Das ist durchaus legitim, was gibt es da zu kritisieren? Die Mehrheit wird immer nach dem Preis entscheiden, die Industrie muss es sogar um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hilft ja nicht wenn einzelne bereit sind, erhöhte Preise zu zahlen.
(Ich habe noch garnicht kritisiert, nur gefragt)
Umweltschutz müssen also andere machen? Für dich billiger, damit du es bequem hast? Mit Versicherung und Garantie? Am besten frei Haus? Und kostenlos?
Solange also Gas billig ist, nimmst du es?
Und gleichzeitig beklagst du, dass Verantwortliche und Regierung es nicht richtig machen?
Wenn du meinst, das ist legitim…. Was passiert denn dann, wenn sich andere genauso verhalten? Ist das für dich ok?
Das die Industrie aus Deutschland sich zurück zieht musst du erstmal belegen. Wir haben eine Konsumkriese, seit Jahren, da alle beteiligten Marktteilnehmer sparen. Wir Konsumenten sparen und kaufen nicht, wie auch, mehr als 40% der Deutschen leben von der Hand in den Mund. Die Industrie investiert nicht da sie keine zuverlässige Preisbildung planen kann. Und die Politik, der Staat, investiert auch nicht. Er hat ein Milliarden Schuldenpaket aber investiert nicht in die Zukunft sondern unserer Wirtschaftsministerium kümmert sich nur um eine Lobby und deren Profiterhalt, statt sich auf ihre Arbeitsaufgabe zu konzentrieren.
Dann bleibt nur noch eine Resource unseren Wohlstand zu mehren, das Ausland. Das müsste unserer Exporte kaufen wollen, sich bei uns verschulden, und exakt das wird durch die aktuelle Lage im globalen Weltmarkt verhindert. USA hohe Zölle, China will selbst exportieren statt von uns zu importieren und gleichzeitig steigt die Qualität der chinesischen Produkte, das Innovationsniveau Chinas Wirtschaft steigt weiter und in Deutschland zerstören unserer Politiker unter dem Deckmantel einer “Technologieoffenheit” seit Jahrzehnten die innovativen Wirtschaftssektoren, siehe Rößler, Altmaier Delle und nun Reiche. Ergo: keiner will investieren und jeder spart, das ist eine Rezession.
Nächste Frage die sich stellt, wohin will sich denn die Industrie zurück ziehen. Meinst du China möchte unser, aus ihrer Sicht, veraltetes KnowHow? Meinst du man würde in den USA investieren wollen? Viele deutsche Autobauer sind schon längst in den USA präsent aber finde mal davon einen der fett in den USA investiert? Wer will auch schon in der Welt noch deutsche Verbrenner kaufen?
Um so wichtiger ist es also das wir unseren Resourcenbedarf, den wir teuer aus dem Ausland importieren müssen, reduzieren. Resourcen die wir größtenteils nicht investieren sondern in unseren Heizungen verbrennen oder in Strom verwandeln! Resourcen die uns abhängig machen. Und nun sind wir wieder bei der Eingangsfrage dieses Threads angekommen. Ich entschuldige mich bei Allen für diese Ausschweifungen.
Nebenbei, die Ausgaben meiner Frau und mir in den letzten 2 Jahren betragen >>40000€. Dach gedeckt, PV Anlage gebaut, Heizung auf Wärmepumpe umgerüstet, Haus komplett neue Elektrik und Wasser usw. usw. Also, alles Investitionen und Konsumausgaben.
Exakt das Gleiche könnte der Staat auch machen. Aber statt dessen lassen wir uns lähmen, wir werden verängstigt damit bestimmte politische Gruppierung weiter machen können wie bisher oder weil andere in Zukunft an die Macht kommen wollen.
Warum ist es immer die Bundesregierung, die in der Verantwortung steht und etwas machen soll?
Meine Gasheizung hat auch noch lange nicht die 20 Jahre für die erhöhte Förderung erreicht. Ich baue mit jetzt Split-Klimas im Haus ein. Solaranlage ist bereits auf dem Dach, um die Stromkosten zu reduzieren.
Aber eines könnte der Staat tun: Das wichtigste wäre die unsinnige Förderung für die Wärmepumpe abzuschaffen. Dann werden die Wärmepumpen auch günstiger.
Hat man bei der Förderung der Elektroautos gesehen. Da war das gleiche Elektroauto in den Ländern ohne oder mit geringerer Förderung entsprechend günstiger. Und nach Wegfall der BAFA-Förderung wurden die Elektroautos um die weggefallene Förderung günstiger. Kostet nur dem Steuerzahler Geld.
oder sinnvoller richtig fördern. In anderen Ländern der EU wird ebenfalls die WP gefördert und deren Preise sind weit weit unter denen im Deutschen Markt. Denn wir fördern nicht die Wärmepumpe, sondern wir fördern nur die Industrie und Handwerk dahinter.
