Einfache Lösung gegen Netzüberlastung durch PV

Ich möchte dich darum bitten, Fakten und echte Zusammenhänge zu nennen wenn es um eine Mittagsspitze im Stromnetz durch private PV-Anlagen geht. Weniger Spekulation.

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Ich verstehe deine Kritik an der Kritik. Lass uns nicht kleinlich werden, darum geht es nicht.

Aber lies mal die letzen... Keine Ahnung, Posts, und überlege dann, ob du meine Bitte verstehst.

Wir haben ein Thema in der Uberschrift, aber endlose Klagen uber beklagenswerte Zustände gehören imho nicht dazu.

Danke.

An alle.

Ok, merken wir aber einmal an:
Es fehlt massiv an Daten und Transparenz. Es fehlt massiv (in Deutschland) an einer digitalen Datenerhebung, erklärt also den Datenmangel in Deutschland.

Das bedeutet, dass ein großer Teil der Prognosen geschätzt wird und aus bisher erstellten Lastprofilen kommt.

Jene Lastprofile ändern sich nun sehr extrem, schnell, und führen zu punktuellen, strukturellen, und Finanzierungsproblemen. Wie kann man das nun ändern, wie kann man das nun verhindern?

Und stoßen an das generelle Problem: Welche Daten hat man dazu und kann sie nutzen? Deswegen fand ich deinen Einwand oben gerade plakativ. Dass PV-Anlagen ein eigenes Lastprofil haben, also morgens erst erzeugen, mittags eine Spitze haben und es abends abflaut, ohne Verschattung, ohne Wolken und sonstigen Einflüssen also eine Glocke ergibt, das ist unbestreitbar. Aber von der Gewichtung her unterschiedlich je nachdem ob auch genau jene ins Netz gelassen wird, oder eben nicht.

Und jetzt würden wir von einem Netzbetreiber, der genau jenes schreibt wie du, also:
"Auch wenn man EEG wil, dann sind die PV anlagen Verursacher einer mittags Leistungsspitze."
aufzeigen lassen. Wir würden das vorherige genutzte Lastprofil eines Netzbetreibers sehen, und dann ein neues Lastprofil anhand der Daten mit den PV-Anlagen. Dann könnte man sehen, wie lokal/regional/punktuell das Netz durch diese Leistungsspitze der PV-Anlagen belastet wird.
Würde es aber aufzeigen, dass gleichzeitig noch weitere Faktoren, wie z.B. träge Kraftwerke für diese Spitzen sorgen, weil sie eben nicht flink genug sind, sind es nicht "die PV-Anlagen" sondern die Kombination aus trägen Kraftwerkstypen, fehlenden stündlichen Netzausgleichen (Akkus) PLUS PV-Anlagen.

Wie geschrieben, dafür müssten wir irgendwoher Daten bekommen. Tun wir aber nicht. Es basiert also auf den Aussagen von Netzbetreibern, auf den Aussagen die "der normale Menschenverstand" uns sagt (wie eben dass PV Mittagsspitzen erzeugt) und den quasi Hochrechnungen der Netzbetreiber zu deren berechneten Lastprofilen. Das wirkliche Kaffeesatzlesen fängt also nicht beim Endverbraucher an, also bei uns hier im Forum, die sich Gedanken machen, sondern schon im Großen, ob nun gewollt oder ungewollt.

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Eine super Lösung gegen PV Netzüberlastung ist meiner Meinung nach: Endlich mal in Deutschland realisieren, dass unsere stark gedämmten Gebäude im Sommer Klimaanlagen brauchen. Dazu vielleicht noch kluge Lösungen auf den Markt bringen, wie sich das ganze simpel und kostengünstig nachrüsten lässt.

P.S. Ganz interessant finde ich auch die Situation im Südwesten der USA. In Arizona beispielsweise droht oft Netzüberlastung bei Hitzewellen. Um das zu verhindern, ist der Strompreis pro kWh zu den Peak PV Zeiten sehr hoch. Das hat dazu geführt, dass sich die Leute PV installieren, um genau diese Spitzen abzufangen.

Wozu? Wer Klimaanlagen in seinem Haus für nötig erachtet, wird das sowieso machen und wird den zum Betrieb benötigten Strom selber produzieren oder einkaufen müssen.

