Gasheizung ersetzen (Haus BJ 1983)

Sicher kann man da irgendwas hinbasteln, wenn man das Haus so übernimmt oder sich ne Lösung überlegen, wenn man erstmal die Heizung ersetzen will, statt zu dämmen (kostet ja auch ein kleines Vermögen bei der Fläche ...) aber werthaltig ist die Investition halt nicht, wenn das Haus nach paar Jahren verkauft wird. Der Wertverlust beim Verkauf einer WP dürfte wohl auch mindestens so hoch sein wie bei Autos.

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Kenn mich damit nicht aus: Ist der Kamin irgendwie verschlossen, wenn man den nicht nutzt oder zieht da fröhlich warme Luft nach draußen?

Ich bin mir gar nicht mal so sicher, ob ein vollständig mit Klimaanlagen ausgestattetes Haus nicht sogar eine - DEUTLICHE - Aufwertung darstellt. Gefühlt werden die Sommer ja eher immer heißer, da ist es schon ein großes Plus an Komfort… Also für mich wäre das bei einem Hauskauf schon ein deutlicher Pluspunkt. Ggfs. sogar noch ein größerer als eine LWWP mit der geheizt wird - weil ich da immer im Hinterkopf hätte: Wenn das Ding ausfällt, bleibt die Hütte kalt. Ein “normaler” Installateur hat keine Ersatzteile dafür auf Lager. Also ggfs. läuft die auch so schnell nicht wieder…

Dagegen sind die Split Klima´s eben ein in sich geschlossenes, zusätzliches Heiz und Kühlsystem. Die berühren die Zentralheizung in keiner Weise - können aber sogar sehr gut mit ihr zusammenarbeiten und die Luft aktiv im Raum umwälzen - was ein “normaler” Heizkörper nicht kann.

Dann hat man in der Praxis die Wahl, wie man heizt. Kann dann auf die Preisentwicklung bei Strom / Gas reagieren - was insbesondere bei flexiblen Tarifen interessant sein könnte, sonst aber nat. auch. Aber auch auf die äußeren Umstände kann man sich einstellen: Wenn dann zb. die Aussentemperaturen sehr tief sind und der COP der LLWP dann schlecht wird - dann heizt man eben mit Gas. Oder umgekehrt. Oder mit einer Kombi daraus. Diese Redundanz ist für mich schon ein wichtiger Punkt. Immer dann, wenn man auf etwas zwingend angewiesen ist, bleibt meistens keine Zeit für KV, Preisvergleich, nachdenken. Dann muss das Ding einfach so schnell wie möglich wieder laufen und die Kosten sind halt wie sie sind, da fängt man nicht an zu feilschen wenn die Hätte kalt bleibt. Da ist man einfach nur froh, wenn es jeman repariert.

Mit voneinander unabhängigen Heizungen ist man da viel entspannter…

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Das z.B. finde ich gar keine halbe Sache. Mit der Zentralheizung kannst du im ganzen haus eine Grundtemperatur aufrecht erhalten und per LWWP bedarfsgerecht zuheizen. Und wenn es mal ganz kalt wird kann die Zentralheizung komplett übernehmen.

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Klar, dafür müssen aber die Wärmetauscherflächen im Haus ausreichend dimensioniert sein und mit der Vorlauftemperatur “harmonieren”. Das ist aber in der Praxis mit Heizkörpern schwierig, weil die nicht für möglichst geringe Vorlauftemperatur und möglichst hohen Volumenstrom ausgelegt sind - eine LWWP hingegen schon…

Ja… Dafür muss dann aber auch entweder in jedem Raum ein Innengerät vorhanden sein - oder es müssen durchgehend alle Räume beheizt werden bzw. für das Innengerät “erreichbar” sein.

Aber es geht ja hier denke ich eher um:

Gasheizung gegen LWWP tauschen

oder

Gasheizung behalten und LLWP hinzufügen?

