Gasheizung ersetzen (Haus BJ 1983)

Hallo, wir heizen zur Zeit unser Haus mit Gas und suchen Ideen und Rat, wie wir mit der Situation weiter vorangehen sollen. Vorab als Warnung: Es ist ein langer Text. Weiter unten ist ein Bild vom Haus und Grundrisse.

Ziele und Rahmen

Hauptziel ist es, wirtschaftlich weiter heizen zu können und uns gegen steigende Gas- und CO2-Kosten zu schützen. Das Budget liegt zwischen 10.000 und 30.000 €.

Wir möchten kein großes Projekt mit Dämmung, Dach und Fenster/Türen machen. Es besteht die Möglichkeit, dass wir in den kommenden 2-4 Jahren umziehen, falls wir ein entsprechendes Haus in einer für uns besseren Lage finden (Schule/Aktivitäten für die Kinder sind zur Zeit etwas weit entfernt). Also ist es schön, wenn das Haus attraktiver für potenzielle Käufer wird. Könnte auch sein, das wir nichts finden und hier noch 15 Jahre bleiben.

Unsere Fragen im Voraus

  • Die Hauptfrage ist erstmal, ob wir es ähnlich wie Andreas (Akkudoktor) machen können: mit Klimaanlagen heizen. Oder richtiger gefragt: Ob es für uns in diesem Haus Sinn ergibt?

  • Wenn ja, wie viele Klimaanlagen/Innengeräte brauchen wir und wo platziert man sie am besten?

  • Oder sollten wir lieber die Gasheizung durch eine zentrale Wärmepumpe ersetzen?

  • Oder beides? Mit Klimaanlagen + Gasheizung im Hybrid-Modus loslegen und eventuell später die Gasheizung durch eine zentrale WP ersetzen, falls die Klimageräte nicht ausreichen.

  • Sollten wir nach einer Förderung suchen? Sollen wir uns beeilen wegen Geschwindig­keits­bonus und politischer Lage?

  • Habt ihr andere Ideen? Was würdet ihr machen?

Details

Das Haus ist Baujahr 1983, ca. 210 m² auf 3 Etagen verteilt.

Keller und Erdgeschoss sind eine Wohnung für uns vier (2 Erwachsene, 2 Kinder). Das Dachgeschoss ist eine Einliegerwohnung für meine Schwiegermutter.

Das Haus ist in einen Hang gebaut, in einer Art versetztem Reihenhaus, wo Teile der Ost- und Westwände im Erdgeschoss und Keller Wand an Wand mit den Nachbarn stehen. Die Wände und das Dach wurden nie extra gedämmt, aber ich glaube, es wurde für die damalige Zeit relativ gut gebaut.

Jetzige Heizung und Bedarf

Wir wohnen in der Nähe von Bonn auf ca. 100 Höhenmetern; es ist also wirklich selten, dass es kälter als -5 °C wird.

Die ursprüngliche Ölheizung wurde im Jahr 2000 durch eine Gasheizung ersetzt. Der Gasbrenner funktioniert noch gut, wäre aber natürlich reif für einen Austausch. Da gibt es natürlich Möglichkeiten für einen Förderbonus.

Es handelt sich um ein Einrohrsystem mit Heizungskörper (Typ 22 glaube ich).

Gasverbrauch liegt bei ca. 20.000 - 25.000 kWh im Jahr. Das ist nur für die Raumwärme, da das Wasser elektrisch erhitzt wird.

Gerade jetzt hat der Kessel eine Vorlauftemperatur von 50 Grad bei 2 Grad Außentemperatur. Normalerweise läuft er auf ca. 40 Grad, und in der tiefen Kälte nach Silvester lief er ab und zu gegen 60 Grad. Die Heizleistung liegt zwischen 4 und 8 kW. Raumtemperatur ist 19-22 Grad. Nachts wechselt die Soll-Temperatur 6 Grad runter, das spart tatsächlich was.

Die Heizung befindet sich in einer Ecke des Kellers, direkt unter der Garage. Einiges von der Wärme aus dem Heizungskeller geht durch den Boden, die Außenwände und durch die Decke zur (im Haus integrierter) Garage direkt darüber verloren (siehe Grundrisse).

Wir haben einen offenen Kamin im Wohzimmer der Heizungstechnisch sinnlos ist. Wir waren kurz vor einen modernen Holzofen einzubauen, aber haben es lieber sein lassen wegen des Aufwands und der Nachteile, die er mit sich bringt. Wir behalten es als mögliche Option.

