Nein, diese Aussage ist m.E. falsch. Bis dato gab es nur ganz wenige Stunden, wo EE 100% des aktuellen Strommarktes bedienen konnten. Da man für diese wenigen Stunden aber kein einziges Großkraftwerk abschalten kann, gibt es dann eine Angebotsschwemme an der Strombörse. Rein volkswirtschaftlich gesehen müsste man für diese wenigen Momente alle Kraftwerke abschalten, die importierte / gespeicherte Energieträger verbrauchen. Geht aber eben technisch nicht. Es liegt also eben keine Überproduktion bei EE vor, sondern eine Überproduktion von konventionellem Strom. Da aber Atomkraftwerke sowieso IMMER Einspeisevorrang hatten (mit der Ausrede "geht technisch" nicht anders) und auch Kohlekraftwerker, speziell bei Braunkohle haben so argumentiert (mit dem Verweis auf die komplexe Vorkette und begrenzte Lagerkapazitäten für den Brennstoff).
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Nein wir haben kaum Tage wo wir 100 % EE haben das stimmt. Da die großen Kraftwerke nur runter regeln aber nicht abschalten. Da hast du völlig Recht.
Der teuere Geisterstrom ist aber nur der Überschuss aus Wind. Und dazu nutzen wir grundsätzlich schon Überschüsse um PowertoX sprich Biomethan herzustellen und zusätzlich noch Wasserstoff. Dieses wird zur Zeit nur aus Überschuss gewonnen.
Aber wir sind ja erst bei 48% EE und wir wollen ja auch nur auf 80% im Jahr 2030 sein. Sprich 20% müssen wir dann immernoch anders herstellen oder entladen und zur Not kaufen. Kompletter Kohleaufstieg ist erst 2038. Ab 2030 soll ja mehr Gas genutzt werden. Gas wird dann aber wahrscheinlich zu hohen Prozentsatz Bio sein. Beziehungsweise es könnte nur aus EE gekauft werden. Damit es als klimaneutral gilt. Was jetzt schon in der neuen Regelung steht. Gaskraftwerke nutzen nur 5-15% vom ganzen Jahres Volumen bisher.
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Lastmanagement ist absolut nichts neues, das gibt es schon seit den 1950er Jahren - nannte sich damals Rundsteuerempfänger und war grundsätzlich bei Nachtspeicherheizungen und oft bei Durchlauferhitzern verbaut. Da kam es schon mal vor, das man abends um 19:30 nicht duschen /Heizen konnte. Die Industrie hat das auch schon lange gemacht (Ja, auch Alu-Hütten) weils ordentlich Geld dafür gibt. Bis vor kurzem gabs sogar Knete für nichts, man brauchte nur seine Bereitschaft zum Lastmanagement deklarieren und bekam dann Millionen aus den Netzentgelten, auch wenn man nie abgeschaltet hat.
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Es soll aber in beiden Richtungen laufen. Abschalten, drosseln und regelbar nutzen bzw. vollladen bzw. aufheizen.
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Man könnte das ja auch über den Markt regeln, in dem man Jedem ein Display ins Haus baut und da steht dann immer drauf, was der Strom in den nächsten Stunden kosten wird. Aber so denken Industrielobbyisten nicht. Lieber verteilt man intransparente Smartmeter, wo der Kunde nicht weiß, was ihm untergejubelt wird und man sich Gewinne aus Billig-Stromzeiten fein selber einstecken kann. Netzdienlich ist das schon - aber ungerecht.
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Diese gibt's schon sogar per App oder Display in der Wohnung. Als Ampel rot blau grün oder so. Also wenn es günstiger wird. Flexible Stromtarife für Otto Normal Verbraucher. Machne Stadtwerke bieten es an. Ich glaube auch andere Stromanbieter.
Sogar 1komma5 Grad eine junge Firma die Strom für 9 Cent bereitstellen kann, wenn die Strombörse bei ca 0 Cent ist. Nachteil man muss dort PV Anlage und mindestens ein großen Verbraucher mieten oder kaufen.
Es gibt aber auch andere Wege jetzt schon an der Strombörse sein Strom zu verkaufen oder kaufen.