Gebrauchtes E-Auto

Nein, weil es primär eine Frage an das Video zum Thema "Gebrauchtes E-Auto - Glück gehabt!!! So konnte ich einige Probleme mit diesem Auto aufdecken!" ging. Daher meine bescheidene Frage nicht ein Video zu günstigen E-Autos zu machen und deren Akku, weil immer behauptet wird, es könne sich doch jeder ein E-Auto kaufen und im Falle einfach Zellen des Akkus reparieren lassen.

Genau.

Wohl eher nicht. Der Markt ist zu klein gerade weil die Akkus kaum kaputtgehen. Das ist wohl so wie ein 6er im Lotto.

Wenn du was für einen spezifischen Autotyp suchst, probiers mal im Forum goingelectric.de . Beim Hyundai Ioniq 28 (den hab ich) gehen wohl vereinzelt Motor oder Getriebe defekt, das wäre beim freundlichen Hyundaihändler auch ein Totalschaden den du ja bei der Batterie fürchtest. Da gibt es wirklich trotz der kleinen Zahl an Fahrzeigen vereinzelte Firmen und Privatpersonen im Forum die sowas trotzdem reparieren. Aber es gibt halt keine mit Totalausfall der Batterie.

Nein sind sie absolut nicht.

Analogie zum Verbrenner : Da kannst du auch 14bar Kompression auf allen Zylindern messen und sagen der Motor ist top, trotzdem kann dir 100km später ein Pleuel abreissen und du hast einen Totalschaden. Bei einer 1000€ Gurke ist das ärgerlich, bei einem 15.000€ Gebrauchten umso mehr.

Du kannst keine Lebensdauer messen schon gar nicht in Prozent aber z.B. die Restkapazität.

Wie gesagt, der Markt dafür ist zu klein. Bei konkreten Problemen ist der freundliche Vertragshändler der falsche Ansprechpartner (die haben keinen Bock auf günstige Reparaturen, auch bei Verbrennern nicht) und das hier ist glaube ich das falsche Forum.

Wenn es das falsche Forum ist, wieso macht Herr Schmitz ein Video mit diesem Titel? Wieso könnt ihr nicht einfach die Finger still halten? Es wurden doch jetzt ganz viele Dinge genannt. Und wenn sich mal eine Reparaturbude zeigt kann man die doch hier bringen....

Peanuts :grinning:

@roterfuchs Weil das sein Forum ist, er posten kann was er will? Machst Du auch und bist mit den Antworten nicht zufrieden. Es gibt offensichtlich noch keinen Markt für BEV-Akkureparaturen oder uns hier ist jedenfalls keiner bekannt. Könnte an mangelnder Notwendigkeit liegen. Mit deinen Anforderungen gibt es BEV, im Maßstab 1:8 mit Fernsteuerung, aber nicht zum reinsetzen und in den Urlaub fahren.

Du bekommst auch kein aktuelles Smartphone für nen 10er gekauft.

Wenn du das mit der Aussage, daß man ein E-Auto nur innerhalb der Akkugarantie kaufen sollte, dann doch.
Das Durchschnittsalter der PKW-Flotte in D liegt bei über 10 Jahren. Da kann man doch schon draus ableiten, daß der Kauf eines 10 Jahre alten Verbrenners ziemlich risikoarm sein kann.

Oliver

Wo ist das Problem? Das Durchschnittsalter liegt 2024 bei gerade mal 10,4 Jahren. Siehe Fahrzeugalter von Pkw bis 2024 | Statista

@oliverso Kann es sein, muss es aber nicht. Das gilt wohl auch fürs BEV. Selbst wenn ein BEV-Akku nur 1000 Zyklen hält und die Kiste nur 300km pro Zyklus fährt-> Laufleistung 300.000km. Welcher Benziner hält derart lange? Diesel schaffen das schon, aber Reparaturfrei geht das auch nicht ab. Der Diesel vom Kollegen brauchte neulich mal entspannt ne neue Kupplung und ein Zweimassenschwungrad -> deutlich über 2.000€, beim Benziner eines anderen Kollegen gleich ein ganzer Strauß von Arbeiten bei >220.000km ähnliche Preisregion. Das ist für ein >10J altes Auto oftmals der Todesstoß.

Ich finde aber massenhaft Angebote von BEV OHNE Akku.

Wo ist der Unterschied? Und was machen die Verkäufer mit dem Akku?

Da muss wohl der Akku vom Autohersteller gemietet werden.

Oder kann gekauft werden zu einem bestimmten Restwert.

Jedenfalls hat da kein Verkäufer die Batterie wg. Defekt ausbauen lassen.

Ich habe 1 Minute bei mobile.de gesucht und dabei zwei "smarte" Treffer gelandet:

Weißt Du zufällig, woran die üblicherweise "verenden"? Aus den Beiträgen von Voltmeter habe ich gelernt, dass der iMiEV einen Akku aus nur 88 kubischen Einzelzellen hat, bei den französischen Drillingsbrüdern teilweise ein paar weniger (80?). Diverse DIYer auf der Welt haben da schon ein paar ziemlich krasse Zelltausch-Aktionen durchgezogen, mache sogar mit 18650er Zellen. Aber seht selbst:

Das ist irgendwie das Phänomenale am iMiEV - es gibt da eine weltweite Community, die genau die Reparaturen am iMieV durchführt, die man sich für alle E-Autos in Werkstätten in jeder Stadt wünschen würde. Egal ob Batteriezellen schlapp machen, der Onboard-Charger die Grätsche macht (was beim iMiEV der Regelfall zu sein scheint, dass das irgendwann passiert), der Motorumrichter streikt oder der Klimakompressor sich in ein Aquarium verwandelt - im iMiEV-Forum gibt es nichts dergeleichen, was nicht schon repariert worden wäre.