Strom und Sonstiges

Warmwasser wird mit Durchlauferhitzern in jedem Badezimmer beheizt. Auf dem Dach haben wir seit ein paar Jahren eine 15 kWp PV-Anlage. Ein 10 kWh Speicher und ein E-Auto sind auch schon vorhanden. Hier der Analyse von 2025:

Kleinere Maßnahmen haben wir vor umzusetzen, so wie die Vorschläge von Andreas (Rollokasten dämmen, Acrylglas auf die Fenster, etc.). Wir befinden uns in einer relativ ähnlichen Konstellation, kann man sagen.

Zu uns

Ich habe keine Angst davor, Klimaanlagen zum Heizen zu nutzen, aber meine Frau und meine Schwiegermutter sind da skeptischer (empfindlich gegenüber Luftzug und Lärm).

Wir sind handwerklich nicht so begabt und haben einen relativ kleinen Freundeskreis ohne Handwerker. Vielleicht schaffe ich es, ein Loch in die Wand zu bohren, aber von Kältetechnik habe ich keine Ahnung. Kosten für der vermietete Wohnung können wir steurlich gelten lassen.

Ich bin beruflich Software-Entwickler und bastele gerne an meinem Home-Assistant-Setup, das zur Zeit Beleuchtung, PV und Wallbox (EVCC) steuert. Hier wäre es natürlich schön, wenn wir Heizungslösungen integrieren könnten.

Grundrisse

Auf den Abbildungen ist oben übrigens Richtung Süden/Garten. Die orangen Vierecke sollen die Heizkörper darstellen.

Fangen wir unten im Keller an: Unten Richtung Norden grenzt die Außenwand an den Berg/Hang, mit zwei Kellerschächten/Fenstern. Die Schlafzimmer müssen gut beheizbar sein, werden von den Kindern tagsüber verwendet (mit Türen geschlossen). Elternzimmer dient auch als Home-Office (Tür geschlossen). Das Badzimmer ist relativ groß mit einer hohen Decke (Infrarotheizung unzureichend?), und auf der relativ große Heizungskörper wird im Winter Wäsche getrocknet:

Weiter geht es zum Erdgeschoss: Hier sieht man diese Lösung mit Garage im Haus integriert. Die Garage hat auch im Winter bequeme 10-15 Grad, was schön für das E-Auto ist, aber blöd für die Rechnung. Gaste-WC links können wir bestimmt mit Infrarot heizen. Küche und Wohnzimmer waren früher durch eine Wand/Tür getrennt, aber das wurde abgerissen und ist jetzt eine Art überwölbte Öffnung. Es befinden sich in der Regel immer Leute im Wohnzimmer, sodass durchgehend warmgehalten werden muss:

Obergeschoss/Einliegerwohnung: Wichtig ist hier, das Wohn- und Schlafzimmer warm zu halten, da meine Schwiegermutter sich meistens zu Hause aufhält. Die Küche und das Büro werden weniger benutzt:


Außenwand/Südseite

Hier ist ein Foto, um einen Eindruck vom Haus zu bekommen. Es stört niemanden, wenn wir auf dieser Wand Außengeräte aufhängen (gegenüber sind nur Felder). Auf dem Balkon links (über Kinderzimmer/Bad) könnte ein Gerät stehen. Auf der andere Seite (Nord) ist eine Hauptstraße wo es sowieso laut ist.

So, ich hoffe ich habe die meisten relevanten Details genannt.

Auch falls das alles Geschmackssache ist, wäre ich für eure Meinungen und Erfahrungen dankbar. Man findet natürlich viele ähnliche Berichte hier im Forum, aber es gibt immer feine Unterschiede. Vielen Dank im Voraus.

PS: Da ich kein Native Speaker bin, habe ich meinen originalen Text durch Gemini leicht korrigieren lassen. Es könnte natürlich sein, dass ich trotzdem einige Begriffe falsch verwendet habe.

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Heizen mit Klimaanlagen ist ja nun noch immer eine Nische und es ist auch nicht für jeden etwas.
Darum wird ja auch immer empfohlen erst mit einem Raum zu beginnen und dann zu schauen ob das für einen überhaupt in Ordnung ist und ob man damit klar kommt. Vor allem wenn du bedenken hast.

