Ich baue gerade eine PV Anlage mit 3x Multiplus 5000 auf, und überlege ob ich besser zwei Akkupacks a 16kWh basierend auf MB31 aufbaue, oder ein Akkupack basierend auf MB56.
Variante 1: 2x EEL v6 Pro Gehäuse mit jeweils 16 MB31 Zellen von EEL oder Nkon für ca. 3060 €.
Variante 2: 1x EEL MB56 Gehäuse mit 16 MB56 Zellen von EEL oder Nkon für ca. 2600 €.
Vorteile Variante 1 (MB31):
Redundanz (wenn ein Akkupack defekt ist oder gewartet wird läuft die Anlage weiter)
Höhere Ladeleistung von 400A. In der Praxis würde ich auf 150A pro Pack begrenzen können und selten mehr als 100A pro Pack laden oder entladen.
Geringerer Aufbau Höhe von 50cm für die beiden Packs gegenüber 83cm der MB56 Box
Packs sind besser zu handeln, als ein schweres MB56 Pack
Nachteile Variante 1 (MB31)
400 € teurer
Doppeltes Zubehör wie Kabel, Sicherungen im Lynx etc führen zu kleinem weiteren Kostennachteil)
Vorteile Variante 2 (MB56):
400 € Ersparnis
Nachteile Variante 2 (MB56):
Keine Redundanz, fällt das Pack aus oder wird gewartet steht die Anlage
Geringere Ladeleistung von 300A
Höhere Belastung von 200 - 300A pro Pack beim laden oder entladen
Höherer Platzbedarf, da 83cm Höhe statt 50cm der beiden Mb31 Packs
Schwer zu handeln, wegen hohem Gewicht
Durch die zwei langen Busbars die die beiden Akku Etagen verbinden bbf Messfehler oder Ladeungenauigkeiten?
Aus meiner Sicht spricht fast alles bis auf die etwas höheren Kosten dafür zwei MB31 Packs zu kaufen. Was meint ihr / seht ihr weitere Vor und Nachteile?
Viele Grüße
Daniel
Anbei der Planunsgstand (work in progress) der Anlage, die Panels sind schon auf dem Dach. In Summe können maximal theoretische 330 A Ladestrom entstehen, wenn die beiden Südfelder am RS450 110 A einspeisen und zudem das dreiphasige Victron System 210 A Peak lädt / entlädt.
Du hast bei den Preisen einen Dreher drin (mal ist Variante 1 billiger, mal ist sie teurer).
Ich persönlich würde auf Variante 3 gehen: 16 Zellen MB56, alle in einer Reihe (also nicht in zwei Stockwerken und auch nicht in zwei 8er Reihen), im Selbstbaugehäuse. Das wäre in meinen Augen die simpelste Lösung ohne unnötigen Doppelaufwand.
Du hast bei den Preisen einen Dreher drin (mal ist Variante 1 billiger, mal ist sie teurer).
Danke für den Hinweis, habe den Zahlendreher korrigiert.
Sicher auch eine gute Lösung, da ich kein gutes Baukasten System (gibts überhaupt eins?) für diese Variante kenne kommt das für mich eher nicht in Frage, da es vermutlich 10-30h länger dauert ein Gehäuse inklusive Heizung, Trennschalter, BMS, Plexiglas Abdeckungen etc. von Hand professionell zu planen und aufzubauen. Dafür habe ich zu viele andere Baustellen…
Ich habe ähnliches vor, aber ich plane den neue Multi RS 6000 statt den MP 2 5000 zu verwenden. Ich werde wohl eher auf die MB31er gehen. Hintergrund ist auch das beim MB56 die Platte zur Fixierung sich durchbiegt und die Zellen ungleichmäßig bis garnicht gepresst werden. Bei den MB31er hat man die Schrauben am Mittelsteg noch. Außerdem würde es mich nicht wundern, wenn die langen Leitungen fürs BMS (welche auch noch außerhalb des Gehäuse geführt wird) größere Messungenauigkeiten aufweisen wird. Und zu guter letzt, wie du schon schriebst, das Thema Redundanz ist auch noch so ein Thema.
Ich kann jedem, der nicht sehr viel Erfahrung hat, (zur Zeit) nur davon abraten ein Gehäuse für MB56 zu bauen oder zu kaufen.
Man handelt sich aktuell noch zu viele Nachteile und Schwachstellen ein.