Ein paar erste Fragen, um danach weitere Fragen stellen zu können für den Aufbau einer komplexeren Anlage

Hallo allerseits.

Ich plane und teste im Versuchsaufbau gleichzeitig eine komplexere Anlage als Mieter einer Mietwohnung.

Um weitere Fragen zum Thema stellen zu können, brauch ich jetzt erst mal ein paar Auskünfte von Euch. Meine Suche hier im Forum als auch im Web haben mich nicht wirklich weitergebracht.

Ich habe mir testweise ein paar 100W Kunststoff-Solarmodule gekauft, welche vor allem auf der Außenseite der vom Vermieter neu installierten Kunststofffenster optimal draufpassen und ich diese auch mobil aufgehängt habe. Die Daten dazu poste ich später in entsprechenden Bereich mit Vorstellung meines PV-Projekts.

Was ich konkret als nächstes brauche, ist eine einfache CAD-Software, vorzugsweise kostenlos, ich dachte dabei z.B. an Free-CAD, weil es auch unter Linux geht. Da ich damit noch keine Erfahrung gemacht habe, geht die Frage an Euch, was ihr so verwendet für Eure Solar-Stromkreislaufpläne.

Die Suche im Web hat mich zu Lösungen geführt, die mir zu komplex sind und für eine einfache Schaltplanzeichnung zum Präsentieren der aktuellen Solarplanung als Overkill erscheinen.
Ich möchte den Schaltplan auch anpassen können, wenn von Euch Verbesserungsvorschläge kommen, mit denen ich fest rechne.

Die Software brauche ich, um Solar-Stromkreisläufe zu zeichnen, mit symbolischen Solarmodulen, Um- und Schaltern, Sicherungen, Not-Aus-Tastern usw., damit ich Euch bildlich zeigen kann, was ich genau vorhabe.

Außerdem kann ich eine solche Zeichnung dann auch meinem Stromversorger, meinem Vermieter und später auch meinem Versicherer zeigen bei Bedarf, sobald ich die "Kinderkrankheiten" und etwaige Denkfehler/Schaltfehler meines Projekts mit Eurer Hilfe ausgemerzt habe.

Des weiteren bin ich auf der Suche nach evtl. schon fertigen Arduino-Lösungen für Solarausbeute messen über Sensoren wie Spannung/Strom inkl. Datenlogger, die ich z.B. einfach an ein bereits montiertes Solarmodul dranhängen kann. Entsprechende Hardware habe ich mir schon besorgt, will das Rad aber nicht neu erfinden müssen, falls das so oder ähnlich jemand schon gemacht hat. Adaptieren ist immer leichter als neu machen.

Die komplexe Anlage ist aktuell so geplant, daß ich ein- bis zwei Inselanlagen ggf. miteinander verschalte in der Aufteilung Nord-/Südlage, welche dann gemeinsam in einen Batteriespeicher einspeisen. Der Stromentnahmeort wird dann voraussichtlich erst mal die Küche sein.
Die Inselanlagen sind als einphasige Anlagen geplant.

Der zweite Teil wird ein "BKW" sein, welches in den Haushaltsstrom die genehmigte Menge einspeist, und der Überschuß ebenfalls in einem weiteren Batteriespeicher gepuffert werden soll. Auch diese Lösung ist einphasig geplant, da ich keine Elektrogeräte nutze, die dreiphasig sind. Alternativ sollen sowohl das BKW als auch die Inselanlagen gleichzeitig den Batteriespeicher befüllen.

Ich werde auch den Verteilerkasten der Wohnung nicht verschalten/anschließen, um mir unnötige Elektrikerbesuche einzusparen und mach mir meine neuen, wohnungsinternen Schaltkasten lieber selber.
Links zu informativen Youtube-Videos, wie man sowas professionell selbst macht, wären da sicher hilf- und lehrreich.

Ich habe Erfahrungen im Verlegen von Stromleitungen in Kabelkanälen mit verschalteten Steckdosen, hab das als Nichtelektriker mal eine Weile lang beruflich nebenher erledigt und auch als Projekt vor Jahrzehnten privat verwirklicht. Meine Bude ist bis jetzt weder in Brand geraten noch abgefackelt. Ich möchte, daß das so auch bleibt.

