Einfache Lösung gegen Netzüberlastung durch PV

Er kann seine Planungen des Niederspannungsnetzes besser organisieren und kennt den maximalen Verbrauch über einen Anschluss.

Das kann dann für eine Reduzierung der Grundgebühr in Sinne des Threads genutzt werden. Wer stundenlang oder tagelang 22 KW verbraucht, bezahlt halt eine höhere Grundgebühr als jemand, der nur Peaks von wenigen Minuten hat.

Wie will man sonst eine solche Reduzierung der Grundgebühr machen. Im Panzerkasten kann man keine 16A-Sicherung einbauen. Die fliegt dann dauernd raus und der VNB hat viel Arbeit. Und alle Zählerschränke zu prüfen, ob jemand wirklich auf 16 Ampere oder 32 Ampere limitiert, ist zu aufwändig. Zumal dann keine kurzzeitigen Überschreitungen, z.B. beim Duschen oder Einsatz eines Hochdruckreinigers möglich sind.

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Kann der Zähler auswerten: dreimal im Jahr über die vereinbarte Höchstgrenze - zack, teurer Tarif. Aber ohne das wann im Jahr und wie lange.

Wie soll das gehen? Willst Du neue Zähler entwickeln, die das können? Zur Zeit sind die Zähler ziemlich dumm. Geben die Werte weiter.

Ich glaube einfach nicht, dass die Einzeldaten in einer Summenstatistik genügender Grösse irgendeine Rolle spielen.

50 Jahre lang hat das für die privaten genügt. Die Probleme kommen von den Grossanlagen, die man Sud ausrichtet statt ost-West, was nichtmal genehmigt wird, wie ich mal hörte.
Dagegen sind die paar Watt, die von 800 W bkw übrig bleiben, ein paar Prozent.
Also, kümmert euch um die Grossanlagen, und lasst die Orivaten in Ruhe. Speziell dann , Wenn sie einen Akku haben.....

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Du solltest Einbrecher werden. Dann lässt Du dich zeitnah festnehmen, wenn sich der befragte Nachbar an Dich erinnert. :roll_eyes:
Ich habe nicht gesagt, dass ich das fürchte. Das sind Argumente die vorgebracht wurden, wenn es um die Übermittlung von Verbrauchsdaten ging.

Angesichts von mittlerweile 166 Seiten Posts für eine einfache Lösung scheint eine einfache Lösung garnicht so einfach zu sein....

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Oder es ist sehr einfach, so dass es sehr viele Lösungen gibt. (duck)

.....man muss sie nur machen.....

(Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es)

Das ist relativ. Man kann ja noch soviel netzdienliches machen, wenn man für die Handlungen im nachhinein bestraft wird überlegt man, anders zu handeln. Wenn dann muss das Hand in Hand gehen.

Im übrigen gibt es auch so ein Konzept wie in Schweden, das wird gerade in Österreich getestet:

Ergo:
32,3ct pro KW pro Tag.
Bedeutet man wird gemessen und der Peakwert einer Viertelstunde wird auf eine Stunde hochgerechnet. Erfolgt dieser Peak innerhalb eines im Sommer 4-Stündigen Ausnahmefensters, im Winter 2 Stunden, wird der zweithöchste Peakwert benutzt.

Beispiel: Vorher Verbrauch 4000kWh * 5,7ct Netzgebühren = 228€ + Pauschale = 276€
Beispiel nachher: Verbrauch 4000kWh mit 2KW MAXIMALER Entnahme= 32,3ct2365= 236€
Wobei ja TÄGLICH berechnet wird.

Dumm nur: Wer mehr Leistung zieht. Beispiel wieder:
Jemand kocht mit 4KW für eine Stunde Mittagessen. Wird gemessen: 1KW (15 Min. Wert). 1KW*4 = 4KW also an diesem Tag 1,29€. Es sei denn er ist in dem Berechnungsfreien Zeitfenster!
Dann gälte der zweithöchste Wert. Vielleicht Wasserkocher, oder Fön, oder....

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Hier wurde die Theorie aufgestellt, dass ein Einbrecher die über Transportverschlüsselung gut abgesicherte 10 minütigen Zählerdaten abgreift. Außer das es für einen Einbrecher kaum machbar ist, ist es auch strafbar. Tipp: Strafgesetzbuch (StGB) § 202a Ausspähen von Daten.

