Fragen über Fragen zwecks Planung der Insel

Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, ich schreib halt mal los.
Mein Gartenhaus soll im wahrsten Sinne des Wortes zur Insel werden, Wasser bekomme ich bis zum Spätherbst nur der Strom fehlt mir jetzt da ich mich jetzt öfters dort aufhalte. Es ist Massiv und bekommt jetzt einen neuen Dachstuhl und meine Freunde übernehmen die Installation der Elektrik (beide vom Fach) , ich würde dort oben gerne eine Mini Waschmaschine und einen Minikühlschrank betreiben, desweiteren diverse Lampen, Handy, Laptop und Fahrradakku laden.
Es soll/wird eine 48V Batterie, zwei victron Laderegler und einen victron WR. Bei den Panels hab ich die Aiko 500W Full Black im Auge, weiß aber nur von lesen in Foren das die wohl gut sein sollen, jedenfalls möchte ich 4 auf jede Dachseite legen, mein Freund meint besser gleich 5 aber das kann man ja nachrüsten. Nun möchte ich wissen was ihr denkt, ist das so zu realisieren.
Ich bin absolut unerfahren und mir raucht schon der Kopf, vom recherchieren. Würde ich so über den Winter kommen, die großen Verbraucher währen der Minikühlschrank von Liebherr mit einem Tagesverbrauch von 0,192kwh am Tag, laut Datenblatt und die Mini Waschmaschine die aber nur einmal pro Woche laufen wird. Die Beleuchtung lass ich mal weg, das ist zu vernachlässigen, nur vielleicht das Bosch-Ladegerät vom Fahrradakku könnte noch viel verbrauchen, das zieht meines Wissens nach 4 Ampere pro Stunde.
Ich misstraue meinen Freunden nicht, nur will ich selbst auch Dinge in Erfahrung bringen, das liegt in meiner Natur...die nächsten Wochen bin ich mit dem Neubau zweier Wände und des Dachstuhls beschäftigt, meine Freunde verlegen dann alle Kabel und nach und nach soll die PV aufs Dach. Deshalb frage ich nach und hoffe auf Tipps und einen guten Austausch.

Gruß Arno

Die Module sind die einzige Quelle für elektrische Energie und durch nichts zu ersetzen! Wenn da 6 Stück auf jede Seite passen würden, wäre das sehr sinnvoll. Selbst damit wirst du im Winter zwischen Anfang Dezember bis Mitte Januar erhebliche Durststrecken haben. Einen Monat davor und einen Monat danach ist die PV Leistung gering und recht unzuverlässig.

Wenn sechs Module passen würde ich andere Module nehmen. Die von dir genannten haben für einige Laderegler eine ungünstige Leerlaufspannung. Die sollte maximal 43V betragen. JA-Solar JAM60D41 passen dann besser.

Mit insgesamt 8 Modulen wird das im Sommer klappen, im Winter nicht. 5 Stück auf jede Seite ist sehr ungünstig

Das ganze hat zumindest für das Winterhalbjahr nur Sinn wenn bei den dann niedrigem Sonnenstand keine Verschattung der Module auftritt!! In Norddeutschland ist der Sonnenhöchststand zur Wintersonnenwende bei 12° über dem Horizont. In Süddeutschland sind es 17°. Da lassen sich Schatten fast nicht vermeiden. Höhere Bäume stören dann schon bei einigen hundert Metern Abstand. Wenn du ein Smartphone mit hochwertigen Sensoren hast, kannst du die Schattensituation mit der App “Sunapp” überprüfen. Durch die Kamera sieht man die Landschaft sowie die Verlaufsbögen zu den Terminen der Sonnenwende und einen für den aktuellen Tag. Arbeite diese Studie durch. Konzentriere dich besonders auf die Erträge, die in der kritischen Zeit aufgeführt sind. Und beachte, dass es Durchschnittswerte sind. Es kann auch schlechter sein.

Befasse dich mal mit den Datenblättern der Zellen, wenn es eine LiFePo4 Batterie werden soll. Die darf nicht geladen werden, wenn sie unterhalb 5°C ist.

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So viel Leistung wie möglich ist immer gut. Aber warum sollte Leerlaufspannung ein Problem sein? Von denen kannst 10er Strings an einen billig-AIO anschließen. Easun, Anenji können 500V.

Haargenau das gleiche hat der Freund vorher auch gesagt.

Ich nehme an die Leerlaufspannung ist Voc (V) im Datenblatt?
Beim Aico wären das 45,2 V, beim JA-Solar 43,85V. Machen die 1,4V so einen Unterschied?

