Ich arbeite bei einem Netzbetreiber und mein Bruder hat (bei einem anderen Netzbetreiber) seinen Gasanschluss vor kurzem stilllegen und rückbauen lassen. Das ist mWn eigentlich Aufgabe des Netzbetreibers und nicht des Kunden, sich ein privatwirtschaftliches Unternehmen zur Stilllegung/Rückbau zu suchen. Oder hat dein Netzbetreiber dich genau dazu konkret verpflichtet?
Stilllegung und Rückbau des Hausanschlusses liegen beim Netzbetreiber. Der Rückbau der Inhouse-Installation (ab Gaszähler bis zur Heizung) muss von einem bei unseren Stadtwerken zertifizierten Fachunternehmen durchgeführt werden. Das ist dann auch für die Rückgabe des Gaszählers zuständig.
Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Projektupdate. Zum Heizverhalten kann ich noch nicht allzu viel sagen. Es sieht so aus, als würde mein Plan, über den vorhandenen Pufferspeicher die Laufzeiten der WP in die Länge zu ziehen, aufgehen. Wirklich belastbare Daten dafür habe ich aber noch nicht.
Ich musste feststellen, dass mein Hydraulikplan eine unerwartete Schwäche hat, die ich noch beheben muss. Im ersten Beitrag hatte ich meinen Weg zum Hydraulikplan skizziert. Dort gibt es vom VL der WP ausgehend nach links einen Mischer, der mit "WW an" und "WW aus" beschriftet ist. Da 3-Wege-Mischer laut Recherche nie zu 100% dicht sind, drückt die Heizkreispumpe der WP kälteres Heizungswasser in den WW-Bereich des Puffers, was zu unnötigem Nachheizen des WW-Bereiches führt. Vermutlich bietet das Unterhalb des Mischers eingezeichnete Rückschlagventil so viel Widerstand, dass der Weg in den Puffer der leichtere fürs Heizungswasser ist. Beheben werde ich das Problem mit einem solchen Motorkugelhahn. Der wird nur im Falle der WW-Bereitung geöffnet und macht ansonsten den Weg im Heizbetrieb hydraulisch dicht.
Die WW-Bereitung selbst funktioniert mittlerweile vernünftig. Die Werte des Durchflusssensors erscheinen sinnvoll, wie der Abgleich mit dem Temperaturanstieg im Puffer zeigt:
Ganz links in rot sieht man die Wärmemenge, die durch die WP in den Puffer geladen wurde. Daneben die dafür verbrauchte elektrische Energie in gelb und in blau den daraus resultierende COP. Zum Vergleich rechts in orange die Wärmemenge, die sich aus Temperaturveränderung und Puffervolumen ergibt. Die Abweichungen ergeben sich aus der Tatsache, dass es Zeiten gibt, in denen die WW-Bereitung der WP läuft und die ST-Pumpe anspringt. In diesem Zustand kann ich nicht differenzieren, welche Wärme zusätzlich über die ST im Puffer landet. Deshalb fehlt bei Orange der WP-Anteil der Pufferwärme. Nach der ersten WW-Bereitung morgens (21.05.) passen die Werte aber ziemlich gut.
Falls sich jemand fragen sollte, warum ST und WP gemeinsam laufen: Ich breche die WW-Bereitung nicht ab, wenn die ST-Pumpe anspringt, sondern lasse die WP ihren Job beenden. Das erscheint mir effizienter als die WP hochlaufen zu lassen und sofort wieder abzuschalten, wenn die ST die Temperaturgrenze überschreitet.
Noch eine kleine Info zu den Eckdaten für die WW-Bereitung:
In der Woche ist WW zwischen 05:00 und 20:00 Uhr freigegeben. Der WW-Bereich des Puffers wird auf 50°C aufgeheizt (je nach Messstelle werden bis zu 53°C erreicht) und die VL-Temperatur der WP geht bis auf 56,5°C hoch. Der WW-Bereich darf bis auf 45°C runterkühlen (je nach Messstelle sind es dann schon 43°C), bevor nachgeheizt wird. Um 19:30 Uhr wird zwangsweise nochmal nachgeheizt, wenn die Puffertemperatur unter 48°C liegt. Das führt aktuell, je nach WW-Verbrauch, zu 2-3 Nachheizvorgängen pro Tag. Durch den Einbau des Motorkugelhahns hoffe ich, auf 1-2 Mal pro Tag reduzieren zu können.
P.S.: Ich warte immer noch auf den Ausbau des Gaszählers. Eigentlich hatte ich für letzten Mittwoch einen fest zugesagten Termin. Dieser wurde aber eine Woche vorher abgesagt, weil die einzige Person in dem Betrieb, die das darf, krank ist und auch diese Woche noch nicht wieder im Einsatz sein wird.
