Interessante Aspekte zum Thema "geschlossenen Wirtschaft". Ich kann das alles nicht überblicken. Ich bin kein Volkswissenschaftler sondern nur Diplom-Ingenieur.
Ich weiß halt nur, dass um die Ecke eine Grundschule aus den 70er Jahren steht. In diese Schule ist mein Sohn schon gegangen. Und seit seiner Einschulung (über 10 Jahre) soll ein Neubau kommen. Und jetzt wurde der Neubau wieder vertagt, weil kein Geld mehr da ist (Mannheim ist "pleite").
Der Neubau würde Arbeitsplätze und Werte schaffen, wird aber dennoch nicht realisiert. Es ist ja kein Geld da. Nach der Argumentation "geschlossene Wirtschaft" sollte das ja kein Problem sein?
Ohne Frage, Wärmepumpen, PV Anlagen und WKAs sind heute effizient. Ob sie "wirtschaftlich" sind würde ich am "Ziel", das heißt der CO2-Einsparung, festmachen. Und es mag andere Maßnahmen geben, die mit weniger Geld zum Ziel führen, eben die Low-Hanging-Fruits.
Und auf diese Maßnahmen würde ich mich konzentrieren.
Und da muss es zukünftig Kriterien geben!
PR-mäßig ist die Vorgehensweise doch ein reines Desaster.
Auf kommunaler Ebene wird gespart ohne Ende und notwendige "wirtschaftlich" sinnvolle Investitionen gestoppt. Und darunter zähle ich auch Investitionen in die Bildung. Hier geht "Geld drucken" offenbar nicht obwohl dafür gearbeitet wird ("Die geleistete Arbeit ist der Gegenwert.")
Beim GEG kann aber wohl doch Geld gedruckt werden mit dem Argument, dass es wirtschaftlich sinnvoll sei. Das passt doch nicht zusammen.
Ich möchte hier nochmal an die "Deutsche Tüftler Nation" appellieren.
Wir wolle ja alle mitmachen und wir möchten ja mit unterstützen. Dieses Forum ist ja voll von diesem Ehrgeiz und Einsatz.
Wir müssen also die Menschen zum Mitmachen motivieren und das heißt auch Do-It-Yourself.
Aber genau da machen wir es den Menschen unnötig schwer. Es ist für uns "Bastler" unmöglich an Fördergelder zu kommen. Es gibt diese blöde R32-Regelung. Es gibt Regelungen für alles. Und ohne Fachbetrieb läuft häufig nichts und dann sind wir dann wieder bei den überbordenden Preisen.
Wir machen uns das Leben in Deutschland übermäßig kompliziert anstatt einfache pragmatische "80%-Regelungen " vorzugeben. Ja, es gibt 20% "Schwund". Aber dafür kommen wir vom Fleck.
Und das Beste ist... Solche DIY-Ansätze setzen Kreativität frei.
Lasst die Leute doch mal machen!
Gib jedem Haushalt 10.000€ für energetische Sanierung und dann soll jeder selber entscheiden, ob er es selber macht oder ...
Ja, ok, die EU ist Schuld. Aber dann muss halt hier den Hebel angesetzt werden.
Und in anderen Ländern geht es ja auch:
Um hier mal selber voranzukommen gibt es ja jetzt den Wärmepumpen-Stammtisch:
Wir haben inzwischen eine WhatsApp-Gruppe und interessante Diskussionen laufen zum Selbst-Einbau von LWWP und LLWP. Wir helfen uns gegenseitig mit Wissen und Werkzeug.
Und unsere "Projekte" sind verdammt wirtschaftlich:
Eine LWWP für 2000€ im Selbsteinbau.
Oder halt eine LLWP für 1000€.
Nur leider: Förderung und Unterstützung und ANERKENNUNG gibt es keine!
Und solche "WP-Initiativen" auf nachbarschaftlicher Ebene würde ich mir viel mehr wünschen.
Dafür muss aber DIY auch möglich sein und gefördert und ANERKANNT werden.
Und DIY darf nicht als Konkurrenz gesehen werden, sondern als wertvoller Beitrag.