Da meine IT auch per USVs abgesichert sind, sollen diese künftig mit eingebaut werden. Aktuell hängen die noch an eigens mit je 16A abgesicherten Zusatzleitungen am Wohnungsinternen Sicherungskasten.

Leider ist mein neuer, solartauglicher Stromzähler im Keller im Hauptschalt- und Sicherungskasten untergebracht. Da zwischen dem Zähler und meiner Wohnung sehr viel Beton-, Ziegelmauerwerk und Stahl verbaut ist, wüßte ich gerne, ob es eine Möglichkeit gibt, den weit entfernten Stromzähler per IR auszulesen und diese Daten über geschätzte 30-50m zu übertragen, sodaß ich auf diese Daten in meiner Wohnung zugreifen kann?
Eine IR-Schnittstelle hatte ich mir auch schon besorgt.

Welche Übertragungstechnik käme dafür in Frage?

Lieber Mod: Sollte dieser Beitrag an der falschen Stelle sein, bitte verschieben.

Freue mich schon mal auf Eure Antworten.

Vermieter, Versorger, und Versicherung interessieren sich nicht für von Laien gezeichnete Pläne, egal, womit die gemalt wurden.

Und was für eine komplexe Wunderanlage stellst du dir denn vor? An der Elektrik einer Mietwohnung kannst du nichts großartig ändern.

Mehr als ein Balkonkraftwerk wird nicht gehen.

Oliver

FreeCAD ist ein recht ordentliches Tool aber primär gedacht für 3D Konstruktionen.

Sicherlich ist es möglich im Mode Skizze auch Schaltpläne zu “malen”. Ich halte das aber nicht für sinnvoll.

Um Schltpläne zu zeichen ist KiCAD ein ordentliches Tool. Aber nach meiner Meinung für die Darstellung einer Solaranlage (Panel, Wechselrichter, Batterie, Meter, Zähler) auch übertrieben.

LibreOffice Draw reicht nach meiner Meinung aus zur Doku und nebenbei mein Netzbetreiber hat zur Anmeldung meiner Anlage einen handgezeichneten Plan bekommen und akzeptiert.

Für deine Pläne:

Bleistift reicht erst mal. Ich musste neulich was für den Netzbetreiber zeichnen. Wurde dann Powerpoint.

Solaranlage: das klingt alles nach wildem Gebastel. Bau zum Anfang ein Balkonkraftwerk. Irgendwas was alle machen. Lerne daran und dann kannst du immer noch mit dem Basteln anfangen

3 „Gefällt mir“
1 „Gefällt mir“

Oliver

Ich habe meine Pläne für die PV Anmeldung beim Netzbetreiber auch alle selbst gemalt. War alles ok :blush:

1 „Gefällt mir“

Ja das funktioniert, habe ich ähnlich gehalten, wurde vom Netzbetreiber akzeptiert :+1:

Ich bedanke mich für die Beantwortung der Fragen bezüglich der Software und dem Plan erstellen. Ich werde mir in nächster Zeit also mal die Software jeweils anschauen und dann wohl entscheiden, welche meinen Zielen am Besten dient.

Ich möchte mir erst mal verschiedene Konstellationen der Solarmodul-Kombinationen, Verschaltung untereinander, Wechselrichter-/Inverter-Optionen, und andere Dinge kreativ vorbehalten.

Dabei würde ich dann gerne die entsprechenden Symbole der Kombinationen auf dem Blatt verschieben und nicht jedes Mal den ganzen Krempel neu zeichnen müssen, nur weil ich an der einen oder anderen Stelle was verändert habe.

Mit einer Software, wo ich die Symbole auf einem Blatt platziere und die markanten Änderungen nur einzuzeichnen bzw. zu verschieben brauche, ggf. in verschiedenen Versionskopien mit mehreren Blättern dargestellt, würde die Fragestellung verdeutlichen, um deren Klärung und letztliche Anordnung es mir dann jeweils geht. Das macht auch die Lesbarkeit bei Fragen im Forum leichter als das, was aktuell grad auf meinem Zeichenblock hingeschmiert wurde.

In der weiteren Fragestellung war von mir noch angefragt worden, ob es schon fertige Arduino-Lösungen gibt, die man an ein Solarmodul bzw. Solarmodulkombination anstöpselt, und so die aktuellen Rohdaten an unbelasteten Solarmoduldaten herankommt, kombiniert mit einem Arduino-Dattenloggermodul und der entsprechenden Auswertungssoftware für die grafische Darstellung der Tagesverteilung, je nach Ausrichtung/Position des Solarmoduls, auch in Bezug auf Ausleuchtung/Nord-/Südseite, Tageslicht je nach Jahreszeit.

