Einfache Lösung gegen Netzüberlastung durch PV

Doch das spielt eine Rolle. Das eine sind Millionen von Kleinanlagen und das Andere sind ein paar Zehnttausend.
Genau. 0ct für ALLE. Es gibt keinen zuviel PV-Strom, es gibt nur zuviel STROM.

Gucks dir an. So siehts in Österreich aus, ich weiss nicht, ob es in Deutschland vergleichbare Daten gibt. Die hier hat sich ein User (!) aus den offiziellen Daten herausextrahieren müssen, weil es zwar genügend Messmöglichkeiten gibt, aber keine Transparenz.

Da gibt es 530 000 Anlagen, 485 000 Anlagen sind private Kleinanlagen und 45 000 Großanlagen. Das Verhältnis an Leistung ist ca. 50/50.

Hier ein Auszug nur des Verbundes, welcher nicht ganz Österreich abdeckt:

Die haben in EINEM Jahr, von 2023 zu 2024 3,3TWh MEHR abgesetzt. Die gesamte PV-Produktion von Gesamtösterreich der knapp 485 000 privaten PV-Anlagen macht momentan 2,5TWh aus....

Das verschwindet einfach im Äther.

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Verstehe nicht. Das ist doch der Fall?

Jedes Kraftwerk und jede Anlage bekommt 0ct? Und zwar 0ct, nicht irgendwelche Subventionen etc. pp.

Nein.
Aber das liegt daran das es unterschiedliche Arten gibt den Strom zu verkaufen und das Anlagen zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Regeln gebaut wurden.

Regeln kann man ändern.

Wenn dem Kraftwerksbetreiber für seine Produktion oder deren Verhinderung kein Geld bezahlt wird dann macht der weniger oder keinen Gewinn mehr.
Wer ist so ein Kraftwerksbetreiber? Ein Unternehmen, u.U. börsennotiert? Was werden die Eigentümer machen? Mehr Kraftwerke bauen? Think about.

Jetzt verstehst du es. Wenn die Leute sich PV aufs Dach machen und mehr erzeugen als sie verbrauchen, aber kein Geld bezahlt wird und sie keinen Gewinn mehr machen, wer macht das dann privat noch? Dann gibt es nur noch private Selbstversorger bis maximale Selbsterzeugung und das halbe oder 2/3 des Daches bleibt leer. Wofür auch? Das Ding wird sowieso entweder abgeregelt, abgeschaltet oder man bekommt nichts. Nicht weil man den Strom nicht bräuchte, oder wegen der Energiewende nicht wollte, sondern weil dann die dicken EVUs nen Teufel täten und da rein investieren würden.

DIE bekommen ihr Netz aber gebaut. Während die kleinen Kacker gar kein neues Netz bräuchten (im großen Stil).

Jahrelang wurden private PV-Anlagen aus politischen Gründen bevorzugt. Nicht, weil man gegen Großanlagen war, sondern weil man gegen Karbonverbrennung war.

Mittlerweile gibt es aber zeitweise ein Überangebot an EE-Strom - auch von den großen Strom-Anbietern.

Es gibt daher keinen Grund mehr, private, zudem oft nicht steuerbare Kleinanlagen weiterhin bei der Einspeisung zu bevorzugen.

Ja, eine dezentrale Erzeugung [aus vielen Kleinanlagen] hat den Vorteil, große Verteilnetze nicht oder nicht sofort ausbauen zu müssen.

Auf der anderen Seite müssen jene, die für die Stabilität des Netzes verantwortlich sind, Zugriff auf jede Einspeiseanlage zu haben. Aus Sicht der Steuerbarkeit ist es daher sinnvoll, eher wenige große Anlagen zu verwalten.

Auch wenn ich die großen Solar- und Windparks nicht mag - aus Sicht der Netzstabilität sind diese sicherlich sinnvoller.

Vom Anspruch, jede erzeugbare kWh auch zu erzeugen bzw. auch abgeregelte kWh bezahlt zu bekommen, müssen wir uns verabschieden. Natürlich sollen immer die Anderen verzichten. Was uns heute auf die Füße fällt, sind Verträge über Abnahmevergütungen über Jahrzehnte, ohne die Menge und den Zeitpunkt festzulegen. Kenne keine andere Branche, wo sowas praktiziert wird. Da sollte man sich schon mal fragen, ob das nicht vorhersehbar war.