Wenn es darum geht, dass das Haus attraktiver für potenzielle Käufer wird würde ich als Heizung daher definitiv nicht auf Split-Klima sondern auf klassische Luft-Wasser-Wärmepumpe setzen und den Winter jetzt noch nutzen um rauszufinden warum du teilweise jetzt 50°C oder sogar bis zu 60°C Vorlauftemperatur benötigst.

Liegt das lediglich an einzelnen Räumen?
Wenn ja, wie viel Aufwand ist es mehr Heizkörperfläche zu schaffen um eine Wärmepumpe in ein wirklich effizientes Betriebsfenster zu bekommen? Das würde ich auf jeden Fall jetzt in Ruhe versuchen rauszufinden solange die Gasheizung noch läuft weil das ja auch einen großen Einfluss darauf hat wie viel Geld in die Hand genommen werden muss.


P.S
Wenn sich der Verkauf in den nächsten 2-4 Jahren sicher entscheiden wird würde ich vermutlich sogar dazu tendieren die Gasheizung zu belassen und gar kein Geld in die Hand zu nehmen.
Sondern erst dann, wenn die Entscheidung für euch gefallen ist.

Die Investition in eine neue Heizung bekommt man in der Regel im Verkaufspreis nicht vollumpfänglich wieder zurück.
Es sei denn es gibt zwingende technische Gründe, dass die Heizung jetzt wirklich Neu muss.

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Was für eine tolle Vorstellung Eures Hauses! Wegen des eventuellen Umzugs bin ich auch etwas skeptisch, da man die Investitionen einfach nicht mehr reinbekommt. So schnell wie Kinder groß werden und ausziehen, würde ich mir das aber gut überlegen, ob man wegen der temporären Fahrerei umzieht. Mit Einrohr-Heizungen ist es mit einer WP wohl schwierig, aber ich kann da ggf. auch falsch liegen und Dir auf jeden Fall die Vorschläge von Leon auch ans Herz legen. Das wäre mit der Förderung, die es jetzt noch gibt - aber wer weiß wie lange - ggf. noch wirtschaftlich sinnvoll, wenn es technisch umsetzbar ist. Wenn Du paar Jahre hier im Forum bist, bist Du andererseits auch ggf. dann bald so weit, daß Du Dir die WP selber deutlich günstiger einbaust :wink:

Mit Split-Klima würde ich bei Deiner Schwiegermutter im Wohnraum anfangen. Wenn Sie es nicht zum schnellen Hochheizen schätzen lernt, profitiert sie zumindest im Sommer unter dem Dach von der Möglichkeit zu kühlen und das Außengerät könnte bei ihr ggf. schön auf den Balkon passen.

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Blöd bei euch. Mir fallen folgende Ansätze ein:

  • Alles mit Klima. Passt ins budget. Werden dann aber viele Geräte
  • Umbau auf Fußbodenheizung um die Vorlauftemperatur runter zu bekommen. Diese in den Estrich fräsen lassen. Viel Aufwand. Zentrale Wärmepumpe
  • Die Einrohrheizung optimieren. Schauen wieweit die Vorlauftemperatur gesenkt werden kann. Evtl. Heizkörper Umbau. Ist langfristig. Zentrale Wärmepumpe.
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Danke für die Antwort.

Ich denke, es liegt insgesamt an Alter, der Bauart und der Form des Hauses. Wir können den Heizbedarf bestimmt noch reduzieren

  • Fenster und Türrahmen besser abzudichten hat viel Potenzial glaube ich. Dann müssen wir natürlich besser lüften (evtl. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung).

  • Rollokästen dämmen.

  • Im Heizungskeller mit Innendämmung und verbesserten Rohrdämmung den Wärmeverlust reduzieren.

  • Acrylglas-Vorsatzscheiben auf die Fenster.

Aber auch wenn wir es schaffen, die Heizlast um 10% oder mehr zu reduzieren, mache ich mir immer noch Sorgen, dass:

  • wir finden kein guten Installateur

  • die LWWP-Installation sehr teuer wird.

  • es wegen des Einrohrsystems, der alten Rohre und der Heizkörper schlecht funktionieren wird (und es evtl. noch teurer wird, das Ganze zu verbessern).

  • es nicht warm genug wird, wenn es richtig kalt ist.

  • es am Ende sowieso ineffizient wird (schlechte Dimensionierung etc.).

