Klar sind Niedervolt-Systeme preisgünstiger. Hochvoltsystem, müssen aber vergleichen mit dem sonstigen Aufwand einer Solaranlage nicht wirklich teuer sein. Einen Marken-Hochvoltakku “BYD Premium HVM 22.1 Battery Box 22,08kWh” gibt es für 6300 EUR. Das sind 285 EUR pro KWh.
Einen Hochvoltakku “Felicity LUX-X-96050HG01 Hochvoltspeicher – 20,48 kWh” gibt es für 3689 EUR. Das sind pro kWh 180 EUR.
Wenn dann die Solateuere 30-40% aufschlagen, ist das preislich m.E. noch im Rahmen.
Wenn Du bereits 5*10mm2 dazwischen hast, dann ist das doch kein Problem. Verbinde beide per AC. Entweder normalen Wechselrichter in der Garage, oder einfach AC-Mikrowechselrichter an den Panels.
Mir ist das nicht wirklich klar ! Ist einfach die Marktsituation/Protektionismus in meinen Augen !
Nimm zehn 48V Systeme - schmeiß die BMS hinaus und du hast ein effizienteres weniger fehleranfälliges HV System und keine daumendicken Kabel.
In dem von mir oben verlinkten AliExpress Angebot sind vermutlich 16S2P Batterien mit 280Ah verbaut - meine 320Ah (gemessene 310) kosteten 60€ / Stück ... nin wirklich am überlegen,,,,,
Schau Dir die HV-Systeme an. Die haben wesentlich kleinere Zellen.
Wenn ich beispielsweise Zellen Eve MB31 - 314Ah nehme, bekomme ich bei 16 Zellen und einem BMS einen Akku mit 16 kWh aufgebaut. So ein Akku reicht in den meisten Fällen in einem Haushalt. Bei 48V und jeder Zelle 3,2 Volt.
Bei Hochvoltsystemen braucht man ein mehrfaches als 48 Volt. Wenn ich jetzt als Hersteller einen Hochvoltakku aufbauen will, wie viele Zellen brauche ich da? Wesentlich mehr als 16 Zellen, da jede Zelle nur 3,2 Volt hat. Also muss ich die Anzahl der Zellen erhöhen und bei einer sinnvollen Einzelzellenüberwachung und Balancing brauche ich mehr BMS.
Mit HV-Systemen auf 100 EUR pro kWh zu kommen und dann noch Geld verdienen wird daher für die Hersteller ziemlich schwierig.
Wer kauft schon ein HV-System mit 16 kWh x 4 Packs = 64 kWh. Derzeit wohl nur wenige. Vom Platzbedarf abgesehen.
Du willst ein BMS entwickeln, das 48 Zellen überwachen und ansprechen kann und nicht mehr kostet als ein BMS, das nur 16 Zellen überwacht? Klar muss das mehr kosten.
Bin gespannt.
Ok, aber wenn ich per AC verbinde, dann kann ich keinen Hybridwechselrichter nehmen und nicht mit DC in den Akku laden und habe somit recht viele Ladeverluste, oder?
Wäre eine DC-Kopplung (WR Garage –> Akku Keller) nicht sinnvoller oder allternativ einen Akku in der Garage und einen im Keller vom haus und die über DC koppeln?
Siehe oben. Wenn ein 32kWh 48V Akku 300Ah liefern kann, dann können 2 Stück davon 600Ah liefern. Und damit sind wir, beim Akku wohlgemerkt, nicht beim Wechselrichter, bei 6000€ für 64kWh mit 600Ah also 30KW.
Wihz schreibt bei HV Akkus wären wir bei 20,48kWh für 3700€. Ergo 61,5kWh 11 100€.
Bei einer EEG Anlage sind die Verluste relativ unwichtig.
Du hast eine Eigenverbrauchsquote von rund 50%, die anderen 50% werden ziemlich mies mit der Einspeisevergütung bezahlt. Beispielhafte 5% weniger Einspeisevergütung durch NV statt HV Akku sind für die Amortisation nahezu belangslos.
Der Eigenverbrauch hingegen bringt Amortisation und der hängt kaum von den Akkuverlusten ab.
Ganz anders ist es bei reinen Inselanlagen, da ist der Gesamtwirkungsgrad sehr wichtig um über den Winter zu kommen. Aber bei Deinen Verbräuchen ist eine Insel nicht erreichbar.
Wenn DC-Kabel zu legen schwer ist, würde ich die Garage per AC verbinden.
Hybrid-Wechselrichter können in der Regel sowohl per DC (direkt angeschlossen per DC) als auch über AC den Akku am Hybrid-Wechselrichter laden. Bei manchen, wie bei Fronius, muss man das AC-Laden halt einschalten. Dann bindest Du die Garage per AC an und das Hausdach per DC an den Hybrid-Wechselrichter.
Klar hat man etwas mehr Verlust bei den Panels auf der Garage, wenn der Akku geladen wird. Aber kriegsentscheidend sind die paar % m.E. nicht. Und die entstehen ja auch nur, wenn die Garage mehr Strom erzeugt als im VErbrauch des Hauses zu der Zeit abgenommen wird. Bei einer kleinen Garage deckst Du halt den Grundverbrauch und hast dafür dann keine Verluste. Auch bei DC-Anbindung muss auf AC gewandelt werden, wenn das Haus Strom braucht.
In der Praxis musst Du natürlich schauen, was Du genau planst. Bei der AC→DC-Wandlung eines Hybrid-Wechselrichters muss der natürlich die Leistung auch abnehmen können.
Kommt wieder zu der Ausgangssituation. Plane erst einmal wie viel Panelleistung Du auf der Garage und auf dem Hausdach planst und teile uns das dann mit.
Immerhin kann ich, je nach Größe der Anlage und des Akkus, auf einen Eigenerbrauch von 50-65% kommen. Das entspricht 11.000 - 12.000 kwh / Jahr, wovon ich das meiste aus dem Akku beziehe. Warum sind dann die Verluste bei der Umwandlung unwichtig? Über wieviel % an Verlusten reden wir hier so ca. ?
Dann nimm doch einen Hybrid-WR mit Akkus im Haus und einen AC-WR in der Garage.
Hab eine ähnliche Konstellation. Bei mir ist der AC-WR sogar etwas größer als der Hybrid. Gesamte Speicherverluste übers Jahr ca. 10%. Im Sommer weniger, da wird fast nur DC geladen. Im Winter muss ich mit den Verlusten leben damit der Speicher voller wird.
Falls deine Garage frostsicher ist könnten auch zwei Hybrid-WR gehen. Kaskadiert, mit jeweils einem eigenen Smartmeter. In der Garage mit genug Entladeleistung für eine Wallbox. Der Rest würde dann aus dem Haus bzw Netz kommen. Der Akku in der Garage würde dann allerdings nur DC laden können da er vom Überschuss im Haus nichts mitbekommt. Oder muss mit externer Steuerung, bei Einspeisung des Haus-WR zum AC-Laden genötigt werden.
Alles irgendwie machbar. WR müssen nichtmal aus einem Stall kommen. Könnte auch HV und NV gemischt werden.