DIY - Motivation, Recht und Sicherheit [abgetrennt]

Jugend Forscht geht allerdings erstmal von den Schülern aus, die mit ihren Projekten dann zu den Wettbewerben eingeladen werden. Da könnte man allenfalls Schulen fragen, wie die es
handhaben in Jugend-Forscht AGs Schüler zu unterstützen. Die Schüler, die da dann teilnehmen (war selber 1983 und 85 zweimal auf Regional- und Landesebene in Bayern dabei), kann man aber auch individuell besser einschätzen, als wenn man in einem offenen Angebot mit erstmal unbekannten Schülern arbeitet.

Maker Labs fallen mir noch ein, die sollten auch entsprechende Erfahrung haben.

Und ansonsten halt nicht auf das konzentrieren, was rechtlich und bzgl. Sicherheit problematisch ist, sondern schaun was geht. Gibt im Bereich PV, Solarthermie, Windkraft (ja, ist in Klein Spielkram), ggf sogar Wasserkraft genug Möglichkeiten. Die Möglichkeiten, die es heute auch gibt, Computer und ESPs für paar Euro mit Elektronik und handfesten Experimenten zu verbinden, sind auch einfach traumhaft heute. Ich war da mit meinem Chemielehrer, der mich seinerzeit gefördert hat, ein Stück weit auch Pionier im Schulbereich.

Wenn sich aus solchen Projekten ergibt, daß jemand tiefer in z.B. Kältetechnik einsteigen will, kann man ja auch versuchen selber oder über Kontakte solchen Schülern Praktika zu vermitteln.
Da können sie dann mal zwei Wochen richtig mit auf Baustelle und/oder in einer Ausbildungswerkstatt in das Thema reinschnuppern.

Ja genau, da wird es bestimmt Netzwerke geben, die sich schon viel darüber ausgetauscht haben, wie Schulen oder andere Einrichtungen unterstützen können. Da werden auch Dinge gewachsen sein, vielleicht sogar in der Stadt, in der man wohnt. Da könnte man sich einklinken.

Kurzum: Schon gewachsene Strukturen nutzen, um mit seinen Ideen weiter zu kommen. Dafür muss man natürlich auch in der Lage sein, sich anpassen zu können an solche Strukturen. Die sind manchmal nicht einfach und da wirds auch viele Hürden geben, die es zu nehmen gilt. Oft braucht es auch Zeit, bis man in solchen Strukturen ernst genommen wird und mitgestalten darf. Wer da zu ungeduldig ist, wird schnell scheitern.

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Brauchst du gar nicht. Wenn du ein kleines System willst dann lässt sich das wunderbar mit 2 ganz günstigen Geräten erklären.

Das eine ist eine mobile Klimaanlage mit Abluftschlauch. Da ist quasi beides in einem Gerät drin, Außengerät und Innengerät.

Und als Monoblock-Wärmepumpe reicht eine Poolwärmepumpe aus. Da kann man nen “Heizungskreis” simulieren.

Mir gehts da eher um selber basteln und die Grundprinzipien verstehen und sehen, was sich wie ändert, wenn man dies und das macht. Mal die Kiste auf- und zuschrauben ist natürlich auch ein Anfang jenseits vom Computerbildschirm :wink:

Ich meinte dasselbe. Aufschrauben, nachgucken und dann einen Heizkreis aufbauen.

Das wäre eher, was mir vorschwebt (und das Spielkind in mir auch mal ausprobieren will ;-)), aber halt mit der Dose iso-Butan wohl schlecht umzusetzen ist ... Das ganze dann mit Sensorik bestücken und variieren und erfahren, wofür man "Mathe" hat für die Schüler, die Spaß dran haben.

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Oh ja, genau sowas hat mich in der Schule auch immer am meisten motiviert. Es braucht den Praxisbezug, wozu Mathe und Physik gut ist. Coole Maschine in dem Video.

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Stimme euch zu. Lass mich überlegen, 18 Jahre Schule waren es bei mir, und der Praxisbezug war kaum vorhanden. Kein Fach griff in das Nächste. Alles abgeschlossen, einzelne Lehrer, einzelne Fächer, einzelne Geschichten drumherum. Aber kein Zusammenhang.