Vielleicht sind meine Ängste übertrieben, aber ich finde diesen Ansatz von Klima-Splits so charmant: Direkt Wärme dort, wo sie gebraucht wird, für nen guten Preis :slight_smile:

Dass ein Käufer aber wenig Wert darauf legt, ist ein wichtiger Punkt.

Ich beantworte die anderen hier in getrennten Posts. Da die Punkte sich überschneiden…

Ja, ist ein guter Punkt. Ich kann aber hinzufügen, dass meine Frau und ich gerne etwas näher an der Zivilitation wohnen würden, ist hier etwas zu ländlich für uns :smiley:

Ja, das mit der Förderung interessiert mich schon. Ich frage mich aber, ob es sinnvoll wäre, die Förderung für Klima-Splits einzusetzen. Macht das Sinn? Oder nur bei der zentrale WP?

Das ist ein sehr gute Idee. Ich könnte mir sowas etwas vorstellen:

  • Jetzt im Frühling Split-Klima in der Einligerwohnung (Multi-Split zwischen Wohn- und Schlafzimmer)
  • Erfahrung sammeln:
  • Wenn es gut läuft: Weitere Klimas durch das Haus installieren (evt. mit Förderung)
  • Wenn es schlecht läuft: Zentraler WP (mit Förderung)

Aber ja, wir sollten uns erstmal entscheiden, ob wir hier bleiben oder nicht :slight_smile:

In Anbetracht, dass ihr gar nicht wisst, wie lange ihr noch in diesem Haus wohnt, würde ich da gar nicht viel investieren. Die jetzige Gasheizung kann durchaus nochmal 10 Jahre laufen, kann aber genauso gut sein, dass die morgen kaputt geht und es keine Ersatzteile mehr gibt.

Ich würde jetzt einfach mit Gas weiterheizen und testweise mal eine Klima einbauen, um Erfahrungen zu sammeln. Am besten in den Raum, der die meiste Wärme braucht.

Sollte Gasheizung kaputt gehen, dann würde ich eine neue einbauen lassen. Kostenpunkt vielleicht 6000 Euro ohne Warmwasser, was ihr ja nicht braucht.

Wenn dann klar wird, dass ihr >10 Jahre dort weiter wohnt, kann man immer nochmal neu planen.

Findet man Gefallen an Split-Klima, kann man auch nochmal welche nachrüsten. Blöd ist nur: Wenn du da nichts selber machen kannst, ist Split-Klima auch ganz schnell sehr teuer. Rechne da mit 3000-4000 Euro pro Gerät inkl. Installation.

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Ja, es wäre mindestens 4 Außengeräte, und 7 Innengeräte, kann ich mir vorstellen:

  • Keller 1: Multi-Split für Badzimmer und Kinderzimmer rechts
  • Keller 2: Multi-Split für Elternzimmer und Kinderzimmer links
  • EG: Ein IG für das ganze, hoffentlich
  • OG: Multi-Split für Wohnzimmer und Schlafzimmer

Kann man sowas betreiben, oder wird man wahnsinnig? :wink:

Mit Fußbodenheizung möchten wir uns kurzfristig nicht beschäftigen. Nur falls wir hier sehr lange bleiben, vielleicht.

Die letzte Option bleibt relevant, ja. Danke!

Lies da mal ein wenig “quer” was die Nutzung von Split Anlagen angeht. Mehr möchte ich dazu gar nicht mehr schreiben, es gibt da “Fan´s” davon - aber auch welche, die Probleme haben / hatten…

Meine Situation war / ist gar nicht so unähnlich.

Auch hier im Haus Bj. 1998 ist immer noch die 1. (!) Gasheizung verbaut. Die hat jetzt angefangen Probleme zu machen, wobei es sich im Moment so darstellt, als würde das ggfs. an einer Wartung vom Kundendienst im Sommer liegen… Nach vielem Überlegen habe ich dafür alle wesentlichen Teile neu beschafft zu guten Preisen, damit das Innenleben weitgehend neu ist :rofl: ) Kostet dann immer noch einen Bruchteil der (eig. ja günstigen) neuen Gasthermen und spart die Arbeitskosten. Zu einer neuen Gasheizung konnte ich mich dann irgendwie nicht durchringen - weil man einfach nicht weiß, wie es sich entwickelt.

Ich habe für das Haus mit ca. 65m² Geschossfläche jetzt 4x 3,5 kW Perfera Mono Split angeschafft. 1xOG, 2xEG, 1xUG.

Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die vorhandene Zentralheizung - uneingeschränkt - funktional bleibt und somit auch alle Räume erreichen kann, in denen HK sind. Immerhin auch 11 Stück.

Die Alternative - eine LWWP - hätte meiner Meinung nach den Nachteil mit sich gebracht, dass sie sehr mit der Hydraulik zu kämpfen hätte und die vorhandenen HK einfach ungeeignet und zu klein sind für eine Effiziente Beheizung mittels WP. Das ist einfach mit einer Flächenheizung wie FBH oder Wandheizung nicht vergleichbar. Somit müsste man bei den HK ansetzen. Man könnte die ggfs. auf größere und / oder “bessere” (=tiefere) wechseln. Oder auch auf spezielle Niedertemperatur HK. Oder aber selber “pimpen” mit Lüftern die die Luft durchblasen etc. Aber für mich sind das am Ende dann halbgare Lösungen, die Preis / Leistung für mich keinen Sinn machen. Das ist Alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Am ehesten wären wohl noch diy Varianten mit Lüftern etc. sinnvoll (weil billig). Aber da sind dann halt auch die Auswirkungen begrenzt. Viele HK tauschen ist Preis / Leitung einfach sinnfrei - die eigentliche LWWP und deren Einbau kommt ja noch hinzu…

Also möglich ist das nat. schon, aber es ist denke ich eine derart “knappe Kiste”, dass man dann sehr penibel arbeiten usw. muss und einstellen damit das halbwegs zufriedenstellend läuft…

Und das ist für mich dann eben das Hauptproblem dabei:

Wenn man nun die Gasheizung rauswirft und gegen LWWP tauscht, dann ist man vermutlich - realistisch gerechnet - bei min 5, eher 6 T€ aufwärts (bei Eigenleistung, sonst eher wohl 20-30T€) und müsste die Gasheizung vermutlich entfernen. Sonst ist es Steuerungstechnisch ggfs. schwierig, macht das hydraulische System dann endgültig unübersichtlich. Die Systemkosten vom Gas würden bestehen bleiben usw.

Dann hat man mit der LWWP + HK aber eben eine halbe Sache. Eine “kastrierte” Zentralheizung, die dann ggfs. nicht mehr das leisten kann, was man gewohnt ist und was man erwartet.

Bei mir hat dann letztlich der Umstand, dass einige Räume nur bedarfsweise geheizt werden sollen, dazu geführt, dass ich das vorerst verworfen habe. Für bedarfsweise Beheizung ist dann so eine LWWP + HK denkbar ungeeignet, weil sich durch die niedrigeren VL Temperaturen und / oder schlechten Wirkungsgrad bei hohem VL vergleichsweise sehr lange Aufheizzeit ergibt.

Deshalb habe ich mich auf LLWP fokusiert. Die können sehr effizient (vermutlich deutlich effizienter als LWWP, insbesondere mit HK) heizen und eine Grundwärme für das ganze Haus erzeugen bzw. die Räume in denen die IG sind komplett beheizen. Die Gasheizung bleibt in vollem Umfang erhalten, kann dann mit der hohen Leistung - hohen VL Temperatur Räume gezielt bedarfsgerecht sehr schnell aufheizen. Auch weil die dann ggfs. auf hohe VL Temperatur eingestellt werden kann - denn wenn die nur nach Bedarf heizt, schadet das ja nicht.

Klingt plausibel, für LWWP wäre das - aus meiner Sicht - immer noch obligatorisch. Auch wenn es (irgendwie) anders geht.

Die Sorge ist nicht unbegründet, denke ich. Gerade hatte mir wieder ein Heizungsmonteur erzählt, dass Fälle in denen einfach 1:1 Öl / Gas gegen LWWP getauscht wurde sein Tagesgeschäft sind. Und sehr oft hat das dazu geführt, dass es in der Praxis dann nur unzureichend funktionert, wenn es sehr kalt ist. Die alten Heizungen mussten ja alle raus - wg. Förderung…

So ist es.

Das ist denke ich unrealistisch. Klar, da ist die Garage die nicht beheizt wird. Aber dennoch bleiben dann wohl noch so ca. 50m² - außerdem macht die “L Form” die Luftverteilung schwieriger. Also 2 IG sind da denke ich auf jeden Fall sinnvoll. “Irgendwie” geht es nat. auch mit einem… Aber da sich dort aktuell alleine im WZ 4 HK befinden? - würde ich auf jeden Fall 2 installieren. Ev. so:

Dabei aber auch über die Nachteile / Eigenheiten der LLWP nachlesen (Geräusche, Luftzug usw.)

