Einfache Lösung gegen Netzüberlastung durch PV

Genau das ist im Winter zeitweise der Fall, gerade in schneereichen Regionen. Da kommt fast nix von PV, wird m.M.n. aber der überwiegende Stromanteil als Heizstrom benötigt, was durch Zubau von Wärmepumpen sich weiter erhöht. Darauf müssen die Trafos ausgelegt sein, daher sehe ich auch auf der Netzebene 7 höhere/zusätzliche Netzausbaukosten.

Für die Belastbarkeit der lokalen Netze ist der Sommer mit viel lokaler PV-Einspeisung weniger relevant. Der Kleinerzeuger kann sich im Sommer auf Insel umstellen und damit einer Abregelung entziehen, damit aber auch seine PV nicht mehr durch Überschussverkauf finanzieren. Man sollte auch trennen zwischen Volleinspeiser und Teileinspeiser, wobei letztere sich günstig ihren Eigenverbrauch decken und zu Zeiten von solarem Überschussstrom, eben dann, wenn Viele Überschuss haben, ihren Quasimüll entsorgen.

Die Zeiten, in denen private Erzeuger bevorzugt wurden, sind vorbei. Das kann man als unfair bemängeln, nutzt aber nichts. Als Nichteinspeiser war/ist es auch unfair, die Einspeisung von EE zu subventionieren.

Mit dem Argument, der lokale PV-Strom im Sommer würde zusätzliche Netzausbaukosten verursachen und deshalb auch die Eigenstomerzeugung zu verhindern, geht gar nicht.

Aber: mit der Ertüchtigung der Netze für den Winterbetrieb gibt es aus Sicht der Großerzeuger keinen Grund mehr, auf lokale Kleineinspeisung zu setzen. Die brauchte man als Begründung, um fossile abzuschalten, jetzt aber nicht mehr. Zumindest nicht im Sommer und mit weiterem Zubau auch zu anderen Zeiten nicht.

Letztendlich ist auch der Energiemarkt primar von Profitinteressen geprägt - das Umweltmäntelchen soll nur den wahren Kern verdecken. Deshalb hat der Kleinerzeuger auch in der Masse eher weniger Einflussmöglichkeiten auf die Stellschrauben am Energiemarkt. Je eher man das versteht und akzeptiert, desto eher sucht man Lösungen unabhängig von der großen Energiepolitik.

Siehst du oben. November, Januar, Febraur war zu wenig Wind und deswegen musste fossil aufgefüllt werden. Insgesamt werden 119% des Stroms innerhalb von Niederösterreich erzeugt.

Es sind aber nicht überall schneereiche Regionen. Wie geschrieben, punktuell, regional mag das so stimmen. Aber nicht großflächig. Der solare Überschuss im Sommer von privaten PV-Anlagen ist kein Müll weil er im Netz 7 und spätestens Netz 6 verbraucht. Hingegen Großanlagen und auch Grundlastkraftwerke müssen erst einmal dahin liefern und belasten damit mehr Netzinfrastruktur.

“Das kann man als unfair bemängeln, nutzt aber nichts.”

Doch, man muss Probleme benennen können und dürfen wo sie sind, und nicht abstempeln als “Quasimüll” der gar keiner ist.

“Als Nichteinspeiser war/ist es auch unfair, die Einspeisung von EE zu subventionieren.”

Ja, war und ist ebenfalls ein Fehler mit dem Füllhorn. Meiner Meinung nach hat genau das auch zu der Denkweise geführt, dass jener Strom nun “über” ist. Das abgrasen. Und unkontrollierte bauen. Hätte man das von Anfang an klüger geplant wären die Anlagen viel kleiner ausgefallen, würden netzentlastend wirken und würden auch viel weniger Einfluss haben also eher unten durchfallen. hat man aber nicht. Und nun siehts halt so aus, wie es aussieht.

“Mit dem Argument, der lokale PV-Strom im Sommer würde zusätzliche Netzausbaukosten verursachen und deshalb auch die Eigenstomerzeugung zu verhindern, geht gar nicht.”

Wird aber permanent gemacht. Es werden ja auch weiterhin Gesetze gemacht mit 60% oder Abschaltungen, Steuerungen etc. pp. Was in den Größenordnungen der privaten PV nur in sehr wenigen Regionen nötig wäre, eben dort, wo die Kapazität der Trafos nicht ausreicht oder sonstige Infrastruktur. Da muss geregelt werden weil da ist man schon am Limit.

