Weiter geht es mit der Montage der PV-Module von JA Solar. Bisher kannte ich es so, dass die PV-Module in Bezug auf die Rechtwinkligkeit sehr passgenau sind.
Vermutlich habe ich bei JA Solar irgendwie danebengegriffen – die Module sind optisch gerade, doch geht man mit der Diagonalmessung heran, sieht das schon anders aus. Ein bis zwei Millimeter sind sie aus der Spur...
Diagonalmessung:
Für einen PV-Zaun mit möglichst schmalen Spaltmaßen zwischen den Modulen ist das natürlich ein Graus. Die ursprüngliche Idee, einfach ein paar Verglasungsklötze dazwischen zu packen und dann die Wand binnen weniger Stunden vollzumachen – diese Idee kann ich mir mit den trapezförmigen Modulen abschminken.
Um wenigstens etwas optisch Gerades zu haben, habe ich mich entschlossen, die oberste Linie des Zauns halbwegs gerade umzusetzen.
Bilder folgen.
PS 1: Ich habe versucht, die Module zu reklamieren (sie sind teilweise außerhalb der Herstellerspezifikationen). Der Verkäufer hat vermutlich noch mit seinem Umzug zu kämpfen (Solarmodule für PV Zaun 1800mm bis 1999mm größe - #67 von latenight), die Hotline funktioniert nicht, und der Mailserver lief heute ins Leere.
JA Solar selbst verweist auf den Weg über den Händler – bla bla... Angesichts der Nachbarschaftssituation möchte ich nicht monatelang auf ein Ergebnis warten. Also ziehe ich das Ding durch...
Aber die Rahmenprofile würden sich doch alle ausdehnen, also sowohl horizontal als auch vertikal.
Wenn jetzt alles Seiten gleichmäßig außer Maß sind, dann hebt sich das ja weg. Und eine Erwärmung um 50K würde auch nur einen guten mm ausmachen.
der Konstrukteur hat das sicher auf den Radar er weiss ob er die Module Portait oder Landscape montiert und wieviel Spalt er zwischen den Modulen und den Haltern oder den Modulen untereinander geben muss dass diese mit den zu erwartenden Temperaturen zurecht kommen.
Mich würden die metallisch glänzenden Spuren interessieren. Eine Idee oder mit dem Verkäufer klären können, was das ist? Die Risse scheinen da ja an den Endpunkten loszugehen. Haben wir vor auf einen Modul bei einer Bekannten, der ich ein Fassaden-BKW montiert haben. Allerdings ohne Riß.
Die Späne entstehen dadurch, dass die Montagelöcher noch in die Hutschienen gebohrt werden müssen. Die vorgesehenen Bohrungen habe ich mit Hilfe von Zentrierspitzen für Holzdübel auf die Hutschiene übertragen. Natürlich habe ich sie nicht 20 m weiter versetzt. Die ULTIMATECUT Spiralbohrer verteilen das Material allerdings in alle Richtungen.
Das war insgesamt recht umständlich. Was ich heute anders machen würde, folgt im Fazit.
PS: Heute warte ich seit 14 Tagen auf eine Antwort von Solarhandel24/Solago. Hoffen wir, dass es noch die Nachwirkungen des Umzugs des Anbieters sind (dazu gibt es inzwischen auch ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=30pzao-GVws
hoffentlich macht Euch der sicherlich kommende Bewuchs in dem Streifen kein größeres Problem mit dem PV Ertrag. Aber wenn sich da einer vorher drüber schlau gemacht hat, dann sicherlich Du
@jensdecker: Ha! Die Grenzfrage ist hier das kleinere Problem. Etwa 10cm gehören wohl den Nachbarn, aber wer genau entscheiden darf, wird noch in der Nachbarschafts-WG diskutiert. Dazu kommen die Mieter mit eigenen Ideen... Ich löse das erstmal mit der 'Rindenmulch-Diplomatie': Vlies drunter, Mulch drauf (30€/m³), und wenn's irgendwann nicht passt, fliegt alles über den Zaun in unseren Garen. Problem gelöst!
@auric: Agent Orange für den PV-Ertrag - da würde selbst Monsanto vor Neid erblassen! Aber im Ernst, der Marmorkies-Ansatz ist gar nicht schlecht. Bei mir wird's erstmal die 'sanfte Tour' mit Rindenmulch, aber Kies wäre definitiv die wartungsärmere Dauerlösung. Mal schauen, ob sich die Nachbarschafts-WG auf was einigen kann...
Ich würde da auch mit Rindenmulch anfangen, ggf. ne Folie drunter. Edel aber auf der Länge nicht so ganz günstig wäre natürlich ein Bodendecker, der schön niedrig bleibt und wenn er sich mal etabliert hat pflegeleicht ist und anderen Bewuchs unterdrückt.
Ja, hatte ich auch überlegt. Die paar Zentimeter sind allerdings ziemlich extrem - bei Regen viel Wasser, im Sommer extreme Hitze durch die schwarzen Paneele (locker 50 Grad), dazu eventuell noch Autoreifen, die darüber rollen. Für sowas gibt es aus der Flachdachbegrünung 'Thymian praecox minor', aber bei 30m Länge ist das kostenmäßig nichts, was ich alleine stemmen möchte.
Also mir wären die Module deutlich zu dicht am Boden. Da sieht man ja schon auf dem Bild, wie der Regen den Schlamm hochspritzt. Als Zaun okay, aber als Solaranlage eher suboptimal.