Gasheizung ersetzen (Haus BJ 1983)

Vielen ist das auch zu großes Risiko und zu viel Eigenleistung, alles selber zu planen und an bestimmte Gewerke zu vergeben.

Dann muss man sich nicht wundern, wenn die “Angebote” entsprechend sind.

Lasst es mich anders ausdrücken: Man KÖNNTE das für 10 000€ machen lassen, wenn man weiss was Sache ist. Wenn man sich also damit beschäftigt. Wenn man das nicht will, und daher darauf angewiesen ist, dass die Handwerker/Klimafachangestellte erklären, einstellen und für jede Temperaturerhöhung vorbei kommen müssen, dann bin ich eurer Meinung, dann wird das für 10 000€ nicht gehen. Denn dann lässt man beispielsweise das Fundament für die WP vom Klimafachmann für 120€ die Stunde gießen statt das von nem Handwerker für 40€ Stundenlohn machen zu lassen. Oder die Kernlochbohrungen. Oder die Elektrik. Etc. pp. Das heißt, wenn man sich letztlich vom teuersten Gewerker alle Arbeiten drum herum machen lässt wird es dementsprechend teurer.

Das mit der Gewährleistung ist eine Sache: Wenn der Laden in 3 Jahren nicht mehr existiert nützt einem das nichts wenn man Ansprüche hätte. Gegenüber wem?

Und erschwerdend kommt dann hinzu, dass sie nur “ihre” Hersteller installieren können / wollen. Was zwar gut ist, wenn sie sich damit auskennen. Aber schlecht, wenn man die nicht haben will…

Naja wollen. Die bekommen von den Unternehmen Schulungen etc. Dafür sind die dann Partner. Und das werden eher Unternehmen sein, die teuer sind. Ergo wird auch nur teuer eingebaut. Oder gar nicht.

@jensdecker
Nähe St. Pölten.

Wenn Du nicht vor Ort bist, brauchst Du im Zweifelsfall ja auch jemand, der da mal was fixen kann.

Ja, das bin ICH. :wink: Also nur zur Erklärung: Man kann den hydraulischen und thermischen Abgleich selber machen. Macht man das nicht, wird es Pi mal Daumen eingestellt. Denn wenn man das wirklich machen wollte müsste man mit Heizlastberechnung, mit Messungen in den Räumen, nach und nach die optimale Temperatur einstellen. Jetzt machst du aus dem Schlafzimmer ein Kinderzimmer…. kannst du den wieder kommen lassen um die gesamte Heizung umzustellen, weil nun das Kinderzimmer lieber vollständig für 24h mit 22°C beheizt werden muss und das Schlafzimmer bei 18°C laufen soll.

Dann sind alleine dafür wieder tausende Euro weg. Das hier benötigt letztlich vielleicht einen Inbus, das Drehen am Thermostatknopf und das Ausprobieren an der Wärmepumpe Mithilfe der VL/RL , delta t. blablabla.

Und das weitest du aus. So kommst du dann auf eine voreingestellte Anlage für 30 000-35000€. Wenn was nicht klappt, dann HOFFST du, dass der kommt. Weil der will lieber neue Anlagen installieren und Geld verdienen.

Das Thema ist außerordentlich komplex. Aber da sind wir bei: Will der TE lieber die 30 000€ oder vielleicht auch 20 000€ ausgeben und alles machen lassen. Für ein Haus, welches er ggf. gar nicht behält? Oder lässt ers dann lieber? ICH würds bei 30 000€ aufwärts gänzlich lassen. Aber das ist meine Meinung und meine pers. Einstellung. Ja, da würde ich mir nur in der Wohnung 5 Klimasplits für 10 000€ einbauen lassen, an die Steckdosen und das wars.

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Aus Handwerkersicht völlig verständlich und auch legitim.

