Also im ersten Link geht es um Ein-/Ausschalten und Strom messen. Das empfinde ich als ziemlich banal.
Ich zweiten Linke geht es um Regeln. Das ist schon deutlich interessanter.
Was wird da geregelt? Spannung, Frequenz? Oder werden Rundsteuersignale für Verbraucher und Erzeuger generiert?
Was die Stationen bei meinem Versorger machen: Spannungsmessung, Strommessung, Phasenwinkel und power factor protokolieren, Daten sammeln und Abgleich mit allen Zählern an dem 400V-Zweig via power line.
Was (mir) noch fehlt: Bereitstellung der Daten für meinen Zählpunkt. Im Prinzip geht das sowohl über den RJ11-Stecker am Zähler als auch über Internet. Was aber schon funktioniert: Man kann seine Anlage vom Versorger fernsteuern lassen. Weil der aber übergierig ist, kriegst dafür kein Geld sondern musst auch noch 5€ im Monat Gebühr für abdrücken
Ja stimmt das hast du nicht.... ich dachte du deutest meine aussage
Zitat "also die Theorie das der erzeugte Strom im verteilnetz / 400 V Netz verbleibt ist schlichtweg falsch..."
es wäre aber interessant wie du deine Äußerung dann gemeint hast
wie muss ich
dein zitat Es ist erstaunlich wie manch vielschichtige Zusammenhänge voller Überzeugung auf ein einzelnes Detail reduziert werden können
das es nicht nur wie in deiner Behauptung "alles" oder "nichts" gibt.
In meiner Umgebung ist die Bebauung durchmischt, EFH und RH mit Platz für PV, kleinere Wohnblöcke ohne nennenswerten Platz, Kleinbetriebe und in den nächsten Ortsteilen größere Betriebe, Bürogebäude, alles da. Wesentliche Anteile des eingespeisten Stroms werden quasi vor Ort verbraucht. "schlichtweg falsch" ist hier mit Sicherheit einfach nur "falsch"
Ok verstehe wie du das meinst.... aber dann erkläre mir doch mal die aussage das 90 % der trafowechsel aufgrund der Einspeisung stattfindet ?
Natürlich kann man fast nie alles über einen kamm kehren aber wir sollenten uns doch zuerst um die 90 % kümmern als mit den 10 % an zu fangen und da wo es kein Problem gibt müssen wir uns vorerts gar nicht kümmern
Hallo @roterfuchs
der @Akkudoktor hat in seinem Video auch etwas zum "Photo Jahr" gesagt. Das ist vielleicht nicht an prominenter Stelle im Youtube, doch ist es für das Verständnis wichtig:
Jeder Netzbetreiber unterliegt der StromNEV und die BNA hat Erlösobergrenzen genehmigt. Werden diese Überschritten, dann müssen sie auf einem Regulierungskonto verbucht werden. Von dort werden sie zugunsten der Kunden in die nächste Periode übertragen.
Die "Rendite" wird als Zins auf das eingesetzte eigene Kapital bewilligt. Doch soviel eigenes Geld haben die Netzbetreiber nicht, so dass auch Fremdkapital aufgenommen wird. Die dafür entstehenden Zinslasten werden als normale Kosten behandelt, mindern also den Gewinn.
Im Übringen zeigt der von dir verlinkte Artikel schon einige sehr tief rote und viele rote Gebiete. Auch im Text wird deutlich gesagt:
"E3/DC liest aus den Daten kein grünes Licht für Untätigkeit, sondern einen Frühindikator."
Die regelbaren Ortstrafos sind keine "Stangenware" vom Ausstatter. Da gibt es lange Wartezeiten und hohe Preise.
Wenn 80% keine Probleme machen, dann muss man wissen welche 20% man tauschen sollte. Aber dafür müsste man wissen, was Probleme macht. Man hat auch nur die Daten der Kunden genommen wenn ich das richtig lese. Immerhin gibt es zu wenig Trafos um das festzustellen.
Ja, punktuell gibt es Probleme. Aber sollte man mit ungeregeltem Ausbau noch mehr Probleme haben oder macht man mal Butter bei die Fische? Man hat da gnadenlos verpennt und ist nur am flicken.