“Letztendlich ist auch der Energiemarkt primar von Profitinteressen geprägt”

Nur. Und bezahlt werden muss es vom privaten Endkonsumenten. Die Lösung ist Teilautarkie. Die man dann durch andere Mittel wieder herstellt. Man kommt also nicht los davon, egal wovon. Speicher sind (noch) zu teuer, andere Möglichkeiten wären nur fossil bzw. Holz. Da ist aber die Zeit/Kosten/Nutzenanalyse sicher noch negativer. Es bleibt die Frage WOVON man abhängig bleiben will.

Wir (privat) haben uns entschlossen nur noch von Strom abhängig zu sein. Weil wir da den meisten Anteil selber decken können.

Zusammenfassung

In eigener Sache:

Wenn ich in Deutschland ein Grundstück habe zahle ich Niederschlagwassergebühren. In meinem Heimatort zahlt man das auch wenn es versickert. Und wenn ich eine Garage habe und das Wasser versickert zahlt man einen anderen Betrag. Es gibt also für “Regen” drei Gebühren. Ich darf bei mir keine Trenntoilette (Urin/Rest) einbauen und dann den Urin versickern lassen. Weil Medikamente und Anderes in meinem Urin sein dürfen. Usw. usf.

Wie verhinder ich das? Den Krempel versickern lassen, Grundwasserpumpe und ein Rohr als Abwasserleitung einfach verbuddeln (Achtung, illegal! Das ist nur eine theoretische Überlegung!) . Was keiner weiss….

Und so siehts dann mit Strom aus. Inselanlage bauen, anschließen mit el. Umschalter (Achtung, illegal! Das ist nur eine theoretische Überlegung!). Oder mit nem CEE32 Stecker und Haus einmal ans Netz stecken und einmal an die Insel-PV.

Es geht also entweder legal und günstig, oder illegal. Weil man das nicht will. Es wäre für den Wasserhaushalt besser, es wäre für die Strominfrastruktur besser. Aber man will es nicht. Was bleibt da über als machen, halb-legal/illegal oder es lassen?

Jeder versucht hier die für den eigenen Geldbeutel günstigste Lösung zu begründen.

Aufwand und Einbußen (und damit Kosten/Verlust) sollen nur die Anderen.

Beispiele aus den letzten Posts (habe längst den Überblick über 300+ Beiträge verloren):

  • Warum soll der Netzbetreiber [mit eigenem Geld] Speicher bauen? Damit Andere profitieren?

  • Warum soll der Stromerzeuger aus Biogas nicht nach eigenem Ermessen einspeisen dürfen, sondern regulatorische Aufgaben übernehmen? In meiner Region sind das wenige Landwirte, die allerdings wechselnd Flächen anderer Landwirte zum Anbau von [meist] Mais benötigen. Dennoch keine “Großen” der Energiewirtschaft.

  • Warum sollen Pumpspeicherkraftwerke den günstig eingekauften Strom nicht teuer zum Marktpreis verkaufen dürfen.

Die Kosten sollen nicht Andere haben. Die Kosten sollen Verursachergerecht aufgeteilt werden. Dazu zählt jeden Verursacher gleich zu behandeln. Das ist eigentlich auch so gedacht mit offenem Markt oder gilt der doch nicht?

Die Netzkosten werden jetzt hier in Ö. von den Verbrauchern bezahlt. Ein etwas größerer Teil von den privaten Endkunden. Nun sollen private PV-Anlagen Netzkosten bekommen. Das bedeutet, der private Endkunde zahlt doch dann 2 mal die Netzkosten…

Gibt es Zeiten, an denen Strom nicht benötigt wird, dann bekommt man zu der Zeit nicht nur für den Strom kein Geld, sondern Verursachergerecht die Netzkosten drauf um den Strom auch noch loszuwerden. Wenn ich also keine Nulleinspeisung mache muss ich Geld bezahlen. Mein Strom geht an Netzebene 7 und Netzebene 6, dann zahle ich für die Netznutzung. Aber liegt dann ein Kraftwerk an Netzebene 4,5,6,7 muss dieses auch für 4,5,6,7 bezahlen. Also MEHR.

Richtig, der Fehler war das Pumpspeicherkraftwerk einem EVU zu verkaufen. Die EVU gehören dem Land…. Die geben aber die Einkünfte nicht weiter sondern das fließt dann in die Unternehmenseinkünfte und an die Aktionäre. Würden die Pumpspeicherkraftwerke dem Land direkt gehören… aber selbst dann. Die Verwendung als Gelderzeugung ist wichtiger als Preisstabilität des Stroms der eigenen Bevölkerung.