Aber nur, um durch Abregeln vermeidbaren Strom zu verbraten?

Ich brauche das nicht, steuer das über meine Fenster - entweder nachts kalte Luft rein oder tagsüber warme. Muß dafür im Winter mehr heizen. Soll dann ja Wind genug geben.

Weiterhin bin ich auch nicht dazu bereit, mehr Strom einzukaufen, damit andere ihre Produktion (und ihre Vergütung) nicht einschränken müssen.

Wer eine Welt aus EE will, muß (Über-)Kapazitäten vorhalten und muß an ertragreichen Tagen eben abregeln. Ohne Vergütung bzw. seine Preiskalkulation auf den Jahresertrag aufgerechnet. Ja, das mag sich dann nicht mehr lohnen, aber es wird auch keiner zur Stromproduktion gezwungen.

Wer Überschuss produziert, muss den auch gegebenenfalls entsorgen. Verursacherprinzip. Oder gar nicht erst produzieren.

Dem normalen Verbraucher ist herzlich egal, von wo er seinen Strom bezieht, ob vom Solar- oder Windpark oder vom Kleinunternehmer - Hauptsache immer und ausreichend verfügbar und möglichst preiswert.

PS: lasst doch im Sommer Klimaanlagen und E-Heizung parallel laufen.

Wir hatten eine Welt in der die Nachfrage nach Strom, das Angebot bestimmte.

Wir kommen in eine Welt in der das Angebot die Nachfrage bestimmen muss.

Wir bekommen immer mehr günstige Energie und sehen das als Problem?

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@lichtquant genau das ist aus meiner Sicht der springende Punkt.

EE ist günstiger als Fossil, spätestens wenn auch Umweltfaktoren einbezogen werden. Je mehr EE ob von Privat oder aus großen Anlagen ist dabei nicht wirklich wichtig.

Das heutige Modell aus Netzentgelt und Arbeitspreis vermag dieses fluktuative Angebot aber nicht mehr abzubilden.
Dynamische Stromtarife, welche zwar mit 0Cent Arbeitspreis einen Anreiz setzen, Strom zu beziehen und damit das Netz zu entlasten, aber gleichzeitig 19Cent Netzentgelt kassieren, gehen an der Realität vorbei.
Ein fairer dynamischer kombiPreis pro kWh könnte ein Ansatz sein. Dieser müsste die Netzentgelte ebenfalls als dynamische Komponente enthalten, um auf Überlastungen oder Überschüsse zu reagieren. Vermutlich mit einem regionalen Zusatzfaktor.

Das sich nicht alle Haushalt in gleicher Ausprägung an der Lastverschiebung beteiligen können oder wollen ist auch klar. Allerdings ist das Thema m.M.n. eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Dynamische Stromtarife zur Pflicht machen, würde einen gewaltigen Hebel entwickeln und gleichzeitig auch die VNB zum Smartmeterausbau verpflichten.
Im gleichen Zuge sollte die fixe EEG Einspeisevergütung gegen eine Vergütung zum Spotmarktpreis (ohne zusätzlichen Dirketvermarkter) ausgetauscht werden. Dies würde den Anreiz für alle Anlagen schaffen, die Bereitstellung von Energie entsprechend den Bedarfen im Netz zu steuern.
Die 20 jährige Garantie der EEG Vergütung für viele Anlagen, ist natürlich ein gewisser finanzieller Balast für eine Systemänderung.

Das Solarspitzengesetz Anfang diesen Jahres hat zumindest einen Auftakt gewagt und mich persönlich dazu animiert, der 22kwp Ost-West-Anlage einen 64kwh Speicher zu verpassen. Dank der Sammelbestellung hier über das Forum mit knapp 6.000€ auch ein sehr vertretbarer Preis für den Speicher.
Mit dem Speicher werde ich die Einspeisung aus unvergüteten Zeiten heraus verschieben. Sobald ich mich für einen Direktvermarktungs Anbieter entschieden habe, in die Zeiten mit den höchsten Spotmarktpreisen. Trotz der Ladeverluste dürfte sich unterm Strich ein positives monetäres Ergebnis einstellen. Gleichzeitig trage ich ein kleines Stückchen dazu bei, Angebot und Nachfrage anzugleichen.

