Effizienzoptimierung Split-Klima beim Heizen

Die Frage ist ja warum die Effizienz sinkt? Sinkt die vielleicht nur weil der Temperaturhub größer wird [es wird ja immer die gleiche Zieltemp angenommen] oder spielen da noch andere Faktoren mit rein?

[Wie gesagt den höheren Energieverlust durch die Wände oder Abtauvorgänge lassen wir mal außen vor]

Weil es die Mechanik/Hardware so vorgibt?

Ein Verbrennungsmotor z.b. hat ja auch nur bei Umdrehungszahl XYZ die angegebene Motorleistung und nicht im Standgas, obwohl es der selbe Motor ist. Auch hat er einen optimalen (Arbeits-)Bereich, in welchem der angegebene Verbrauch erreicht werden kann. Darüber oder darunter steigt der Verbrauch i.d.R.

Ich würde mal sagen, das ist nahezu so, weil es hauptsächlich am Temperaturhub hängt. Zumindest wenn du ein paar Grad über Null bist. Ab 2-3 Grad gibts einige Sachen, die die Effizienz verringern. Also an dem Punkt, wo der Wärmetauscher mit Vereisung beginnt.

Genaugenommen musst du aber nicht die Außentemperatur zur Innentemperatur vergleichen, sondern Temperatur Außenwärmetauscher und Temperatur Innenwärmetauscher. Weil Außenwärmetauscher bei bestimmter Leistung immer etwa gleiches Delta zur Außenluft hat, kann man das vernachlässigen. Also gehts hauptsächlich um die Temperatur des Innenwärmetauschers. Den kann man gut über die Ausblastemperatur messen.

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Ich habe das jetzt mehrere Wochen so am laufen und konnte es somit über verschiedene Wetterphasen testen und beobachten.

Die Einsparung ist enorm. Bei mir gut 20-25%, wenn ich von 22:30-06:30 Uhr nicht heize und die Anlage von 07:30-15:30 im ECO-Modus laufen lasse.

Der Komfort leidet nur insofern darunter, dass eben bei Heizbeginn die Möbel eine gewisse Kälte abstrahlen.

In meiner Umgebung (Dachgeschoss mit Dachdämmung / Keine Fassadendämmung /alte Fenster) bringt das also definitiv eine große Einsparung bei minimalen Komforteinbußen.

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Jetzt wird es hier wieder deutlich kälter. Waren die letzten Tage sehr regnerisch bei 6-10 Grad, ist es jetzt tagsüber bei 1-2 Grad und nachts bei -3 Grad. Problem derzeit war, dass die Luftfeuchte im Haus noch recht hoch war, also Schimmelgefahr in Räumen, wo wir nicht heizen. Dort war es bei 12-13 Grad bei etwa 70% Luftfeuchte.

Um dort jetzt nicht heizen zu müssen, haben wir uns einen Luftentfeuchter besorgt, ein Trotec TTK72E. Der lief gestern in verschiedenen Räumen insgesamt 10 Stunden durch und hat etwa 1,3 Liter aus der Luft geholt. Das hat schon viel gebracht, Räume liegen jetzt bei 60-63 %. Ich denke, wir lassen den die nächsten Tage noch etwas laufen, um noch etwas tiefer zu kommen. Luftentfeuchter ist definitiv sparsamer, als heizen. Durchschnittsleistung liegt bei 200 Watt.

Was auch noch interessant ist: Die Anlage auf der Südseite profitiert derzeit von der Sonne. Friert tagsüber deutlich seltener ein und muss so auch seltener aufgetaut werden. Eine zweite Maschine hängt an der Nordseite, so können wir gut die Unterschiede beobachten.

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Ich heize jetzt knallhart nur noch während meiner Anwesenheitszeiten. Außerhalb der Zeiten sinkt die Raumtemperatur schon mal auf 10 Grad runter.

Wenn die Klima dann von 10 Grad auf 20 Grad hochheizen soll powert sie natürlich richtig hoch und die Stromaufnahme liegt bei 1.000 Watt+.