Die JA-Solar JAM60D41 sind auch Bifazial und das bringt mir ja eigentlich keinen großen Mehrwert denn sie liegen ja auf dem Dach. Mein Garten ist auf dem höchsten Punkt eines Hügels und außer ich schneide die Hecke nicht wird es keine Verschattung durch Bäume geben. Ich werde aber jetzt jedenfalls 5 Panels pro Seite nehmen, vielleicht passen ja auch 1000W Panels drauf aber dann würde ja die LR nicht mehr passen.

Danke für den Hinweis

Gruß Arno

Ich merke gerade das es gar keine 1000W Panels gibt :face_with_peeking_eye:

Hallo nochmal, der Kollege hat mir gerade diesen link geschickt

Die haben eine Leerlaufspannung von 40,89V, kennst du die Dinger?

Wieso nimmst du für Licht, Kühlschrank und Kleinverbraucher keine DC Geräte?

Dann könntest du bei Abwesenheit oder beim Schlafen den Wechselrichter aus lassen bzw. nur bei Bedarf anschalten.

Was für Verbraucher hast du, weil du den 6k5 nimmst?

Hallo, ich leite das mal an den Freund weiter weil ich schlicht und ergreifend keine Ahnung habe was DC Geräte sind, eigentlich ist der Hauptverbraucher der Kühlschrank und vielleicht zweimal die Woche die Mini Waschmaschine auf 40° ansonsten gibt es da nur noch die Beleuchtung. Gekocht wird mit Gas und geheizt mit Holz, ich weiß hört sich alles noch sehr unausgegoren an aber ich hab mir das in den Kopf gesetzt und hoffe ich kriege das realisiert.

ja, Du musst die Leerlaufspannung noch mit dem Temperaturkoeffizienten für eine niedrigste Temperatur beaufschlagen. Das ergibt etwa eine um 10% höhere Spannung.

43.85 x 3 = 131,5V plus 10% = 144,75V

Nach einer Störung muss die Spannung erst wieder auf 145 sinken, damit ein Smartsolar 150/45 wieder seine Arbeit aufnimmt. Der Laderegler nimmt das sehr genau!

Die Daten passen. Ich kenn die nicht. Die kann höchstens jemand kennen, der sie hat. Module sind aber so neu, dass man sie nicht beurteilen kann. Im Allgemaien haben alle eine sehr gute Qualität

DC Geräte = Gleichstrom

Da gibt es Kühlschränke.

Dafür sind andere Verkablungen nötig. Da du eh die Elektrik neu machst wäre das möglich.

Spart dir viele Wandler - und Standby Verluste der Wechselrichter.

Wenn der einzig große Verbraucher die Waschmaschine ist, würde ich noch schauen was Toaster, Kaffeemaschine und Fön brauchen und danach den Mp2 aussuchen.

Evtl auch zwei 3000 bzw. 5000er statt dem 6k5 wegen der Ausfallsicherheit.

Und jeweils nur bei Bedarf einschalten.

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Toaster und Fön wird es nicht geben, auch einen Fernseher werde ich mir da nicht reinstellen. Ich schau schon seit über 10 Jahren nicht mehr und fang das auch nicht mehr an. Zuhause schauen eigentlich nur die Kids. Wenn ich mir was anschauen will nutze ich dafür dann das Tablet...
Ich hab es mal an meinen Elektrikerfreund weitergeleitet und bin gespannt was er meint.
Danke für den Tipp

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Ich hab mal gegoogelt, die Dinger sollen gut sein, bloß der Nachteil ist das sie Glas/Folie Module sind sagt die KI, also anfälliger durch Hagel usw.

Du wirst mit Sicherheit im Winter Abstriche machen müssen. Allein der Betrieb eines Wechselrichters verbraucht mehr Strom als der Kühlschrank. Auch wenn gar kein Strom abgenommen wird. Und die Strommenge die abgenommen wird, muss noch mit etwa 1,2 multipliziert werden. Rechne mit mindestens 30W. Das ergibt über 24 Stunden 0,72kWh. Das muss erst mal reinkommen. Aber wenn du das halbwegs schaffst, hast du ab Mitte März so viel Strom, dass du völlig problemlos Kochen kannst. Dafür muss man nur einsehen können, was gespeichert ist und was aktuell dazukommt.

Gerade gesehen, schau hier auch mal rein.

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Das bestätige ich. Die PV Erträge sind im Winter so klein, dass du dafür soviel Fläche brauchst wie irgendwie geht. Optimiert für Winterertrag. Dann bekommst du im Sommer grob das 8 fache, damit kannst du dann reichlich nutzen auch mit Fön, Toaster und Kochen.