Politisch müssen die richtigen und fairen Rahmenbedingungen vorgegeben werden. Der Markt und die technischen Möglichkeiten würden dann sehr schnell die erforderlichen sinnvollen Lösungen bieten...

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Um es ein wenig einfach zu schreiben: Wir bräuchten dynamsiche Strompreise und dynamische Netzpreise und zwar für BEIDE Richtungen und vor allem: für ALLE. Und das müsste so sein:

Grundgebühr für Zähler und Netzgebühren-Verwaltung
Verbraucher:
dynamische Preise für die NetzLEISTUNG in KW am Tag und dynamische Preise für den StromVERBRAUCH pro Tag.
Erzeuger:
dynamische Preise für NetzLEISTUNG in KW am Tag und dynamische Preise für die Strommenge die eingespeist wird.

Das sähe dann so aus:
Es gibt einen Stromüberschuss zur Mittagszeit. Dann steigen die Netzgebühren für die STROMERZEUGER auf 20ct die kWh und KW (Schlüssel muss erstellt werden). Gleichzeitig sinken die Netzgebühren für die STROMENTNAHME auf 0ct die kWh und KW (Schlüssel muss erstellt werden).
Damit gibt es mehrere Anreize.

  1. Der Verbraucher zahlt nach KW und kWh. Zu Stromüberschusszeiten ist es egal wieviele KW er bezieht und er zahlt rein die kWh.
  2. Der Erzeuger zahlt nach KW und kWh. Zu Stromüberschusszeiten zahlt er soviel fürs Netz, dass ein einspeisen ein Minusgeschäft wäre. Damit hätte sich das Einspeisen für volatile Erzeugung vollständig erledigt ohne gleichzeitig Speicher vorzuhalten! Es würde generell KEINE PV-Anlage oder dergleich gebaut werden ohne Speicher, weil ansonsten die Netzkosten den Gewinn zunichte machen. Gleichzeitig würden Privatpersonen die Dimensionierung nach 2 Kriterien aufbauen. Erstens nach Selbstverbrauch und daher eher nur für die Deckung in den Sommermonaten und den Rest nimmt man mit. Dabei wird ein Speicher gekauft, der ungefähr einen Tag abdecken kann. Das, damit nichts gekauft werden muss.
    Die zweite Kategorie wäre eine größere PV-Anlage mit einem großen, überdimensionierten Speicher, um bei Zeiten wo es wenig Strom gibt (z.B. Nachts) weniger Netzkosten zu haben und gleichzeitig einzuspeisen.

Dabei muss man nun die Äquivalenz nehmen. Da PV-Anlagen nur einen absoluten Bruchteil der Gesamtleistung ausmachen würden da lächerlich kleine Bepreisungen für private PV-Anlagen herauskommen. Und das aus dem einfachen Grund weil deren LEISTUNG in KW so gering ist. Wenn auf die Leistung im gesamten Stormnetz bei, nur beispielhaft, 10 GW liegt, dann kostet vielleicht eine KW nur 0,2ct als normaler Einspeisepreis. Wenn das Netz zu wenig Strom hat, kostet diese KW 0ct. Wenn das Netz zuviel Strom hat kostet die KW 20ct.
Flinke fossile Kraftwerke werden dann herunterregeln oder ebenfalls Speicher bauen, und träge Grundlastkraftwerke müssten dann viel bezahlen, sie lassen sich nicht abschalten.

Ferner benötigen wir daher ZUSÄTZLICH zu dem, was sich genau daraus ergibt, nämlich eine immense Erhöhung der Speicherleistung, eine AUTOMATISCHE Abschaltung der Anlagen um keine Kosten zu erzeugen. Grundlastkraftwerke können das nicht. Genau jene Grundlastkraftwerke brauchen zentral Speicheranlagen für den Strom für EINEN TAG (besser 2). Diese Kraftwerke sind aber NETZENTSCHEIDEND. Sie sind also für das Gesamtnetz eine Entlastung und würden einen Ausbau nur noch auf punktuelle Bereiche beschränken, weil dort LIEGEN DIE LEITUNGEN SCHON! Ob das nun aus dem Kraftwerk oder aus einem Akku kommt ist dann egal. Deswegen auch die Speicher direkt beim Kraftwerk und nicht einen Speicher für das ganze Land.