Wenn die Auftragslage gut ist und man es sich somit quasi aussuchen kann, wird man lieber “gute” Kunden (=keine Preisdrücker) bedienen. Aso die Art Kunden, denen man auch die “eigenen” Geräte mit ordentlich Aufschlag verkaufen kann und die “alles aus einer Hand” kaufen. Das kann man niemandem verübeln - das Handwerk muss ja letztlich immer noch arbeiten für das Geld…

Ja, und das wäre ok wenn er dann wirklich für diese Funktion haftet. Das tut er aber, wie ich ausführte, ggf. nicht. Dann habe ich das Geld ausgegeben, dann war es ein Fachbetrieb, dann gibt es den nicht mehr, und ich muss WIEDER zum Nächsten, der dann WIEDER mehr Geld nimmt, weil der auch lieber eine Anlage baut anstatt meine zu reparieren/warten/nachguckt. Es nimmt dann ja kein Ende. Und bin permanent auf jemanden angewiesen. Völlig in Ordnung, das bezahlt man eben. Äquivalent ist es bei mir. Ich habe null Ahnung von Autos, ich bin immer auf eine Werkstatt angwiesen. Ich freue mich, Scheibenwischwasser tauschen zu können, mehr kann ich aber nicht. Was auch immer der mir erzählt ,ich muss es glauben.

Sorry, aber wir sind hier in einem Forum mit geballtem KnowHow. Es sollte nicht schwer sein zu fragen, wer im Umkreis meines Hauses hier willens wäre entsprechend zu unterstützen.
Im besten Falle gegen ein Bier und was gutes zum Essen :slight_smile:

Es reicht ja schon, wenn sich eine Versicherung (ggfs. zu Recht) wehrt bei einem Wasserschaden - wenn die Installation nicht fachgerecht erfolgt ist… Das kann böse enden… Ich habe dahingehend regelrecht Angst vor Wasser, weil es so enorme Schäden anrichten kann.

Wie machst du das, wenn du das installieren lässt von einem Fachbetrieb und der geht pleite? Wer haftet? Deine Versicherung wird nichts bezahlen weil nicht fachgerecht laut Sachverständiger. Und derjenige, der ist schon unter der Erde?

Wer da offen für ist, auf jeden Fall. In meinem Umfeld kenne ich allerdings viele, die im Leben nicht darauf kommen würden, da selbst Hand anzulegen. Man muss schon eine gewisse handwerkliche Prägung für sowas haben.

Ja, aber die Leute gibts doch hier. Ich bin auch für viele Sachen zu blöd. Da hole ich mir halt Unterstützung. Warum soll das in diesem Fall ncht gehen?

Ich habe ein Haus von 1904 und hatte ähnliche Überlegungen, als der Gaspreis durch die Decke ging. Da wir Holzdielendecken auf Holzbalken hatten, war eine Fußbodenheizung nicht umsetzbar. wir haben große Gussheizkörper, die bei der Brennwertgasheizung in allen Räumen funktioniert haben (43 Grad Vorlauf statt früher 60 bis 80) aber nur weil wir die Fenster erneuert haben. Die Decken haben 3,60 was anfangs als Problem angesehen wurde sich im Nachhinein aber als Glücksfall rausstellte, da wir sehr viel weniger lüften müssen. Der Temperaturunterschied zwischen der Decke und am Boden sind 2 Grad. Dadurch dass die Klima die Luft umwälzt ist das kaum der Rede wert.

Ich habe damals eine 4 Splitanlage genommen, weil ich möglichst wenig Geräte am Haus haben wollte. Würde ich heute anders machen und längere Leitungswege in Kauf nehmen und zwei zweier Geräte verwenden. also insgesamt 4 zweier die wir für 8 räume brauchen, da 8 geräte zu verstecken schwierig wäre und vor allem das Problem besteht, dass die leicht summen oder fiepen, was nicht tragisch ist wenn sie laufen aber nervt wenn sie nicht laufen.

Wir haben auf Daikin gesetzt was ich persönlich immer noch die beste Entscheidung finde, da die Geräte sehr leise sind aussen wie innen.

ABER sie rauschen. Wir haben Bekannte, wenn die bei uns übernachten kommen die damit nicht klar und schalten das Gerät aus. Damit sind es dann 14 Grad morgends im Zimmer, wenn außen -10 waren.

Meine Frau und ich haben kein Problem und wenn man das Gerät im Schalfzimmer auf silent stellt, ist das nicht lauter als bei anderen die Umluftanlage. Aber es macht dennoch Geräusch. Wenn man das nicht abkann ist eine Luft Luft Wärmepumpe wie eine Umluftanlage nix.

