Energiewende in Österreich mal anders (anhand von Niederösterreich)

Im Sommer recht einfach, im Herbst/Winter?

Es geht ja um beide Spitzen. Um die Erzeugerspitzen und die Verbrauchsspitzen.

Die jetzige Argumentation ist, EE auszubauen. Aber da kommen auch die Netze ans Limit. Und dann muss der Netzkunde in Niederösterreich höhere Netzgebühren bezahlen. Damit diese Peaks dort abtransportiert werden können. Die Netz NÖ Kunden zahlen also für eine Verbesserung der Netze, von denen sie nichts haben. Es muss ja nicht MEHR importiert werden im Winter.

Eigentlich müsste der exportierte Strom leicht teurer sein, um den Netzausbau zu finanzieren.

Und wie man an den momentanen Preisen sieht, wären Speicher zum nachts einspeisen genau der richtige Weg.

Klar braucht es mehr Speicher, aber ein Stop&Go beim Ausbau der EE wie in D jetzt zu Befürchten ist halt auch keine Option, aber wird durch die Speicher dann ja auch erleichtert. Wie ist den eigentlich die Situation im Rest von Österreich? Um die Menge an Wasserkraft kann man Euch ja beneiden ... Wohl überwiegend Flußkraftwerke, daß die Regelamplitude relativ gering ist?

Bei Wind gibts eine reisende Angstmachertruppe. Kaum wird in einem Dorf was geplant sitzen die in den Gasthäusern mit ihrer Kampagne. Das hat in Tirol schon mehrere Projekte zu Fall gebracht. Dazu hängts von den Landeskaisern ab. Bislang sind die höchsten Bauwerke Gipfelkreuze.

Für Gesamt Österreich reicht EE bei wenig Wind immer noch nicht: Strommix

Die Förderung beschränkt sich auf “Fördercalls” bei denen man 1. schnell sein muss und 2. ausschleßlich vom Solateur installierte österreichische Produkte gefördert werden

Tirol hat Speicherkraftwerke, aber gegen den Verbrauch von z.B. München kommen die nicht an. Geredet wird über den Speicher, der das obere Kaunertal mit Wasser füllen soll. Der kleine Nachteil ist, dass die Geologie grössere Bergstürze genau dort zulässt. Das (bislang) ewige Eis, das die Bergr zamhält, taut weg. Ein “Italien 2.0” würde eine Flut bis in den Inn verursachen und ein Tal ersäufen

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Danke.

Klickt mal oben auf: Month. 55,2GWh aus fossilen Kraftwerken. 5153GWh aus Erneuerbaren. Es reicht noch nicht vollständig für rein erneuerbar. Desweiteren ist das nur der Strom. Also nicht Energie als Ganzes.

Ich bin auch generell dafür. Wofür ich nicht bin ist eben die Abwälzung auf die Kunden. Zwar wird es nächstes Jahr “fairer”, indem auch die Leistung bezahlt wird und nicht mehr nur der reine Verbrauch. Jedoch ist das immer noch unfair im Sinne der Netze.

@jensdecker
Mh ja, nein, also…. es ist dermaßen schwer verworren, dass die Infos nicht immer direkt ersichtlich sind.

Klicke ich beispielsweise von 01.01.25 bis 31.12.25 sind es 53,7TWh Verbrauch. Davon 5TWh Import und 7,5TWh fossile Kraftwerke.

Geht man mehr ins Detail entfallen die 7,5TWh auf:
1,6 im Jan(4,76 gesamt); 1,4 im Feb (4,4); 0,9 im Mrz (4); 0,5 Ap(4,37);
0,7 Okt (4,4); 0,8 Nov (4,1); 1,15 Dezember (3,9)

In den 5 restlichen Monaten ist das quasi überhaupt nicht von Belang.
Das ist jetzt nicht so viel. Und wir wissen ja, die letzten Krümel sind immer die Teuersten.

Ja, hat man schnell übersehen, aber mit zunehmender Elektrisierung wird der Rest ja immer kleiner und ne kWh Gas oder Benzin/Diesel beim Auto ist ja für die eigentliche Aufgabe weniger wert als ne kWh Strom, da die Effizienz von so einem Verbrenner ja eher bescheiden ist, schlicht wegen der Physik.

Wohl wahr. Wenn aber gerade in den Wintermonaten was gekauft werden muss, dann muss der Strom im Winter wiederum auch entweder extern gekauft werden, oder aber durch fossile Kraftwerke erzeugt werden.