DAS muss dann finanziert werden. Und zwar von ALLEN. Von JEDEM Erzeuger und von JEDEM Verbraucher. Und das anhand dessen, was jeder an Netzlast erzeugt. Was jeder verbraucht. Was jeder einspeist. DAS wäre fair.

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Ganz wichtig ist das ALLE.
Also auch die Industrie, welche aktuell als Großverbraucher sowohl bei den Netzentgelten als auch beim Arbeitspreis subventioniert wird.

Dort liegen bereits ausreichend dimensionierte Netzanschlüsse und die Bedarfe sind meist sehr gut vorhersehbar, so dass lokalen Speicher optimal betrieben werden können.

Derzeit ist der Anreiz für die Industrie einfach zu gering, effizienter zu werden oder sich Netzdienlich zu verhalten...

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Sag ich ja, ALLE. Wie bei der Rügenwalder.

Man hat es gesehen wie schnell PV gebaut wurde, als der Preis ins schier unermessliche nach oben schoss.

Da hätte noch verpflichtend für alle Neuanmeldungen ein Speichervolumen von zB. 1kWh je kWp dazu gehört für alle Marktteilnehmer.

In meinen Augen bringt es nichts Solarpanele und Zubehör zu produzieren und den Strom zu verpuffen zu lassen.

Weiter hatten die öffentlichen Ladesäulen auch mit dynamischen Tarifen ausgestattet werden müssen.

So wie das jetzt läuft wird alles wieder abgewürgt.

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Verbote, wie z.B. Solaranlage ohne Speicher ist nicht erlaubt, kommen meist schlecht an. Besser ist zu motivieren. Das haben die letzten beim Fall Habeck bzgl. Wärmepumpe gelernt.

Eine feste Verpflichtung pro kWp macht keinen Sinn. Wie groß ein Speicher sinnvollerweise ist, kommt neben der Größe der Solaranlage auf den Verbrauch an. Insofern würde eine solche Regelung beim Bürger schlecht ankommen.

Nach dem Solarspitzengesetz und den gefallenen Preisen der Speicher überlegen sich die Eigenheimbesitzer selbst, was sinnvoll ist. Und bekommen entsprechende Ratschläge von den Solateuren. Und kommen dann schnell zu der Erkenntnis, dass es keinen Sinn mehr macht eine Solaranlage ohne Speicher zu installieren.

Früher hieß es: Solaranlage mit Speicher lohnt nicht. Klar, wenn die Einspeisevergütung hoch ist.

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Als langjähriger Besitzer und Fahrer von Elektroautos ist das m.E. nicht das Problem. Wichtiger ist, dass man überall ohne Vertrag mit Kreditkarte und Girocard zu den gleichen Preisen laden kann wie mit Vertrag.

Man stelle sich vor, dass Benzin an der ARAL-Tankstelle wesentlich günstiger ist, wenn man mit ARAL einen Vertrag abschließt und monatlich dafür Geld zahlt, unabhängig vom Tanken.

Das Ladechaos, dass jedes Jahr schlimmer geworden ist, muss weg.

Dynamische Tarife kommen automatisch, siehe Tesla Supercharger. Da braucht man kein Gesetz.

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Das muss man sich nicht vorstellen, das ist so. Tankkarten gibt es schon sehr lange. Die sind halt nur nicht im privaten Bereich angekommen

Oliver

Derzeit gibt es noch keine Info für den privaten Verbraucher darüber, wenn es Stromüberschuss gibt.

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Ich weiss, ich bin im nachhinein davon betroffen. Meine Förderung für Strom in Österreich wird im nachhinein festgelegt. Wenn in irgendwelchen Zeiten 6 Stunden hintereinander 0ct der Strompreis ist, bekomme ich 0ct Förderung. Aber das weiss ich vorher nicht....

Das ist der Strompreis. Der wird am Tag vorher festgelegt.

Aber wenn es dann wirklich soweit ist, dann ist evtl. die wirkliche Situation anders als bei der Auktion an der Börse erwartet wurde.

Niedriger oder sogar Minus-Preis bedeutet nicht, dass Überfluss an Strom vorhanden ist. Sondern nur, dass dies am Vortag erwartet wurde, bzw. was die Produzenten bereit waren am nächsten Tag zu tun.