Das Dritte an diese Daten kommen und für Einbrüche nutzen, ist ziemlich akademisch. Einbrecher haben bessere Möglichkeiten. Habe ein Beispiel aus der Presse genannt. Da läuft er auch nicht selbst herum.

Ich habe so und so verstanden, dass es hier nicht um Balkonkraftwerke geht. Wir reden über Netzüberlastung. Das sind dann viele Solaranlagen meist > 10 kWp, die in einem Niederspannungsbereich Mittags den Akku bereits voll haben und einspeisen, so dass es in dem Gebiet ein Überangebot gibt.

Ein Teil einer Lösung könnte auch sein, dass die Akkus netzdienlich genutzt werden. Also nicht Mittags einspeisen, wenn es ein Überangebot und die Börsenstrompreise netagiv sind, sondern dann wenn es zu wenig Solarstrom gibt. Man könnte den Akku auch verzögert laden und zuerst einspeisen, bevor der Akku voll ist. Wenn man die Vorhersagen berücksichtigt könnte das gut funktionieren.

Einen Anreiz haben jetzt die Anlagen, die seit nach dem 15.2. in Betrieb gegangen sind, da sie bei negativen Strompreisen keine Vergütung bekommen. JEtzt müsste man die anderen auch motivieren und generell erlauben, dass man aus dem Akku einspeisen darf. Wenn ich morgens um 04:00 weiß, dass noch einiges aus dem Akku übrig ist und ich das mit erhöhten Konditionen vergütet bekommen, könnte ich morgens durchaus einiges einspeisen.

Jeder sieht mit den Lösungen anderer Probleme. Wenn sich hier eine Handvoll von Personen nicht auf eine Lösung einigen können, ist klar, dass eine Lösung, die sich die VNBs, Messstellenbetreiber, Politiker, etc. ausdenken, uns hier auch nicht gefällt.

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Die Sache mit dem Abgreifen der Daten ist überhaupt nicht akademisch. Sie müssen nicht mal auf der Transportverschlüsselung abgegriffen werden denn irgendwo gehen sie ja auch hin. Bis zuletzt zum Lieferanten der dafür eine Rechnung schreibt.

Wer einen Überfall machen möchte, braucht nicht eine Nachnahme zu bestellen um dann an der nächsten Hausecke den Paketboten zu überfallen der zuvor den Betrag kassiert hat. Er wartet ab bis er abends Feierabend macht und holt sich dann die gesamten Tageseinnahmen. Weil das auch nicht genügt, geht man ins Briefesortierzentrum wo er seine Tageseinnahmen abgibt. Dort gibt es eine Kasse wo auch die die anderen Briefträger ihre Tageseinnahmen abgeben und da lohnt es sich dann richtig auf eine mehr oder weniger kriminelle Art zuzuschlagen. Wenn es auch nur ein regulärer Angestellter ist welcher damit durchbrennt. In den normalen Rechnenzentren dürfte es da etliche Hilfsknechte geben die auf solche Ideen kommen.

Um zurück zum Thema zu kommen: In Österreich gibt es Energiegemeinschaften die bereits im 15min Takt abgerechnet werden. Bei uns soll das nächstes Jahr auch kommen. Wie auch bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung werden aber die VNBs blockieren indem sie solche Abrechnungsprodukte einfach nicht anbieten weil sie dazu nicht verpflichtet sind. Das würde das Netz effektiv entlasten, weil jeder der aus Akku einspeist nur dann einspeisen wird, wenn der Vertragspartner gerade etwas abnimmt. Das ist keine Millisekundengenaue Nullregelung aber mindestens auf Viertelstunden so in etwa was die Netze zwar nicht ganz auf Null aber doch ziemlich entlasten könnte.

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Das geht in Deutschland gar nicht, weil es nicht genug Smartmeter gibt.... Wie soll das funktionieren?

Ja, in DE geht das nicht. Wir haben das so sicher spezifiziert, dass man neben dem digitalen Zweirichtungszähler zusätzlich ein extra Smartmeter-Gateway braucht, das vom Typ her aufwändig zertifiziert ist. Als Konsequenz sind wir vergleichen mit anderen Ländern ganz hinten.

In AT hat man das pragmatischer gemacht und alles einfach in den digitalen Zweirichtungszähler reingepackt und es Smartmeter genannt. Und bietet sogar eine Kundenschnittstelle an. Und nicht so einen Aufwand getrieben.

