Bei Bestandshäusern mit Zentralheizung die über Gas-, Öl-, Holzpellet WEZ die benötigte Wärme erzeugen und diese über ein Rohrsystem an Heizkörper oder Heizflächen verteilen kommt man nicht darum herum, nach Ablauf der Nutzungsdauer des WEZ diesen zu ersetzen. Ich denke, dass es kein potenzieller Käufer oder Mieter eines Hauses versteht, wenn das Wärmeverteilsystems stillgelegt wird.
Der Wechsel von fossil befeuerten WEZ wird früher oder später (Nach Lebensende) also immer auf den Einbau einer LWWP oder WWWP hinauslaufen. Der Bestands Gas WEZ ist am Ende seiner Nutzungsdauer. Es ist also keine Frage ob der Gas WEZ gegen eine XWWP ausgetauscht wird, sondern wann.
Ich bin sicher, Andreas Schmitz wird früher oder später seinen noch vorhandenen Ölkessel gegen eine LWWP ersetzen. SO ein Teil kostet < 5 TEUR und lässt sich sehr einfach per DIY an die Bestandshydraulik anschließen.
Es kann sein, dass Euer Bestands-Wärmeverteilsystem bei Nutzung einer XWWP auf Niedrige Systemtemperaturen und zum Wärmebedarf passende Durchflüsse angepasst werden muss. Wenn man hier die Kirche im Dorf lassen möchte (einige HK tauschen ist OK, Rohre herausreißen geht gar nicht), dann kann es sein, dass man bei der Deckung des Wärmebedarfes speziell bei sehr niedrigen AT nicht ausschließlich auf den zentralen WEZ setzen kann.
Es macht also Sinn, für die Deckung des Spitzenbedarfs bei besonders niedrigen AT oder zur Nutzung in der Übergangszeit die gewünschte Wärme über IR Panels (z.B. im Bad, im Büro am Arbeitsplatz.) aber auch durch LLWP oder Holzkamin zu erzeugen. Diese Addon Heizungen heben typisch den Wohnwert, weil sich diese gezielt einsetzen lassen (also auch dann wenn die Heizung im Sommer eigentlich “aus” ist”) und damit ist es möglich, eine WP knapp auszulegen, die dann auch ihre Wärme an das Verteilsystem übergeben kann.
Wird eine LLWP als Addon zur Zentralheizung in Betracht gezogen, so macht dieses Sinn, wenn dieses Teil im Sommer auch zur Kühlung genutzt werden soll. Das ist besonders bei Häusern mit unterentwickelter Dämmung des Dachgeschossen und/oder großen Fensterflächen sinnvoll.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sollte man allerdings nicht zu viele verschiedene Technologien zur Beheizung nutzen. Jedes Teil lebt nur begrenzte Zeit und muss gewartet und von Zeit zu Zeit ersetzt werden.
Wenn Ihr vorhabt, dass Haus zu verkaufen, dann solltet Ihr ein stimmiges Konzept für den Käufer vordenken und vielleicht macht sogar die Investition in eine zentrale LWWP vor dem Verkauf Sinn, weil dann die Einordnung des Hauses in eine bessere Energieklasse erfolgt und das ist bei der Fremdfinanzierung für einen Käufer sinnig.
Das Setzen auf ein LLWP System als Hauptheizung halte ich bei einem geplanten Verkauf nicht für eine gute Idee. Das schränkt die ANzahl der Interessenten sicher unnötig ein.
Beste Grüße
MIKA