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Was mir an den LLWP klar geworden ist und was mir auch nicht gut gefällt ist das man damit einfach eine 80% Lösung erreicht. Wenige große Räume damit ausstatten. Kein Problem.

Schwierig wird es dann bei den kleinen Räumen und beim Brauchwasser. Wenn man die miteinbezieht wird es komplizierter.

Ich glaub ich würde erst mal versuchen die Einrohrheizung von den VL Temps zu optimieren. Das kostet erst mal wenig und danach wird klarer ob es damit vielleicht doch geht.

Parallel kann man ja zwei oder drei LLWP für den Sommer in den Wohnräumen installieren und schauen wieweit das auch schon zum Heizen geht.

Neue Heizungsverrohrung geht übrigens auch durch Sockelleisten

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In meinem wirklich altem Haus (Bj 1895) haben wir dank Modernisierungsmaßnahmen einen Wärmebedarf von 65W/m³ - ich hatte einen Erniergieverbrauch von 15000kWh bei 125m² nach DIN.
Dort werkelt nun eine 7kW LWWP mit normalen Typ22 Heizkörpern.
Die Vorlauftemperaturen waren um dem Gefrierpunkt bei 48°C und die Bude ist warm.
Die Effizienz liegt beim Heizen bei 4,02 und Warmwasser bei 3,05 .Gesamt habe ich 3174 kWh Strom benötigt.

Von daher würde ich das Ganze mal genau analysieren, bevor Du was machst.

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Naja. Die LLWP - als solches - ist (im Gegensatz zu einer üblichen LWWP) auf den Raum mit dem Innengerät betrachtet (bei korrekter Auslegung) schon eine 100% Lösung zur Klimatisierung vom Raum. Also Heizen + Kühlen. Das geht mit LWWP praxisgerecht nur dann (gut), wenn man FBH + Deckenkühlung kombiniert… Also eher für Neubau;)

Es ist eben wie die Klimaautomatik im Auto. Dort baut man ggfs. auch im hinteren Bereich noch mal extra ein Bedienfeld ein bzw. auch einen 2. Verdampfer und 2. Heizungs WT um es dort wohlig zu haben. (Bei meinem alten 2010er Alhambra ist es so, alles doppelt).

Im Haus ist es nicht anders: Wenn nat. ein Raum nur unzureichend mit IG ausgestattet ist oder eben mit gar keinem - dann kann man das nicht der LLWP “anhängen” - dann liegt es am Konzept-

Was die reine Effizienz betrifft, kann wohl keine andere LWP mit der LLWP mithalten - selbst WWWP wird es schwer haben, weil es hier beim heizen zwar den Vorteil gibt mit der “besseren Primärenergiequelle” - aber wieder den Nachteil von mehr Verlusten.

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LWWP einbauen lassen. Kosten von geschätzten 10 000€. Bei JAZ von 3 sind das ca. 7000kWh Strom. Der Rest bleibt wie er ist. Vorerst….. So müssen auch die Eltern nicht mit einem neuen Heizungskonzept auskommen sondern es ist alles wie vorher. Jeder heizt so nach Bedarf wie er will.

Wenn ihr dann doch entschließt dort zu bleiben mit Klimasplits dann kann man das einzeln angehen. Erst mal in einem Bereich testen, gucken obs klappt, dann fällt schonmal wieder Energie für die LWWP weg. Die Effizienz sollte besser sein. Einmal von der JAZ gegenüber der LWWP her und zweitens weil man dann doch ggf. einmal bedarfsgerechter heizt.

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Ist daß nicht bischen illusorisch, so einen geringen Betrag anzusetzen (auch mit Förderung)? Zumal, wenn es ggf. auch noch bei den Heizkörpern und Rohren Arbeit gibt?

Kernfrage bleibt so oder so, ob ein Umzug ansteht. Wenn es die beiden auch ohne Kinder in Richtung Stadt zieht erübrigt sich der Umbau. Kann dann der neue Besitzer im leeren Zustand deutlich einfacher realisieren.

