Find ich gut - immerhin werden bei Elektrokarren und Wärmepumpen mit jedem Prozent, den der Anteil an Erneuerbaren im Mix steigt, die Emissionen geringer. Und das ohne dann nochmal eine neue Anschaffung tätigen zu müssen.
Wer sich erst einen Elektrokarren zulegen möchte, wenn wir bei 100% Erneuerbaren Energien sind, kann das gerne tun, verschenkt aber ein paar Jahrzehnte in denen er zumindest zur Hälfte mit Erneuerbaren mobil gewesen wäre...
Aber ja, jetzt so viel Erneuerbare ausbauen wie geht - das muss das Ziel sein, sonst ist das alles für die Katz
Also, ich fahre, mit einer Fahrleistung von unter 10.000 km pro Jahr, und mit LPG, umweltfreundlicher als jedes beliebige Elektro Auto, selbst wenn das mit 100 % erneuerbaren betrieben wird.
Der heutige Kohlestrom Betrieb der BEV..... Müsste eigentlich strafbar sein.
Das ist der berühmte Unterschied zwischen " gut gemeint" und gut.
Was stören dich Windkraftanlagen auf dem Land? Hier in NRW gibt es viele rund um die Braunkohletagebauten. Wir selbst haben in unmittelbarer Nachbarschaft auf der Arbeit auch eins. Die stören dort nicht wirklich. Zu Wohnbebauungen muss natürlich ausreichend Abstand gehalten werden, weil der Lärm und der Schatten nervig sein können. Aber auf dem platten Land und in Industriegegenden sollte es niemanden stören…
Ja, ist schlimm geworden. Bei uns stehen überall Maschinen auf der Straße, nennen sich glaube ich Autos. ?
Im ernst: Egal, wo du was baust, irgendeiner wird sich immer dran stören. Die Baukosten und die lange Planungsphase in Deutschland ist auch damit begründet, weil immer irgendjemand was dagegen hat und man extrem viel tun muss, um irgendwann mal von allen Seiten eine Freigabe zu bekommen. So lähmen wir uns auch ziemlich.
Boris Palmer hatte es mal beschrieben: Die wollten an einer Autobahnausfahrt ein kleines Solarfeld bauen, die haben 8 Jahre gekämpft, weil ständig jemand was dagegen hatte. Als sie es endlich durch hatten, hat es 6 Wochen gedauert und das Teil war fertig. Die Planung von Windkraftanlagen dauert wohl auch 8-10 Jahre.
Gab doch mal diesen Aufschrei, als in Brüssel die Elektroautos der Parlamentarier mit einem großen Generator vor dem Parlament geladen wurden...
Da hätte man auch so argumentieren können:
Benziner: 7l / 100 km = 70kwh verbraten (und davon nur 70kwh*0.4 = 28 kwh in tatsächliche Bewegungsenergie umgesetzt)
Der stationäre Generator mit >95% Wirkungsgrad spuckt aus 7 Litern 66.5 kwh aus. 66.5 kwh * 0.8 (Ladeverluste) = 53.2 kwh.
Damit können 2 BEVs 100 km fahren. Also war der Aufschrei ungerechtfertig? Bei Faktor 2 könnte man diese Milchmädchenrechnung durchaus noch deutlich zugunsten der Verbrenner auslegen und käme bei Gleichstand raus.
Was mich bei Elektroautos stört ist, dass die immer so groß sein müssen. Bei 10.000 km im Jahr bekommt man den Rucksack ggf. wirklich nicht wieder rein. Ich weiß es nicht - bin auf Carolus Rechnung gespannt. Aber leider kann man sich kaum schöne Autos kaufen, die für Reichweiten von 100 km ausgelegt ist. Das könnte leicht sein, günstig sein und müsste auch nicht mit 100kw Ladeleistung geladen werden. Der Rucksack wäre auch klein.
Ich hab hier mein kleines elektrisches TukTuk... Damit fahr ich ~2.500 km im Jahr. Jetzt nach 3 Jahren hab ich die 6x60ah Bleiakkus ausgetauscht - weil ich beim Basteln Mist gebaut hab und einen gegrillt hab. Die waren für meine Anwendung immer noch in Ordnung. Jetzt ist Liion drin, hat auch nicht die Welt gekostet. Der Rucksack von dem Ding dürfte recht klein sein - trotzdem passt hinten richtig viel auf die Ladefläche und ich war so mobil, wie ich sein musste. Die Autohersteller tun sich leider extrem schwer damit Downsizing wieder cool zu machen. Die haben die letzten Jahre ein Bild vom perfekten Auto in die Köpfe der Menschen geprügelt, das weit weg vom perfekten Auto ist.
Der Rucksack des EAutos wird ja kontinuierlich kleiner. Im Rahmen der Fertigung von Li-Zellen hat sich in den letzten Jahren massiv etwas verändert. Die großen Trocknerstraßen in der Elektrodenfertigung werden nun zunehmend mit Strom anstatt Gas betrieben, was bei zunehmenden erneuerbaren Energien auch zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes führt bzw. schon geführt hat. Weitere Verbesserungen gibt es bspw. im Bereich der Formation, bei dem die entladene Energie oder auch die Abwärme möglichst weiter genutzt wird. Ich könnte an der Stelle noch zick weitere Beispiele für Effizienzgewinne aufführen, die am Ende zu einer Reduktion des CO2-Rucksacks beitragen.
Sicherlich ist die Li-Zellenproduktion nicht vollständig CO2-Neutral, wird aber kontinuierlich besser. Die Zellhersteller machen auch ihre Hausaufgaben. CATL hat gerade erst angekündigt bis 2025 Klimaneutral im Kerngeschäft (was auch immer das heißt) und bis 2035 in der gesamten Wertschöpfungskette zu sein:
Eigentlich jede aktuelle Studie bescheinigt dem E-Auto bereits heute über die Lebenszeit weniger CO2 auszustoßen. Die dafür gefahrenen Kilometer werden dabei kontinuierlich weniger.
So ganz stimmt die Aussage nicht. Ganz sachlich betrachtet verursachst du mit 10tkm/pa knapp über 1,5t CO2eq, ein E-Auto knapp 1t CO2eq. Jeweils inkl. Vorkette und auf die Emissionen von 2021 bezogen. Wenn ich den durchschnittlichen CO2eq der nächsten 15 Jahre vom Strommix annehme, erhöht sich der Abstand sogar noch.
Bei 500kg Unterschied kann man die Jahre Ausrechnen, wann der Breakeaven erreicht wird. Und das ist natürlich abhängig vom Fahrzeug und der Batterie-Art + -Größe und den Annahmen.
Um schonmal einen Hinweis zu geben. Die tatsächliche Fahrleistung spielt eine Rolle, und der von euch angesprochene Rucksack auch. Für letzteren habe ich durch Zufall eine brauchbare Lösung gefunden, diesen in die Rechnung einzubeziehen.
Ein Generator, der Benzin/Diesel mit 95% Wirkungsgrad in Strom wandelt? Den hab ich noch nicht gesehen. Die können doch nicht höher im Wirkungsgrad liegen, wie man das von Verbrennern gewohnt ist und der liegt bei 20-40%. Ladeverluste kommen dann noch hinzu.