Ich habe mal getestet nicht gleich 20 Grad einzustellen sondern die erste Heizstunde nur 15 Grad und danach erst 20 Grad [Das kann ich in meinem Timer zum Glück problemlos so einprogrammieren]. So sinkt der Gesamtverbrauch merkbar ab. Zwei kleinere Temperaturhübe sind effizenter als ein großer.

Genau, immer so steuern, dass die Ausblastemperatur möglichst nur bis max. 35 Grad geht. Das ist in der Regel im Bereich 200-600 Watt Aufnahmeleistung der Fall.

Was zum Hochheizen bei uns gut funktioniert: Lüfter auf volle Drehzahl. ECO+Silent angeschaltet. Zieltemperatur 18 Grad (niedriger geht bei MHI leider nicht). So heizt die dann recht zügig auf, die ausgeworfene Luft liegt dabei aber nur bei 30-35 Grad. Aufnahmeleistung meist < 600 Watt.

Wenn die Anlage hingegen über 1000 Watt zieht, wird die Auswurftemperatur bei 45-50 Grad liegen, dass muss von der Effizienz ungünstig sein. Je größer der Temperaturhub bei einer Wärmepumpe, um so schlechter die Effizienz.

Da fragt man sich doch, warum man nicht die Auswurftemperatur einstellen kann. Ich habe auch drei Stylisch, aber wegen vermutlich defekter Hauptplatine nicht im Betrieb.
Aber bei der mich begeisterten Altherma 3 kann man die Wasservorlauftemperatur einstellen. Die Schwachsinnigen Thermostate/Regler hane ich entfernt. Den hydraulischen Abgleich so gemacht das jeder Raum ohne jegliche Regelung immer die Wunschtemperatur hat.
Der Stromverbrauch interessiert mich als Autarker natürlich sehr.

Ich habe natürlich das Problem mit Wasserdurchlauf und DeltaT bzw Hysterese. Hab nichts begrenzt. Denke so ist diese am effizientesten

Eine ganz kleine Effizienzoptimierung: Es ist besser, die Flügel für die seitliche Lenkung des Luftstromes mittig zu lassen. Also keine Gimicks, sondern den Luftstrom direkt nach vorne unten auswerfen lassen. Hintergrund ist einfach: Je mehr man den Luftstrom umlenkt, um so mehr Luftwiderstand ist da und das senkt den Volumenstrom.

Mir ist es bei hohen Geschwindigkeiten am Geräusch aufgefallen, dass der Lüfter deutlich mehr zu kämpfen hat, wenn die Flügel 45 Grad nach rechts oder links gestellt sind.

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Für die Samsung Wind Free Elite Geräte gibt es eine Kabelfernbedienung. Mit dieser kann man sehr viele Einstellungen vornehmen auf die man mit der APP bzw. der normalen IR-Fernbedienung nicht zugreifen kann.

U.a. kann man da die Auswurftemperatur einstellen, welchen Temperatursensor die Anlage verwenden soll, einen Temperaturkompensationswert einstellen usw. Vielleicht werde ich mir diese für das Wohnzimmer noch zulegen. Kostet halt so um die 180,--

Wir suchen immernoch eine alternative für das Bad um wenigstens frühs und abends nach dem Duschen das Bad etwas warm zu bekommen. Gibt es Unterschiede bei den Heizlüftern? Es gibt ja diverse Varianten aber im Grunde bringt ein 2kw Heizlüfter 2kw Wärme oder ( Verluste sind natürlich da) ? Egal ob mobiler Heizlüfter, oder wandheizgerät oder Keramikheizgerät. Oder hat bringt ein größeres Gerät ( Korpusgröße ) mehr als ein kleiner Heizlüfter? ( Voraussetzung identische Stromaufnahme)

Äh, nein.

Die "Verluste" bestehen aus Wärme. Bei Wärmegeräten also...

2kW "Strom" = 2kW Wärme...

Nur in der Geschwindigkeit, in der sie die Wärme im Raum verteilen.

Und das ist das Wichtigste. Viel Durchsatz, schnell warm...

