Ich habe zwar nie einen Meaco gehabt, aber so schlecht wie von dir beschrieben hat noch keines meiner Geräte die Luftfeuchte gehalten. Sicher das es kein Defekt ist?
Von daher, ehe die 14-Tage Frist um ist, schick das Teil zurück und bestelle Neu. Das ist sicher unproblematischer, als sich nachher auf Gewährleistung zu berufen.
Hysterese beachten, deshalb springt der bei 65 Prozent noch nicht an.
Hat vielleicht jemand die Verdampfertemperaturen seines Luftentfeuchters gemessen?
Ich hatte die letzten Tage über mit dem Midea/Comfee MDDF-20DEN7-WF herumexperimentiert. Das Gerät sollte vorwiegend im Altbaukeller (zurzeit 18 °C, bis zu 95 % rF) zum Einsatz kommen. Ich möchte nicht sagen, dass der Entfeuchter gar nicht funktioniert, nur habe ich mir doch mehr Kondesatanfall vorgestellt.
Entgegen aller Herstellerangaben hat das Modell nur eine Gesamtleistungsaufnahme von 250 W statt 440 W — geht auch kaum anders, denn der verbaute Kompressor nimmt laut Datenblatt nur um 220 W auf; der Rest geht für Steuerung, Relais und den ineffizienten Lüftermotor drauf.
Der Verdampfer wird halbwegs gleichmäßig kalt, aber kaum kälter als 6 °C. Einen Kältemittelmangel hat mein Exemplar offenbar nicht, sonst wäre nur ein Bruchteil des Wärmetauschers kalt.
Ich konnte nur wenig Kondensat an den Lamellen herunterfließen sehen, ganz im Gegenteil zu einer meiner Klimaanlagen im Wohnbereich, bei der der Wärmetauscher bei dem jetzigen schwülen Wetter komplett nass wird und die bei einer gemittelten Leistungsaufnahme von 300 W innerhalb einer halben Stunde gut eine Tasse voller Kondensat nach draußen hinausbeförderte. Im Keller musste ich nur zweimal täglich den Behälter leeren.
Thermografie des geöffneten MDDF-20DEN7-WF:
Übrigens: Wie zu erkennen ist, ist die Saugleitung nur mangelhaft gedämmt und der Kompressor dient als zusätzliche Kondensationsfläche. Ein wenig Kondensat sammelt sich ungewollt in der Bodenplatte. Das Modell hat noch weitere »Feinheiten«, die Midea nicht allzu gut hinbekommen hat.
Also ich hab einen Raumluftentfeuchter von Trotec TTK 53 E im Keller sowie im BadOG im Einsatz. Gemessen habe ich an den beiden Geräten noch nie etwas da ich sozusagen live sehen kann dass die rel. Luftfeuchte sinkt wenn die Geräte laufen.
Unser Keller wird dabei aktuell bei ca. 20°C und 50 - 55% rel. Feuchte gehalten. Der 5,5l Behälter ist ca. alle 1,5 Tage voll. Wir haben also pro Tag ca. 3,7l Kondensatanfall.
Laut deinen Angaben zu Raumtemperatur und Luftfeuchte würde der Taupunkt bei um die 17,2°C liegen. D.h. an jeder Oberfläche die <= 17,2°C hat kondensiert es. Damit ist eine maximale Kondensation am Wärmetauscher (der laut deinen Angaben homogene 6°C hat) wohl gegeben.
Mit welchem Instrument/Messgerät wird denn die rel. Feuchte bestimmt? Ich kenne Geräte, Elektronikbauteile usw. die z.T. schon nach einmaligem Erreichen der 100% Sättigung unbrauchbar wurden - also danach nur noch viel zu hohe Feuchtewerte gemessen/angezeigt haben. Möglicherweise hat die Messstelle einen weg?
Ich kenne die Größe deines Kellers und die Störgrößen nicht (Falschluft von draußen, offene Türen usw.) aber mir erscheinen 2,6l pro Tag subjektiv schon ordentlich.
Das Datenblatt der Comfee Variante sagt 280W Anschlusswert, das Datenblatt der Midea Variante sagt interessanter Weise 290W Anschlusswert - aber wie kommst du auf 400W?
