eAutos im Forum?

Optimal! Das garantiert grenzenlose Möglichkeiten bei einer DIY-Akkubestückung! Egal ob Li-NMC, LiFePO4 oder zukünftig Na-Ionen-Akkus.

Interessant, dass sich da so einfach etwas "frisieren" lässt.

@alexx

Ist wirklich ein Traum - gleichzeitig aber auch ein Fluch. Bei der Leistung ists klar: Der Controller lässt halt maximal 40A durch. 40A96V=3840w und 40A72V=2880w. Dafür liebe ich die Lifepos jetzt - die haben halt durchweg +- die gleiche Spannung. Bei Blei hatte man mit dem Ladezustand nen linearen Spannungsabfall und halt nur noch 2.5kw Leistung, wenns Richtung leerer Akku ging.

Unabhängig von der Leistung. Die Drehzahl ist limitiert - nicht wegen der Kraft, sondern einfach, weils vorgegeben ist (ob Motor oder Controller dafür verantwortlich ist, weiß ich gar nicht.) Auf jeden Fall dreht er bei mehr Spannung schneller. Auch wieder ein Ding, was das Fahren mit Lifepo angenehmer macht als bei Blei. Aber obs ne gute Idee ist ständig mit 96V zu fahren, wenn die Komponenten für weniger ausgelegt sind? Wer weiß das schon :wink:

Bei einem klassischen DC-Motor mit Schleifkontakten (oder Kohlebürsten, oder einem Kommutator, wie man es offiziell nennt) wäre das zu erwarten, einfach wegen der Gegeninduktion. Bei mehr Spannung dreht er schneller.

Bei einem bürstenlosen DC-Motor dagegen hängt die Drehzahl davon ab, welche Frequenz der Controller generiert - und die ist zunächst mal nicht unmittelbar von der verfügbaren Versorgungsspannung abhängig.

Stellt sich die Frage, welchen Motortyp Dein Fahrzeug hat. Unterscheidungskriterium: Der klassische DC-Motor hat ein 2-poliges Anschlusskabel, beim bürstenlosen Motor dagegen gehen 3 dicke Drähte vom Motor zum Controller.

@alexx

Na gut, wenn wir schonmal dabei sind und hier offentlichtlich jmd. ist der sich auskennt, dann kann ich ja mal Fragen. Ist nicht ganz mein Themengebiet.

Also es ist ein BLDC Motor... Die Geschwindigkeit am Tacho errechnet sich über die Frequenz: Wenn ich die Untersetzung drin hab, ist bei 45 kmh Tacho Schluss. Das sind dann wegen Untersetzung natürlich reale 10 kmh. Die Angabe errechnet sich aber halt über die Frequenz des Controllers. Die Maximale Frequenz bei normaler Übersetzung resultiert ebenfalls wieder bei 45 kmh max speed am Tacho, was dann nach GPS 40 kmh sind.

Allerdings ist die Maximale frequenz von der Spannung abhängig. Wieso, keine Ahnung. Dafür fehlt mir das Know how.

Bei nem Liion Akku mit der steilen Entladekurve konnte man das schön sehen. Bei vollem Akku war bei 46 kmh Tacho Schluss, das ging dann mit zunehmender Entladung runter auf 45, 44 und zum schluss 43 Kmh. Auch, wenn der Akku aber eigentlich die Power noch gebracht hätte.

Bei Lifepo4 bleibt das jetzt schön bei 45.

Zusatz zu dem was ich oben geschrieben habe: Mir ist gerade eingefallen, dass ich vor ner Weile im Blog von einem Bastler mit nem Ähnlichen gefährt einen Beitrag gelesen habe, der das ganze behandelt und habe ihn wieder gefunden.

Ich denke hier ist der Entscheidende Hinweis

Das Drehfeld kann auch nicht sinnvoll erhöht werden, da der induktive Wiederstand stark ansteigt und der Controller einfach keinen Strom mehr auf die Wicklungen bekommt ohne die Spannung zu erhöhen. Die liegt ja hier fest bei etwa 72V.

Wirklich verstehen tue ich das allerdings noch nicht. Ich muss mich ggf. mal ein wenig in die Steuerung von Elektromotoren einarbeiten, aktuell siehts so aus: Ich fahre sie. Ich verstehe sie aber nicht :smiley:

Das ist eine interessante Lektüre, vielen Dank dafür!