Wie auch immer, die Lösung kann nur darin bestehen, entweder zu Überschusszeiten abzuregeln oder den Strom zu verbraten. Letztendlich ist die Frage, wer bezahlt den erzeugten oder erzeugbaren(abgeregelten) Strom?

@roterfuchs Stell dir doch einmal vor, dein Stromüberschuss würde nicht automatisch abgenommen werden. Du müßtest die Menge und den Zeitpunkt deiner Abgabe selber verhandeln. Statt mit vielen kleinen würden die EVUs eher mit wenigen großen Erzeugern verhandeln, welche ein entsprechendes Angebot auch garantieren können. Wie in jedem anderen Markt auch.

Aus meiner Sicht werden jene Kleinunternehmer, die überhaupt PV können, sich langfristig von der Vermarktung verabschieden müssen, sich durch Überbelegung für möglichst lange Zeiträume autark machen, aber ansonsten Nulleinspeisung fahren. Klar muss man dann anders kalkulieren, bekommt dann nichts vom Kuchen ab. Gibt aber auch keinen Anspruch drauf.

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Es gibt kein Überangebot an EE-Strom. Es gibt ein Überangebot an Strom.

"Es gibt daher keinen Grund mehr, private, zudem oft nicht steuerbare Kleinanlagen weiterhin bei der Einspeisung zu bevorzugen."
Doch, die entlasten das Stromnetz. Und zwar im Niederspannungsnetz. Ein Großteil des Stroms bleibt dann innerhalb dieses Netzbereichs und nur ein kleiner Teil geht in die nächste Netzebene. Damit ist die Last viel geringer als bei einer Großanlage. Vor allem ist die Infrastruktur schon da. Punktuell mag das anders aussehen, im großen und Ganzen jedoch so.

Die müssen überhaupt keinen Eingriff in diese Kleinanlagen haben! Guck es dir noch einmal an, ich habe es beispielhaft eingebracht. ALLE PV-Privatanlagen in Österreich erzeugen 2,5TWh. Der Verbund als EINER der größten EVU in Österreich verkauft 71,7TWh. Und hat ein Jahr vorher noch 68,4TWh verkauft. Mit einem Jahr verändert der exakt genausoviel, wie 500 000 private Kleinanlagen. Und zu diesen Kleinanlagen gehören alleine 330 000 Anlagen bis 10KW. Wenn sie es nicht verbrauchen, tuts der Nachbar. Gleichzeitigkeitsfaktor.
An diese Anlagen müsste der Netzbetreiber nicht gehen. Der Aufwand ist viel zu hoch, und die Menge ist nur ein Bruchteil der Gesamtmenge des Stroms.

"Auch wenn ich die großen Solar- und Windparks nicht mag - aus Sicht der Netzstabilität sind diese sicherlich sinnvoller."
Eben nicht. Das Netz wird belastet weil deren Strom "über". In Folge dessen sollen private Anlagen abgeschaltet werden, dass dieser Strom wieder genutzt wird. Das bedeutet nur: die Großanlagen sind "über". Und es werden, wie geschrieben, noch weitere Anlagen gebaut. Durch eben jene großen EVUs. Die Belastung der Netze wird also von großen Anlagen forciert und bezahlen sollen das dann die Kleinen, die wie man will, ab- und zugeschaltet werden sollen.

Ja genau! Und das bedeutet: langsame Grundlastkraftwerke bekommen in Zeiten von günstigem Strom oder Negativpreisen NICHTS. Nicht einen Cent. Was werden die also machen? Eben, genau das, was sie vorher auch gemacht haben. Das einpreisen. Das ganze Ding ist ein ellendlanger Sumpf voller Subventionen.