Warum keine Monoblock Luft Wasser Wärempumpe oder eine Solepumpe. Beides durchgerechnet und einfach zu teuer gewesen (Sole) oder zuviel Umbau (Wasser). Da unser Heizsystem noch aus den 60zigern ist, war das eine Schwerkraftanlage und es sind insgesamt ca 650 l Wasser im System. Die mit einer Luft Wasser WP immer aufheizen um Räume zu heizen wäre viel zu träge gewesen. Somit hätte man neue Rohre verlegen müssen und das wäre wieder sehr teuer geworden.

Bad mit Infrarot kann ich nur abraten. Hatte ich versucht und die Rechnung hat mir die Tränen in die Augen getrieben, nachdem meine Frau drohte ins Hotel zu ziehen, wenn ich das Bad nicht den ganzen Tag heize. Mit der Splitklima ist es sehr viel schnell warm im Bad und sie verbraucht weniger als 1/4 des Stromes was ich nicht so ganz verstehe, aber tatsächlich so ist.

Allderdings würde ich solche Investitionen NIE machen, wenn ich das Haus verkaufen wollte. Denn dann fallen bei Splitklima sehr viele Interessenten weg. (sieht hässlich aus, ist zu laut,keine Strahlungswärme, kann ich mich davor setzen …)

Ein kleiner Glückfall war, dass im nächsten Winter (hatte die Gasheizung noch als Backup gelassen, diese beim Hochwasser abgesoffen ist und natürlich nicht versichert war). Wäre sehr blöd gewesen im Februar ohne Heizung dazustehen.

Stefan

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Das ergibt - denke ich - keinen Sinn, weil die Gasheizung dann ja erhalten bliebe und man ja ganz konventionell damit heizen kann. Sollte man dann ein Haus verkaufen wollen, muss man ja nicht direkt darauf verweisen damit zu heizen… Ist ja nur ein Zusatzfunktion der Klimatisierung…

Also ich habe eine Zentrale KWL und da hört man nichts. Außer man macht volle pulle, was man aber faktisch nie macht.

Der geräuscharme Modus meiner Perfera ist schon leise aber schon hörbarer als eine KWL

Ganz kurz von mir (TE), ich komme heute nicht dazu weiterzuschreiben (Familie krank), aber ich lese fleißig alles mit. Ich finde es fantastisch wie viel hier geteilt wurde, und es ist wirklich hilfreich diese Perspektiven zu bekommen. Vielen lieben Dank an euch alle!

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Gute Besserung!

Ich denke so:

Ein Haus mit gutem energieausweis gewinnt an Wert. Das kriegst bei evtl Verkauf wieder raus. Wenigstens Fenster Nord Hauptstraße Dreifachglas. Wie weit kommt man bei Isolierung mit dem Budget? Mit / ohne Eigenleistung? Nur Nord? Nord, Ost, West?

Wenn alles mit Klimas vollgeballert ist kannste nicht isolieren. Wenn bei Aussen -20 eine Vorlauftemperatur <60° reicht kannste WP machen.

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Der Kamin hat innen eine Drosselklappe, die man vor dem Anzünden öffnen muss. Ich merke kein Zug wenn ich davor sitze. Wenn in der Küche der Dunstabzug läuft, merkt man es aber. Das irgendwie zuzumachen steht auf der Liste mögliche “einfachen Optimierungen” (muss mit Schornsteinfeger wahrscheinlich geklärt werden).

Hallo, tolle Vorstellung, das ist mal rund!
nur ein paar Gedanken, vieles ist ja bereits geschrieben worden. Die Split-Lösung ist verlockend, sehe ich aber als Verkaufsbremse, wenn das in den nächsten Jahren ansteht. Das kauft keiner, bzw. wird Dir aus dem Kaufpreis gestrichen wenn er die ganzen Kästen an der Fassade sieht.

Allenfalls eine an einem zentralen Punkt im Haus verbauen von dem aus viele Räume erreicht werden können, nur als Unterstützung und etwas Kühlung für den Sommer.

