellen wären vorhanden wenn jene Systeme nicht existieren würden. Man provoziert also dann wieder das exakte Gegenteil. Dass Einige dann sagen: “Wenn das nicht stimmt, dann pfeiff ich auf alle Maßnahmen, ist doch nur heiße Luft.”

Wie bei Akkus. Die Sicherheitsmechanismen und beispielsweise Feuerlöschgels etc. haben durchaus Sinn. Nur eben nicht immer und in jedem Fall.

Ich sehe das ja bei mir Betreibe ja eine recht gt geaute PV Anlage und nun auch Zaun Anlage , wollte zu meinem Süd Nachbarn hin ebenfalls eine Zaun PV bauen, und dann ging es los weil ich 8 x 435W Module verbauen wollte, das erste was hier kam das mit aber kein Balkonkraftwerk.

Richtig ist es nicht, und ich habe noch Platz an meiner Insel(ja teilinsel) dann kam ja wenn da Kinder einen Ball hinschießen, das wäre zu gefährlich und bei 8 Modulen die Spannung wäre viel zu hoch, und ob das dann auch Fachgerecht von jemand montiert wird mit Zulassung, und der Zaun bräuchte eine Statik berechnung, damit er die Windlast aushält, nun muss ich dazu sagen ich bin Konstrukteur ich kann sowas berechnen, und es gibt den Stand der Dinge was der Markt eben an Material hergibt.

Und ob ich das dann ran basteln würde, und wie den der Elektrische Anschluss wäre ob die PV Module zertifiziert sind, ihm wäre das viel zugefährlich wenn da ein Modul springt und dann der Strom.................................Ich habs nun sei lassen weil da gegen so eine Wand der eigenen Meinung anzulaufen das lass ich lieber sein, klar wenn Kinder im Spiel sind gibt es kein passt schon das muss funktionieren, da bin ich dabei man kann es aber auch vor übersorge kompliziert machen.

Es gibt eine Schwelle zu Risiken, die man bereit ist einzugehen und Vorschriften, die einen Überbevormunden. Da müsste jede Steckdose in Schulen und Kindergärten in 2m Höhe montiert werden, es KÖNNTE…
Wer auf dein Grundstück geht, und da ist ne PV, machse nen Schild hin “Achtung, Hochspannung!” und das müsste es sein. Aber so einfach ist das dann eben nicht. Es reicht nicht ein Schild “Achtung, bei Schnee und Eis kann man hinfallen”. Man bekommt die Vorschrift es wegzuräumen. Etc. pp. Und das pustet massiv die Kosten und macht alles nur sinnlos teurer. Soll doch jeder selbst entscheiden. Und ja, bei Autos beispielsweise, da sollen viele Regeln nicht nur MICH, sondern ANDERE schützen.

Also schon Mutwille oder Unfall. Das ist immer die Frage. Eigenverantwortung oder Vorschrift.

… und deine Dreifachsteckdosen werden immer nur vom Innungsmeister geliefert und eingesteckt?

Auch da kaufe ich nicht bei aliexpress oder Temu, sondern von einer seriösen Quelle, wo ich dann auch weiß, dass VDE und CE Zeichen wirklich durch realistische Prüfungen vergeben wurde.

Ich hab das schon einige extrem gefährliche Billigprodukte aus China gesehen.

Ich denke, man muss hier klar unterscheiden zwischen Panikmache und realen Gefahren, die manch einer gerne mal völlig ausblendet. Insofern muss unbedingt vor realen Gefahren gewarnt werden.

Einfach jede Gefahr von chinesischer Billigware zu leugnen, erscheint mir eine sehr gefährliche Einstellung.

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