Die Großkraftwerke erzeugen das Problem. Also muss man diese abschalten. Und dann eben nicht solidarisch alle runterregeln und die Dinger laufen weiter. Das ist absolut das falsche Zeichen. Ich weiss, dass es so kommen wird, und die Folge wird sein, dass Privatpersonen keine Anlage kaufen werden. Und TROTZDEM mehr bezahlen müssen, obwohl der Strom doch vorhanden und "über" ist. Das ist ja das verrückte. Der Kurs wird weiter gegangen aber die Konsequenzen soll der Verbraucher und jetzt auch noch der private Erzeuger vorgesetzt bekommen.

Stell dir vor der Stromüberschuss des EVU würde nicht abgenommen werden. Baut der die Klitschen noch? Nein? Eben! Aber SEIN Strom ist nicht über. Der baut und baut und das bedeutet, dass der private Strom immer mehr und mehr über sein wird. Nicht "Strom über" sondern genau so wie du es oben geschrieben hast, "EE-Strom über". Das ist das Argument, mit der man das abwürgen will. Privatpersonen werden mit ihrer Anlage bestenfalls geduldet, abgestraft für ihr schändliches Verhalten.

"bekommt dann nichts vom Kuchen ab. Gibt aber auch keinen Anspruch drauf."
Natürlich gibt es keinen Anspruch darauf, was vom Kuchen zu bekommen. Dann sollte man aber politisch medial schlichtweg "einfach mal die Fresse halten" um es in den Worten Dieter Nuhrs zu schreiben.

Keine Gewollte Energiewende. Sondern eine gewollte Energiewende auf Kosten der Bürger, selbst jenen, die das, was sie können, tun. Ätschebätsch!

Es scheitert einzig daran, dass die Lobby für private Kleinanlagen so klein ist. Aber selbst wenn, sieht man ja, 2,5TWh sind einfach nur ein Fliegenschiss, selbst wenn hier 500 000 Anlagen von heute auf morgen zu Nulleinspeisung würden. Das ist der Schwund bei EINEM EVU in Österreich. Da schalten die einfach irgendwas anderes ein.....

"Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich." (George Orwell - 1984)

Mir geht immer eine Lösung durch den Kopf: ubers Geld.
Bei den Verursachern.
Auch wenn man EEG wil, dann sind die PV anlagen Verursacher einer mittags Leistungsspitze.
Wenn man also PV wollte, müsste man von der Mittagsspitze weg: durch Ost West Anlagen.
Also entweder mittags drosseln oder null Euro . Oder Zwang zum umbauen.
(Duck und wech)

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Richtig. Dafür müsste man beziffern können, wer Verursacher ist. Also müsste man messen. Tut man nicht. Selbst wenn man es täte, nehmen wir an es kommt das heraus, was du schreibst.

Es wird also festgestellt: Es gibt eine Mittagsspitze.

Wie wurde es bisher gemacht?
Es gibt verschiedene Lastprofile. Diese Lastprofile bilden ab: Gewerbe, Industrie, Handel, sicherlich sowas wie Öffentliche Einrichtungen, Haushalte. Für alle diese gibt und gab es Lastprofile. Bedeutet, dass man die Kraftwerkleistung angepasst hat an diese verschiedenen Verbraucher. Das war niemals 1:1, es war immer ein wenig schätzen. Es gibt verschiedene Lastprofile für Wochenende, für Ferien, für Feiertage, für Werktags. Es gibt verschiedene Lastprofile nach Uhrzeiten.

Und all das, also alle diese Lastprofile, die funktionieren nun, scheinbar, nicht mehr. Keines davon. Die PV-Anlagen und die Windkraftanlagen hebeln das mit ihrer immensen Leistung einfach aus. In Österreich mit 61TWh Stromverbrauch bei 2,5TWh sind das 4% und private Anlagen 2% der Gesamtleistung. Diese 4% an der Gesamtmenge hebeln das gesamte Lastprofilmanagement aus, weil nun bei den privaten Haushalten bestimmt, übern Daumen gepeilt, 10% weniger verbraucht wird, dafür ein wenig eingespeist wird.