Dann stellt sich die Frage nicht, ob man zu einer LWWP mit LLWP zuheizt.

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@redhot Mein Fehler (sch**ß Abkürzungen). Ich meinte eine LLWP (Klima Split).
Heizkörper tauschen (da wo es sinnvoll und entsprechend Platz ist) ist aber jetzt nicht das Problem und auch nicht übermäßig teuer.

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Natürlich kann man das. Aber das kostet eben… Ich hatte das auch überlegt, was sollte man als Durchschnitt je HK ansetzen? € 250.- :thinking: Da hat man aber nichts besonderes, da muss man schon mit maximaler Größe arbeiten wo es geht und auch die kleineren Größen sind dann schon eingerechnet (wo keine großen Platz haben)

Bei mir wären das 11 Stück - wobei ich den im Keller selber eingebaut habe, da habe ich schon den größten gekauft der im Baumarkt lagernd war. Der reicht.

Also in meinem Fall wären es 10x € 250.- macht € 2500.-

Dazu kommt dann noch der Einbau im Falle des TE, würde mich nicht wundern, wenn der nochmal annähernd das selbe kostet. Aber rechnen wir mal sehr “konservativ” - sagen wir der Einbau kostet nur € 1500.-

Dann sind wir schon bei € 4000.- nur für die Heizkörper. Das sind dann aber keine “besonderen” Heikörper (Niedertemperatur) und diese Lösung ist dann dennoch nicht annähernd gleichwertig zu einer FBH.

Dann kommt noch die eigentliche LWWP dazu + der Einbau.

Jetzt kann man sagen: Ja…. Aber das macht man doch nicht. Dort reicht der alte HK, da geht das auch usw. usf.

Und das meine ich eben mit: “Nix Halbes - nix Ganzes”

Hier im Forum sieht man das ggfs. eher aus “Bastler Sicht” oder “diy Sicht”. Da muss auch nicht immer direkt alles 100% sein vielleicht und man nähert sich dann Schritt für Schritt seiner individuellen Lösung.

Aber als mit dem Thema nicht “Eingelesener” der einfach nur ein Anwender ist, muss das System einfach funktionieren - idealerweise ohne Einschränkung zur bisherigen Heizung.

Das hat bisher - bei sehr vielen - nicht geklappt mit dem Wechsel auf LWWP. Wie auch…

Bei einer “fossilen Heizung” hängt die Heizleistung nicht mit der Außentemperatur zusammen - wenn die zb. 22 kW kann, dann macht die das auch bei -20°. Bei einer insbesondere LWWP sieht das anders aus, da sinkt die Heizleistung signifikant mit der Aussentemperatur mit (wie bei LLWP auch). “Einfach Überdimensionieren” ist dann aber nicht so einfach, weil es zusätzlich zu den Mehrkosten bei wärmeren AT wieder problematisch ist bzgl. Effizienz (weshalb die Geräte i.d.R. auch elektrische Heizstäbe besitzen, um bei sehr kalter AT zu “pushen”)

Ist leider alles nicht so einfach. Die Förderungen haben nat. dazu geführt, dass “ohne Rücksicht auf Verluste” überall LWWP reingebaut wurden wo das auch nur irgendwie möglich war… Ob das aber in der Praxis Sinn macht, wurde dann nicht so sehr hinterfragt angesichts der Subventionen…

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ok, mal von der Seite her betrachtet:

Budget 30k

neue Gastherme 5k inkl. Einbau, Rest 25k - das ist viel Gas und viel Dämmung im Restbudget

WP inkl Einbau 30k, Rest Null, Wärmebedarf unverändert, also hohe Stromkosten

LLWP Einbau 5×3k, Rest 15k, auch viel Strom und viel Dämmung im Restbudget

Unterlassensalternative: 30k investieren bis Entscheidung neues Haus oder nicht, cashflow für steigende Gaspreise und Dämmungen nutzen.

