Das mit den BMS war auf Lithium-Akkus bezogen, was heute halt eher üblich ist bei PV als Blei. Wenn Du es auch noch mit einem größeren Vermieter bzw. dessen Verwaltung zu tun hast, würde ich doch erstmal dazu raten, einfach ein BKW mit zwei Modulen aufzubauen, bevor sie mit Deinem geplanten Konstrukt komplett dicht machen … Aber mußt Du natürlich selber wissen, was Du an Stress damit ab kannst.
Mach das. Ist allerdings vergeudetenLebenszeit.
Als Mieter eine PV-Anlage größer als ein BKW gegen den Willen des Vermieters durchzusetzen ist völlig vergebene Liebesmüh.
Oliver
Lieber Freund,
bittte sieh es nicht als Überherblichkeit, Arroganz oder eine Herabwürdigung deiner Ideen an. Aus meiner Sicht bist du mit deinen bisherigen Anlageteilen dort, wo ich von 8 Jahren aufgehört hatte: Blei Akku ´s sind nicht mehr Stand der Technik. Von 100 Wh die du eingelagert hast, bekommst du 70 bis 80 Wh wieder aus dem Akku raus. Bei LPF (auch LiFePo4) genannt) kannst du 95 Wh aus dem Akku entnehmen. Blei Akkus haben eine deutlich kürzere Lebensdauer, die in Vollzyklen gemessen wird. Dazu kommt, dass du Module aus dem Camping Bereich hast. Die liefern nur eine Spannung zum Landen von 12V Akku´s. Um 24 oder 48 V Akku´s zu laden, brauchst du andere Module.
Ja, du kannst die Akkus in Reihe schalten, dann hast du 24V und wenn beide Akkus die gleiche Kapazität und SOC haben, dann wird das klappen. Doch kannst du diesen 24 V Akku mit den PV Modulen von den Fotos nicht laden. Die Spannung muss höher sein, als die des Akku´s. Wenn du die Module auch in Reihe schaltest, dann wird es für einen 24 V Akku noch reichen. Sofern dein Laderegler auch für 24 V Akkus geeignet ist, kannst du ihn behalten. Der ist zwar PWM, doch MPP Laderegler bringen nur dann einen zusätzlichen Nutzen, wenn die PV Spannung deutlich höher ist, als die Akku Spannung.
Das finde ich gut. Schau dich mal um, wie andere hier ihre Lösungen zeigen. Mit Blei Akkus wird es nur noch wenige geben, da die LFP Akkus schon viel preiswerter geworden sind. Auch die leichten, flexiblen Module gibt es mitterweile mit Spannungen über 30 V. Doch sind sie deutlich teuerer als die Glasmodule.
Du musst das Rad nicht neu erfinden. Hier im Forum gibt es jede Menge Anregungen aus den Projekten der anderen Foristen. Einige grundlegende Kenntnise in der E-Lehre sind allerdings Voraussetzung für DIY Projekte. Wer das nicht mag, kann die Komplett Sets mit Akku, Halterung, Modulen und Anschlusskabel kaufen.
L.G.
Hab inzwischen über Verschiedenes nachgedacht und ein neues Konzept für die Speicherlösung und Gesamtanlage.
Insgesamt bin ich jedoch noch nicht viel weiter. Das bisherige Konzept mit den Blei-Akkus war ja nur zu Testzwecken, das muß ich wohl nochmal betonen.
Aktueller Stand:
Ich plane z.B. mein eigenes Stromnetz innerhalb meiner Mietswohnung zu realisieren (Inselnetz), aber auch die legalen 800W in das vorhandene Stromnetz der Wohnung einzuspeisen, und den Rest in eine skalierbare Akkulösung, die mit meinem künftigen Strombedarf wachsen kann. Klar dürfte sein, daß es zwischen dem Wohnungsnetz (vom Vermieter) und dem Inselstromnetz (des Mieters) keine Verbindung geben darf auf der Ausgangsseite.
Dadurch möchte ich mir den Einsatz eines Elektrikers nach Möglichkeit weitgehend einsparen. Sollte er versicherungstechnisch erforderlich sein, soll er nur die Endabnahme machen.
Der Batterieausgang wird aufgesplittet mit einem Leistungsbegrenzer auf 800W ins existierende Wohnungsnetz und einem zweiten Leistungsbegrenzer auf eine skalierbare Leistungsbegrenzung, angepaßt auf den Strombedarf zum Inselstromnetz.