Falls es dazu im Forum sowas gibt, dann bitte einfach den Link als Querverweis mitteilen, damit ich das schneller finden kann.
Wenn man nicht weiß, welche Stichwörter wichtig sind beim Suchen, wirds schwierig mit der Recherche.

Ich hatte mich bei den Arduino-Projekten für den Arduino Uno entschieden, weil bei Aliexpress in Sonderaktionen sehr günstig zu bekommen, aber wenn es Projekte gibt, die mit kleineren Arduino-Modulen funktionieren, kann ich die Skripte ja ggf. anpassen.

Aktuell habe ich mir ein paar spezielle Adapter gefertigt, von Solarstecker auf Anderson-Stecker, von Andersonstecker auf Batterie, und Andersonstecker auf Messmodul, z.B. das hier:

Für den Anderson-Stecker habe ich mich entschieden, weil ich die schon von meinen USV-Batterieanschlüssen her kenne und deren einfache und sichere Handhabung schätze.

Weitere Fragen:
Ich bin noch nicht soweit, daß ich sagen kann, ich nehme den Wechselrichter X oder lieber eine getrennte Lösung aus PWM-Steuerung und Inverter. Ich möchte halt für meine Zielsetzung höchstmögliche Flexibilität in verschiedenen Teilbereichen meiner Wohnung, daher auch die Komplexität.

Aktuell habe ich das eine 100W-Modul am Balkon montiert, durch die Balkontür mit Solarflachkabeln durchgeführt (deren Belastbarkeit natürlich begrenzt, aber für das 100W-Modul ausreichend sind) und zum PWM-Solarregler im Wohnraum geführt.

Am PWM-Regler sind aktuell zwei 12V Leistungsbatterien Blei-Gel Wartungsfrei (keine KfZ-Starter-Batterien) parallel geschaltet angeschlossen. Kurzzeitig zu Testzwecken hatte ich an die Batterie einen preiswerten DC 12V zu AC 220V 120W Inverter, und darüber einen 150W LED-Strahler angeschlossen. Hat wunderbar funktioniert.

Ein Teil meiner Infrastruktur läuft schon auf DC 12V, ich will auch das mal im Auge behalten, ob das alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Dazu später mehr an anderer Stelle.

Mein aktueller PWM-Regler (Aliexpress) kann 12V und 24V automatisch feststellen und wurde sehr günstig für reine Testzwecke besorgt, soll 100A können, müßte noch getestet werden, ob der so eine Belastung auch aushält im Dauerbetrieb. Mit der aktuellen Belastung wird der jedenfalls nicht mal lauwarm (macht der überhaupt was, könnte man fragen).

Meine nächste Frage, die sich daraus ergibt, wäre eine mögliche Entscheidung für einen DC-Spannungsbereich.

Macht es Sinn, alles DC-seitig auf 12V laufen zu lassen, um später von DC12V auf AC 230V zu invertieren, oder sind höhere DC-Spannungen sinnvoller?

Hat eine höhere DC-Spannung einen besseren Wirkungsgrad beim invertieren? Oder egal?
Oder ist höhere DC-Spannung besser für die Lebenszeit der Batterien? Oder auch egal?

Diese Fragen scheinen mir wichtig, weil sich daraus die Batteriespannungskombination entscheidend beeinflußt wird und nachfolgend auch die Anforderungen an den Wechselrichter/Inverter.

Nun, aus den Fragen erahnen manche schon, daß ich mit der Maximaleinspeisung von 800W nicht einverstanden bin, da diese "Leistung" meinen Tagesbedarf keineswegs deckt. Aber das wird ja in einem anderen Bereich sicher schon Thema sein, vielleicht kann mir da auch jemand einen aktuellen Thread verlinken, falls gerade ein Link zur Hand?

Alle aktuellen Solarteile sind übrigens von AliExpress, falls das jemand interessieren sollte.

Wie groß soll denn die Anlage werden? 30kWp oder doch 300kWp?