Aber hier vielleicht ein anderer/weiterer Ansatz, für den IT’ler vielleicht eher machbar:

  • WP sollte das Ziel sein, daher würde ich jetzt den Betrieb der bestehenden Gasheizung so perfektionieren das es zu einer WP passt.
  • Hydraulischen Abgleich und senken der Vorlauftemperatur bei gleichzeitiger Erhöhung des Volumenstromes, selbst machen. Wenn man loggen kann, geht das meiste vom Sofa aus.
  • Dabei werden sich immer wieder Heizkörper herausstellen die es nicht schaffen. Zuerst auf die wesentlichen Räume konzentrieren. Diese HK neu auslegen und im ersten Schwung ersetzen lassen. Heizkörpernischen dabei versuchen so gut wie möglich zu eliminieren! Erstmal schauen was mit dem Bestand geht. Ein Thema ist das Einrohrsystem, das kann ich jetzt nicht greifen. Würde aber erstmal so vorgehen und schauen wo die Grenzen dessen sind.
  • Die Restliche Räume bewerten ob man unter umständen mit einer geringeren Temperatur bei den -5° Tagen leben kann und dann erst im 2. Schritt austauscht.
  • Bis hier sind wir bei den ‘Sowieso-Kosten’.
  • Gleichzeitig schlau machen wie man eine Wärmebedarfsberechnung macht, sollte der IT’ler hin bekommen. Beim selbst gemachten hydr. Abgleich gibt es viel Wartezeit bis sich das alles einpendelt.
  • Wärmebild Kamera besorgen und miese Stellen identifizieren die man selbst beheben kann. Rolladenkästen sind das offensichtliche, aber es gibt sicherlich andere Ecken die die VL Temperatur unnötig hoch halten.
  • Je nachdem wie das das PV Konzept aussieht, eine 1-2kW Heizpatrone in die Heizung einbauen und Überschuss weg heizen. ca. 300€ für den WT, 1-2Std. Einbau. Das ist alles andere als Effizient, aber u.U. sehr wirtschaftlich. Energieverbrauch loggen, für den tatsächliche Gesamtverbrauch.

Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen ob das Einrohrsystem mit WP funktionieren kann. Aber Du kannst alles nachweisen, weißt was Dein Haus benötigt bzw. welchen Lastabwurf Ihr realisieren könnt. Wenn mir der Verkäufer das vorlegt, traue ich dem mehr als irgend nem Online WP-Check, einem halbherzig gemachten hydr. Abgleich von irgendeinem Installateur.

Hydr. Abgleich mache ich mit elekt. Heizkörperthermostaten die mir die Stellung anzeigen. 80% der HK haben das, die dödelten immer bei 20-30% Öffnung rum. Wir sind jetzt bei einer 1.0 Heizkurve, im wesentlichen noch ungedämmt und im Wohnbereich sind wir jetzt bei ca. 60-70% Öffnung. Da sind wir aber fast am Ende, können nicht mehr weiter runter weil je nach Wetterlage, aber gleicher Aussentemperatur, die Sollwerte nicht erreicht werden bzw. an sonnigen Wintertagen komplett zu machen. Daher stelle ich grade auf bedarfsgeführt um und mit Ende der Heizperiode werden 2-3 HK getauscht. Ziel ist alle HK auf ca. 80-90% Öffnungsstellung zu bringen.
Fahren konstante Temperaturen im gesamten Haus, keine Nachtabsenkung. Zweirohrsystem, ehemalige Schwerkraftheizung, im wesentlichen immer noch die originalen HK aus ‘67 verbaut.

Aber alles kann, nichts muss.

Harry

edit: die innenliegende Garage würd ich als erstes dämmen, Wände und Decke. Youtube Video schauen. Nur die Decke zusätzlich dübeln. Wände bekommen keinen Wind ab. Verputzen lernen, und dann Wand für Wand, jeden Samstag eine, wenn man es alleine macht. Das bekommt man hin. Vor allem, rein knallen was an Dämmwert geht. Sind kleine Flächen, Kosten sind überschaubar.

Innenwände am Erdreich. Innendämmung in Betracht ziehen. Kann man auch selbst machen. Für die nächste Renovierung im Hinterkopf behalten.

Wäsche trocken im Haus - schlecht. Wenns geht draußen was vorsehen, z.B. Überdachung. Wenn kein Trockner im Haus, den Trockenraum mit einem Luftentfeuchter ausstatten und PV Überschuss abfackeln. Aber unbedingt die Feuchte aus dem Haus halten!

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Irgendwie kann ich diese Einstellung nachvollziehen, weil es eben bei vielen Themen so ist.

Welche Split Klima Geräte nutzt du selber?