Auf Amazon als auch auf dem Typenschild am Gerät, das ich vor dem Wiederverpacken für die Retoure leider nicht fotografiert habe, stehen 440 W. Das ist nicht einmal der Anlaufstrom, der laut meinem Messstecker kurzzeitig bis zu 2,3 kW beträgt.
Ich nutze im Haus verteilt und an Home Assistant angebundene Xiaomi-Temperatursensoren sowie zwei DHT22-/AM2302-Sensoren — keine Profisensoren, aber zuverlässiger als der typische analoge und digitale Kram, der hier und da verkauft wird. Die Sensoren aus dem Keller habe ich probehalber nach oben geholt und deren Messwerte glichen sich nach einer Zeit den anderen im Erdgeschoss an.
Altbaukeller mit neuen Fenstern, keine offenen Türen und Lüftungsschächte. Rund 65 Kubikmeter, durch Türenschließen zwischendurch auf die Hälfte reduziert.
Wenn Luftentfeuchter so effektiv arbeiten würden wie meine Klimaanlagen, müsste der Verdampfer klitschnass sein — so zumindest meine Vorstellung.
Daher meine Frage nach den Verdampfertemperaturen anderer Geräte. Nicht dass ich mir ein anderes Gerät hole und von der Entfeuchtungsleistung in Relation zum Stromverbrauch genauso enttäuscht werde. Vielleicht sind die Geräte nur bei deutlich höheren Raumtemperaturen effektiv zu gebrauchen.
(Die Literangabe pro Tag habe ich entfernt, da ich hier einen Widerspruch in meinen Aufzeichnungen entdeckt habe. Ich meine eine tatsächliche Tankkapazität von etwa 1,3 Litern gemessen zu haben; das widerspricht aber der Herstellerangabe.)
Die Lufttemperatur des Raumes hat definitiv eine Auswirkung auf die Effizienz der Geräte. Bis zu einem gewissen Grad gilt quasi “je wärmer die Ansaugluft desto effizienter die Entfeuchtung”. Eine Splitklima mit einem Raumluftenfeuchter zu vergleichen halte ich für schwierig. Allein schon der Vergleich der Wärmetauscherflächen und der Luftdurchsätze aufgrund wesentlich größerer Lüfterräder/Lüfterblätter geht in Richtung Äpfel mit Birnen vergleichen.
Da du einen Messstecker genutzt hast, kennst du die elektr. Arbeit die pro Tag aufgewendet wurde?
Elektromotoren gönnen sich im Anlauf gern mal Faktor 7-10 des Nennstroms. Hier ist halt ein elektr. Kompressor verbaut. Da ist nichts weiter bedenklich was deine gemessenen 2,3kW angeht die wahrscheinlich mangels ausreichender Abtastrate auch noch höher sein könnten.
Ich habe in meinem ersten Posting noch ein noName Luftentfeuchter unterschlagen der derweil 24/7 in unserem Nebengebäude läuft. Der hat noch kein R290 und ist in der Lage komplett durch zu laufen und den Raum damit auch massiv zu “untertrocknen” - was in diesem Fall explizit gewünscht ist. Die Trotec Geräte hingegen sind im Keller wie auch im BadOG ständig am takten. Nach Rücksprache mit den Kundendienst könne es an Übertemperatur am Kompressor oder eingefrohrenem Verdampfer liegen. Beides konnte ich ausschließen - habs dann aufgegeben, sollen sie halt takten. Heißt aber auch dass die keine 230W über 24/7 konsumieren sondern entsprechend dem Dutycycle weniger.
Das wird nicht sonderlich aussagekräftig sein. Den Taupunkt hatte ich oben schon genannt und viel kälter wird es auch kaum noch werden sonst gefriert das Kondensat und der Verdichter muss abschalten.
DHT´s sind im Übrigen genau von der Sorte Kandidaten, die manchmal schon bei einmaliger Sättigung hinüber sind und nur noch Mumpitz messen. Die DHT sind dahingehend mit Vorsicht zu genießen - dies nur am Rande.
Danke für deine Beiträge. Dann muss ich mir eine andere Möglichkeit einfallen lassen, um den Keller in den Sommermonaten zu entfeuchten. Eine manuelle Fensterlüftung per Lüftungsempfehlung über einen Taupunktvergleich innen/außen bringt die Luftfeuchte leider nur kurz auf ein unbedenkliches Niveau, und die meiste Zeit kann man einen Keller im Sommer sowieso nicht lüften.