Mich ärgert das vor allem auch bei der Digitalisierung und dann keine Robotik mit drin. Wir haben hier zu hause einen Lego Vernie. Den können meine Kinder mit dem Tablet steuern. Das Tablet haben sie auch genau dafür. Man kann ihn fahren lassen, reden, man lernt programmieren und zwar mit Abläufen. Sprich: Das was ich zuerst als kleinen Schaltblock hinzufüge, das macht er als erstes. Wenn er das gemacht hat, kommt der nächste Block. Gedacht war es später, dass sie den als Rasenmäherroboter laufen lassen können. Also steuern mit dem Tablet. Oder als Staubsaugerroboter. Sensoren, Operationen. Warum sowas nicht in der Schule vorkommt ist mir ein Rätsel. Es wird dann Kreative geben, die was bauen, dann welche die mehr programmieren, wieder andere vielleicht mit Sprachbefehlen. Es wäre also für jeden was dabei.

So siehts dann auch mit der Wärmepumpe aus. Programmieren, Löten, Elektrik, Hydraulik, Wasser, Gas, Strom. Alles drin.

Und bei PV dasselbe. Fast alles mit Strom, dazu Wechselrichter, Akkus, auch für den Alltag, vielleicht nur Batterien laden für ne Fernbedienung, oder eben USB-Geräte aufladen. eine Uhr. Da sind wir wieder beim programmieren.

Leider will man das auf die Art nicht.

Zumindest bei meinem Sohn in der Schule gabs ne Jufo und auch ne Robotik AG, die ihn gereizt hat und wo sie auch gelötet und gewerkelt haben. Die Lehrerin ist mit ihnen auch zu diversen Wettbewerben gefahren/geflogen inkl EM und WM. In der sechsten oder siebten Klasse war er schon ne Woche in Italien bei einer Gastfamilie. Weiste, wofür Du Englisch lernst :wink:

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wissen egal in welchem bereich sich anzueignen und das wissen auch einzusetzten sollte nie verboten sein.
doch das wird in d gerne so gemacht zb normen hinter der paywall das ja keiner rankann nur um mit der german angst keule zu argumentieren, was ist wenn es nicht nach norm ausgeführt wurde?
es geht nur ums geld damit die leute ja nichts mehr selbst machen, schön geh...gewaschen und kadavergehorsam sind, nichts in frage stellen und ja nicht aufmucken.

so siet es hier mittlerweile im land aus.(hier im forum mittlerweile auch)
was ist nur aus dem land der dichter und denker geworden?

Hier im Forum siehts so aus? Erklär mal bitte.

Im Grund sind doch mittlerweile die Voraussetzungen für alle Art von DIY besser denn je :wink:

Ich kann deshalb das “kollektive jammern” hierüber nicht so Recht nachvollziehen…

Klar, es gibt immer und überall Vorteile und Nachteile, ggfs. Risiken die es zu bewerten gibt etc.

Aber zb. im Bezug auf LLWP:

Es gibt frei verfügbar (u.a. hier) unglaublich viel Wissen und Erfahrung über diese Geräte und deren Installation. Es gibt günstiges, aber gutes Werkzeug, dass tw. gar am nächsten Tag geliefert wird etc. Es gibt günstige, aber sehr gute Anlagen.

Zusammengefasst hat man Möglichkeiten, die man in der Form “früher” nicht hatte.

Deshalb meine Meinung:

WENN man das Ziel verfolgt, die Verbreitung dieser Geräte aktiv zu fördern, dann wäre meines Ersachtens eine Plattform sinnvoll - wo sich Interessierte niederschwellig, kostenlos, zu jeder Zeit und ohne “Gewinnabsicht” der Plattform informieren, organisieren und austauschen können.

Dort könnte man alles zum Thema zusammentragen (jeweils mit Quellenverweisen) und auch zb. eine “Landkarte” einbinden wo alle (die das möchten) eingepflegt werden. Ob das dann “private” sind die sich da engagieren, oder bzw. insbesondere auch Betriebe oder “Ein-Mann-Firmen” die das machen (wollen).

Wenn das Landesweit bzw. ggfs. sogar über Grenzen hinweg Leute erreicht, dann hat man da einfach ein ganz anderes Einzugsgebiet…

Und am Ende bleibt es die Hilfe zur Selbsthilfe: Letztlich muss sich der Interessierte dennoch selber “kümmern” und Kontakt aufnehmen. Die “Formalitäten” klären diejenigen die sich dort “finden” untereinander.

So sehe ich das zumindest, wobei ich persönlich finde - wer das wirklich WILL, der findet auch so schon genug Möglichkeiten.