Da sehe ich auf den Bildern aber auch komplexe Elektronik auf großen Leiterplatten. Sowas lässt sich meist nicht reparieren und es ist fraglich, ob man jede Platine irgendwoher bekommt.

Wäre mal wieder Zeit für ein Opensource Auto. Ein E-Auto also Opensource sollte deutlich einfacher umzusetzen sein, als ein Verbrenner.

Aber ausgebaut wurde sie wohl schon?

Wenn ich das Auto kaufe und die Batterie nicht will...

Z.b. weil ich eine andre dranbasteln will oder sowas.

Genau daran was du da beschreibst: die Akkus sind einfach am Ende.

Und ja, man kann bei dem Auto mit (erweiterten) Hausmitteln einzelne Zellen tauschen. Das ist dann sinnvoll, wenn da wirklich nur eine Zelle den Akku runterzieht. Sind aber alle Zellen gleichmäßig schlecht, bleibt es beim wirtschaftlichen Totalschaden.

Oliver

@OliverSo

Wie sieht es da mit der Haftung aus? Ich bastel mir die Zellen nun selber rein. Ein Unfall passiert und der Akku würde brennen. Ein Sachverständiger stellt fest: Da wurde am Akku gebastelt. Ende vom Lied: Schaden am anderen Auto und ggf. andere Ansprüche schließt die Haftpflicht aus, weil man rumgebastelt hat....

Mit einem rechtlichen Risiko ist so eine Aktion bestimmt behaftet. Wobei es auch darauf ankommen dürfte, wie "bunt" man es treibt. Wenn man die defekte Zelle gegen einen Block 18650er Zellen ersetzt, die man zuvor aus gebrauchten Laptop-Akkus extrahiert hat, wie dieser Bursche aus dem iMiEV-Forum...

...dann wird ein Gutachter nach einem Brandfall ggf. Reste von Zellgehäusen finden können, die da ab Werk ganz offensichtlich nicht drin waren. Das könnte dann durchaus Ärger geben. Keine Ahnung, aus welchem Land der Erde das obige Foto stammt, evtl. sieht man dort manches etwas entspannter als bei uns.

Wenn man dagegen schlechte Zellen durch gebrauchte Originalzellen ersetzt, die man einem anderen Teilespener-iMiEV entrissen hat und diese fachmännisch einbaut, dann sieht der Akkupack weiterhin so aus, wie er ab Werk war. Da sollte dann nach einem Brand nichts "Verdächtiges" übrigbleiben. Lautstark herumerzählen, dass man am Akku herumgespielt hat, sollte man aber vielleicht dennoch besser nicht :slight_smile:

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Bei der Kasko weiss ich es nicht aber die Haftpflichtversicherung regelt in jedem Fall den Schaden des Geschädigten. Deine Versicherung kann dich dann in Regress nehmen, das ist aber meines Wissens auf 2500€ bei Fahrlässigkeit und 5000€ maximal überhaupt.

@rasti In Regress nehmen geht nur bei bestimmten Vertragsverletzungen. Saufen, abhauen oder keinen Lappen haben. Einfache Fahrlässigkeit, also umgangssprachlich Dummheit führt nicht mal in der Vollkasko zu Einschränkungen. Da muss es schon grob fahrlässig werden. Nach dem Motto:

Jetzt fahren wir mal mit Anlauf vor die Wand und gucken was am Auto so kaputt geht. Sich nach ner Kippe bücken oder nach nem Insekt schlagen zählt da auch zu. Faustformel ist: Jeder mit gesundem Menschenverstand würde sagen, na klar, das musste ja in die Buchse gehen.

Interessant, dass man nach vielen Jahren eine "kohärente" Alterung/Kapazitätsabnahme über alle Zellen hinweg befürchten muss. Weiter oben in diesem Thread wurde ja berichtet, dass manche E-Autos 300.000 km mit einem Akku geschafft haben. Das geht aber wahrscheinlich nur, wenn man die ganzen Kilometer in 3-5 Jahren "abspult". Mit der Zahl der Jahre scheint es einen weiteren Degradationsmechanismus zu geben, so dass auch Akkus mit <100.000 km Laufleistung nach 10 Jahren gerne mal hinüber sind.

Ich habe nach etwas Recherche inzwischen entdeckt, dass es eine Firma im australischen Brisbane gibt, die iMiEV-Akkus mit neuen Zellen ausstattet und dabei sogar 200-240 km Reichweite herausholt, wo werksseitig nur 100-120 km waren:

Das ist also Reparatur und Upgrade in einem. Der Service kostet 12.950 AUS-$, was, wenn ich den richtigen Wechselkurs herausgesucht habe, etwas über 8.000 € sein müssten. Ein Akkudefekt bleibt also auch damit ein wirtschaftlicher Totalschaden. Wenn man das reine Material allerdings etwa für die Hälfte bekäme und es als DIY-Lösung durchführte, dann könnte es sich vielleicht doch lohnen, einen iMiEV mit plattem Akku so wieder flottzumachen, in der Hoffnung, dass er nochmal 8-10 Jahre damit läuft. Denn ein neues E-Auto mit 200 km Reichweite bekommt man auch nicht geschenkt.