Im ernst: Das verschwindet wirklich einfach so im Netz! Wie geschrieben, das macht hier EIN EVU in einem Jahr als SCHWUND. Und das soll die Netze gefährden?
Und ja, es gefährdet die Netze, punktuell. Es wird Leistungshunger geben, da wird ausgebaut, E-Auto-Ladesäulen, Industrie, Gewerbe. Es wird Leistungsüberschuss geben, auf dem Land wo viele EFH stehen, wo keine Industrie/Gewerbe ist, vielleicht viele landwirtschaftliche Flächen die mit EE aufgebaut werden. Also Gewerbe im weiteren Sinne. Aber nicht vollumfänglich das Netz.

Das hat man auch erkannt, deswegen ist, das muss denen wirklich bitter im Magen liegen, bei Energiegemeinschaften die Regelung so, dass man bei

  1. Einer GEA (Gemeinschaftliche Anlage) 0% Netzgebühren bezahlt, weil man gar nicht übers Netz geht
  2. Bei einer lokalen Energiegemeinschaft 43% Netzgebühren bezahlt, weil man nur Netz7, Netz6 arbeitet und das auf den Trafo begrenzt ist
  3. Bei einer regionalen Energiegemeinschaft (Netz 6,7) 72% Netzgebühren bezahlt, bei Netz 4,5 nur 36% Netzgebühr (es werden also auch Großanlagen gefördert wenn sie in Energiegemeinschaften sind! sie MÜSSEN daher nicht an die Strombörse)
  4. Bei einer Bürgerenergiegemeinschaft Handhabung wie ein EVU

Es geht also schon. Wenn man will.

Der Punkt ist: Man will 450 000 Menschen reglementieren, 50 000 Anlagen aber nicht. Und dem nicht genug, man baut zu den 50 000 Anlagen noch welche dazu. Und sagt dann: Jetzt belasten die 450 000 Menschen das Netz NOCH MEHR.
Das ergibt schlichtweg keinen Sinn.

Wobei ich dir Recht gebe, und das ist hier wirklich anders als in Deutschland: Man HÄTTE die Daten. Man könnte also wirklich lokal aufzeigen: Hier geht nicht mehr! Baut nicht mehr, wir kommen nicht nach! Oder in der Art von: Nur niedrige Einspeisung, wir bauen eh bald um aber bis dahin....

Aber es ist vollkommen bewusst intransparent und man muss sich diese Daten selber heraussuchen um zu der Erkenntnis zu kommen, dass das nur vorgeschobene Gründe sind um 450 000 Privatpersonen zu beuteln. Und das kanns doch nicht sein.

Südlink. Gehört jetzt nicht ganz zum Thema, aber welche Grund gibt es für den großen Abstand, 20 m der Leitungspaare. Denke Hin und zurück liegen nebeneinander?
Worstcase, Bagger usw.?

Gut, angenommen, die EVUs wollen die Kleinen aus dem Markt drängen. Nicht nur die Netzstabilität und Stromversorgung garantieren, sondern auch bei der Erzeugung mitverdienen.

Um die Versorgung zu garantieren, müssen auch sie große Überkapazitäten an EAes haben, um jederzeit 100% liefern zu können. Wie die Bereitstellungskosten auf den Stromkunden umgelegt werden, wird man sehen.

Was kümmerts dich @roterfuchs ? Du bist stinkig und verbittert, weil man dir mit aus deiner Sicht fadenscheiniger Begründung keinen größeren Anschluss zugesteht, du deine PV nicht ausbauen kannst, und du daher nicht ein größeres Stück vom Kuchen abbekommst.

Wenn abgeregelt werden muß, dann sollte es gleichmäßig geschehen, was aber mangels Erfassung und Steuerungsmöglichkeit nicht möglich ist. Du willst, daß die großen abregeln, weil 'dein' Strom besser ist als ihrer.

Statt über 'die da oben' zu schimpfen, freue dich an den gebotenen Möglichkeiten, dich vom Strombezug unabhängig zu machen. Wenn das jeder täte so er denn könnte, bräuchten wir überhaupt keinen Leitungsausbau.

Sieh dir die [saisonalen] Inselbetreiber an - denen gehts nicht um Kuchenstücke, - und dafür sind sie auch bereir, mehr Geld als normal nötig in die Hand zu nehmen. Dann kümmert mich die Energiepolitik, wer genau wann welchen Strom herstellt, nicht mehr.