Oliver

Hallo,
V x A = W lautet die Formel. Je höher der Strom (A), um so dicker müssen die Kabel sein. Für 120 W brauchst du 10 A. Dafür reicht ein 1,5 qm Querschnitt. Doch um 1,2 kW zu transportieren, braucht es 100 A und dafür nimmt man wenigstens 25 qm, besser 36. Das dicke Kabel kostet viel mehr. Auch in den WR für 12 V sind viel dickere Spulen mit viel mehr Kupfer verbaut. Daher sind sie schwerer und ggfls. teurer. Daher sind höhere Spannungen zu empfehlen. Hier üblich sind 48V Akkus. Zu dieser Spannung gibt es eine große Auswahl von WR.

Arbeit x Zeit = Leistung (W x h = Wh):
Wenn du 100 W kontinuierlich aus dem Netz entnimmst, sind das 2,4 kWh an einem Tag. Gewiss gibt es Verbraucher, die mehr als 800W ziehen, doch sind diese nie lange in Betrieb. Aufheizen von Wasser, wie es bei Wasch- und Spülmaschinen, Kaffevollautomaten, etc. geschieht, zieht 2 bis 2,4 kW, aber eben nur beim aufheizen. Wenn du ein System bauen willst, dass diese Spitzenlasten abdecken soll, dann bist du mit 12 V falsch beraten. Solche Systeme sind nur mit Elektriker und entsprechender Anmeldung verwendbar.

Nix gegen deine Bezugsquelle, doch beachte, dass dort auch Geräte angeboten werden, die für Deutschland keine Zulassung haben. Das kann ins Auge gehen.

L.G.

1 „Gefällt mir“

Hi Oliver,

So groß wie möglich :wink:

Mein Balkon hat eine Frontseite von ca. 2m. Da geht erst mal nicht viel an Modulen.
Aktuell zu Testzwecken ein 100W-Modul. Allerdings sind am Balkon größere Module vorgesehen mit fester Ausrichtung.

Allerdings, kreativ gedacht und erweitert, kann ich die 2m Balkonbreite technisch erst mal nach links und rechts etwas verlängern.
Zudem schwebt mir ein "Käfig" vor, wo ich auf dessen Dach mir weitere zwei Module mit Nachführung, sowie im Rahmen des Käfigs auf einer zweiten Höheneinheit weitere Module vorstellen kann.

In einer vorläufigen Planung habe ich mal ausgerechnet, daß mit Käfig am Balkon inkl. Balkonfront ca. 6-8 Glas-Hochleistungsmodule theoretisch möglich sein könnten.

Der Käfig selbst wird wohl "mobil" montiert sein, weil der Vermieter schon gesagt hat, daß Bohren von Löchern usw. nicht statthaft ist. Somit fällt das Fixieren des "Käfigs" durch Verankerung im Balkonboden weg.

Aber ich habe da schon an Alternativen gedacht, wie das gelöst werden kann. Einen kreativen Geist werden solche Einschränkungen nicht aufhalten :grin:

Mein Stromzähler im Keller zeigt aktuell einen Verbrauch von ca. 500W an und dieser Verbrauch ist schon geschönt, weil ich meine Power-PCs (Amigas und Apollo Domain-PCs sowie andere Küchengeräte) derzeit nicht im Betrieb habe, sowie meine Gefriertruhe defekt ist. Ansonsten springt der Verbrauch deutlich nach oben.

Hier mal ein Foto vom 100W-Modul-Label:

Dann bring doch deine Theorie erst mal in die Praxis. Wenn dann feststeht, wie viele Module es wirklich werden, kann man über den Rest diskutieren. Auch darüber, ob en einfaches BKW mit vier Modulen nicht doch geeigneter ist, weil dir das größere Elektroinstallationen im Mietobjekt erspart.

Oliver

1 „Gefällt mir“

@deff:
Danke für die Infos. Wie schon anfangs gesagt, ist meine geplante Anlage etwas komplexer, weswegen ich da auch den Schaltplan dafür mit Software erstellen möchte, damit ich später auch noch bei der Verkabelung durchsteige, ggf. auch nach Jahren dann ein anderer weiß, was wohin geht und warum. Kommt dann in der Projektplanung zum Einsatz.

Also zum Teil 48V-Akkusystem. Gibt es ein 48V Akkusystem, das mitwächst, also wo ich erst mal einen Basisblock kaufen kann und danach bei Mehrbedarf hinzukaufen (oder im DIY-Modus hinzufügen) kann?