Was dann aber letztlich unterm Strich ggfs. deutlich weniger ist, als andere Maßnahmen… Wobei ich mir generell nicht wirklich vorstellen kann, dass jemand funktionierende Klimaanlagen als “Abwertung” empfindet… Wäre ja kast so als fragt ein Kaufinteressent beim Autokauf ob das Auto funktionierende Klima hat und wenn du ja sagst dann kommt die Meldung: Dann zahle ich aber weniger :thinking: :see_no_evil_monkey:

Das ist eben der Vorteil bei den Dingern: Die sind völlig unabhängig vom Rest. Da muss man keine vorhandene Heizung rausnehmen - die ja ggfs. noch lange funktionieren kann.

LWWP + Einrohrsystem + kleine Typ 22 HK + Altbau nicht gedämmt wird halt alles andere als ideal sein. Vermutlich ist das für LWWP so relativ die schlechtest mögliche Voraussetzung :thinking:

Aber alles ist möglich.

Mit 2 voneinander unabhängigen Heizungen bekommt man halt den Luxus bedarfsgerecht zu entscheiden mit welcher man heizt. Ggfs. kann man zb. auch wenn man nicht zu Hause ist mit den Split heizen und wenn man zu Hause ist mit Gas - wenn man sich da am Laufgeräusch stören sollte. Oder tagsüber mit Split und nachts in den SZ mit Gas damit es kein Geräusch gibt. Oder auch in Kombination. Das sind dann schon Freiheiten, die man mit entfernter Gasheizung und reiner LWWP nicht hat.

Aber wie immer hat alles seine Vorteile wie auch Nachteile.

Optimal wäre meiner Ansicht nach FBH + Deckenkühlung, was aber zusätzlich zu den exorbitanten Kosten auch wieder Nachteile hat usw.

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keins. Geplant ist eines, wie ich es vorgeschlagen habe. Habe selbst 6 Jahre in Asien mit den Dingern gekühlt und geheizt, funktioniert prima, keine Frage. Ich weiß aber auch wie die Häuser & Straßen dort von außen aussehen :wink:

Der Vergleich mit dem Auto hinkt etwas. Rüsten wir eine Klimaanlage nach, z.B. eine die man in Wohnmobilen verwendet, mit schönem Außengerät aufm Kofferraumdeckel. Nee, würd ich auch nicht kaufen. :grinning_face:

Nichts dagegen ein Multisplitgerät zu verbauen, vorrangig um zu kühlen und in der Übergangszeit auch etwas zu heizen. Aber die Fassade damit voll hängen würde ich, unter diesen Voraussetzungen, erstmal nicht.

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Ja gut, aber das hat ja jetzt grundsätzlich mal überhaupt nichts mit LLWP vs. LWWP zu tun :thinking:

Man kann das AG der LLWP ja auch dort installieren - wo man es haben möchte. Natürlich ist es hier so, dass man es eher möglichst in der Nähe des / der Räume installieren soll wo man es haben möchte. Und natürlich hat man i.d.R. nur eine LWWP - bei den LLWP machen aber meistens mehrere Sinn…

Aber grundsätzlich geht natürlich auch ein einzelnes Aussengerät bei LLWP und es ergibt sich dann eine ähnliche Situation wie mit einer LWWP. Die muss ja auch irgendwo hin;)

Aber:

Wenn der TE ohnhin im 1. Beitrag schon sagt die AG stören nicht - dann ist es irgendwie schon sinnfrei ein Problem herbeizureden - dass es gar nicht gibt :thinking:

Ich persönlich würde mich da als TE eher mit den ECHTEN Nachteilen der Heizung mit Klima Split beschäftigen, die sind meiner Ansicht nach:

  • reine Luftheizung = keine Strahlungswärme

Bedeutet: Damit ein Raum wirklich durchgehend warm ist inkl. seiner Flächen, muss die auch wirklich durchlaufen (wie bei der Gasheizung ja auch…). Zwar können die Splitgeräte - anders als die Gasheizung mit HK - die Raumluft sehr schnell aufheizen damit es “warm ist” im Raum, deshalb sind dann aber bei bedarfsweisem Beheizen die Wände, Böden etc. ggfs. immer noch längere Zeit kalt. Das dauert eben bis die warme Luft alles durchwärmt hat. Wie halt bei einem Heizlüfter auch.