Ob nun meine 130l Benzin im Winter direkt verfahren werden im Auto, oder man mit diesen im Kraftwerk 410-585kWh Strom erzeugt werden, wovon ich 300kWh benötige…. Aber den Rest des Jahres brauche ich gar nichts einkaufen. Bin ich lieber beim Strom, weil damit auch das Kutschieren des Benzins zu jedem privaten Auto wegfiele. Und man könnte auch die Wärme beim erzeugen des Stroms nutzen. KÖNNTE. Wird aber nicht.

Aber selbst, wenn der Strom für Dein Auto in sagen wir drei Monaten komplett aus fossilen Quellen kommt und keinerlei Kraft-Wärme-Kopplung gemacht wird, ists ja immer noch besser, vom restlichen Jahr ganz zu schweigen. Auch WP wären wohl selbst dann noch besser, wenn der Strom dafür in der Heizperiode komplett aus Kohle käme. In der Realität dann erst recht.

Momentan. Während des Übergangs ist es sinnvoll die vorhandenen Ressourcen zu nutzen. Kraftwerke, Leitungen, Infrastruktur. Das ist schon da.

Die Wärmepumpe hat den Vorteil, dass sie die Wärme direkt bei mir erzeugt und die Filter viel zentraler verwendet werden könnten. Anders ausgedrückt, anstatt in jedem Auto Katalysatoren einzubauen und in jeden Holzofen, Pelletofen, Ölbrenner, Gasbrenner und Tausende und Abertausende Filter reicht dann ein zentraler großer Filter. (nicht dass ich der Meinung bin, dass sowas gemacht wird, aber es SOLLTE gemacht werden)

Das wirklich entscheidende CO2 läßt sich ja eh nicht realistisch filtern (von CCS Powerpoint Ideen mal abgesehen). Die Zentralisierung der Verbrennung hilft natürlich gegen Feinstaub etc. in der unmittelbaren Umgebung, auch was wert.

Ja, das war eher die Intention. Du hast halt nicht viele kleine Anlagen, sondern zentrale Anlagen. Gerade auch hier im Forum sehen wir immer wieder, dass Leute bei nicht sachgemäßen Verbrennungsanlagen (Kamine, Öfen) mit den Abgasen und Stäuben Probleme haben.

Das ist aber für die Energiewende in Österreich nun aber weit aus dem Fenster! 7,5TWh (+/- Importstrom) von 53,7TWh ist wenig. Die Frage wird sein, wie man das austauschen will. Und was es kostet.

Für mich wäre daher direkte Kosten viel sinnvoller. Je mehr man verbraucht, umso mehr muss man zahlen. Wenn also gefragt wird: Woher soll der Ausgleich kommen wenn Steuer bei Verbrennerautos wegfallen weil die E-Autos zunehmen, dann sollte man zum einen E-Autos mit Steuern für die Infrastrukturkosten mit einbeziehen. Aber weil der Kurs zum E-Auto gemacht wird, sollten sämtliche andere Kosten den Verbrennerfahrern “aufgebrummt” werden. Auch da: Wer viel fährt, zahlt viel. Wer wenig fährt, zahlt wenig.

Alles Dinge, die so nie kommen werden. Unpopulär. Die Leute sollen doch zur Arbeit und zu Konsumstätten fahren.

Ihr habt ja immerhin ne Autobahn Maut.

Die wäre auch gerecht. Wenn man da nach Gewicht des Wagens, nach der Strecke die man dort fährt bezahlen müsste. :wink: Ich habe generell was gegen Pauschalmodelle. Also ich habe nicht pauschal was gegen Pauschalmodelle, sondern deren Umsetzung.

Ich bin auch für eine Rundfunkgebühr. Nur sollte die 5€ betragen und der Rest was man guckt.

Also pauschal für die Nutzung des Autos, und dann wieviel man belastet. Usw. usf.
Das ist aber nur meine pers. Meinung.

Bei der Energiewende auch so:
Pauschal bezahlen für die Nutzung des Netzes. Einmal als Verbraucher, einmal als Einspeiser. Und dann je nachdem wie man das nutzt. Viel KW, viel kWh, mehr bezahlen. Vielleicht sogar das Netz entlasten, dann Erlass von Gebühren. Wer viel aast, zahlt viel.