Was weisst du denn über mein Verhalten gegenüber der Umwelt? Geht es dir noch gut? ![]()
Da muss ich doch mal klar stellen, du verdrehst hier etwas…
Nicht die Bundesregierung hat kein Gas mehr abgenommen, Russland hat, erst unter fadenscheinigen Argumenten einer Reparatur, dann fast komplett die Lieferung eingestellt.
Noch heute beziehen wir große Teile Gas aus Russland, nur jetzt halt per Schiff als LNG.
Also bitte bei der Wahrheit bleiben, danke.
Wenn ich mich so umschaue, wie viele WP jetzt hier, auch vor älteren Häusern stehen, gebe ich noch ein bis zwei Jahre und diese zufriedenen Kunden sprechen im Frühjahr über ihre Kosten mit den Nachbarn, die sich verunsichern lassen haben. Die dann auch zur WP schwenken werden. Irgend wann ist der Kipppunkt gekommen, da geht es schneller abwärts mit dem Gasbezug als sich die Lobby das vorstellen kann. Was bleibt, die Mieter in den Städten, die wenig zur Entscheidung beitragen können und dem Vermieter ausgeliefert sind. Für die wird es dann sicher noch teurer.
Das ist schon jetzt der Fall. Der prozentuale Anteil bei neu installierten Heizungen von Wärmepumpen hat den Wert der Gasthermen überschritten. Siehe oben das Video vom Andreas.
Mir ging es darum, das auch die, die eine noch nicht ganz so alte Gasheizung haben, schneller Umstellen. Die Netzentgelte für Gas steigen schneller, weil mehr aussteigen, darum steigen noch mehr aus…. die Lawine rollt. Nur Diesel Dieter schimpft weiter und wenn die Rechnung kommt, sind die anderen mal wieder schuld.
Ja. Dazu wäre gut, wenn die staatliche Förderung wegfallen würde. Dann würden die Preise sinken.
Die Installateure rechnen damit, dass die Kunden der Wärmepumpe von mindestens 55% bis zu der maximalen 70% Förderung bekommen. Entsprechend werden die Preise festgelegt.
Die Basisförderung ist derzeit 30%. Den Effizienzbonus von 5%, wenn man R290 einsetzt. Den Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % bekommt man erst, wenn die Heizung älter als 20 Jahre ist. Und den Einkommensbonus von 30 % bekommt man mit normalen Einkommen nicht.
Insofern ist bei neueren Heizungen mehr als 35% nicht drin, aber die Installateure rechnen nicht 35%, sondern mehr.
Wenn das Geld ausgegeben wird um, z.B. Stromnetze auszubauen, dann ist das kein Konsum sondern eine Investition. Zahle ich auf Kosten der Allgemeinheit, z.B. die Mütterrente, dann ist das konsumtiv.
Anderen geht es nicht darum. Und nun?
Oliver
Vielleicht bezieht du das zu sehr auf dich. Wenn sich ein Bürger eine Split-Klima einbauen möchte und das umsetzt, ist doch alles gut.
Das rettet nur keinen Industriestandort, z. B. der chemischen Industrie. Und es verbessert auch nicht die Umweltbilanz, im Gegenteil. Produziert wird natürlich weiterhin, allerdings im Ausland und unter oft wesentlich schlechteren Bedingungen. Und die Arbeitsplätze in Deutschland sind verloren.
Wie man das in Schutz nehmen kann und es nicht als politische Verantwortung sieht, dafür adäquate Rahmenbedingungen zu schaffen, kann ich nicht nachvollziehen.
Ein weiteres Beispiel: Es gibt Länder, die sehr erfolgreich mit der Umstellung auf Elektromobilität sind. Mit einer Zulassungquote von fast 100 %. Dort wurde E-Mobilität durch die Politik attraktiv gemacht. Es gibt ein anderes Land, da hat man einfach Verbrenner verboten. Ladeinfrastruktur, Strompreise usw. bis hin zu den Problemen der Autoindustrie sind das Ergebnis.
Und deswegen muss man langfristig wissen, ob man nun teures LNG Fracking-Gas bekommt, oder billiges Pipeline-Gas oder gar kein Gas mehr. Oder ob man angewiesen wird, Wasserstoff zu verwenden.
Wenn ich mir den gesamten damaligen Ablauf und z. B. die Rolle von Siemens Energy usw. in dem Zusammenhang anschaue, sehe ich das anders. Oder zumindest wesentlich komplizierter. Grundsätzlich bestand aber der feste Wille, sich statt von Russland nun von anderen Ländern abhängig zu machen. Da spaltet sich die Gesellschaft, ob das nun gut oder schlecht ist. Ich persönlich lehne Fracking-Gas ab, egal wo es herkommt. Das ist eine der größten Umwelt Schweinereien, Tonnenweise Chemikalien in die Böden zu jagen. Neben den anderen Schäden, die das anrichtet.