  • reine Luftheizung = Luftzug ggfs. spürbar

Bedeutet: Anders als ein (passiver=normaler) HK wie aktuell vorhanden wird der Raum durch Umluft erwärmt. Deshalb ist es essentiell, das IG so anzubringen, dass man sich nicht durch den Luftstrom gestört fühlt. In der Praxis kommt es dann ganz extrem auf die Einstellung an. Wenn man so effizient wie möglich heizen will, dann benötigt man hohen Luftstrom + niedrige Ausströmtemperatur. Das fühlt sich dann aber ziemlich sicher nicht gut an, wenn man im Luftstrom steht / sitzt / liegt!!! Wenn man aber die Strategie mit niedrigerer Luftstrom und hohe Ausströmtemperatur wählt - kann das durchaus sehr angenehm sein (wie Heizlüfter). Also entscheidet die “Heizstrategie” über Intensität, Temperatur der ausströmenden Luft und auch über die Lautstärke. Wenn die Heizung zb. durchgehend läuft - dann ist der Raum und alles im Raum bzw. die Wände etc. warm. Dann ist die Heizlast gering - das Innengerät kann die Temperatur mit wenig Energie halten. Wenn man aber bedarfsweise heizt, sieht das anders aus - dann ist aber die Ausströmtemperatur (ohne Eingriffe) ohnehin auch relativ hoch.

  • reine Luftheizung = nicht lautlos im Betrieb

Bedeutet: Anders als die Zentralheizung mit HK (wo man ggfs. nur das Strömungsgeräusch hören kann, wenn überhaupt) gibt es bei der Split Klima einen Lüfter im Innengerät der immer läuft wenn die an ist. Dann kommt es wieder darauf an: Läuft die Heizung durch, kann der i.d.R. leise laufen (geringe Leistung) sonst muss der ggfs. aufdrehen. Auch wenn man besonders effizient heizen will, sollte der schneller laufen. Zusätzlich gibt es auch noch die Abtauphasen. Die gibt es im Extremfall 1x oder gar 2x die Stunde - meistens aber seltener. Hängt von vielen Faktoren ab, ev. so alle 3 Std. im Schnitt? Die fallen dann meistens deutlich auf, weil es ganz andere Geräusche sind als der normale Lüfterlauf.

Also es ist eine andere Art zu heizen - eher wie ein großer Heizlüfter an der Wand. Der aber je nach Betriebsart gefühlt nur kühle Luft bläst (wenn man sehr viel Energie sparen will) oder durchaus sehr warm (bis 50-55°).

Um diese Sachen sollte man sich VORHER sorgen bzw. ggfs. ein Gerät mal ausprobieren wie schon angesprochen wurde. Denn diese Dinge sind nicht direkt offensichtlich und ungewohnt. Das man das Gerät irgendwo installieren muss ist dagegen ganz offensichtlich und das kann man sich ja vorher überlegen ob und wenn ja wo man das will.

Deshalb kann man ja das AG dort installieren - wo man das möchte. Wie die LWWP eben auch.

Ist am Ende eine reine “Kosten-Nutzen” Rechnung denke ich. Was ein etwaiger Käufer tun bzw. “wollen” würde - weiß doch kein Mensch. Ich gehe davon aus, dass es ein reines Glücksspiel wäre da zu erraten was jemandem “lieber wäre”. Klar: Eine neue WW Wärmepumpenanlage würde den Wert tendentiell sicher steigern - aber wohl nicht annähernd für die ca. € 30.000.- die die kostet. Ich glaube ja eher, dass tendenziell keiner mehr bezahlt wg. der eingebauten Heizung.

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Ich würde auch jedem raten, erst einmal nur ein Gerät, in einem Raum den man kühlen möchte, zu installieren. In der Übergangszeit, kann man dieses dann gut zum Heizen einsetzen und bewerten wie sich das von einer “normalen“ Heizung unterscheidet.

Ich bin für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mir ein Bedarfsgerechtes Zuheizen oder kurzfristiges Heizen in der Übergangszeit vorstellen kann. Zur Zeit verzichte ich auf das Zuheizen weil ich erst einmal meine Heizkurve optimieren will um zu beurteilen ob bei Bedarf ein Umstieg auf eine zentrale LWWP Sinn machen könnte.

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