Im Badezimmer ist ein elektrischer Luftentfeuchter von zweifachem Nutzen einerseits verhindert er ein Schimmelbefall und andererseits wird er durch Kondensation sogar mehr Wärme in den Raum bringen als er Strom frisst.

Der taugt mit seiner Leistung natürlich nicht um ein Badezimmer mit 15°C vor dem Duschen auf gerade erträgliche 25°C nach dem Duschen zu erwärmen.

Also nach dem Duschen nutzen die 25° wenig.Die sollten ja eher VOR dem Duschen erreicht sein.

Wobei: Meine Dusche hat momentan zwischen 3 und 10 Grad. je nachdem wie warm es draußen ist. :slight_smile:

15 wär da Luxus...

Infrarotspiegel oder Infrarotdeckengemälde. Dieses dann per Timer nach dem Duschen & Lüften noch etwas nachlaufen lassen ODER einen Luftentfeuchter einsetzen. Heizlüfter sind Quark für diesen Einsatzzweck.

Dachte ich auch mal, dass es egal ist, weil 2kW = 2kW sind. Mir ist aber aufgefallen, dass es große Unterschiede gibt. Ich hatte einen recht klein gebauten Heizlüfter testweise im Betrieb und wunderte mich, dass nichts warm wurde.

Es kommt nämlich ganz wesentlich darauf an, dass es nicht nur 1m um den Heizlüfter herum warm wird, sondern möglichst zügig die Luft vom ganzen Raum.

Insofern: Möglichst Heizlüfter, die einen hohen Volumenstrom haben. Leider geben die Hersteller diesen nur selten an. Da kann man sich nur an der Größe der Ventilatoren orientieren.

Heizlüfter ist bei unserem Bad die optimale Lösung. Bad ist im Winter bei 12-14 Grad und mit dem Heizlüfter ist der recht kleine Raum in 5 min auf 18-20 Grad. Danach taktet er mit vielleicht 1min an und 4 min aus.

Infrarot haben wir ausprobiert, das war nichts, weil es nur funktioniert, wenn man genau drunter steht. Da müsste schon die ganze Decke mit bestückt sein und dann ist man auch bei 2000 Watt, die hier aber dauerhaft benötigt werden, so lange man im Bad ist. Da finde ich die Erwärmung der Luft deutlich günstiger und sparsamer.

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Also ich halte im trockenen Zustand tiefere Temperaturen aus als im nassen Zustand, könnte an der Verdunstungswärme liegen...

Ich denke es ist einfach Gewöhnung. Die 10 Sekunden von Bademantel aus, bis unter die Dusche merkt man nicht wirklich.

Und die 30 Sekunden von Wasser aus, bis Bademantel wieder an, noch weniger.

Abtrocknen und Anziehn tu ich dann natürlich wieder im Warmen.

Das sehe ich auch so. Infrarotheizung hatte ich Mal probiert aber die ist für schnelle kurze Erwärmung nicht gemacht. Am angenehmsten ist wirklich eine schnelle Erwärmung der Luft. Das merkt man auch im direkten Vergleich von Heizkörper (Ölheizung) und Klimaanlage. Wir nutzen aktuell einen kleinen kompakten 2kw Heizlüfter im Bad. Der macht schon Recht schnell eine angenehme Temperatur aber ich denke ich werde nun Mal eine größere Variante ausprobieren. Es gibt von silvercrest (Lidl) ein Wandheizgerät das nahezu identisch aussieht wie das Innengerät einer splitklima. Entsprechend auch größer vom Korpus und hoffentlich auch der Heizfläche/ des Gebläses. Die Bewertungen sind gut und ich habe schon einige Geräte von silvercrest. Für 35€ kann man es Mal testen , zudem ist es freigegeben für den Betrieb im Bad.

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Würd mich auch mal interessieren, was das taugt. Kannst ja mal Rückmeldung geben.

Die Fernbedienung finde ich auch gut, wenn man in der Badewanne sitzt, kann man das Teil kurz vor dem rausgehen mal einschalten.