Gibt es da eine Übersicht für Speichersysteme, so ähnlich wie die für Wechselrichter?

Und sind die 48V Wechselrichter nun auch jene, die in der Microwechelrichterübersicht als empfehlenswert gelistet sind?

Zum Experimentieren bräuchte ich also nochmals 2x 12V Leistungsbatterien. Hier ein paar Fotos:



Und hier der Vollständigkeit halber auch der derzeit zu Testzwecken genutzte 100A Solar-PWM-Laderegler (steht zwar MPPT drauf, hab aber schon mitbekommen, daß es nur ein PWM-Regler ist):

@OliverSo:
Soweit ich den Text vom Vermieter noch im Kopf habe, will der aber nur zwei Module und 2000Wp akzeptieren und das ist mir schlicht zu wenig.
Daher der Plan mit der zusätzlichen "mobilen Aufhängung", dagegen kann er dann nix machen.

Wenn die 12 V Teile von ihrem BMS her nicht dafür freigegeben sind, daß man sie hintereinander schaltet, kann das wohl übel enden. Eher einen fertigen 5 kWh 51 Volt Akku kaufen (16 Zellen, nicht 15!) und weitere später parallel, wenn nicht gleich einen Standard 14 oder heute eher 16 kWh Akku. Da Du ja doch einiges an Modulen perspektivisch mit Deiner “Wintergarten” Konstruktion machen willst: Ist das für Deinen Vermieter OK? Wenn es das beim nächsten Sturm wegweht, wäre das ja auch nicht so prickelnd für alle Beteiligte …

Hallo,

auf den Foto´s sieht es nach Blei Gel Akku´s aus. Die haben kein BMS. Die Technik, die @goldader uns jetzt zeigt, auch die Module, sind für 12 V Anlagen gedacht.

L.G.

1 „Gefällt mir“

Hast Recht, “Gel” auf den Bildern spricht dafür.

Das passt nicht zusammen. 2000Wp schafft man nur mit 4 Modulen, und das wäre dann auch die Obergrenze für ein steckerfertiges Balkonkraftwerk mit vereinfachter Anmeldung.

Alles da drüber hinaus erfordert einen Festanschluß durch einen zugelassenen Elektriker, mit eventuell erheblichem Umbauaufwand an der Elektrik. Und da sag ich mal, DAS genehmigt dein Vermieter auf keinen Fall, wenn der schon Einwände gegen mehr Kollektoren hat.

Oliver

@JensDecker:
Aktuell zu Testzwecken sind die 2x 12V Akkus (GEL-Batterien) parallel angeschlossen, eine Aufsplittung auf 24V könnte ich mit Serienschaltung noch machen, das kann auch der aktuell zu Testzwecken eingesetzte PWM-Laderegler noch erkennen. Für 48V brauch ich definitiv einen neuen Regler.

Mein Balkon ist ziemlich gut Wind geschützt, also sämtliche Orkane der letzten 20 Jahre haben nicht mal meine zu Antennenmastfüßen umfunktionierte metallenen Garderobenständer umgeweht und auch meine selbst gebaute SAT-Halterung steht wie eine eins! Ist alles von mir für die "Ewigkeit" grundsolide gebaut worden.

Mein geplanter "Wintergarten", wie Du ihn bezeichnest, würde dann ebenfalls so gesichert werden, daß da nix wegwehen kann (z.B. Betonplatten im Boden). Eine Fixierung mit Schrauben im Balkonboden wäre mir zwar lieber, aber mit dem Vermieter aktuell nicht vereinbar.

Natürlich werde ich offiziell anfragen und um Genehmigung beim Vermieter ersuchen, wenn meine Konstruktion mit FreeCAD o.ä. fertig konstruiert ist und ein 3D-Modell einen guten Einblick gibt, was da von mir gleplant ist.

Aber die Konzeptionierung ist von Vornherein auf "mobile Montage" ausgelegt, damit der Käfig dann auf dem Balkon die alternative Fixierung realisiert werden kann. Sollte ich dann nach Jahren des Betriebs und zahlreich überstandener Stürme vom Vermieter im Nachhinein das OK zu Festmontage auf dem Balkonboden erhalten, sollen die dafür notwendigen Fixierungslöcher im Käfigrahmen schon von Vornherein mit drin sein, damit ein Vermieter-Handwerker nur noch die Löcher im Balkonboden bohren muß.