Nun wird es klar: Die Gegeninduktion (bzw. Selbstinduktion) ist hier auch beim bürstenlosen Motor der limitierende Faktor. So ein brushless-Motor ist ja so aufgebaut: Innen ein Rotor mit Permanentmagneten, außen drei Statorwicklungen. Wenn man diesen Motor von Hand dreht, dann wirkt er wie ein Generator, es wird eine Spannung induziert*). Nun ist es offenbar so, dass bei der Drehzahl, die 45 km/h Fahrtgeschwindigkeit entspricht, etwa 72 V induziert werden. Und damit setzt dann ungewollte Rekuperation ein: Der Motor lädt dann über die Freilaufdioden der H-Brücke den Akku auf, statt dass Akkustrom zum Motor fließt. Damit ist klar, dass keine weitere Beschleunigung mehr möglich ist. Dieses Limit lässt sich nur mit höherer Akkuspannung überwinden.

*) Falls Ihr daheim eine neue Miele-Waschmaschine habt, oder im Waschmaschinenladen mal vor so einer steht, könnt Ihr das ausprobieren: Tür auf, Netzstecker ziehen, und dann mit der Hand mit viel Schwung die Trommel drehen. Dann macht die Maschine kurz "piep". Die hat einen bürstenlosen Motor. Durch die induzierte Spannung wird kurzzeitig die Steuerelektronik bestromt und meldet sich mit einem kurzen Piepton.

@alexx natürlich hatte der Blei. Die Elektronik ist Strohdumm.

Das Dumme ist aber auch ein Problemchen, denn der Controller bringt die Spannung nicht so ganz geregelt, bei Blei hatte man ja nur 83V und jetzt kann ich bis 86V gehen und dann fährt der Flitzer an die 50kmh und der Motor heult sie eine Turbine.

Deswegen habe ich die Ladespannung auf 80V begrenzt, damit fährt der seine echten 45kmh und das hört sich dann auch gut an.

Der Controller lässt 56A durch und das permanent.

Aber man muss mittlerweile aufpassen weil es in China zwar nur 2 Hersteller gibt aber die Importeure dann zwar die baugleichen Fahrzeuge haben aber der Controller und der Motor sind nicht die gleichen.

Es gibt auch welche die nur 38 kmh fahren weil der Controller ein kleinerer ist, dann gibt es wieder welche die verkaufen den als 60V, das spart auch wieder.

@jan106 der Verbrauch hängt stark von der Gegend ab.

Ich fahre hier im Westerwald und da haben wir viele Steigungen mit 14-18% und da gönnt der sich 0,8kw auf 10km, wenn ich im Wald richtig steil fahre geht der auch auf 1kw/10km hoch.

Ich hatte den mal mit im Urlaub im flachen Münsterland da hatte der gefühlt keinen Verbrauch, ich bin gefahren und gefahren und der wurde gar nicht leer.

@jan106 der Controller ist aber irgendwie nicht zu durchschauen.

Mein Tacho geht mit Bleibatterien nur bis 32 kmh, egal wie schnell man fährt.

Mit Lifepo4 Akku fährt er bis 50kmh und der Tacho zeigt auch nur bis 32kmh an.

Jetzt das komische: mache ich die Zündung an, schalte dann das BMS ab, dann geht der Strom langsam aus dem System, lasse ich dann die Zündung an und geb mit dem BMS wieder Spannung auf das System dann geht der Tacho auf einmal 4 kmh vor, sprich fahre ich echte 45 kmh zeigt er 49 kmh an.

Wieso das so ist, ist mir ein Rätsel was ich nicht begreife, wieso geht der dann höher wie 32 und sogar annähernd richtig.

Welch eine Wohltat! Wenigstens mal ein E-Fahrzeug, das reparaturfreundlich ist. Da muss man einfach nur irgendeinen Akku dranhängen, der die richtige Spannung liefert, und schon fährt das Ding.

Ich erinnere mich da ein ein Video auf YouTube , das von dem Versuch handelt, einen Think City wiederzubeleben. Das war ein E-Auto aus der Ecke von Ford (das Dingens hat jedenfalls ein Ford Focus Lenkrad), das in etwa die Lebensdauer einer Eintagsfliege hatte. Da haben binnen kürzester Zeit die Akkus schlapp gemacht. In dem besagten Video finden die Akteure gegen Ende eine Menge (teils defekter) BMS-Platinen und fragen sich am Ende, ob die vielleicht sogar irgendwie individuell adressiert sind und die Bordelektronik von jeder einzelnen davon Rückmeldung erwartet, ehe sich das Ding überreden lässt, mal den ersten Meter zu fahren. Sowas ist nahezu irreparabel.