Dass es vorher keine mobilen Split Klimas gab, stimmt ja auch nicht. In der Schweiz und Italien hingen und hängen überall die Aussengeräte von den Argo Ulisse DCI13 Klimas an den Fassaden. Ein Schweizer Freund von mir hat die auch, gar nicht so schlecht. Die "Innovation" bei der Portasplit war vor allem die etwas bessere Fensterhalterung, das ansprechende Styling, und der niedrigere Preis. Dafür hat die Ulisse Schnellkupplungen an den Leitungen, es gibt Leitungsverlängerungen, und anscheinend auch keine Probleme mit Leckagen.
https://www.youtube.com/watch?v=PULYm1GPQ-E
Hab mal vor dem rausstellen ein Vergleichsvideo gemacht Portasplit vs mobile Daikin Perfera - man sieht / hört gut den Unterschied. Aber Achtung - meine Portasplit außen wie innen ist deutlich umgebaut damit sie leiser ist.
Das Daikin Experiment war bisher sehr interessant zu verfolgen. Ich denke mal, solange deine Nachbarn nicht wissen, dass die Anlage da ist und es nicht gezielt auf dich abgesehen haben, sollte es keine Probleme geben.
Als ich damals selber mich mit dem Thema der nachträglichen Dämmung beschäftigt hatte, gab es unglaublich wenig dazu im Internet zu finden. Es gibt wohl wenige Bastler, die bereit sind, sowas zu versuchen.
An alle, die für den Klimakauf für diesen Sommer zu spät gekommen, sind, habe ich den Tipp, damit zu warten. Gerade als die Außengeräte noch ordentlich laut waren (on/off, keine Inverter), habe ich alle Geräte mitten im Winter eingebaut. Das hat keine Sau interessiert. Im Hochsommer liefen die dann mal, aber an den Anblick hatte sich schon jeder gewöhnt. Niemals gab es Stress. Hätte ich die Dinger in einer Hitzwelle eingebaut, dann wäre das sicher sehr viel schlechter gelaufen. Denn wenn der Nachbar nachts schweißgebadet bei offenem Fenster im Bett liegt und nicht schlafen kann und dann plötzlich noch ein neues Außengerät des Nachbarn los brummt, dann ist doch klar, das Stress vorprogrammiert ist. Selbst wenn das Ding flüsterleise, aber dennoch hörbar ist. Dann ist die Klimakiste an der Schlaflosigkeit schuld und vielleicht auch noch ein bisschen Neid und Missvergunst,
Auch wenn die heutigen Geräte fast alle heizen können und beim Heizen sogar meistens noch etwas lauter sind, ist das im Winter viel weniger schlimm, weil dann die Fenster des Nachbars zu sind und er sich wahrscheinlich nicht stundenlang schlaflos im Bett herum wälzt, wie das in heißen Sommernächten der Fall sein mag.
Aber kaum jemand wird die Portasplit das ganze Jahr im Fenster hängen haben wollen…
auch ich habe in dem thread sehr viel gelesen und viele Anregungen gefunden. Danke dafür.
Zu meiner Geschichte, meinen Überlegungen und der Umsetzung:
Ich bewohne alleine ein Haus aus 1908 das ich die letzten 16 Jahre auf einen energetisch guten Stand gebracht habe. Seit 1,5 Jahren habe ich eine EEG PV mit Speicher,vorher nur BKW. Seit Januar auch ein BEV mit Wallbox. Den Heizenergiebedarf durch meine Sanierungen habe ich auf unter 100kWh/m²*a absenken können.
Im Frühjahr 2025 las ich zum ersten mal von der Portasplit. Als ich mir dann eine kaufen wollte war es schlicht zu spät wegen Lieferbarkeit und Preis. Also habe ich den letzten Sommer ausgeschwitzt und dann im September 2025 dann eine Portasplit gekauft und nur in das Dachgeschoss gestellt. Mein Haus besteht aus Kellergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss. Der Wechselrichter und Speicher der PV stehen unter der Kellertreppe (wird noch wichtig). Im Mai habe ich dann die Portasplit zum ersten mal im Dachgeschoss an ein Fenster montiert. Das Fenster habe ich anschließend mit einem Bügel gesichert und den Rolladen soweit möglich verschlossen. Wichtig ist die Schlauchdurchführung. Der tiefste Punkt des Schlauches liegt außerhalb des Fenterrahmens und ist damit auch tropfsicher bei Schlagregen für den Innenraum. Die Abdichtung des Fensterspaltes habe ich mit einer von diesen IKEA Kunstoffdecken die es für kleines Geld dort gibt gemacht und ein, zwei kleinen Stücken Rohrisolierung. Alles schnell demontierbar und wiederverwendbar.
Mein Überlegung war damit das ganze Haus erträglich zu kühlen. 165m² beheizte Wohnfläche und volle Unterkellerung.
Hierfür wollte ich einfach die Physik nutzen also die Konvektion. Kalte Luft fällt über das Treppenhaus herunter. Das funktionierte soweit ganz gut. Zu Beginn hatte ich die Tür zum Keller geschlossen was zu einer unerträglichen Hitze am Kellerabgang (Kellerseite) führte da ja der PV-Wechselrichter unter der Treppe gehörig Wärme produzierte. Dann bin ich dazu übergegangen neben allen anderen Türen im Haus auch die Tür zum Keller auf zu machen. Das Ergebnis ist wie erwartet. Im Dachgeschoss kühlt die Midea, im Keller heizt der Wechselrichter und es baut sich im Treppenhaus ein senkrechter ‘Golfstrom’ auf. Bei der Hitzewelle vor ein paar Wochen mit bis zu 40°C hier ist die Temperatur im gesamten Haus nirgends in der Spitze über 26°C gekommen bei einer angenehmen Lüftfeuchtigkeit von 50-60%, im Keller bis 70%. Genial und sehr angenehm - auch zum schlafen. Bisher habe ich die Midea allerdings voll bollern lassen und werde da noch ein bisschen Experimentieren. Unter dem First im Treppenhaus habe ich außerdem auch einen Deckenventilator hängen mit Gleichstrommotor und in beide Richtungen laufend. Den habe ich nur ab und an zum Quirlen genutzt. Im Erdgeschoss kann man auf der Haut fühlen wie die kalte Luft absinkt. Weitere Verbesserungen bei der Luftverteilung lassen sich sicher noch mit kleinen USB-Lüftern erreichen die man über kleine vorgeschaltete Poti-einheiten regelbar machen kann.