Ich möchte hier mal auf einige Antworten eingehen die nach meinem empfinden nicht so ganz eindeutig sind
Zitat von WDomi :In meiner Umgebung ist die Bebauung durchmischt, EFH und RH mit Platz für PV, kleinere Wohnblöcke ohne nennenswerten Platz, Kleinbetriebe und in den nächsten Ortsteilen größere Betriebe, Bürogebäude, alles da.
Ist bei uns nicht so durchmischt wogngebiwte und Indutriegebite hängen vermutlich nie am gleichen Ortsnetztrafo !!und in den Wohngebieten ist bei uns in den Lezten JAhren ordentlich PV Ausgebaut worden.
Wenn das aber im nächsten Ortsteil ist haben wir gute Chancen das es über das 20 KV Netz läuft also nicht 400 V Seitig verbunden ist also muss die Leistung vom Wohngebiet über den Trafo Ins Industiegebiet..
Wenn also der Trafo im Wohngebiet zu klein ist dann hilft es wenig.
Und was viel zu wenig betrachtet wird ist schlicht die Regulatorik Netzbetreiber dürfen wohl nur sehr begrenzt selber speicher bauen wir haben ja Netzbetrieb und Stombetrieb getrennt die Netzbetrieber dürfen sozusagen nur Netz bauen.Das Dies nicht zwingend unbedingt clever ist da stimme ich durchaus zu .Aber was hat den der Netzbetreiber für möglichkeiten?
zu der Aussage das wir in 80 % der fälle keine Probleme haben : Das könnte ja auch daran liegen das die Netzbetreiber hier einen nicht so schlechten job machen....Sprich wenn Sie nix machen würden hätten wir dann deutlich mehr Probleme ? das wissen wir nicht wirklich.
Was ich jetzt aber von denen wissen will dich meine Aussagen nennen wir es mal für quatsch halten wir macht man es jetzt mit den Aktuellen gesetzlichen vorgaben besser.
NEtzbetriber können keinen flexiblen stromvertrag wo das ganze besser machen könnte verkaufen weil sie das schicht und ergriffen nicht dürfen... die dürfen nur strom Trasportieren... hier wäre also der gesetzgeber gefödert in dem er z.b.die Direktvermaktung den Netzbetreibern aufzwingt die Müssen ja auch heute schon die einspeisevergütung ausbezahlen.
Ich habe mir das Video vom Akkudoktor zum Netzausbau mal angesehen.
Das Problem das ich in diesem Thread hier sehe ist das hier zwei Dinge vermischt werden die aber rein rechtlich unterschiedliche Dinge sind:
Gerade ist das EEG Gesetz in der rechtlichen Neuregelung. Es regelt die Stromerzeugung/Einspeisung von erneuerbaren Energien. An dieses Gesetz muss man wegen EU Vorgaben ran.
Den Netzausbau ist nicht Teil des EEG Gesetz. Kann deshalb auch nicht dadurch geregelt werden. Davon losgelöst liegt bei den Netzbetreibern nahe das diese nicht maximal Kosteneffizient arbeiten weil es dazu keinen Anreiz gibt.
Wenn ich mich recht entsinne, können die VNB ca. 7% p.a. jeder Netzinvestition als Gewinn "kassieren". Also schiet auf Kosteneffiziens, große Summen müssen umgesetzt werden.
Wie @jensdecker zutreffend anmerkt, gilt das nur für den Teil der Investition, der aus eigenem Geld finanziert wird. Das Unternehmen kann nur eigenes Geld aus dem Gewinn der Vorjahre einsetzten, das nicht als Ausschüttung an die Inhaber gezahlt wurde. Für Geld aus Krediten bekommen die Betreiber keine Eigenkapital Verzinsung.
Die 7% gelten nur für neue Investitionen, bei den alten bleibt es bei 5%.
Auch Trafo´s gehören zu den Netzebenen. Die EK Verzinsung ist daher kein Grund in Kabel statt in Trafo´s zu investieren.
vermutlich ist man derzeit mit der jetzigen Konstellation an Erzeugern froh um jede netzdienliche Anlage- im Großindustriellen Bereich. Weil das Geld soll ja auch dort bleiben.
ja, aber die Tendenz ist eindeutig. Die EEG Förderung wird Richtung Null, also Marktpreis gehen. Und die Einspeiser wird man, weil mit derzeit schon hohen Preisen für den Endabnehmer nicht mehr darstellbar, mit Kosten für den Netzausbau belegen.