Im Bahnbereich werden die Mittel im normalen Haushalt gestrichen, dafür Sondermittel. Also keine zusätzlichen Investitionen, sondern Refinanzierung von erhöhter Mütterrente, geringere MwSt in der Gastro, billigeres Gas und billigere Flüge … Verkneife mir hier im Forum eine Bewertung …
Ich lese dauernd "explodierende Gasnetze".
Da explodiert nix.
Kann man ja auch per Laster kommen lassen.
Ist halt nur nicht günstig
Wenn du Norwegen meinst: die haben ja auch einen guten Grund dafür. Es gibt 100 % EE Strom - im Überfluss. Und das Ziel war nicht einmal Unabhängigkeit von fossilem Öl… da sie eigenes haben. Das Ziel war der Verkauf des eigenen Öls. Und “nur” das Langfristziel ist EE.
Wenn du China meinst: deren aktuelles Ziel ist 75 % Bev. Was durch einfache Begrenzung der Zulassungsquoten erreicht wird: die Verbrenner Zulassungen werden verlost. Die Bürger nehmen Bev nur dann, wenn sie keine verbrennerzulassung bekommen. Und bei denen ist das Ziel: smog der Großstädte. Mit Umweltschutz hat das garnichts zu tun.
Deswegen: ich habe nichts dagegen, Europa in die Elektromobilität hineinzusteuern. Vorausgesetzt, man handelt und propagiert das ehrlich: es geht nicht für jedes Auto, jede Anwendung, jedes Fahrprofil.
Schlussendlich: der Verbrenner ist nicht das Problem. Es ist der Treibstoff, der das Problem macht, wenn er fossil ist. Es gibt Super mit 10% Alkohol drin. Mit 100 % alkohol wäre der Verbrenner um Welten umweltfreundlicher als ein BEV. Es gibt Alkohol, es gibt Rapsöl, es gibt Propan (welches auch ein Abfallprodukt der chemischen Industrie ist) , es gibt weitere mohliche Flussigkraftstoffe.
Wenn man wenigstens diese Potentiale nutzen würde - weil man sie jetzt (!) haben kann… dann würde ich den BEV eine Chance geben.
Wer glaubt eigentlich, das der Ersatz eines Rentnerautos beliebigen Alters bei 5000 km Jahresfahrleistung durch ein BEV umweltfreundlich ist?
Autos sollten benutzt werden bis sie auseinanderfallen.
Verbrenner haben eine Effizienz von deutlich unter 30%.
Du schmeißt mehr als 2/3 weg.
Verbrenner sind damit sehr wohl ein Problem.
In welchen Land ist das denn erfolgt? Die EU hat beschlossen, ab 2035 keine neuen Autos mehr mit Verbrennungsmotoren zuzulassen. Man kann sich also, wenn man unbedingt will, noch 2034 einen Verbrenner kaufen und den dann weiterfahren. Verboten werden Bestandsfahrzeuge nicht. Und ob das nicht noch gekippt wird, ist wieder eine ganz andere Frage. Wobei das Kippen dann für unsere Automobilindustrie ein großes Problem wäre. Man hat viel in die Elektromobilität investiert.
Fakt wird aber sein, dass Käufer sich ab einem gewissen Zeitpunkt überlegen werden, ob ein Verbrenner zu kaufen wirtschaftlich noch so sinnvoll ist. Wer jetzt schon eine PV-Anlage auf dem Dach hat, für den macht das auch schon vorher viel Sinn.
Ich. Es kommt auf die Akkugröße und Akkutechnik an. Man muss ja nicht in jedes Elektroauto einen Akku mit 70 kWh in NMC-Technik einbauen. Bei 5.000 km Fahrleistung reicht auch ein wesentlich kleinerer Akku aus. Das sollte auch kein NMC-Akku mit Nickel-Mangan-Kobalt mehr sein. LFP ist mittlerweile weit verbreitet und wird von vielen Autoherstellern eingesetzt. NMC wird nach und nach ersetzt. Und weitere Akkugenerationen wie Natrium-Ionen-Akku werden bereits in Serie bei einem Hersteller eingebaut.
Ich sage voraus, dass in 10 Jahren kaum noch jemand einen Verbrenner kaufen will. Auch wenn Neuzulassungen noch erlaubt sind. Klar Diesel-Dieter wird auch noch in 30 Jahren einen Diesel fahren und den mit Sonnenblumenöl fahren……