Der Netzbetreiber muss keine Speicher bauen. Der Netzbetreiber muss auch keine Leitungen zu großen PV oder zu Windkraftanlagen legen. Sollen die das doch selber legen….

Zu deiner ‘in eigener Sache’:

In Deutschland zahlt man Abgaben (Gebühr wäre für alle gleich) für Niederschlagswasser, das in die Kanalisation fließt und damit Zusatzkosten in der Kläranlage erzeugt. Das zu trennen ist sinnvoll, ob man das zusätzlich bepreisen muss, fraglich. Ich z.B. habe mit wenig Umbau das Dachflächenwasser vom Grauwasser getrennt; speise nicht ein und zahle daher nicht extra.

Übertragen auf die Stromerzeugung wäre das so, als wenn ich mir das überschüssige Wasser statt zu bezahlen auch noch vergüten lassen würde. Das Argument, daß das Wasser (der Strom) regional verwertet wird, zählt für mich nicht - aus Sicht deines Grundstücks mußt du es/ihn loswerden, ja, das bezeichne ich als “Quasimüll”.

Auch dein Verpackungsmüll wird als teilweise als Wertstoff umgedeutet - ohne Verwertungsmöglichkeit auf dem eigenen Grundstück ist das über, also Müll.

Ja, du kannst versuchen, einen Abnehmer für deinen Strom zu finden - einen Anspruch darauf, den vom örtlichen Netzversorger abgenommen zu bekommen, war als Anschubmaßnahme gewollt, aber jetzt offensichtlich nicht mehr.

Du kannst dich nun darüber aufregen oder für dich die Konsequenzen ziehen.

Nein, im offenen Markt kannst du frei wählen, von wem du Ware (Strom) kaufst.

Du nimmst das überschüssige Wasser und das kommt zu deinem Nachbarn und du sollst nun Wassergebühren für das Wassernetz zahlen obwohl das Wasser nur von A nach B zu deinem Nachbarn fließt.

“Das Argument, daß das Wasser (der Strom) regional verwertet wird, zählt für mich nicht - aus Sicht deines Grundstücks mußt du es/ihn loswerden, ja, das bezeichne ich als “Quasimüll”.”

Eben. Für dich ist der Strom/ das Wasser Abfall. Dass du damit aber die gesamte Kette zum Klärwerk und wieder rückwärts zum Nachbarn gar nicht mehr benötigst, weil dieser nun dein Wasser bekommt lässt du hinten wegfallen. Immerhin will man dir was verkaufen. Und deinem Nachbarn. Kann ja nicht sein, dass dadurch was wegfällt. Also müssen die Wassernetzgebühren erhöht werden. Weil du und dein Nachbar jetzt weniger Wasser verbrauchen und somit die fixen Kosten so hoch sind, dass man sie nun auf jeden Entnehmer umlegt.

“Auch dein Verpackungsmüll wird als teilweise als Wertstoff umgedeutet - ohne Verwertungsmöglichkeit auf dem eigenen Grundstück ist das über, also Müll.”

Und darf ihn nicht verwerten. Illegal.

“Nein, im offenen Markt kannst du frei wählen, von wem du Ware (Strom) kaufst.”

Sofern keiner bevorzugt wird.

Nein, ich kaufe auch nicht bei jedem Bäcker/Fleischer/Supermarkt meiner Stadt, sondern da, wo ich preiswert einkaufen kann, Parkplätze habe, mich wohlfühle, zu Fuß hinkann - es kann zig Gründe geben. Und ja, ich bevorzuge.

Im Monopol mußt du dich mangels Wahl den Regeln beugen. Oder, sofern möglich, auf die “Angebote” des Monopols verzichten.

Womit wir da wären: Die Netzüberlastungen sind nur argumentativ bei privaten PV-Anlagen, nicht aber real. Real bestimmt das Geld. Und wer am Besten aus der Sache kommt hat nichts mit der tatsächlichen Netzbelastung zu tun, sondern wer eine größere Lobby hat.

Ja, isso. Einschränkungen verkaufen sich besser, wenn man die begründet (auch wenn noch so absurd/unlogisch). Für die Masse, zumal es in diesem Fall nur einige trifft. Und nun?