Nur so ein paar Gedanken…

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Halte ich für völlig illusorisch. Freund von mir hatte genau die gleiche Anforderung und hat 35.000 Euro bezahlt. Er hatte 6 Angebote, die alle in dem Bereich lagen. Da wurden auch keine Heizkörper ausgetauscht, einfach nur ein simpler Monoblock hingebaut.

Er bekommt allerdings um die 50% gefördert.

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Ihr bekommt keine günstige WP eingebaut wenn ihr das zu Fachbetrieben übergebt. Die bauen euch alle nur Kisten ein, die alleine schon 12 - 15 000€ kosten + Aufschlag und dann kommen da 30 000 - 35 000€ raus.

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Wie denn sonst?

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Gute Frage… :wink:

DIY

Indem man das ausschreibt bei z.B. myhammer etc. pp. Da kann man auch das Volumen angeben was gemacht werden muss und was z.B. nicht. Während andernfalls nur Komplettpakete Vorrang haben wegen Goldgräberstimmung.

Myhammer hatte ich für meine Splitklimas versucht, allerdings ohne Erfolg. Über kleinanzeigen.de dann jemand gefunden, der mir auch gestellte/montierte WP installiert hätte (hatte zu der Zeit zuviel anderes zu tun und da der Preis OK war, mir von ihm die beiden Daikin Perferas dann komplett liefern und installieren lassen).

Ne bekannte hatte sich für WP Angebote eingeholt, da war der Betrieb der Panasonics einbaut allerdings auch nicht wesentlich günstiger als die anderen.

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Nur haben Splitklimas das Problem, dass du dafür einen mit einem Kältemittelschein benötigt. Während du bei einer Monoblock “nur” einen Heizungsinstallateur benötigst. Ich werde euch aber auf dem Laufenden halten, siehe das Thema von mir. Wenn die Angebote kommen werde ich einen Teil davon geschwärzt und anonym zur Verfügung stellen. Ich halte für solch eine Installation 40 Stunden á 100€ für realistisch, und dann sind wir bei 4000€ für die Arbeitszeit.

Wer kann, ja. Aber für viele ist das keine Alternative, ich glaub für den Themenstarter auch nicht.

Ja, wäre sicher ein interessanter Versuch für Leute, die eine gewissen Eigenleistung selbst machen können. Was ich auch schon gehört habe: Heizungsbauer ansprechen, dass er einem schonmal alles für Wärmepumpe vorbereitet an Anschlüssen und Leitung nach draußen. Den Rest macht man dann einfach selbst.

Für Leute, die von nichts Ahnung haben und alles fertig installiert haben wollen inkl. einem Ansprechpartner, der immer zügig kommt, wenn was ist, die kommen an einem Fachbetrieb in der Umgebung oft nicht herum und müssen dann auch ordentlich Geld zahlen. Vielen ist das auch zu großes Risiko und zu viel Eigenleistung, alles selber zu planen und an bestimmte Gewerke zu vergeben.

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Zumindest meiner Erfahrung nach und was ich so von Bekannten, Kollegen etc. höre ist es nicht so einfach… Wenn ein Betrieb “fremde” Geräte installiert (mit Betonung auf “wenn”), dann will er nichts mit Gewährleistung zu tun haben. Sollte er aber “eigene” Geräte installieren, sind die Preise (meistens) jenseits von “Gut und Böse”… Und erschwerdend kommt dann hinzu, dass sie nur “ihre” Hersteller installieren können / wollen. Was zwar gut ist, wenn sie sich damit auskennen. Aber schlecht, wenn man die nicht haben will…

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Verständlich, wenn es die einzige Heizung ist…

Ja, bin gespannt, wie es bei Dir bzw. Deiner Schwiegermutter laufen wird. In welcher Ecke von D oder Ö ist das? Könnte mir vorstellen, daß die Preise im Osten oder in Oberfranken auf dem Land etwas ziviler sind. Wenn Du nicht vor Ort bist, brauchst Du im Zweifelsfall ja auch jemand, der da mal was fixen kann.