Energieberater VS. Heizungsbauer

Hallo zusammen und danke für die Aufnahne!

Wir stehen gerade vor einem riesen Konflikt…

Haus 1960, Heitzlastberechnung 17 KW über Energieberater, mit Erneuerung Dach ( wird im Juni umgesetzt). Die Heitzlast soll auf 13 KW sinken wenn wir die Kellertür und Hauseingangstür ersetzten(kommt später). Sein Biwalenzpunkt ist bei -8 Grad.

Heitzungsbauer sagt mit seiner Berechnung reicht 10 KW, wenn dann mal der Heitzstab angeht ist das ok sagt er. Sein Biwalenzpunkt liegt bei -4 Grad. Heitzkastberechnungvliegt vom Energieverater vor.

Geheirzt wird erstmal mir vorhandenen Heizkörpern, später soll eine Fußbodenheitzung eingefräßt werden und im Juni kommt Pv aufs Dach mit 10 KWp und 7 KW Speicher.

Warmwasser läuft über Dirchlauferhitzer und das bleibt auch so.

Nach dem letzten Video von Andreas bin ich noch mehr gespalten was wir jetzt tun sollen…

Ich möchte mir kein Geldgrab installieren und im Nachgang wilde Spekulationen akzeptieren müssen, weil ich mich nicht auskenne.

Kann mir jemand sagen was hier der sinnvollste Weg ist die richtige Heizung aus zu wählen?

Chat gpt kann auch keine Sinfollee Antwort geben.

Danke für eure Unterstützung, ich hoffe ihr könnt helfen, gerne stelle ich, wenn nötig mehr Infos zu Verfügung.

Grüße aus NRW

Bitte mehr Details, wie wurde bisher geheizt ubd mit welchem Verbrauch?

Welche Vorlauftemperatur?

warum so klein? Gibt die Dachfläche nicht mehr her? Deine Infos sind recht dürftig, beschreib mal den gesamten “istzustand”

Servus

Ja wieviel Qm mit was wurde bis jetzt gehizt die Vorlauftemperatur ist auch ausschlaggebent welche heizkörper sind verbaut? warum ich das Frage fahre selbst eine 8/10KW wärmepumope mit rund 20 Heizkörpern ( die alten radiatoren noch) und komme hier mit VL zwischen 35° und 47° aus +10 -10 Grad einrohr zweirohrsystem? das mit dem Durchlauferhitzer solltest du nochmals überdenken der frisst halt mal richtig energie, warum sowenig pv ich habe ne 25kWp Anlage und das langt im Winter gerade so ( wohne im Allgäu) aber auch nur wenn kein Schnee liegt wichtig erstmal die Energie Lücken schliesen den jedes kw das ihr nicht verbraucht müsst ihr auch nicht erzeugen. Das mit dem heizstab ist schon so richtig nur denke ich ne 12 kw solls schon sein.

Ein Speicher mit 7 kWh hat ? 6 kWh Nutzbare Kapazität, für ein EFH mit ? x Personen ist der etwas zu knapp bemessen. Im Sommer mag es ausreichen, aber nicht wenn die Nächte wieder länger werden . Habe Nutzbare 8, 2 kWh ( SOC 20% ) und hätte besser noch 1 Module mit 2,56 kWh dazu nehmen sollen.

Geheizt wurde bislang mit Gas.

2 Familienhaus, 1. OG vermietet, die heizen ganz mit Heitzkörpern ca. 70qm.

Wir heizen mit einem Holzhofen gerne zu.

Zusammen haben wir in etwa 17000kw/ Gas im Jahr.

Die Gasheitzung fällt weg und wir müssen was neues haben weil wir das Haus übernommen haben und die Gasheizung nebenan in einem Mehrfamilienhaus stand und unser Haus mit versorgt hat.

Mehr Platz ist nicht auf dem Dach und für unseren Tagesbedarf sollte es ausreichend sein, wie gesagt Warmwasser läuft über Durchlauferhitzer.

