[quote data-userid="675" data-postid="186454"]
Was für ein Gerät benutzt Du denn um den DC-IR zu messen? Um reproduzierbare, aussagefähige Ergebnisse zu bekommen, müßtest Du immer genau nach der gleichen Zeit und gleicher Belastung messen. Es gibt spezielle Meßbrücken, das sind Präzisionsinstrumente zum Messen des Widerstandes, aber eigentlich nicht an Spannungsquellen, sondern nur festen ohmschen Widerständen. Außerdem sollte man die Last (den Lastwiderstand) der Kapazität des Akkus anpassen, d.h. für eine 280Ah-Zelle sollte man einen kleineren Widerstand(swert) nehmen als für eine 18650er Zelle mit 3 Ah - damit die Werte halbwegs vergleichbar und realistisch sind. Z.B. könnte man immer mit 10% der Kapazität messen, als 28 A Last für eine 280Ah-Zelle und 0,3A Last bei der 3Ah-Zelle. Der genaue Widerstandswert ist dabei eigentlich egal, solange man den Strom dabei exakt messen kann. Kenne kein Gerät, dass diese Eigenschaften in sich vereint, man muß also den DC-IR immer manuell messen - und da schleichen sich viele Fehler ein, schon beim Ablesen des Spannungswertes unter Last weil man das nie exakt zur gleichen Zeit schafft. [/quote]
Nun... ich habe von Anfang an nur geschrieben das ich den Faktor 2 bei einer DC-IR Messung im Gegensatz zur AC 1Khz Messung nicht bestätigen kann, du aber anscheinend schon. Und das es einfach Geräte gibt die das sehr wohl besser können. Wenn du mit deiner Methode fast immer die doppelten Werte bekommst dann ist sie einfach ungenauer als es möglich wäre. Auch habe ich geschrieben das ein YR1035 immer die bessere Wahl ist weil du dann eben die Werte mit dem Datenblatt vergleichen kannst. Es ging also einzig und allein um den erwähnten Faktor 2 bei einer DC-IR, und das es weitaus besser geht zeigt mir eben zb. der Junsi Lader. Zeit und Belastung macht der Lader natürlich automatisch. Als Referenz (Neu/Alt) oder zum Vergleich der Zellen untereinander kannst du die Werte trotzdem "immer" hernehmen.
Wenn ich DC-IR messen möchte dann nehme ich wie schon gesagt den Junsi 4010DUO da der am genauesten arbeitet. Ansonsten einfach einen Rundzellenlader (SkyRC MC3000). Seit dem ich den YR1035 habe messe ich Rundzellen aber natürlich nur noch mit dem, weil ich damit gut die Werte aus dem Datenblatt vergleichen kann bei gleicher Messmethode. Bei Modellbau Akkus ist die Messung vom Junsi für für mich ideal um Neu/Alt und die Zellen untereinander zu vergleichen bzw. zu beobachten wie sich die Innenwiderstände im laufe der Zeit verändern. Und das reicht auch völlig aus... macht sich auch schlecht mit einem YR1035, weil du an die einzelnen Zellen garnicht rankommst und nur das Balancerkabel + Hauptstromkabel zur Verfügung hast. Zudem bräuchtest du dann auch Datenblätter zu den Packs. Den Messvorgang macht der Junsi automatisch das dauert nach dem starten etwa 3 Sekunden und dann hast du deine Werte der einzelnen Zellen aufgelistet (reproduzierbar auf etwa 0,4mΩ genau). Am besten ist es natürlich denn Akku vorher voll zu laden und die Temperatur spielt dabei auch eine Rolle.
Weil du mir nicht zu glauben scheinst, hier ein kleiner Test mit zwei verschiedenen 18650ern:
Zelle 1 mit dem YR1035 rund 21mΩ:
Und mit dem Junsi Lader rund 27mΩ:
Zelle 2 mit dem YR1035 rund 22mΩ:
Und mit dem Junsi Lader rund 28mΩ:
Wie du siehst weit entfernt von Faktor 2 und nahezu gleiche Abweichungen zum YR1035 trotz unterschiedlicher Zellen. Und das ganze ist nichtmal optimal da ich hier die Leitungen nur auf die Pole drücke, das ginge sicher mit einer passenden Vierleiter Halterung wie zb. dieser hier noch besser. Selbst mein guter alter MC3000 Rundzellenlader liegt nicht ganz so daneben wenn alles vorher mit Isopropanol gesäubert wurde. Einfach 2-3x gedreht, gemessen, und den niedrigst angezeigten Wert kannste dann als Referenz nehmen... auch hier immernoch weit entfernt von doppelt so hohen Werten trotz einfachster Messung ohne Vierleiter und natürlich DC:
Faktor 2 bei einer DC-IR Messung widerlegt
?
Falls du immer noch anderer Ansicht bist, kein Problem dann sei es so und ich lasse das mal so stehen
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