Also eine legale Teileinspeisung 800W in die Wohnung und eine Kombi aus dem über die 800W hinausgehende Leistung bzw. nicht genutzten 600W (Beispiel) + Inselstromnetz mit x KW als Einspeisung in meinen skalierbaren Energiespeicher.
Dabei möchte ich den gesamten Strom, der ausbeutemäßig über die 800W hinausgeht, in einem Batteriespeicher unterbringen und erst, wenn der Akku voll ist, den Rest ins öffentliche Netz einspeisen.
Dazu habe ich noch ein paar Fragen, siehe den anderen Thread zum Thema Berichterstattung im BR „Kontrovers“ vom 13.05.2026.
Das Inselnetzwerk könnte z.B. so aussehen, daß es dreiadrig aufgebaut ist, aus stärkeren Kupferleitungen besteht, und sagen wir, eine "sicherere" Maximalleistung schafft, die evtl. auch mehr als 16A kann, z.B. 32A oder mehr (klar, daß das sich auf die Kosten auswirkt).
Daß das Ganze auch mit an den Fähigkeiten des Wechselrichters und des Energiespeichers liegt, ist mir schon klar, die diese müssen solche Rahmenbedingungen auch einhalten können.
Kein Drehstrom:
Aktuell nutze ich keinen Drehstrom in meiner Wohnung und sehe auch für die Zukunft keine derartige Nutzung vor (ich backe nix oder nur kleine Sachen, da reicht der Halogenofen), notfalls wäre das aber leicht nachzurüsten.
Eigener Sicherungskasten (Hoheitsrecht Mieter):
Die Gesamtkabelleitungslänge aus einem eigenen Sicherungskasten heraus könnte man in der ersten Ausbauphase auf ca. 10-15m begrenzen und so überschaubar halten.
Ich möchte auf diesem Weg auch den Eingriff in den Wohnungssicherungskasten (Hoheitsrecht Vermieter) begrenzen bzw. am Besten ganz vermeiden in Bezug auf den Solarausbau.
Die Leitungen würde ich an die Decke in einem eigenen Kunstoffkabelkanal führen.
An verschiedenen Stromabnahmepunkten können zusätzliche, mit variablen Sicherungen versehene Ausgänge sein, die in Mehrfachsteckdosen enden und von der Decke gesichert runterhängen oder an der Wand befestigt werden.
Zum Stromspeicher:
Skalierbar bedeutet in diesem Punkt für mich, ich starte z.B. mit 5 KW und möchte ggf. nachträglich weitere Module hinzufügen, um z.B. auf 10 KW aufstocken kann und die Zusatzmodule sollten auch zum Gesamtspeicher nahtlos passen.
Zur Leitungsdimensionierung:
Ich denke, viele Menschen machen den Fehler, Ihre Stromversorgung z.B. für ein Haus oder eine Wohnung falsch zu planen und stellen 30 Jahre später fest, welche Fehler sie unter Putz verlegt hatten (z.B. zu geringe Leitungsbelastbarkeit), weil man vor 30 Jahren andere oder nur wenige Verbraucher im Sinn hatte (eine Deckenlampe, eine Stehlampe und eine Nachttischleuchte und vielleicht noch eine elektrische Schreibmachine oder einen C64 mit Floppy, Bildschirm und Drucker) für ein Stockwerk in einem Haus, wo das Stockwerk mit 16A abgesichert ist.
Bedenkt man, daß heute jedes Kind einer wohlhabenden Familie im eigenen Zimmer mit seiner ganzen Technik locker 16A wegbrutzeln kann, sind manche Leitungskapazitäten von vor 30 Jahren verlegt einfach unterdimensioniert, weil man damals halt Energiefresser wie Handy, Playstations und andere IT und Haarföns, Wasserkocher und Minifrittieröfen im eigenen Zimmer nicht kannte oder nicht mit im Blick hatte.
Daher weiß ich nicht, welche Geräte in meiner Restlebenszeit noch dazukommen, für welche ich diese Kapazitäten heute schon mitdenken und ggf. mitskalieren muß.
Zur DC-Spannungswahl:
Auch werde ich mich noch entscheiden müssen, welche Grundspannung ich auf der DC-Seite letztlich brauche, die auch zukunftssicher ist, damit Energiespeicher, ggf. mehrere Wechselrichter und anderes Gerät auch in Zukunft miteinander funktionieren.