Vorlazftemp, kann ich nichts zu sagen. Wir möchten mal mit 35 grad bei der Fußbodenheitzung haben, aber die wird noch gut 1 Jahr warten müssen.

Mit WP betreibe ich nen 64kWh Akku Netto und der reicht jetzt gerade so für eine Nachtam Tag Voll machen nachts Leer

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Die Heizkörper sind im Erdgeschoss mal neu gekommen, aber auch sehr klein.

Mir ist klar, das ich auch von euch keine 100% Aussage bekomme, da es eben genug Variablen gibt die schlecht ein zu rechnen sind.

Aber eine Richtung wäre ggf. Hilfreich, da der Unterschied von Erfahrung zu Theorie hier sehr groß ist.

Achso: 160 m2 insgesamt mit bald nur noch 5 Personen.

Bei den Durchlauferhizern sehe ich den Vorteil, das nur Energie verbraucht wird wenn gebraucht. Warmwasseraufbereitung muss jedoch ständig erfolgen.

Wenn ihr weiter mit Holz zuheizen wollt, gehts ja nur um das Ersetzen der 17.000 kWh Gas. Verluste abgerechnet sinds vielleicht 15.000 kWh Wärme und da reicht in etwa eine 7-8 kW Wärmepumpe. Wenn du jetzt noch zusätzliche Dämmmaßnahmen machst, reicht das erst recht.

Schau dir mal die Schweizer Formel an, falls du die noch nicht kennst.

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Da komme ich auf 12 bis 13 KW laut chat gpt…

Sind die Heizkörper im OG gross genug?

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Schau aktuell draussen 4 grad und ich Heize meine Hütte auf 23 ° mit 39° Vorlauftemperatur Wichtig alle heizkörper voll Auf und mal versuchen den jetzigen Vorlauftemperatur runder regeln du wirst erstaunt sein was da noch geht, achja und die Umwälzpumpe auf maximum vorerstmal wenn es rauscht etwas zurück den geringer VL T heist viel Volumenstrom.

Da hat er auch grundsätzlich recht. “Zu große” Geräte sollte man vermeiden, weil sie im Duchschnitt dann ggfs. weniger effizient laufen - als kleinere. Es kann passieren, dass die größere mehr “takten” (=aus:ein) muss als die kleinere in der Übergangszeit und dieser Effekt dann insgesamt mehr Effizienz kostet, als Heizstabeinsatz an den kältesten Tagen.

Aber gleichzeitig werden in der Praxis oft mehr oder weniger baugleiche Geräte mit sehr unterschiedlichen Leistungsabstufungen verkauft: Da ist dann nur die Steuerung / Software anders. In dem Fall ist eine “größere” WP die “runtergeschraubt” wurde aber ggfs. besser, denn da sind die Wärmetauscherflächen usw. dann tendentiell größer was wieder gut für die Effizienz ist.

Letztlich zählt dann am Ende immer nur, “wie weit runter” das Gerät modulieren kann. Also mit wieviel minimaler elektrischer (und somit thermischer) Leistung sie laufen kann ohne zu takten. Und da sind dann vermeintlich “stärkere” Geräte oft identisch mit schwächeren - weil sie im Grunde das selbe Gerät sind;) Die “stärke” hätte aber dann ggfs. mehr “Reserven”.

Solltest du dir dann als im Detail betrachten bzw. dicht damit beschäftigen.

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Danke für die konstruktive Antwort.

Aber macht es denn einen sooo großen Unterschied ob ich 10kw oder. 12 KW verbaue?

Letztlich ist es doch unmöglich die genau richtige Heizung zu kalkulieren, denn es muss ja nur ein Winter dabei sein der zb. eben über mehrere Tage - 6 anstatt -4 Grad hat, schon würde ein Kaw mehr besser sein.

Ich überlege ggf. Die goldene Mitte zu nehmen. Zb. 12 kw das kann ja nicht verkehrt sein oder?