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Da sind auch senkrecht angebrachte, nach Süden ausgerichtete Module sehr Hiffreich. Ein Freund hat sogar gute Erfahrungen mit steilen ,nördlich (309°) ausgereichteten Module gemacht.

Und das ist schon über einen längeren Zeitraum gemittelt. Bei mir ist das Verhältnis zwischen höchstem und niedrigstem Tagesertrag größer als 50!

und nicht zu ergessen: Klimagerät und elektrischer Warmwasserspeicher

Fazit: Wechselrichter und Batterie stark genug dimensionieren oder mehrere verwenden und alle Flächen im Auge haben, die nachträglich noch Module aufnehmen können. Es kann auch ein Vorteil sein, wenn man 24V als Spannung wählt. Da reicht dann auch mal ein einzelnes Modul an einem 100/20. Oder das jeweils fünfte Modul. Und man sollte unbedingt ein Monitoring (VRM-Portal) haben, damit man alles im Auge hat und damit einem die Freunde helfen können.

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Sehr guter Beitrag. Ich sprach von Monatsmittel, du von Tagesertrag. Sehr gut.

Gibt Hinweis darauf, das der Akku großzügig gross sein darf/soll

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Moin,
für sowas reichen eigentlich 2 x 460 oder 2 x 500 Wp Module und ein Speicher von 2 kWh oder mehr.

Die Stromabnahme ist ja überschaubar, und die Module liefern eigentlich jeden Tag nach. Im Winter bei Frost hat der Kühlschrank nicht viel zu tun (außer heizen damit nix einfriert)

Hatte 4 x 465 Wp auf dem Dach mit einem 2 kWh Lifepo4 Speicher. Das hat schon für 99,9 % des Jahres die Bedürfnisse gedeckt. Nur eine Dauerlast von 2 kW war natürlich bedingt durch die Puffergröße von der Batterie nicht möglich. Dennoch konnten alle Geräte bedient werden, ob es die Kreissäge, der Holzspalter oder Wasserkocher "war"..

Hab jetzt mit ner EEL 8 kWh nachgelegt, plus 2 weitere gleiche Module, steil angewinkelt für den Winter.
Nun weiß ich zu 99.99 % des Jahres nicht mehr, wohin mit dem Strom, und ein E-Auto hab ich (noch) nicht.
Der Wechselrichter kann 3,5 kW abgeben.



Im Winter/bei Frost liefert der Laderegler tagsüber weiter, auch wenn die Batterie "zu" gemacht hat. Der Strom geht dann direkt zu den verbrauchern, und nur reststrommengen werden dann aus der Batterie entnommen. Der (direkt)- Betrieb per Laderegler schont natürlich die Reserve, Puffer der Batterie selbst. Im Winter wird zumeisst nur das abendliche Licht aus der Batterie abgerufen. Sonstige Kleingeräte oder auch das Licht tagsüber werden direkt vom Laderegler bereitgestellt, womit man auch Wochen ohne Nachladung rein offgrid ohne Ausfall der wichtigen Verbraucher überleben kann.

Hardware;
Studer XTM,
Laderegler Victron 50/100, daran 3 x 2 Module ( 2 x 2 in flacher Neigung und 1 x 2 parallel dazu im steilen Winkel) am selben Laderegler/MMPT
EEL Batt.
Victron Distributor
-der finale Einbau steht noch aus.

Thema Wechselrichterverbrach im Winter - der killt alles, es seih denn der kann in den Standby-Moduls gehen.
Im Kernwinter läuft bei mir nur die 24 V Batterieseite - mit Orion 24/12 ....bis runter auf stabile 12,8 V..... für das, was laufen m u s s - z.B. das 12 V Weidezaungerät. Der Wechselrichter befindet sich auf Abruf im Standby und benötigt in den Zeiten um die 0,5 bis 2 Watt.

Wenn der Wechselrichter permanent an ist, muss man mit 13 Watt rechnen PLUS die Verbraucher die betrieben werden (welche den Wechselrichter hindern in den Standby gehen zu können).

Ab Februar ist eigentlich wieder genug Strom für den 24/7 Betrieb der Insel im Dauer-An Modus, spätenstens ende Februar weiss man nicht mehr wohin mit dem ganzen Strom....

