Energiewende in Österreich mal anders (anhand von Niederösterreich)

Erstmal brauchst jemand, der >1MW Regelenergie zamfasst und am Markt teilnehmen darf. Sonst gibts nix dafür

Das ist das Problem des VNB, der Dich abschaltet. Wenn er sich Regelenergie bei Dir holt, muss er sie bezahlen. Er macht das ja nicht nur bei Dir. Da wird er das MW schon zusammenbringen. Sonst muss er ja nicht abschalten.

Der VNB schaltet nur bei akuter Überlastung aus, idR tritt die an “deinem” Trafo auf. Das hat nix mit Regelenergie zu tun

Vielen Dank für deine Zusammenfassung und den Link zu E-Control.
Ich denke im Sommer wird es für PV-Besitzer nicht viel ändern - Mit Speicher wirds günstiger.
Habe mir mein Winterhalbjahr Okt.25-März26 angesehen womit ich rechnen muss.
Mein 15 Minuten max. Wert pro Monat ist ca. 3-4 kW und im März bin ich unter der 2 kW Grenze.
Für mich besteht da also noch kein Handlungsbedarf (Speicher in der Nacht laden usw.)
ABER meine ganz persönliche Energiewende ist noch ganz am Anfang.
Pelletsheizung und kein E-Auto. Beides wird aber früher oder später elektrisch werden.

Hier wird das Ganze auch nochmal thematisiert und er hat auch ein YT Video dazu gemacht.
Fazit: Alle, die brav wie gewünscht alles elektrisch umgestellt haben, zahlen jetzt drauf.
Vorallem Besitzer von Durchlauferhitzern trifft es extrem.
Frage mich ob da nicht die falschen “bestraft” werden.

DLE in Österreich war noch nie eine gute Idee.

fun fact: war heute bei meinem Versorger. BKW nicht in den Daten vorhanden, Tarif ändern geht nicht im Kundenbüro. Beides soll man online machen, was grad nicht funktioniert :grin:

wenn die rote Linie der Verbrauch ist, erkennt man ja genau was dringend zu tun ist .u.a. die steilen gelben Flanken glätten und schauen was mit der Überproduktion zur Mittagszeit sinnvolles gemacht werden kann, um das Netz zu stabilisieren.

Nein das wäre nicht sinnvoll. Und zwar weil es davon ausgeht, dass der Strom im Bundesland bleibt. Dem ist aber nicht so. Der Strom geht in andere Bundesländer. Nehm mal an, dass die rote Linie vollständig geglättet wäre, warum sollte man die gelben Ausschläge glätten? Das wird exportiert und benötigt daher keine Investition in Speicher.

Denn neue Netze bauen, um jene Ausschläge zu exportieren, das bezahlen die Netzendkunden.

Und das bedeutet, die EVUs werden weiterhin große und riesige EE-Anlagen bauen, die Netze dafür werden von den Endkunden bezahlt, und erst wenn das in einem Niveau ist, bei dem nur noch größere Netze nicht mehr zu legitimieren wären, DANN wird man sagen:

“Ja also die Netzkosten steigen nicht mehr wegen den Netzen. Da sind wir gut und breit aufgestellt. ABER wir brauchen mehr Speicher. Und die muss jemand bezahlen. Also werden die Netzkosten steigen, weil wir davon Speicher finanzieren….”

Das heißt weder ein Bürger, eine Gemeinde, ein Bundesland, ein Land, kann irgendwas an diesen Ausschlägen tun, das ist gar nicht gewollt und eine gute Legitimation die Netze auf Kosten der Bürger ausbauen zu lassen. Selbst wenn es billiger und besser ginge. Infrastruktur ist immer gut.

zur Mittagszeit den PV Überschuss exportieren- es steht zu vermuten, dass dann nahezu überall in den benachbarten Regionen ein ähnliche Graphik zu verzeichnen ist.

Okay, Du spekulierst also darauf, dass mit Netzausbau -den dann jeder Verbraucher zahlt- sich alles von selbst regelt. Gleichzeitig auch mehr EE. Die Vermutung, dass dann die gelben Flanken noch steiler werden, und abends noch weniger abgefangen werden können, ist nicht allzeu weit her geholt. Insgesamt wird damit der Strompreis weiter steigen, vor allem weil noch mehr auf die Netzentgelte draufgeschlagen wird. -und das während alle EE Produzenten Nachfragefern eine garantierte Abnahme zugebilligt bekommen. Mal schauen wie die Akzeptanz der Verbraucher in Zukunft sich entwickeln wird.

Was zumindest für größere neue Anlagen nichts mit Realität zu tun hat ...

Nein ich spekuliere darauf, dass der Endkunde schlichtweg keine Wahl hat. Er muss so oder so bezahlen. Die Smartmeter-Daten sind schon längst da, die e-control, die Netzbetreiber könnten schon regulieren, sie könnten Speicher fördern und neue PV nicht mehr fördern. Sie könnten den Ausbau an EE von EVUs verhindern wenn diese das Netz belasten.

Tut sie aber nicht.

Der Strompreis steigt nicht, der ist quasi bei null am Tag. Jedenfalls der PV-Strom. Die Netzentgelte steigen weiter. Weil EE weiter ausgebaut wird TROTZ dieser gelben Ausschläge.

und das während alle EE Produzenten Nachfragefern eine garantierte Abnahme zugebilligt bekommen

Dann guck dir an was die ÖMAG zahlt. Du bekommst in Österreich im Sommer knapp 6ct die kWh für PV-Strom und wert wäre er 0ct.

Das ist aber, wie schon so oft, bei Privatanlagen ganz im Gegensatz zu Großanlagen, etwas vollkommen anderes. Die Großanlagen der EVU sind das Problem, nicht die kleinen privaten Anlagen.

Und das sieht man auch an den neuen Plänen für Energiegemeinschaften.

Je näher man ist, desto weniger Netzgebühren. Und das bedeutet aber, dass erkannt wird, dass der Stromverbrauch lokal ENTLASTEND und nicht BELASTEND ist. Sonst müssten die Leute in Energiegemeinschaften MEHR bezahlen. Wenn aber ab nächstem Jahr die Leistungsmessung kommt, werden Netzentlastendes Verhalten noch mehr BESTRAFT. Denn nehmen wir an, du würdest mittags um 12:00 extra viel Strom verbrauchen, das entlastet das Netz. Dann musst du, weil du mehr LEISTUNG entnommen hast für den gesamten Monat jene Leistung zahlen.

Würde man das aber wirklich nach Netzbelastung/Netzentlastung bezahlen müssen, wären jene Zeiten, also 12:00, von der Leistungsmessung befreit.

Das alles liest sich daher, wie eine Regulierung die man machen musste, und der Rest ist: Wir gucken wo wir am meisten von den Leuten bekommen.

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