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So ,die e-control hat nun ein Paper rausgebracht, da wird nun über die neuen Regelungen berichtet. Man kann noch Einspruch einlegen.

https://www.e-control.at/documents/1785851/0/V+SNE+01_26+SNE-G-V+Begutachtungsentwurf+samt+Erläuterungen.pdf/1425ce2f-897d-bea7-b8e6-e84f67f978ab?t=1782735970283

Alle Verbraucher der Netzebene 7 werden umgestellt auf einen 10KW Anschluss außer jene, die schon vorher eine höhere Leistung erkauft haben.

Der Leistungspreis und der Verbrauchspreis sollen angepasst sein, ungefähr 50/50.

20% der Leistung müssen bezahlt werden, heißt man muss beim 10KW Anschluss für mindestens 2KW bezahlen, selbst wenn man weniger bezieht.

Die ersten 10KW haben einen niedrigeren Wert als alles was drüber kommt. Will heißen bei einer 11KW Wallbox und 13KW Bezugsspitze (15-Minuten-Höchstwert des Monats):
10KW *xct pro KW/12 + 3KW +yct pro KW/12.

Dann gibt es einen SNAP, einen Sommerrabatt, den gibt es jetzt auch schon. Der beträgt 20% für Strom von April - September zwischen 10:00 - 16:00 zahlt man pro kWh 20% weniger Netzgebühren.
Und es wird einen WiNAP geben! Der beträgt ebenfalls 20% für Strom von Oktober - März zwischen 22:00 - 4:00.

Das wird ein Mathespielchen für Wärmepumpenbesitzer. Vielleicht ist es günstiger im Winter für mehr Leistung nachts zu bezahlen (in KW für die Monate) und dafür dann 20% weniger pro kWh zu bezahlen. Vielleicht anders herum. Das wird man sehen wenn die Preise feststehen.

Was dann auch sehr viel bringen könnte wären private Speicher. Leute die dann nachts den Speicher füllen und den Speicherverlust hinnehmen könnten Peak-Shaving nutzen und ihren Tagesbedarf im Winter in jenem Zeitfenster füllen.

das wird lustig. Ich könnte versuchen, einen netzdienlichen Mittelfristspeicher anzumelden. 0,3kW rein und raus schaff ich immer. Befreiung von Entgeten auch für Schwarmspeicher, also man tut sich zusammen und hat schon als BKW-Kleinspeichernutzer keine Grundgebühr mehr :slight_smile:

Übrigens hat mein Anschluss physikalisch 5,6kW Leistung, warum soll ich auf 10kW eingestuft werden?

Weil die das so machen. Und du zahlst dann für 2KW.

Wenn ein Lieferant die PV abschaltet und statt dessen überschüssigen Strom aus dem Netz schickt, dann liefert der Kunde negative Regelenergie. Und die kostet 10€/kWh wenn das Netz so überlastet ist, dass Abschaltungen erforderlich sind. Das steht dem Kunden dann als Bezahlung dafür zu.

Auch Windstromerzeuger bekommen ihren abgeregelten Strom bezahlt.

10€ oder 10ct? - Lässt sich als Sekundärregelung verkaufen die Regelschleife dürfte nicht allzu schnell sein, ausser man nimmt die Netzfrequenz als Basis? Grafik next Kraftwerke

addendum: PRL für >1MW wird aktuell mit 0-2,5€/kWh vergütet. Dafür brauchst aber eine Zusammenfassung sehr vieler WR, einen Aggregator der am PRL-Markt teilnehmen darf

Wie schnell der VNB abregelt ist sein Problem. Zugelassene Wechselrichter können in 40ms auf 0 abschalten.

Negative Regelenergie kostet 10€/kWh wenn sofort abgeregelt wird 1000ct/kWh nicht 10. Das wird auch regelmässig bezahlt wenn es das braucht.

Es kostet sogar das Bereithalten von sofort verfügbarer Regelenergie (auch wenn sie nicht benötigt wird). Da ist mir der Preis nicht bekannt. Weiss das jemand?

Wenn jemand gezwungen wird Regelenergie zu liefern, ist er Teilnehmer.

40msec ist MR und da gibt es Preise von 10€

Aber ich bin ja grosszügig, 2,5€ würde ich auch akzeptieren. Es nützt ja der Umwelt (wenn dafür das Kohlekraftwerk weiter laufen kann… ? oder ?)