Das ist doch unnormal, das ich als Kunde mir solche Gedanken machen muss, denn hinterher ist man immer schlauer…

Das kommt - wie beschrieben - darauf an…

Nicht unbedingt. Funktionieren wird es i.d.R. Auf beide Arten. Wie im Detail, ist dann eben schon sehr zeitintensiv zu ermitteln…

Wieviel Holz habt Ihr denn so verheizt, um die Zahlen des Energieberaters (der das vermutlich weggelassen hat und anhand der Baudaten gerechnet hat) besser einordnen zu können. Ansonsten teile ich Wins Einschätzung.

Jens hat vollkommen Recht, ohne die Daten wieviel Holz verheizt wird und wie schon beschrieben wurde, wie hoch die Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur gefahren wird, kann man keine Prognosen abgeben. Die Unterdimensionierung oder Überdimensionierung kann bei Heizkörpern ein Problem sein, die Wärmepumpe muss die Energie irgendwie abgeben und wenn die Heizkreise anfangen zu rauschen muss ggf. mit einer hohen VL-Temperatur gearbeitet werden, mit einer 10°C unterschiedlichen RL-Temperatur und dann bricht die Leistung wegen hoher VL ein. Ist man dann unterdimensioniert gibts vielleicht kein Problem bei -5°C und kein Problem bei +5°C aber dazwischen mit hoher Luftfeuchte kommt man wieder ins Auftau-Taktproblem.

Je genauer du uns daher die Gegebenheiten vermittelst, umso genauer können wir dir antworten. Was ich schon sagen kann: Der Ersatz einer Haustür und Kellertüre wird niemals den Energiebedarf des Hauses von 17KW auf 13KW senken. Die PV-Anlage wird euer Haus nicht autark machen, im Winter wird Strom eingekauft werden es sei denn ihr lebt in Spanien.

Die Fußbodenheizung soll nur bei euch installiert werden oder im gesamten Haus? Denn nur um das zu plakatieren, ihr baut in die untere Wohnung FBH ein, und oben lasst ihr die Heizkörper, oben benötigt man dennoch eine höhere VL-Temperatur für die Heizkörper. Selbst wenn ihr jetzt die FBH mit weniger VL laufen lasst, und die Heizkörper oben laufen mit höheren Temperaturen und ihr würdet nun beide messen, wieviel verbraucht wird, es wäre verzerrt. Warum? Beispiel ihr verbraucht dann 4000kWh Strom. Und an Wärme kommt da 15 000kWh raus. Ihr verbraucht 5000kWh Wärme, oben 10 000kWh Wärme. Also ihr 1333kWh Strom, oben 2666kWh Strom. Weil ihr aber mit 55°C VL-Temperatur wegen der oberen Wohnung die Wärmepumpe fahren müsst, kommt da eine JAZ bei der Wärmepumpe von 3,75 heraus. Würde oben auch eine Fußbodenheizung sein, kann man vielleicht mit 40°C VL fahren, und dann werden die 15 000kWh Wärme mit nur 3300kWh Strom erzeugt. Ihr würdet dann nur 1100kWh bezahlen, oben 2200kWh. Ihr zahlt also mehr, weil die obere Wohnung höhere Temperaturen benötigt.

DLE vs. Boiler:

Zusammenfassung

Mit einer fiktiven Nutzung von Warmwasser von 1000kWh mit einem Durchlauferhitzer. Bei mehr Nutzung sieht die Rechnung äquivalent aus.

Es wird nun ein Boiler ins Bad installiert. Die bisherigen Warmwasserleitungen werden weiter genutzt im Bad, Zirkulation wird es nicht geben (DLE).