Das ist mit dem Luftentfeuchter sehr ähnlich. Wir betreiben unsere Entfeuchter mit PV Strom. Also schwerpunktmäßig von März bis Oktober und dann 24/7. In den restlichen Monaten reicht das einfache Lüften. Sobald ich den Entfeuchter aber mal auch nur für eine Stunde abschalte klettert die rel. Feuchte ziemlich schnell wieder hoch.
Das liegt aber m.E. daran, dass mit den Entfeuchtern nicht die Ursache der Feuchtigkeit bekämpft wird sondern nur die Symptome gemildert werden. Die Räumlichkeiten schieben aufgrund von Sommerlufteintrag oder einfach auch feuchtem Baukörper recht schnell wieder nach.
Ist doch sehr stimmig. Warum willst du da noch tiefer?
Können die Geräte bei weitem nicht, weil der Wärmetauscher viel kleiner ist. Auch der Luftdurchsatz ist deutlich weniger, als Split-Klima.
Bei welcher Temperatur?
Die Luftentfeuchter regeln die Kondensatortemperatur ja auch anhand der Raumtemperatur.
Mein Comfee braucht bei 27°C im Keller 185 Watt.
Im Winter bei 10°C auf dem Dachboden aber nur 120 Watt.
Drauf stehen tut auch 340W oder so.
Was passiert wenn ich den im Backofen parke hab ich noch nicht probiert.
Zumindest deine Verdamptertemperatur ist in Ordnung.
Meine könnt ich mal mit der Wärmebildkamera messen wenn ich mal wieder den Weg zum Keller finde.
Bei den allermeisten Luftentfeuchtern kennt der Kompressor nur “ein” und “aus” und der Verdampfer wird lediglich auf möglichen Frost überwacht. Eine “Regelung” seiner Temperatur findet nicht durch das Gerät statt.
Die Schwankungen der Leistungsaufnahme sind durch den Kältemitteldruck bedingt (höhere Leistungsaufnahme nach längerer Betriebspause oder bei hoher Umgebungstemperatur), divergieren normalerweise aber nicht signifikant voneinander (250 vs. 440 Watt wären z. B. unrealistisch).
Ich habe meinen Luftentfeuchter sowohl bei ~18 als auch 22–25 Grad betrieben und seine Leistungsaufnahme protokollieren lassen: maximal 10 Watt Unterschied im o. g. Temperaturfenster.
Bei welcher Temperatur?
18 Grad, wie eingangs angegeben.
Hab mal gerade meinen Shinco getestet: 6-7 Grad. Umgebungstemperatur 24 Grad.
Leistungsangaben bei den Geräten sind öfters mal zu hoch angegeben. Auch bei meinen Geräten.
Danke fürs Messen! Der Shinco wird gerade für 80 Euro verscherbelt, dürfte aber für meinen Einsatzzweck ebensowenig geeignet sein.
Da wäre die Frage, wieviel da wirklich raus muss an Feuchtigkeit. Sind die Geräte zu groß, ist das auch ungünstig, weil die dann takten. Lieber einer, der über längere Zeit konstant durchläuft. So können die Wände auch nachliefern.
Wenn ihr einen soliden Luftentfeuchter sucht, schaut mal bei Brune.
Ein Vorgängermodell davon hab ich 1998 für die große Garage gekauft. Sonderpreis fast 1000 DM. Funktioniert immer noch, wie am ersten Tag. Die beiden LEDs sind allerdings recht verblasst.
Vor 3 oder 4 Jahren noch einen 2. dieser Entfeuchter, nur vorher besser informiert, hatte das hin- und herschleppen Garage - Keller leid. Brune gibt sich als Hersteller aus, so wie ich verstanden habe. Ist es aber nicht, sondern die Firma Fral in der Nähe von Venedig Italien, in Venedig stehen die richtig großen Entfeuchter Dinger. Die wissen seit Jahrzehnten, wie man die Dinger haltbar und effizient baut. Und der Preis ist nicht mal die Hälfte von Brune. Für die gleiche Ware.
Diese Geräte stehen auch in Museen und Büchereien.