Noch einmal: du kannst mit dem Strom schwimmen (begrenzt durch die Ufer (Regeln) oder (zumindest lokal) deinen eigenen Weg jenseits des Ufers finden. Sich als Einzelner am Fels in der Strommitte festzuhalten (auf alten Regeln bestehen), erschöpft nur.

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Gerade aber für diese Seite und dieses Forum hier wäre es extrem wichtig, dieses auch so zu publizieren. Was auch in immer mehr Videos wohl eintrifft. Die Erkenntnis, dass es nur so weiter geht, dann aber eben am Rande des Ufers.

“Und nun?”

Ich weiss nicht. Aber damit wäre geklärt, wie es zu Netzüberlastungen kommt. Man forciert sie um Gebühren zu erhöhen und die Energiewende durch den Bürger zu finanzieren. Nicht mehr und nicht weniger.

Man muss nicht mit dem Strom schwimmen wenn man sagt, dass man dann eben nur ne kleinere PV baut um den Eigenbedarf zu decken und nicht einzuspeisen weil das momentan besser so ist. Das nicht investierte Geld kann man dann in andere Dinge stecken die ggf. eine Reduktion des Verbrauchs bedingen oder generell woanders sparen um autarker zu werden. Ich halte das für wichtig bevor man sich selber Infrastruktur aufs Dach klatscht (klatschen lässt) die dann nur letztlich Geld verbraten hat. Denn dann sind nicht nur die PV sondern auch der Akku nur begrenzt sinnvoll.

Wieso soll der direkte Nachbar dann ohne PV 40 Cent für den Strom zahlen, der angeblich nur Müll ist? Die zehn Meter Leitung liegen seit Jahrzehnten und verursachen so gut wie keine Kosten.

Ich finde die Argumentation, dass besser abgeregelt wird als dass lokaler Verbrauch durch niedrige Preise angereizt wird, sehr unschön. Die niedrigen Preise bei Sonnenschein für private Haushalte hätten noch den Nebeneffekt, dass sich superteure Dachanlagen nicht mehr lohnen würden.

Darum geht es doch gar nicht. Ja, der Nachbar als Argument. Die Beschränkung, daß ich nicht über Grundstücksgrenzen hinaus dem Nachbar Strom direkt liefern darf, gehört abgeschafft. Andere Baustelle.

Es ist aber vielleicht nicht der zehn Meter entfernte Nachbar, weil wenn Sonne scheint, dann brutzelt es auch auf dessen PV.

Die Aussage war, daß bei Teileinspeiseanlagen aus Sicht des PV-Betreibers die PV so ausgelegt ist, den eigenen Bedarf möglichst ganzjährig zu decken, für den Überschuß an guten Tagen finanziell entlohnt werden will und das auch noch als gesellschaftliche Wohltat verkauft.

Bei Volleinspeisern ist das ähnlich, aber da hat man neben den wetterbedingten Schwankungen (welche sich etwa vorhersagen lassen) nicht noch die unvorhersehbaren Verbrauchsschwankungen.

Wenn BKWs und Teileinspeiseanlagen zusätzlich Speicher nutzen und ansonsten Nulleinspeisung machen würden, hätte man seitens des Netzbetreibers wesentlich weniger Redispatches (und damit auch weniger Kosten für alle, auch den Nachbarn) nötig.

Soll was heißen? Weniger PV? Will man das?

Angeblich lohnen sich PV heute schon ohne Subventionen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn du deinem Nachbarn deinen Strom direkt verkaufst. Aber bitte nicht durch ‘uns alle’ subventioniert.

Für mich war das nie eine Frage, ob sich PV ob meiner Restlebensjahre lohnt - ich war dazu bereit, einen bestimmten Betrag dafür zu investieren. Aber ich wollte nie was “geschenkt” bekommen, was anderen mit Zwang genommen wurde.

Wenn Geld über ist (und nein, ich bin nicht Krösus), darf es gerne auch die ‘superteure Anlage’ sein.

Und wer es finanziell nicht kann, sollte sich selbst ein BKW nicht aus Subventionstöpfen bezahlen lassen. ‘Belohnen’ Einzelner durch vorherige Zwangsabgaben aller ist einfach falsch und schafft Unzufriedenheit. Man wird ja nicht gezwungen, sich an den Töpfen zu bedienen.

Dieses Thema ist mir letztens nochmal eingefallen.

Gilt das auch für Gleichstrom?