Es kommt eine PV auf das Dach. Der Boiler läuft nun nur mittags. Der Boiler hat einen Verlust von geschätzten 1kWh am Tag. Der Boiler benötigt daher 1000kWh + 365kWh = 1365kWh. Das sind 3,75kWh am Tag. Im Sommer (6 Monate) schafft das die PV locker. Also 682kWh fallen weg. In den Übergangsmonaten (4 Monate) gehen wir von 50% aus, also 227kWh über die PV. Und im Winter reicht es sowieso nicht. Also werden 900kWh von der PV geliefert, kaufen muss man ca. 465kWh.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Durchlauferhitzer mit geschätzten 18-21KW über die PV-Anlage läuft oder über den Akku sind… gering. Wenn wir da von 20% ausgehen pauschal, weil der Wechselrichter und der Akku können sowieso nur weniger liefern und wie geschrieben Sommer etc. sind wir bei 800kWh mit dem DLE gekauft.
Der Boiler verringert also den Zukauf von Strom um ungefähr 350kWh, die Verluste sind im Winter Heizleistung im Bad, im Sommer Fenster auf.

Nun könnte, wenn Strom “über” ist und der Mieter ebenfalls einen Boiler hätte, dessen Boiler ebenfalls mit diesem Strom beladen werden. Damit entsteht auch ein Vorteil für den Mieter. Auch möglich (falls möglich) ein BKW für den Mieter, der dann mit einer Steckdose am Wechselrichter ebenfalls mit 2000W arbeiten kann und daran den Boiler anschließt. So könnte auch der Mieter den Sonnenstrom für sein Warmwasser nutzen.

Woher stammt der wert 17000kWh/a Gasverbrauch wenn doch

??

Messen, mit einem Infrarotthermometer (ew geht ein Fiberthermometer?) Vor und Rücklauftemperatur, an der Stelle an der das Heizwasser ins Haus kommt, und an den einzelnen Heizkörpern zusammen mit der Außentemperatur. “Wollen” hilft hier nicht, es geht ums “brauchen”

Bitte genau nachmessen, solche aussagen hörth man oft und später sieht man das noch viel mehr gegangen wäre

überdenken ob nicht eine Brauchwasserwärmepumpe sinnvoll wäre, die dürfte ihren Stromverbrauch in dreiviertel des Jahres voll vom Dach decken

Und wenn nicht mehr Platz auf dem Dach ist was ja sein kann wie schaut es mit einer Fassaden PV Aus oder einer Zaun PV ja sie ist nicht so effizent wie die Dachanlage hat aber im Winter klare Vorteile, meine Grössen Ordnug ich hate bis dahin zwischen 15 und 20 Ster Holz jedes jahr gebraucht Hartholz/Weichholz und nun komme ich mit einer 10KW Wärmepumpe aus, das nächste ihr lasst Fussbodenheizung fräsen was ja schon mal nicht schlecht ist aber ist der estrich darunter isoliert? bzw ht eine Dämmschicht? wenn nein könnt ihr gleich es richtig machen alten Estich raus und neuen Estrich mit passender Fussbodenheizng rein, ich Frge deswegen weil ich vor dem selben problem Stan nur wurde mein Estrich vom Vorbesitzer einfach ohne Isolierung auf die Bodenplatte gebracht null isolierung so bringt eine Fussbodenheizung nichts.

Nachschauen welche Heizkurve in der Heizung eingestellt ist (sofern die das überhaupt schon kann)

Gas und Holz sowie Baujahr 1960 mit Heizkörpern spricht eher für Vorlauftemperaturen von > +60°C bei -10°C Außentemperatur.

Du hast vmtl. Heizungsnischen unter den Fenstern mit Gliederheizkörpern. Und in den Baujahren war man etwas sparsam mit Fenstern sowie Fenstergrößen, dementsprechend kleine Heizkörper und Gliederheizkörper die eh schon höhere Vorlauftemperaturen benötigen (weniger Oberfläche die Wärme abgeben kann).

Bei einer zentralen Scheitzholzheizung merkst du da schon, dass es bei Minusgraden etwas frisch wird und die Pumpe auf Hochtouren läuft, wenn die Vorlauftemperatur “nur” 45°C beträgt. Dann wirds wieder Zeit zum anfeuern.

Daher erstmal nach der Vorlauftemperatur schauen und nach Möglichkeiten suchen wie und ob die kostengünstig gesenkt werden kann. Und wenns nicht klappt, dann klappts halt nicht. Eine LWWP ist nicht die eine Universallösung für jeden Bau.