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Servus, wie hast du die Sache gelöst das der WR Winterschlaf halten kann? Mein Kollege hat schon zwei weitere Komponenten von Victron eingeplant, Lynx und cervo, er ist hell auf begeistert von meinem Vorhaben und steckt da sein ganzes Herzblut rein. Ich stelle mal morgen den Plan/Bild ein den er mir heute in der Pause gezeigt hat und bin mal darauf gespannt was ihr meint.
Gruß Arno

Im Winter sehe ich bei der reinen PV-Insel zwei Möglichkeiten; entweder schickt man den Wechselrichter in den Standby und hat die 230 V ausschließlich nur auf abruf, oder man muß den/dieInselbatterien per Diesel/Benzingenerator (möglichst SOC-geführt automatisiert) nachladen können.
Mein Schlüssel ist, das im Winter der Wechselrichter im Standby, also ab Abruf verbleibt. Das heisst:
KEINE Trafos in der Steckdose,
Keine 230V-Bewegungsmelderlampen,
Keine Geräte mit 230V Steckerkabel Trafos.

Die 230 V Seite nur nutzen, wenn wirklich benötigt.

Bei mir wacht der Studer XTM aus dem Standby auf, sobald nur ein Handyladekabel in die Steckdose gesteckt wird, N U R Netzteil reicht aus, damit der Wechselrichter in Betrieb geht und die 230 V liefert.

Hab noch eine zweite, kleine Insel mit einem Victron 800; bei wird eine Abnahme von gut 30 Watt benötigt, damit der Wechselrichter aus dem Standby erwacht. Um das Handy zu laden, muss dann ein größerer Verbraucher, wie z.B. die Beleuchtung eingeschaltet werden.

Die Krux an fehlendem Luxus ist der Bewegungsmelder auf dem Grundstück; aber das habe ich nun mit einem Amazon-Bewegunsmelder mit e i g e n e r Solarzelle behoben. Dazu gibt es noch ein zusätzlichen Solar-Bewegungsmelder ! Geiles Ding.... INTELAMP

Der WR sollte erkennen, was auf Zellebene einer Lifpo4 Batterie los ist. Bei einer Blei-Batterie ist das nicht so tragisch, da "zählt" nur die Gesamtspannung, was am Ende rauskommt, z.B. die 12,8 V.
Driftet eine Lifepo4 Zelle ab, weil diese defekt ist, ein Kabelbruch vom Balancer hat, oder das BMS eine Macke hat, dann kann der Wechselrichter (welcher manchmal auch den Laderegler in der Kombiversion mit drin hat) die betroffene Zelle/n zu tief entladen, oder ggf. überladen, bzw. auch temperaturabhängig falsche Entscheidungen treffen.

Das nur zu Veranschaulichung zum "warum". Das auslesen der Batterie auf Zellebene ist besser, und sicherer.
Bei Studer ist z.B. ist das eine bereits Jahrzehnte alte Katastrophe, den Wechselrichtern den SOC oder die Zellwerte zur internen Auswertung bereitzustellen. In Arbeitskreisen hat der Hersteller wenige mehr oder weniger kompatible BMS Versionen deklariert, welche aber wenig oder kaum im Feld benutzt werden.

Daher sind funktionierende Gesamtkonzepte immer schöner, und je mehr aus einem Haus kommt, um so mehr hat man es dann auch nur mit einem Ansprechparnter im Servicefall zu tun.

Und diesen Service gibts beim EEL/-Selbstbausystem halt herstellerseitig nur bei einem selbst, und im Forum hier und dort.

Im Winter "muss" alles andere was zwingend benötigt wird auf die Batterieseite (vor den großen Wechselrichter).

Bei mir: Victron Orion 24 V auf 12 V/5 A :slight_smile:

Achja, der Kühlschrank kann auf die 230 V -Seite. Wenn dessen Bimetall/Thermostat öffnet, ist der Kühlschrank/-Kompressor stromlos. Es gibt dort keine Elektronik, nur das Bimetall-Thermostat. Wenn der Kühlschrank in der Steckdose steckt und per offenem Bimetall gerade nicht kühlt, ist der Wechselrichter im Stand-by!

Sommertags hab ich ein 10 Watt Verbraucher auf der 230 V Seite durchgehend..... da interessiert es mich auch nicht ob der Wechselrichter 10, 20 oder 30 Watt Eigenverbrauch hat. Kurz, im Winter gibt es die 230 V nur auf Abruf, die 24V /12 V sind immer da. Und 230 V liegt ab Februar durchgehend an (kein Standby), und ab März könnte ich E-Autos füllen.

@ all, kommt hier wer aus dem Raum Osnabrück/Münster und kennt sich mit EEL Batterien besser aus?

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Ich hab nur Wohnungs-Insel. Kühlschrank, große Kochplatte und WaMa plus WR hängen noch am Netz, aber Licht, Internet, PC, Boiler, kleine Kochplatte und paar weitere Spielereien hab ich direkt auf 24V.

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