Und auch die Reparierbarkeit der Technik sollte einem Laien ermöglicht sein, wenn er sich weiterbildet, ggf. auch ohne Abschluß eines Elektrostudiums ![]()
Moin @goldader
so wie es scheint, bis du seit Oktober 25 noch nicht weiter gekommen. Das mag daran liegen, das du mit der Idee, ein eigenes Wohnungsnetz für 230V Wechselstrom nicht weiter kommst. Die Idee ist schwierig in der Umsetzung und kostet Gedanken, Geld und Zeit. Warum nicht einfach ein legales Balkonkraft nehmen und in dein Wohnungsnetz einspeisen lassen? Wieviel PV Leistung kann auf deinem Balkon installiert werden? Die Glasmodule sind ca. 1,10m breit und fast 2m hoch. Wenn du davon 4 anbauen könntest, bleibst du im rechtlich zulässigen Rahmen und mehr wird kaum möglich sein, es sei denn, du hast einen ungewöhnlich große Balkon.
Mit einer PV Leistung von 2000 W Spitzenleistung und einem Akku wirst du schon einen deutlichen Teil deines bisherigen Netzstrom Verbrauches reduzieren können. Doch reicht das nicht, um den Jahresverbrauch auf Null zu bringen. Daran ändert sich überhaupt nichts, wenn du dir deine eigene 230V Verkabelung baust. Die ist in deinem Fall nicht nützlich und bremst dich nur aus.
Wenn du im rechtlich zulässigen Rahmen bleibst, also 2000W PV Spitzenleistung, netzgeführter Wechselrichter mit 800W Maximalleistung, dann kann dir das niemand verwehren. Es ist nur die Anzeige beim Marktstammdatenregister erforderlich.
L.G.
8 Monate später und immer noch dieses Mindfuck Gedöns.
Dei Vermieter wird dir helfen, wenn du 32A Steckdosen in der Mietwohnung baust und nutzt. Da helfen auch dreiadrige Kupferleitungen nichts ![]()
Konstruktiver Vorschlag: hol dir so ein Anker Solardings mit ein paar kWh, bau die vom Vermieter erlaubten Module an und du wirst viel Freude daran haben.
Alles andere heb dir auf, wenn Du Wohneigentum hast. Da kannst Du dich richtig technisch austoben, da du ja mit dem Ankerdings praktische Erfahrungen gesmmelt hast.
P.S. und lerne bitte bite den richtigen Gebrauch der elektrischen Einheiten wie W, Wp und Wh.
“Energiefresser wie Handy, Playstations und andere IT und Haarföns, Wasserkocher und Minifrittieröfen im eigenen Zimmer nicht kannte oder nicht mit im Blick hatte.”
was Du beschreibst sind eigentlich keine Geräte die Kinder im Zimmer betreiben- frittieren im Jugendzimmer, und dann stinkt es den Rest der Zeit nach dem frittierten Öl. Dazu ist Handy mit 40W, und Playstation mit 400W kein Energiefresser, der irgendwie die 16A auslastet. OK, der Wasserkocher und der Haarfön- aber wie lange laufen die?
mein Eindruck ist, dass Du überschätzt, was Du mit ein paar Kunstoffmodulen an Stromversorgung übers Jahr auf die Beine stellen kannst. Selbst 4 x 500W Module sind in den 6 dunklen Monaten zäh in der Stromgewinnung. Dazu muss ja auch die Ausrichtung passen.
Zendure hat nette Lösungen in Richtung Nulleinspeisungen mit 1-4 Modulen im Portfolio- sowas würde ich mir überlegen. Da ist auch eine Steckdose an Bord, mit der Du im Fall der Fälle den Kühlschrank weiterbetreiben kannst.
weiß ja nich wie viele kids du hast die 16A im zimmer verbrutzeln
aber ich hab das gefühl, mit meinem kleinen WR mit Nulleinspeisung fang ich die allermeisten Verbräuche auf. Hauptsächlich braucht es dafür viel Batterie. Für mich alleine komm ich mit aktuell ca 7kWh (plus Boiler = DC-Wärmespeicher) gut über 1-2 Regentage. → Statt Unmengen Zeit und Geld in Inselnetz zu verbraten steck des in eine Batterie