Dafür ist man in AT jetzt viel weiter als bei uns in DE. Wir leben in DE halt in einem Land der Bedenkenträger und nicht der Macher.

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Ich wundere mich warum es keine größeren Batteriespeicher beim lokalen Netzbetreiber gibt. Mit diesen würde sich die private Erzeugung und Verbrauch ausgleichen lassen und damit ließen sich Spitzen glätten (von denen ich annehme das sie durch den privaten Verbrauch entstehen)

Wenn mir mein lokaler Netzbetreiber ein Angebot machen würde mich an einen lokalen größeren Speicher zu beteiligen, ich glaube ich würde das tun, wenn die Netzentgelte im Gegenzug sinken

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Deutsche VNBs müssen bis Jahresende einen iMSys Ausbaugrad von 20% erreicht haben. Ansonsten will ihnen die BNA die Grundzuständigkeit entziehen. Wie immer wird das in D aber ein Papiertiger weil darunter auch große VNBs sind deren Gebiet nicht mal kurz der benachbarte größere VNB übernehmen kann. Ansonsten gibt es aktuell bereits 4 verschiedene Fabrikate an zertifizierten Gateways aber viele VNB haben auf der Gegenseite noch keinerlei IT um diese abzufragen. Sie haben auch nicht das Personal oder KnowHow und es passiert ihnen einfach trotzdem nichts weil sie zu viel Macht mit ihrer Systemrelevanz haben.

VNBs dürfen selbst weder PV noch Speicher betreiben weil das eine Zweckentfremdung von Netzentgelten wäre. Steht so im EnWG.

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Glaube nicht, dass das die VNBs die 20% in DE in diesem Jahr schaffen. Wie gesagt kennt mein Solateur, der auch ein normaler eingetragener Elektrikerbetrieb ist, im Bereich Westnetz keinen einzigen seiner Kunden, der ein Smartmeter-Gateway von seinem VNB gestellt bekommen hat. Das glaube ich ihm. Und im Kollegenkreis hat auch keiner der von mir befragten Kollegen ein Smartmeter-Gateway, auch wenn diese bei einem anderen VNB sind.

Und was ich vermute: Passieren wird denen auch nichts. Gründe fallen denen bestimmt ein. Die Fristen werden halt verlängert.

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Habe ich noch nicht gewusst. Danke für die Info.

Finde die Regelung aber gut. Der VNB könnte PV und Speicher besser platzieren und auch dafür mit bevorzugtem Netzausbau sorgen, dass diese besonders gut funktionieren. Und den PV- und Speicher-Anbietern könnte man Steine in den Weg legen.

Meines Erachtens hätte man den pv ausbau NIE über eine einspeisevergütung subventionieren dürfen. Damit hat man das Problem was wir heute haben erst erschaffen. Die leute haben sich die dächer mit Südbelegung vollgeklatscht und sich wenig bis gar keine gedanken über max. Eigenverbrauch gemacht. Sinnvoller wäre es gewesen die pv über eine Reduzierung der gestehungskosten zu subventionieren wie zb wie geschehen über die mwst befreiung. Zusätzlich und viel wichtiger wäre aber ein abbau der zum teil unsinnigen VDE normen gewesen wie zb. Zuleitung von panzersicherung von 4 auf 5 adrig. Ich habe selber eine 15kwp pv aber das die schwachsinnige einspeisevergütung irgendwann wegfällt war mir schon vor dem bau klar. Es kann doch nicht sein das jemand geld dafür bekommt zu zeiten einzuspeisen wenn der strom jedem aus den ohren kommt.

Duck und weg :grinning_face:

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Du brauchst dich nicht ducken. Hier und in allen anderen Foren gibt es eben auch Stimmen die weiterhin für fossile Kraftwerke sind. Dann werden eben PV-Anlagen weggeschaltet, runtergeregelt oder abgeschaltet weil "deren Strom über" ist, während weiterhin fossile Kraftwerke laufen und fossile Brennstoffe verheizen. Deren Strom ist nicht über, weil die für die Stabilisierung der Netze sorgen. Grüner Strom tut dies nicht, der ist eben da, wenn er da ist.

Warum sollen die fossilen durchlaufen, wenn es zu der Zeit Alternativen gibt? Wo daß wegen Fernwärme für WW im Sommer ist, darf man IHMO auch mal über Alternativen nachdenken ...