Jens hat vollkommen Recht, ohne die Daten wieviel Holz verheizt wird und wie schon beschrieben wurde, wie hoch die Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur gefahren wird, kann man keine Prognosen abgeben. Die Unterdimensionierung oder Überdimensionierung kann bei Heizkörpern ein Problem sein, die Wärmepumpe muss die Energie irgendwie abgeben und wenn die Heizkreise anfangen zu rauschen muss ggf. mit einer hohen VL-Temperatur gearbeitet werden, mit einer 10°C unterschiedlichen RL-Temperatur und dann bricht die Leistung wegen hoher VL ein. Ist man dann unterdimensioniert gibts vielleicht kein Problem bei -5°C und kein Problem bei +5°C aber dazwischen mit hoher Luftfeuchte kommt man wieder ins Auftau-Taktproblem.
Je genauer du uns daher die Gegebenheiten vermittelst, umso genauer können wir dir antworten. Was ich schon sagen kann: Der Ersatz einer Haustür und Kellertüre wird niemals den Energiebedarf des Hauses von 17KW auf 13KW senken. Die PV-Anlage wird euer Haus nicht autark machen, im Winter wird Strom eingekauft werden es sei denn ihr lebt in Spanien.
Die Fußbodenheizung soll nur bei euch installiert werden oder im gesamten Haus? Denn nur um das zu plakatieren, ihr baut in die untere Wohnung FBH ein, und oben lasst ihr die Heizkörper, oben benötigt man dennoch eine höhere VL-Temperatur für die Heizkörper. Selbst wenn ihr jetzt die FBH mit weniger VL laufen lasst, und die Heizkörper oben laufen mit höheren Temperaturen und ihr würdet nun beide messen, wieviel verbraucht wird, es wäre verzerrt. Warum? Beispiel ihr verbraucht dann 4000kWh Strom. Und an Wärme kommt da 15 000kWh raus. Ihr verbraucht 5000kWh Wärme, oben 10 000kWh Wärme. Also ihr 1333kWh Strom, oben 2666kWh Strom. Weil ihr aber mit 55°C VL-Temperatur wegen der oberen Wohnung die Wärmepumpe fahren müsst, kommt da eine JAZ bei der Wärmepumpe von 3,75 heraus. Würde oben auch eine Fußbodenheizung sein, kann man vielleicht mit 40°C VL fahren, und dann werden die 15 000kWh Wärme mit nur 3300kWh Strom erzeugt. Ihr würdet dann nur 1100kWh bezahlen, oben 2200kWh. Ihr zahlt also mehr, weil die obere Wohnung höhere Temperaturen benötigt.
DLE vs. Boiler:
Zusammenfassung
Mit einer fiktiven Nutzung von Warmwasser von 1000kWh mit einem Durchlauferhitzer. Bei mehr Nutzung sieht die Rechnung äquivalent aus.
Es wird nun ein Boiler ins Bad installiert. Die bisherigen Warmwasserleitungen werden weiter genutzt im Bad, Zirkulation wird es nicht geben (DLE).
Es kommt eine PV auf das Dach. Der Boiler läuft nun nur mittags. Der Boiler hat einen Verlust von geschätzten 1kWh am Tag. Der Boiler benötigt daher 1000kWh + 365kWh = 1365kWh. Das sind 3,75kWh am Tag. Im Sommer (6 Monate) schafft das die PV locker. Also 682kWh fallen weg. In den Übergangsmonaten (4 Monate) gehen wir von 50% aus, also 227kWh über die PV. Und im Winter reicht es sowieso nicht. Also werden 900kWh von der PV geliefert, kaufen muss man ca. 465kWh.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Durchlauferhitzer mit geschätzten 18-21KW über die PV-Anlage läuft oder über den Akku sind… gering. Wenn wir da von 20% ausgehen pauschal, weil der Wechselrichter und der Akku können sowieso nur weniger liefern und wie geschrieben Sommer etc. sind wir bei 800kWh mit dem DLE gekauft.
Der Boiler verringert also den Zukauf von Strom um ungefähr 350kWh, die Verluste sind im Winter Heizleistung im Bad, im Sommer Fenster auf.
Nun könnte, wenn Strom “über” ist und der Mieter ebenfalls einen Boiler hätte, dessen Boiler ebenfalls mit diesem Strom beladen werden. Damit entsteht auch ein Vorteil für den Mieter. Auch möglich (falls möglich) ein BKW für den Mieter, der dann mit einer Steckdose am Wechselrichter ebenfalls mit 2000W arbeiten kann und daran den Boiler anschließt. So könnte auch der Mieter den Sonnenstrom für sein Warmwasser nutzen.