Es geht nicht um ein größeres Stück vom Kuchen sondern darum, dass man mir auch noch das, was ich habe madig machen will. Und das immer aufs Neue. Nicht dass ich mehr bekomme, sondern dass man mir mehr wegnehmen will ärgert mich. Und argumentiert, dass ich auch noch mitschuld wäre an steigenden Kosten, dass die Preise auf 0 sinken zu bestimmten Zeiten, dass das Netz wegen mir ausgebaut werden müsste. Und man die Möglichkeit hätte all das mit Zahlen zu belegen, wenn es denn so wäre, das aber einfach nicht macht. Warum wohl nicht?

"Du willst, daß die großen abregeln, weil 'dein' Strom besser ist als ihrer."
Nein ich will, wenn neue Anlagen gebaut werden und es scheinbar jetzt schon Probleme macht, gar nicht erst neue Anlagen gebaut werden. Aber eben nicht bei Privatpersonen, weil diese einfach nur einen Bruchteil des Problems darstellen sondern dem entgegen das Netz sogar entlasten. Was eben mit den Netzgebührenerlassungen bei EEG bewiesen ist. Dort werden Netzentgelte erlassen, weil man eben WENIGER das Netz belastet.

"Statt über 'die da oben' zu schimpfen, freue dich an den gebotenen Möglichkeiten, dich vom Strombezug unabhängig zu machen. Wenn das jeder täte so er denn könnte, bräuchten wir überhaupt keinen Leitungsausbau."
Ich freue mich nicht wenn man jetzt darüber debattiert, Netzgebühren für Einspeiser einzuführen und gleichzeitig anmerkt, dass das Großerzeuger nicht müssen. Wie oben: die Großerzeuger bauen dazu noch mehr. Und die sollen nichts bezahlen. Private schon. Und die sollen auch geregelt werden. Alleine der Aufwand. Was DER dann kostet. Und eben für jene, die es bauen. Vollkommen absurd.

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Und spekulieren wir mal weiter:

Da jeder private PV Anlagenbesitzer auch ein "Unternehmer" ist, so wie die Großen, wird es letztlich vor den Gerichten landen. Denn die geplanten Gesetze der aktuellen Politiker verstoßen gegen die Wettbewerbsregeln des freien Marktes.

Somit will man im Grunde nur eines erreichen: man möchte den klein-privaten Ausbau an PV verzögern, baut dann selbst große Anlagen und kassiert übergangsweise mit den fossilen Anlagen noch Kohle die man in die Investitionen der nicht fossilen Anlagen umschichtet. Im Grunde finanziert mal wieder die breite Masse die großen Konzerne und die meisten Mitbürger der breiten Masse bemerken nichtmal wie sie verarscht werden. Sie übernehmen die falschen Argumente der Lobbyisten, wie AKW, Kohle und Gas wären billiger, hätten weniger Subventionen, die privaten PV Anlagen destabilisieren die Netze, wir benötigen teure unterirdische Stromtrassen von Nord nach Süd (statt einfach mal im Süden die PV/Windkraft voran zubringen) usw. usw.

Tatsache ist nun mal folgendes: Wer in unserer Gesellschaft Vermögen in eine Unternehmung investiert entscheidet letztlich was mit der Unternehmung passiert. Wenn also viele Bürger private Investitionen in eigene Energieversorgung investieren dann ist das ein demokratischerer Prozess als wenn das nur große zentralisierte Konzerne machen. Und exakt das ist eine Umschichtung der Machtverhältnisse von Oben nach Unten, eine Demokratisierung und Dezentralisierung unserer Energiewirtschaft. Nur darum geht es und wir alle Erleben den Überlebenskampf dieser Konzerne.

Beispiel: Nord-Süd Stromtrasse. Nehmen wir mal an sie wurde fertig gestellt und nun können die Betreiber damit Profit machen. Langfristig wird das aber den Umbau der Energiewirtschaft im Süden, sprich zb. Bayern, auf viele kleine PV/Windkraftanlagen aber nicht stoppen können. Denn die Kosten für den transportieren Strom werden immer höher sein als für den eigenen lokal produzierten Strom vom Dach, im Besonderen wenn die Technologie immer preiswerter wird (was garantiert werden kann). Am Ende stehen die Betreiber erneut vor dem gleichen Problem wie die heutigen Gasnetzbetreiber. Immer weniger Kunden die den Strom abnehmen und damit immer höhere Kosten die auf diese wenigen Kunden umgeschichtet werden müssen und das erhöht den wirtschaftlichen Druck auf die Kunden eigene PV Anlagen zu installieren.