Viele Leute steuern bereits ihre Wärmepumpe über den Spotpreis, auch das Laden von EVs etc.

Es fehlt derzeit noch komplett das Signal "Leute, jetzt genau jetzt haben wir zuviel, oder zu wenig".

Wir in Schweden haben digitale Stromzähler. Ich habe gesehen, dass grundsätzlich ein Signal über diesen Zähler geschickt werden kann.

Ansonsten ist bereits ein Grossteil von dem, was Du wünscht implementiert. Dynamischer Strompreis kwh (Preissignal), sowie Effektabgabe (kW).

Dafür wird der Strom in 15min gemessen. Es ist den Stromnetzebetriebern überlassen, wie genau die Effektabgabe ermittelt wird. Derzeit werden die 3 höchsten Effekt (kw) pro Monat gemittelt und dann in Rechnung gestellt. Nachts dann z.b. keine Effektabgabe (Niedriglast-Stunden). Dann sollen die Verbraucher, z.b. das EV laden.

Effektabgabe darf auch für Einspeisung in Rechnung gestellt werden. Also auch für PV von Privaten. Aber derzeit sagen die Netzbetreiber, dass es nicht notwendig ist.

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Tatsächlich, zeig mir mal bitte den Strompreis für morgen in Niederösterreich damit ich meine Anlage danach einstellen kann wann ich einspeise und wann lieber nichts (ohne Marktpreis-Förderung). Ich habe dazu bisher noch nichts gefunden.

Ist das in Schweden dann fürs ganze Land einheitlich oder wird das regional runtergebrochen, da die Netzsituation ja verschieden sein kann? Wieviele Netzbetreiber habt Ihr?

Es gibt 4 Preiszonen SE1 bis SE4.

Es gab dieses Jahr eine Untersuchung, ob das geändert werden soll. Gleichzeitig wie die Diskussionen in Deustchland Anfang des Jahres.

In Schweden wurde überlegt, ob es z.b. 5 Zonen werden sollen, oder nur eine. Es wurde entschieden, dass es bei 4 Zonen bleibt.

Ich bin in SE4, dass ist die Zone, die den Strom nach Deutschland exportiert und damit den Strompreis aus Deutschland importiert.

Im Winter: Erst wenn die Kabel nach Deutschland "gesättigt" sind und weitere Produktions-Kapazitäten in Schweden vorhanden sind, geht der Preis in SE4 unter den Deutschen Preis.

Deutsche Netzbetreiber wollte eine weitere Trasse von Schweden nach Deutschland bauen. Wurde von der Schwedischen Regierung abgelehnt, mit der Begründung, dass es in Deutschland nur eine Preiszone gibt.

Es gibt einenEU Vorschrift, welche Kapazität zu anderen EU Staaten nutzbar sein müssen. D.h. wenn ein Kabel vorhanden ist, darf man es nicht drosseln.

Es gibt ca 170 Netzbetreiber. Das sind dann aber auch kleine städtische. Das Stammnetz gehört dem Staat. Problematisch ist dabei, dass wir in Schweden mit der Stromrechnung eine Abgabe zahlen, mit der das Stammnetz ausgebaut werden soll. Also die bottlenecks, zwischen den Preiszonen "weggebaut" werden sollen. Aber das Geld sammeltbsich immer mehr an auf dem Konto und es wird einfach nicht investiert. Da liegen derzeit ein paar Mrd Euro. Also Geld der Bürger. In 2022 in der Energiepreiskrise wurde uns davon ein bischen was zurück überwiesen. Wurde als Wohltat der Regierung erklärt. War aber eigentlich sowieso unser Geld.

Die Netzentgelte sind aber der Aufreger hier. Die sind schon sehr hoch im Vergleich zum Arbeitspreis. Aber in den ländlichen Regionen sind es ja häufig nur sehr wenige Haushalte, pro km Netz. Anders in den Städten, da ist es einfacher ein Netz zu betreiben.

Im Grossen und Ganzen scheint alles recht gut zu funktionieren. Gleiche Themen / Diskussionen wie in Deutschland. Teilweise aber schon weiter in der Entwicklung. Viel kommt ja aus der EU und Deutschland erbittet sich ja häufig extra Aufschub.

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