Es sollte in unserer Gesellschaft doch erstmal jeder tun und lassen können, was er oder sie für richtig befindet.
Sofern das auf dem Boden der Rechtsordnung stattfindet und jeder auch die Kosten dafür trägt.
Da hapert es mMn. bei den Trips nach Malle, die es jedenfalls zeitweise billiger gab, als das Taxi zum Flughafen.
Das E-Auto war das teuerste Auto meines bisherigen Lebens. Warum gekauft? Eigene PV und weil man sowieso ein neues Auto benötigt hat (Zuwachs). Trotzdem ist es finanziell zu einem gebrauchten Diesel ein finanzielles Grab.
Wir verbuchen es für uns unter Luxus. Weil es einfach schön zu fahren ist. Unsere Verbrenner hatten bisher auch immer Standheizung.
Warum immer die Anschaffungskosten gerne verschwiegen werden, tja......
Ich hatte vorher auch noch nie einen Neuwagen. Weil es für mich immer logischer war ein 2-3 Jahre altes Auto zu kaufen. Einfach um den größten Wertverlust nicht mitzunehmen. Den haen wir nun mit dem BEV bewusst in Kauf genommen.
Aber allgemein günstiger? Naja.....da muss man schon viel Phantasie besitzen.
Es stand noch eine gebrauchte B-Klasse zur Sprache. Kosten um die 18-25.000€. Jetzt wurde ein BEV für rund 50.000. Förderung mit 4500 abgezogen immer noch 45.500€. Was hätte man da tanken können.....so alt werde ich nicht mehr.
Das ist nun das nächste Forum, in welchem das so gefasst wird. Wenn dem so wäre, würde ich nichts machen, und ich würde auch nach außen hin die Meinung vertreten, dass das alles ausweglose Dinge sind.
Ich schmeiße die Wärmepumpen und Klimasplits nicht weg und baue eine fossile Heizung ein obwohl der Strompreis steigt.
Ich schmeiße die PV nicht weg weil mein Strom nicht vollständig abgenommen wird. Die Intention war den Eigenverbrauch wegen o.g. zu senken.
Ich schmeiße das E-Auto nicht weg nur weil wahrscheinlich eine E-Auto Steuer in Österreich kommt oder der Strom teurer wird.
Nur bin ich in der privilegierten Lage alle diese Dinge zu haben (und das auch z.T. auf Pump, weil Pump momentan besser als Haben ist). Ohne Eigentum wären alle drei Sachen nicht möglich. Dieses Privileg haben nicht alle und auch nicht die Mehrheit. Dass wir hier im Forum, und in anderen Foren solch Privilegierte sind (erarbeitete Privilegien und sicher auch subevntionierte oder geerbte) bedeutet eben nicht, dass sich das nun "jeder" aufs Fähnchen schreiben kann. Es reicht bei Vielen hinten und vorne nicht, da sind "mal eben investieren" oder "mal eben verzichten". Klar geht das. Und wird gemacht. Beispielsweise bei der Geburtenrate. Wir haben also Mechanismen, die vollkommen nach hinten losgehen. Und gleichzeitig haben wir Gruppen von Menschen, die nicht "Eigentum verpflichtet" ihren Beitrag leisten MÜSSEN.
Da sind dann Forderungen nach Einschränkungen, bewusstwerden von Folgen etc. einfach nur, also ich möchte das nicht unterstellen sondern den Eindruck wiedergeben: sie wirken arrogant von oben herab. "Ich hab getan", "ich bin umgestiegen" , "ich habe JETZ investiert" , "wenn alle nur....".
ThorstenKoehler spricht es an. Nur leider ist das eben nicht so. Die Kosten werden nicht getragen, nicht weil das Bewusstsein fehlt, das war schon immer da, sondern weil die Konsequenzen zu gering sind, weil das Aasen weiterhin geht während am kleinen Ende, also bei der Masse, gespart werden soll. Und DAS stört mich. Mich stört nicht, wenn jeder all das was ich oben erwähnte hat, mich stört plakativ ein Arnold Schwarzenegger der da steht vor seinem Hummer und Werbung für E-Autos macht.....
Das ist für mich eine Art von Verhöhnung. Heuchlerisch. Doppelmoralisch.
Und wenn wir also was tun sollen, was tun müssen, dann muss man die Leute lassen. Wie schon so oft, der Kurs momentan, also was tun zu können, der wird (hier bei mir in Niederösterreich) mit Tausend Steinen gepflastert. Ich will das nicht, ich brauche das nicht. Ich brauche die Reiberei nicht. Den Behördenkrieg. Den Vorschriftswahn. Ich kann ihn aber nicht verhindern. Sondern muss dann, wie du es anmerkst, das Beste daraus machen. Irgendwann kann ich nichts mehr machen. Irgendwann bleibt mir nur noch das Schlucken übrig. Oder gehen. Schon wieder.... Wohin? Ich weiss nicht. Wo es eben GEHT. Wo ich KANN. Wo ich DARF. Wo man wirklich WILL.
Ich möchte nämlich nicht, dass man mir meine PV-Anlage abschalten darf.
Ich möchte nicht, dass man mir die Wärmepumpe abschalten darf.