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Da hole ich bei mir mal etwas aus: Ich bin ja eher der Profi-DIYer. Ich mache extrem viel selbst – vom Auto bis hin zum Haus eigentlich alles. Ich eigne mir das nötige Fachwissen an (nicht nur über YouTube) und setze das dann auch um. Ich schraube nun seit 40 Jahren an Fahrzeugen aller Art, und da reden wir wirklich vom Fahrrad bis hin zur Baumaschine – wirklich alles. Zudem habe ich meine eigene Werkstatt mit Hebebühne, Reifenmontiergerät, Wuchtmaschine etc.

Ich erlebe es immer wieder, dass Leute denken, ich sei eine kommerzielle Werkstatt. Sie kommen auf mich zu und fragen, ob ich ihnen nicht ihr Auto reparieren oder mal eben was verputzen könnte. Ich betone dann immer, dass ich Bastler bin, und lehne solche Anfragen erfolgreich ab. Aber ich gebe ihnen – sofern Interesse besteht – gerne die Möglichkeit, es selbst zu machen: Ich schaue mit meiner Erfahrung drüber und gebe Hilfestellung.

Tja, und dann? Genau, dann heißt es: „Ja wie, ich muss das selbst machen?“ oder „Da bekomme ich doch schmutzige Finger!“ Die Hauptaussage ist aber meistens: „Das kann ich nicht.“ Richtig, sie können es nicht – aber wer bereit ist, dazuzulernen, nimmt so ein Angebot an. Und das sind leider die wenigsten. Die heutige Gesellschaft will bedient werden, wundert sich dann aber, dass diese Dienstleistungen Geld kosten – teilweise mit völlig überzogenen Preisen.

Das Gegenteil erlebe ich in meiner Bastelstunde. Ich arbeite hier mit Jugendgruppen an technischen Sachen und im Heimwerken. Wir reden hier von allem Möglichen: Holzschränkchen bauen, Wände verputzen oder eben auch elektronischen Basteleien mit Solarzellen, Akkus und Ladereglern. Es ist erstaunlich, wie wissensdurstig manche von ihnen sind.

Ich sage immer: Wenn du eine defekte Maschine neben dir liegen hast, dazu das passende Werkzeug, und du dem Drang nicht widerstehen kannst, herauszufinden, warum sie kaputtgegangen ist – um sie dann eventuell noch besser als zuvor zu reparieren –, dann hat man den richtigen Zugang zu solchen Sachen.

Und je jünger die Kids sind – da spreche ich aus Erfahrung –, desto ungezwungener gehen sie an solche Projekte heran. Erst gibt es Sicherheitsregeln, die erstaunlich gut eingehalten werden, und dann folgen die praktischen Erfahrungen. Da kann es schon sein, dass man mal ein bis zwei Tage übt, bis es funktioniert. Ich rede hier zum Beispiel vom Verputzen von geraden Wänden, die danach auch wirklich gerade sind!

Und genauso habe ich es damals bei meinen eigenen Kindern gemacht, die heute 27 und 30 Jahre alt sind. Ich habe sie immer mitgenommen und ihnen alles gezeigt, wofür sie Interesse hatten. Und glaubt mir: Die waren damals mehr bei mir in der Werkstatt als im Kinderzimmer beim Spielen.

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Ich dachte, wir alle sind hier auf einer solchen Plattform unterwegs... :wink:

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schon… Aber ev. brauchen manche „noch mehr“ support…

Also Landkarte mit „DIY Helfern“ , Firmen die das machen usw.

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Unter "Mehr, Community Karte" gibts jetzt einen Link zum Thread und der openStreetMap Karte:
https://akkudoktor.net/t/karte-zu-kontakte-aus-der-nahe-finden/6191?u=jensdecker

Ist nicht genau das, was Du meinst, aber schon mal ein Anfang.

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genau; mit schwinden der Kaufkraft -bei gleichzeitig weiterhin hohem Abgabenniveau- ist eine Auftragsvergabe bei dann in Rechnung gestellten Stundensätzen von 60-80 EUR für die meisten nicht mehr zu stemmen. Foren wie dieses, aber auch YT, helfen dabei den Selbstmachern entsprechendes KnowHow zu verschaffen.

Und gerade bei der derzeitigen Sommerhitze, was auch vor Jahrzehnten schon vorkam, wäre es sehr sinnvoll den im Sommer oft tagsüber teilweise abgeregelten PV Strom zB. zur Kühlung in zu Hause, aber auch in öffentlichen Räumen zu nutzen- wenn der Strom nicht so teuer wäre, dann würden das außer die Selbst-pV-Macher auch von anderen gemacht.