Ebay weiß noch, das ich den dort gekaut habe. ![]()
Einfach nach flipperdry 300 suchen. Die Preise außerhalb des Hochsommers liegen bei €380 für den Fral.
Der taktet immer, im kleinen Keller auch recht eng. Erst läuft der Lüfter 4 Minuten, dann schaltet wieder der Kompressor zu. Verbrauch 246 W, wenn der Kompressor läuft. Wassertank 5 L.
Aber meinst du nicht, dass der bei dem Taktverhalten nicht eigentlich komplett überdimensioniert ist und die Taktpausen am Ende in erster Linie vor allem eine Menge Strom kosten?
Weil bei jedem Anlaufen muss die Kondensationsfläche ja auch erstmal wieder unter den Taupunkt runtergekühlt werden und in der Zeit wird ja gar nicht entfeuchtet aber trotzdem Strom verbraucht.
Und du hast ja eine Menge Taktpausen.
Ich habe am 8.Juni einen Luftentfeuchter im Keller installiert.
Ich habe meistens 1-2 Taktvorgänge pro Tag.
Ich habe an den Abfluss vom Luftentfeuchter einen Schlauch angeschlossen und führe den in einen 10-Liter-Kanister. Anhand vom Datenblatt habe ich eine Entfeuchtungskurve für den Luftentfeuchter gemacht die aktiv den Füllstand des Kanisters berechnet und wenn der Kanister 9 Liter hat schickt mir Home-Assistant eine Push-Benachrichtigung aufs Handy und der Luftentfeuchter wird gesperrt.
Werde das noch durch einen 20l-Kanister ersetzen, dann hat man länger Ruhe.
Ist so ein ganz einfaches Comfee-Teil für 80€ mit ner Shelly-Steckdose.
Und geregelt wird der Entfeuchter nicht nach Luftfeuchtigkeit sondern nach der Oberflächenfeuchtigkeit der kältesten Wandbereiche.
Das Teil mag nicht das Teuerste sein aber macht mir qualitativ jetzt nicht den Eindruck, als wenn der nach 2 Jahren den Geist aufgäbe. Der ist schon regelmäßig hier im Heiz und Kühlkonzept eingebunden und im Einsatz und für den Keller hab ich jetzt erstmal den eingesetzt der im Winter mein Auto schimmelfrei hält (Strom ist günstiger als Garagenmiete)
Mein Eindruck ist auch, dass man die Geräte so klein dimensionieren sollte, dass die nur soviel Feuchtigkeit aus der Luft ziehen, was aus den Wänden und dem Rest des Raumes auch ausdünsten kann. So kann der Luftentfeuchter kontinuierlich durchlaufen. Das scheint insgesamt die effizienteste Art zu sein.
Eigentlich bräuchten wir mal einen schönen Datenpool wo man mal Messwerte von Luftentfeuchtern sammelt mit Entfeuchtungsleistung pro 1kwh Strom zusammen mit der Raumtemperatur und Raumluftfeuchte.
Um Tendenzen abzuleiten welche Entfeuchter wie gut arbeiten.
(Vielleicht auch wie viel schlechter es durchs Takten wird)
Gerade wenn man einen Entfeuchter hat der viel läuft sind 20% Effizienzunterschiede (ich habe keine Ahnung welche Unterschiede üblich sind) ja durchaus schon relevant.
Der Entfeuchter im Keller zieht bei mir aktuell ungefähr 2,5kwh am Tag.
0,5kwh am Tag eingespart auf 180 Entfeuchtungstage auf 5 Jahre sind ja fix mal 450kwh.
Nicht gerade irrelevant, das ist im Falle von nem kleinen Comfee-Entfeuchter mehr als der Entfeuchter mal gekostet hat.
Wäre sicher interessant. Schwierig wird es, halbwegs gleiche Bedingungen zu schaffen. Was hast du denn derzeit ungefähr für eine Entfeuchterleistung pro kWh?
Mein Shinco liegt etwa bei 1,5 kWh pro Liter bei 13-15 Grad und 60 % Luftfeuchte.
Ich werde bei Gelegenheit jetzt mal im Sommer testen. Derzeit gehts leider nicht, zu niedrige Luftfeuchte von nur 45-50%.