Ich möchte nicht, dass mein Strom nicht genutzt wird, dafür aber fossile Grundlastkraftwerke weiter laufen.
Ich möchte nicht aasen und schränke gerne ein bzw. suche nach Sparmöglichkeiten, aber keine die finanziell zu keiner Amortisation, sondern entgegen der Vernunft zu höheren Kosten führen. Dann investiere ich nicht. Dann ärger ich mich.
Ich find es generell befremdlich wenn irgendwelche Stars Richtung Lebensende so plötzlich den "Umweltschutz" für sich entdecken. Als ob sie sich noch rein waschen wollen bevor sie dem Schöpfer entgegentreten.
Ich werf da noch Taylor Swift in den Raum. Voll für Umweltschutz aber tausende Tonnen CO2 rausblasen, aber eher in der Woche.
Verzichten sollen immer andere. Das Fußvolk.
Ich setze für mich persönlich um was ich für sinnvoll halte. Und auch finanzierbar ist. Mehr gibt es halt nicht. Damit muss man klar kommen.
Das wäre in Ordnung. Wenn derjenige sich dazu entschließt das zu machen, dann warum nicht. Er muss es dann nur selber ausführen sonst erscheint er unglaubwürdig. Wie eben jemand, der dann noch weiter Flugzeug fliegt oder nen Hummer fährt oder... also selbst wenn er einen E-Hummer führe, was ich nicht weiss weil so gut kenne ich ihn nun auch nicht, auch das wäre eine vollkommene Ressourcenverschwendung, ein Wagen der mit dermaßen Gewicht fährt benötigt enormes Akkugewicht und wiederum einen 2-3 mal so hohen Stromverbrauch wie ein normales Auto. Also wenn man wirklich Vorbild sein will muss man mit genau jenem aasen aufhören. Wer da Millionen und Milliarden verdient, es wird bescheidene geben die nicht auffallen und asketisch leben. Und die in der Aufmerksamkeit stehen. Genau jene zeigen ansich damit auf, woran es größtenteils scheitert.
Nicht an denen die tun und die alles versuchen oder jene die nicht können. Sondern an denen, die verschwenden. Das ist auch kein Neid. Ich will nicht mehr verschwenden können. Sondern wenn wir wirklich was tun müssen, gesellschaftlich, politisch, ehtisch/moralisch für uns und unsere Nachkommen, dann weiss ich nicht, wie man da rankommen soll. Jene Personen können/wollen das nicht, weil sie dafür Geld/Macht aufgeben müssten und ich sehe einfach keine Lösung. Und ja, das ist dann z.T. einfach nur noch Resignation. Weil ich auch Potential sehe, aber auch wie vernichtend die "Gegenseite" das zunichte macht.
Beispielhaft ist ein gestiegener Lebensstandard für Chinesen eine super Sache, generell ist ein gestiegener Lebensstandard gut. Wenn die Mittel dazu aber bedeuten vorher mal den Planeten zu zerstören und dann in Folge der schon zerstört ist, dann nützt denen der gehobene Lebensstandard nichts, dann werden sie genauso wie alle anderen inne Fritten gehen. Da erkauft man sich das falsch herum.
Nur um beim Flugverkehr zu bleiben, der Flugverkehr war während Corona auch eingeschränkt. Ging doch... Also von "es geht" zu "geht nicht" sind meist immer wieder Gesetze und Verordnungen. Warum dann nicht endlich das aasen unfassbar verteuern? Exponentiell. Und nicht den Grundbedarf.
Niemand mag Heuchler. Egal welche Partei.
Ich persönlich finde es auch komisch dass junge Leute als erstes nach Dubai müssen aber nicht mal den Schwarzwald kennen. Aber vielleicht bin ich auch zu alt.
Ich denke es ist das alte Leid: ich mach was geht, verzichten sollen die anderen.
Jeder hat doch seine Möglichkeiten, egal wie wenig oder viel Geld man hat. Und jeder wird auch an Grenzen stoßen, was eben nicht geht. Bei dem einen fehlt das Geld, beim anderen sind es die Vorschriften oder die politischen Vorgaben.
Ich werde mir nie Gedanken darüber machen müssen, welches Flugzeug oder welchen Hubschrauber ich mir demnächst kaufen werde und wohin ich damit fliege. Ich kann mir hingegen Gedanken darüber machen, ob ein Flug nach Malle fürs Wochenende Sinn macht oder nicht. Oder ob ich heute mit dem Auto fahre oder besser mit dem Bus. Ich kann mich auch entscheiden, ob ich irgendwelchen Kram bei Temu bestelle oder ob ich besser verzichte.
Ich meine es so: Besser man investiert seine Kraft für Dinge, die man verändern kann. Anstatt seine ganze Energie in Ärger zu investieren, was alles nicht geht. Zumindest muss man sich fragen, mit was man wirksam wird. Man kann sich ja in Sachen Missstände engagieren, aber wenn es nur um rumjammern geht, ändert man überhaupt nichts, dann ist es sinnlos. Wenn man sich irgendwo engagiert, um Probleme zu lösen, dann macht es vielleicht Sinn.