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Das sehe ich anders. Er hat zwar eine Einrohrheizung, aber die Tage unter -5°C sind rar gesät. Er braucht zwar mal 60°C VL, aber das wird dann nur an wenigen Tagen so sein. Ferner braucht er letztlich “nur” eine 12KW Monoblock-Wärmepumpe, und das am bestehenden System angeschlossen. Ich halte daher die 10 000€ für realistisch. Bei der Kostenfrage, was Öl, Gas, Pellets, Strom, Holz, Kohle kostet kann niemand was prognostizieren. Das muss man selbst entscheiden, ob man dann umsteigt oder lieber dabei bleibt. ICH persönlich würde, sofern ich nicht WÜSSTE, dass ich da bliebe, dann lieber gar nichts umbauen. Das ist aber meine persönliche Sache.

Exakt, ob bei einem Verkauf nicht sowieso alles herausgerissen wird ist fraglich. Dimensioniert man aber mit der WP über kann es nur besser werden. Das gibt dann mehr Takte, also geht sie nicht nach 20 Jahren kaputt sondern schon nach 10 Jahren. Bis dahin hat sie aber das Haus warm gehalten. Dann kann man immer noch neue Heizkörper einbauen. Oder von 1-Rohr auf 2-Rohr, oder nur einen Bereich erst einmal neue Rohre. Dann kann man gucken ob man irgendwo neue Heizkörper einbaut. Und mit der Vorlauftemperatur runter geht. Ob man im Bad nicht einen Gebläsekonvektor an die Heizung anschließt statt dem Radiator. Ob man nicht noch Warmwasser dranhängt, wenigstens für den Sommer. Und und und. Oder eben, ob man dann noch Klimasplits einbaut, weil man z.B. im Dachgeschoss kühlen will, weil es dort zu warm wird. Und das ist bestimmt besser, als für 20 000€ das Dach neu zu machen und zu dämmen. Weil PV ist schon vorhanden. Also gerade dann, wenns warm ist draußen, hat man den Strom zum kühlen.

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Gasheizung weiter nutzen, ggfls moderne Brennwertanlage einbauen.

Wieso denken so viele, eine Heizung müsste sich rentieren oder gar einen Breakeven erreichen?. Was für ein Unfug.

Neue Gasthermen gibt es zZt reduziert von 5k€ auf unter 2 k€ zu kaufen.

Viel Erfolg!

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Hauptziel ist es, wirtschaftlich weiter heizen zu können und uns gegen steigende Gas- und CO2-Kosten zu schützen. Das Budget liegt zwischen 10.000 und 30.000 €.

Möglich, war aber nicht Fragestellung.

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Bei uns in der Reihe haben letztes Jahr jetzt zwei RMH den Besitzer gewechselt, eines quasi noch Stand vom Baujahr 1967, das andere innen immer mal wieder was renoviert, einzelne Fenster erneuert etc. In beiden Fällen ist da "kein Stein auf dem anderen" geblieben, auch wenn die eine Familie bei Heizkörpern geblieben ist.

Wenn ich so ein Haus wie hier übernehmen oder da längerfristig wohnen wollte, würde ich das Haus auch auf jeden Fall dämmen, so ungünstig viel Außenwand man da hat. Und dann ist ne "viel hilft viel" WP auch sehr ärgerlich, wenn die Heizlast deutlich runter geht.

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Vielleicht mag ja "rentieren" der falsche Begriff sein und es BWLern den Magen rumdrehen, aber mich interessiert bei der Heizung sehr wohl, wie ich das Thema im Sinne von TCO möglichst günstig hinbekomme und wenn die Investition bei Variante B höher ist als bei Variante A ist die Frage schon legitim, ob sich B trotzdem bezahlt macht weil die Kosten für die Energie + ggf. extra Grundgebühr + Wartung + ggf. Schorni jedes Jahr geringer sind als bei Lösung A.

Für das Geld ist sie dann aber noch nicht eingebaut.

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Warum? Ne Monoblock kostet dann statt 3000€ in der Anschaffung 5000€ in der Anschaffung. Puffer her zum Takt verlängern und das wars.

Schon. Aber hier ist sich der TE noch nicht einmal sicher, ob er da wohnen bleiben will. Da macht so ein Aufriss keinen wirklichen Sinn. Und wenn nachher nur noch 1/5 der Wärme benötigt wird ist schon alles vorhanden, Wärmepumpe verkaufen und gegen eine Kleinere tauschen. Oder so lange verwenden bis sie kaputt geht.

Oder die Heizkörper gegen Konvektoren tauschen, dann kann man damit auch im Sommer kühlen… Also es gibt dann schon genug Möglichkeiten der Nutzung.

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