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Ist das so?
§ 5 EnWG lautet:

”(1) Energielieferanten, die Haushaltskunden mit Energie beliefern, müssen nach Maßgabe des Absatzes 2 Satz 1 und 2 die Aufnahme und Beendigung der Tätigkeit sowie Änderungen ihrer Firma bei der Bundesnetzagentur anzeigen; ausgenommen ist die Belieferung von Haushaltskunden ausschließlich innerhalb einer Kundenanlage oder eines geschlossenen Verteilernetzes sowie über nicht auf Dauer angelegte Leitungen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht laufend auf ihrer Internetseite eine Liste der angezeigten Energielieferanten; dabei werden die Firma und die Adresse des Sitzes der angezeigten Energielieferanten veröffentlicht. Von der Bundesnetzagentur werden monatlich die Energielieferanten veröffentlicht, die in den jeweils letzten zwölf Monaten die Beendigung ihrer Tätigkeit angezeigt haben.”

Wenn ich ein (mobiles) Verlängerungskabel zum Nachbarn lege, wäre das von der Regel ausdrücklich ausgenommen (nicht auf Dauer angelegte Leitung). AC oder DC spielt gewiss keine Rolle. Ganz anders sieht es aus, wenn ich das öffentliche Netz dazu nutzen will, meinen Nachbarn zu beliefern.

Bingo.

“für den Überschuß an guten Tagen finanziell entlohnt werden will und das auch noch als gesellschaftliche Wohltat verkauft.”

Nein. Sondern der wird dafür vergütet aber er entlastet mit der PV die Netzebene 7 und Netzebene 6. Genau das besagen auch die Energiegemeinschaften in Österreich. Andernfalls hätten jene dieselben Netzgebühren.

“Wenn BKWs und Teileinspeiseanlagen zusätzlich Speicher nutzen und ansonsten Nulleinspeisung machen würden, hätte man seitens des Netzbetreibers wesentlich weniger Redispatches (und damit auch weniger Kosten für alle, auch den Nachbarn) nötig.”

Hätte man nicht. Denn es werden ja weitere PV-Großanlagen gebaut, aber die kleinen BKW und kleinen PV-Anlagen, DEREN Strom soll über sein. Das ergibt einfach keinen Sinn. Der Netzbetreiber nutzt das einfach nur als Argument, es bleibt aber falsch.

Doch, hätte man. Großanlagen würden wie früher die fossilen Großkraftwerke gesteuert. Das bezeichne zumindest ich nicht als Redispatch und wenn doch, sind es wesentlich weniger Akteure und damit vermutlich auch weniger Eingriffe.

Unsteuerbare EE-Einspeiseanlagen haben zudem den Nachteil, daß der Netzbetreiber für jeden Standort die Wind- und vor allem Sonnenerträge über jede Tageszeit berechnen muß. Was er nicht kann, selbst wenn nicht steuerbar - daher mit Zunahme vieler EE-Kleineinspeiser auch Zunahme Anzahl Redispatch.

Früher zahlte ich als Stromkunde EEG-Umlage, heute zahlen viel weniger Nettosteuerzahler den Grossteil der marktfremden Aufwendungen über die Steuer. Man hat es intransparenter gemacht und dazu noch auf weniger Zahler abgewälzt. Und neben den Einspeisegebühren zahle ich jetzt noch vermehrt Redispatch-Kosten.

Das ist ähnlich kompliziert wie Energiegemeinschaften, von denen ich nicht besonders begeistert bin.

Ich rede von Kosten reflektierenden Netzgebühren und von Abgaben und Steuern, die (fast) Umsonst Strom dann doch teuer machen und die man so ausgestalten kann, dass günstiger Strom günstig bleibt.

Dann zahlt der Nachbar für vermeintlichen Überschuss Strom keine 40 Cent mehr und bekommt einen ähnlichen Anreiz zu Zeiten hoher Produktion Strom zu verbrauchen wie Eigentümer von PV Anlagen.

2000 Euro pro kWp Anlagen ohne Batterie dürfen natürlich gerne weiter angeschafft werden, wenn Leute die unbedingt haben wollen, aber zumindest werden die dann nicht mehr effektiv über den Eigenverbrauch subventioniert. Es ist schon besser, wenn die Anlage entweder auf einem großen Industriedach ist oder billig ein paar kWp auf ein Flachdach einer Garage kommen oder am einen Zaun als so eine Art Maxi BKW (minimale Bürokratie bei eigener Steckdose ohne Verbraucher 2,5 kW frei, oder drei Steckdosen mit je 800 Watt frei).