Vermieter OK?
Bei meiner ersten Anfrage gabs die Auskunft max 2000Wp mit zwei Modulen.

Eigentlich wollte ich mit meinem Vermieter an einem Strang arbeiten, aber die Verantwortlichen beim Vermieter erreicht man nicht persönlich (z.B. Mitarbeiter, die für Mieter-BKWs verantwortlich sind, falls es die überhaupt gibt), die anderen Mitarbeiter mauern da, alles muß über ahnungslose Dritte abgewickelt werden an Kommunikation.

Außerdem: Da mein Vermieter eh schon die ganze Zeit Mietermobbing betreibt seit Jahren, rechne ich aktuell nicht mit einer über das Bisherige hinaus an OK von dessen Seite. Da müßte der schon einen massiven Sinneswandel in Sachen Energiewandel vollziehen und daran hab ich meine Zweifel. Da ich hier in meiner Wohnanlage auch noch Vorreiter bin (hab noch keine andere Mieter-Solaranlage gesehen und im Datenregister ist auch noch nix dort eingetragen).

Tja, sieht so aus als ob ich auch Solarrebel werde hier in meiner Wohngegend.

Daß die Anlage(n) dann irgendwann auch versichert werden soll, ist klar.
Die Produktion des Käfigs soll von einer Fachfirma erfolgen, da ich nicht die Möglichkeiten habe, Stahlträger zu verarbeiten, die für den Stahlrahmen benötigt werden. Das Ganze soll eine geschraubte Konstruktion sein, damit sie auch wieder zerlegt werden kann.

Der "Käfig" dient nicht nur der Funktionshalterung für die Solarmodule, er dient auch noch anderen Zwecken.

Kannst Du mir das mit BMS bei den GEL-Akkus erklären?
Die Gel-Akkus haben nur zwei Pole (+/-) und keine Balancer-Anschlüsse.
Oder war der BMS-Bezug woanders gemeint?

Ich weiß, daß vieles mit Solar für mich Neuland ist. Andererseits, wenn ich was baue oder bauen lasse, ist es solide. Ich brauch keinen zusätzlichen Ärger. Und als Mensch bin ich nicht perfekt. Fehler sind vorprogrammiert.

Nur möchte ich mein Bestes dazu beitragen, Fehler zu vermeiden, deswegen bin ich ja hier auch wieder Mitglied. Ich möchte meine Infos halt nicht nur aus den städtischen-/Vermieter nahen Blasen beziehen.

Denn (OFFTOPIC):
In Bezug auf eine erfolgte Modernisierungsmaßnahme hatte ich ja hier schon erlebt, was der Vermieter so alles an Bullshit behauptet hat, was die Anforderung an meine Wohnung anbetrifft, was alles dazu erforderlich sein soll, um die Modernisierung zu vollziehen. Im Nachhinein hat sich bestätigt, was ich über Internetrecherche im Vorfeld rausgefunden hatte, daß die zu erfüllenden Anforderungen maßlos übertrieben und völlig unnötig waren. Die Mobbingmaßnahmen des Vermieters mit den überzogenen Anforderungen hatten letztlich die Modernisierung meiner Wohnung künstlich in die Länge gezogen. Man kann auch sagen, der Vermieter hat mit den übertriebenen Anforderungen sich selbst ein Bein gestellt und unnötige Kosten produziert.

Gottseidank hatte die Bauleitung der Modernisierer deutlich mehr Kompetenz als der Bauleiter des Vermieters. Letztgenannten konnte man in der Pfeife rauchen, inkompetent, hielt sich nicht an vereinbarte Termine, erschien nicht zu vereinbarten Terminen, hat grundlos vereinbarte Termine wieder abgesagt oder absagen lassen, seinen Chefs gegenüber erzählte der nur Bullshit und log sich seine Welt zurecht. Gottseidank hatte ich die meiste Zeit Zeugen, die seine Lügerei auffliegen ließen. Keine Ahnung, um wieviel größer das Chaos der Modernisierung geworden wäre, wenn der Bauleiter des Vermieters die 100%ige Leitung und Organsiation der Modernisierungsmaßnahme gehabt hätte.