Am Ende wird Deutschland eine Stromtrasse besitzen die keinen Nutzen mehr hat.

Denn: man kann den Ausbau privater PV Anlagen auf dem eigenen Dach nicht verbieten. Das würde wiederum vor Gericht landen.

Und DAS halte ich für so gefährlich. Dass man das einfach so glaubt. Man müsste nicht glauben wenn es nur transparent dargelegt würde. Wird es jedoch nicht. Man sucht also selber nach Daten, findet aber natürlich nicht alle, wenn man überhaupt was findet (oder auswerten kann).

So werden aber noch Emotionen geschürt. Der PV-Anlagenbesitzer, der Egoist, der zahlt nichts fürs Netz, wie ungerecht, und ICH muss mit MEINEM sauer verdienten Geld DEN subventionieren. Der das Netz belastet mit seinem Überschussstrom. Der selber weniger bezahlt. Meist auch noch ein Haus hat sonst könnte er so eine Anlage nicht bauen. Der hat sogar ein E-Auto! Immer dieses alle gegen alle. Das artet so langsam aus in vielen Bereichen.

PS: Und das möchte ich nur erwähnt haben, der Akkudoktor selbst bekommt von den Netzbetreibern in Deutschland keine Zahlen um repräsentativ aufzeigen zu können, wann wo wie Netzüberlastungen möglich sind. Zum einen weil das Netz nicht digital ist, zum Anderen weil die Netzbetreiber dazu nichts herausbringen. Also selbst jemand mit einer, ich sage einmal salopp, größeren Reichweite als der normale kleine Kacker, erreicht in der Hinsicht nichts. Es bleibt dubios intransparent während permanent debattiert wird Kosten nun auch endlich fair auf alle Einspeiser und Verbraucher umzulegen. Ohne Fakten warum dies nötig ist sondern letztlich nur mit Phrasen, die zwar in einigen Bereichen durchaus stimmen werden (in Deutschland wohl auch vermehrt Nord/Süd), für das gesamte Netz aber schlichtweg erfunden sind.

Und wie geschrieben, per EU auch nachweislich nicht so, sonst gäbe es keine Netzvergünstigung in Österreich bei privaten EEG. Die gibt es aber. Aus genau dem Grund. Sie entlasten das Netz und zögern einen Netzausbau hinaus bzw. machen ihn ggf. sogar unnötig punktuell.

Nicht Alle gegen Alle, sondern die Schwächeren gegen die noch Schwächeren. Die Starken werden nicht erwähnt. Das funktioniert aber nicht unendlich lange und dann kollabiert diese Taktik.

Sie werden erwähnt. Sie sind in dem Falle diejenigen, die das Netz zusammenhalten und stabil halten. Was auch stimmt, deswegen ist deren Einfluss und deren Größe und Gewinn überhaupt nicht in Gefahr, ein Großteil kann sich sowieso nicht autark selbst versorgen und auch nicht von Nachbarn oder dergleichen versorgt werden. Es kommt also dann auf ein paar Prozent an, und das will man vom Markt drängen.
Während VOR diesen privaten Anlagen fast genau jene Prozente über waren. Schwund. Schon alleine durchs Raster wegen den Lastprofilen durchgerutscht.

Die sollen den Buhmann bekommen. Bezahlen. Monetär wie moralisch/argumentativ für steigende Kosten.

Ich möchte freundlich darum bitten, die klassenkampfähnlich klingenden Rundumschläge zu unterlassen und rein sachlich über vermeintliche Zusammenhänge zu schreiben.

Diesen ganzen quasi-Korruptionsanschuldigungen fehlt ein bischen die Grundlage. Und bringen tut das auch nichts.

Also bitte mehr Fakten und echte Zusammenhänhe und weniger Spekulation.

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