Maximaler Stromverbrauch war am 27.6.26 mit 13,4kWh und einer Außentemperatur von max 39,6°C. Stromkosten für entgangene Einspeisevergütung also 1,08€
Was will ich mehr ![]()
Ähnlich bei uns, man muss sie halt von morgens bis abends laufen lassen. Wenn das Mauerwerk einmal warm ist, weil man zu spät angemacht hat, braucht es wieder etwas… aber ansonsten kühlt sie gut.
Schlafen könnte ich aber auch nicht damit, deswegen wird den ganzen Tag mit der Sonne gekühlt und nachts speichert das Haus die Kühle.
Trotzdem wird es bei uns bald eine eingebaute Klimaanlage werden und das Gerät wird im Bekanntenkreis weitergegeben an Wohnungsmieter.
Wenn du schon dein eigenes Haus hast, wieso keine echte Split Klimaanlage?
Inzwischen ist mir klar das die EER im Standard Betrieb eher schlecht ist, die hohe SEER Anzahl hat sich Midea über Effizienz bei geringer Last geholt, daher auch der der Leute Lüfter innen und außen im Auto Modus.
In deinem Fall wäre eine günstige A+++/A++ Anlage sicher nochmals 50% effizienter. An heißen Tagen umso mehr. Aber Lautstärke ist wohl egal, da kannst du natürlich bei der Portasplit den Lüfter innen fix auf 100% stellen. Normale Split Klimaanlagen sind ja meist diesbezüglich so geregelt dass die Lüfter Einstellung das Maximum darstellt was erlaubt wird, aber eben trotzdem automatisch runterfahren. Sonst wäre der Effizienz Unterschied noch größer.
Vor allem aber wird mit der Zeit sicherlich die Kondensat Pumpe zum Problem. Und auch andere Komponenten schwer einschätzbar bezüglich Haltbarkeit.
keine feste Klimasplit weil ich erstens meine Planungen bestätigt haben wollte - das ist der Fall
zweitens ein festes Außengerät an der schönen Frontfassade nicht in Frage kommt.
Habe im OG aber eine Stelle wo ich es passend machen könnte allerdings dann ohne Kühlung des Dachgeschosses.
Aber eigentlich bin ich mit meinem Setup sehr zufrieden.
Nächstes Jahr kommt erstmal die WP, im Augenblick habe ich noch eine 3 Jahre alte Gastherme die ich dann verkaufen würde. Und nein, die Gastherme habe ich weil ich sie wollte, weder aus Panik noch weil ich WP nicht trauen würde. Vielleicht fällt die Splitklima in dem Zuge noch mit ab. WP nur für Heizung mit HK, Warmwasser dezentral per Elektronischen DLE mit Lastabwurf.
Du scheinst der Meinung zu sein das fest verbaute Anlagen weniger Verschleiß haben, warum?
Weil die Teile aus der dir Portasplit gebaut ist, sonst eher in moboblocks bzw window shakers verbaut sind. Da ist langlebigkeit keine Priorität.
Das innengerat neigt brutal zu Schimmel/Pilzen und lässt sich nicht vernünftig säubern. Der einblas Filter ist viel mehr ein Gitter und lässt allen möglichen Dreck rein.
Ich hab das Wasser ja innen in einem Eimer gesammelt. Da hatte ich nach 1-2 Wochen immer dicke Schicht an was auch immer am Boden.
Soviel Wasser wie bei der portasplit stehen bleibt, selbst mit offenem Stöpsel - das ist nicht gesund.
Hochwertig sind nur die DC Lüfter Motoren.
Wie lange der GMCC Kompressor mit seinen starken Vibrationen lebt? Also sicher nicht so lange wie Doppel rollkkolben Kompressoren.
Bezüglich Kältemittel Verlust ist denke ich kein Problem, solange man den Schlauch nicht extrem eng knickt (dazu sagt die Anleitung nichts). Das ist sehr gut gebaut nur fehlt eine Warnung bezüglich minimalem biegeradius.
Auch gibt es keinen Service Port.. sprich mit vertretbaren Aufwand ist da nichts außer der Elektronik und den DC Motoren bzw der Kondensat Pumpe Austauschbar.
Das innen oder außen Gerät wieder halbwegs sauber zusammen zu bauen wenn Mal auseinander gebaut ist auch ein Kunst Stück. Aber das ist dann nur ein kleiner optischer Makel der Spalt Maße.
Je nun. Wenn die so genutzt wird, wie vorgesehen, also als mobile Lösung mit Schlauch durchs Fenster und begrenztem Schönheitsfaktor, wird das Ding auf ein paar Dutzend Betriebsstunden im Jahr kommen.
Da brauchts keinen dauerfesten Verdichter.
Wer will und kann, soll sich eine fest montierte Split einbauen lassen. Wer das nicht will oder kann, bekommt mit der Portasplit einen annehmbaren Kompromiss. Kaufen muss die keiner, nur gibts kaum bessere Alternativen.
Oliver