Das ist mittlerweile der sechste Betrieb, mit dem ich versucht habe, meinen Gaszähler loszuwerden. Ich habe mich jetzt direkt an den zuständigen Netzbetreiber gewandt, meine Situation geschildert und klar gemacht, dass ich nicht bereit bin, Kosten für einen Gasanschluss zu bezahlen, den ich nicht benötige. Man wollte das an die zuständige Stelle weiterleiten und sich bei mir melden. Das ist allerdings auch schon wieder zwei Tage her.
Wer unterstützt eigentlich einen Endkunden, wenn er alles in seiner Macht stehende tut, um einen überflüssigen Gaszähler loszuwerden, die formale Vorgabe, dass das durch einen eingetragenen Fachbetrieb zu erfolgen hat, allerdings mangels arbeitswilligem Fachbetrieb nicht erfüllen kann?
Moin!
Das war bei uns der einzige Weg. Ein Online-Formular bei den Stadtwerken ausgefüllt und per Mail hingeschickt. Kein Installateur nötig, nichts.
3 Tage später kann ein Anruf eines “Kollegen” (arbeite selber bei einem Versorger, nur halt “nebenan”) und dieser machte einen Termin zur Demontage aus.
Zähler + Regler raus, verplombt und fertig. Ich meine das waren 50 oder 60€.
Die Gasheizung habe ich danach auch selbst demontiert.
Hoffe das du den Zähler bald los wirst ![]()
Sehr cooles Projekt.Kann man sich vieles abschauen. Danke dafür. Ich bin ebenfalls gerade an der Avarma und starte in Kürze. Aktuell bin ich am betonieren vom Sockel. Da ich gerne den Ablauf in den frostischeren Bereich verlegen möchte, die Frage an alle Avarma Besitzer. Kann mir jemand sagen wo genau der Ablauf vom Kondesat an der WP ist? Ich sehe im Handbuch nur die Entleerung. Ist das die Systementleerung oder tatsächlich die Entleerung vom Kondesat? Wäre super wenn mir jemand eine Info geben könnte.
Auf dem zweiten Foto in diesem Beitrag sieht man unten an der Seitenfläche, direkt rechts neben dem Metallstab, der vor der Wärmepumpe in den Boden gerammt ist, eine kleines Stück weißen Plastikschlauch. Das ist der Kondensatablauf.
Perfekt. Vielen Dank.
Seit längerer Zeit war es heute morgen mal wieder so weit. Die lange Phase mit wolkenverhangenem Himmel hat dafür gesorgt, dass unser Puffer heute morgen per WP nachgeheizt werden musste.
Wie in diesem Beitrag beschrieben, hatte ich ja noch ein kleines Problem mit der Hydraulik. Dummerweise ist mir allerdings erst beim Einbau des Motorkugelhahns aufgefallen, dass ich den Kugelhahn mit einem Innendurchmesser von 20mm statt 25mm bestellt habe. Mein Ziel, ungewollten Wärmeverlust im oberen Drittel des Puffers zu verhindern, habe ich durch den Einbau zwar erreicht, hatte aber die Befürchtung, dass der Volumenstrom bei der WW-Bereitung durch die kleine Engstelle einbricht. Glücklicherweise hat sich diese Befürchtung als grundlos herausgestellt. Der Volumenstrom liegt immer noch bei knapp 32 l/min und der COP bei etwas über 2,5. Mehr kann ich wohl an dieser Stelle von der Avarma auch nicht erwarten.
Obwohl die maximale Stromaufnahme laut Datenblatt bei 13A liegen soll, schafft die Avarma locker 16A. Möglicherweise sollte ich für die WW-Bereitung die Kompressorfrequenz etwas begrenzen und bekomme über die längere Laufzeit einen besseren COP. Das werde ich aber erst austesten, wenn ich wieder regelmäßig WW über die WP brauche.
Nach Rücksprache mit unseren Nachbarn, die mit 5-6m Abstand und direktem Blick auf die WP wohnen, nimmt man die Avarma während der WW-Bereitung zwar akustisch wahr, sie empfinden es aber nicht als störend. In den wenigen Tagen, an denen die WP mit geringer Leistung heizen musste, war sie akustisch wohl völlig unauffällig.
Es ist wieder Zeit für ein kleines Update.
Gaszähler
Seit letzten Mittwoch ist der Gaszähler endlich ausgebaut, Stand vorgestern ist der Gaszähler aber noch nicht bei den Stadtwerken als "zurückgegeben" registriert worden. Bin mal gespannt, wo der auftaucht...
Wärmepumpe
Wenn die Avarma nicht im Standby ist, gibt es für die interne Heizkreispumpe drei verschiedene Betriebsmodi: "immer an", "Stopp bei erreichen der Temperatur" und "1 Minute an, 15 Minuten aus".
"immer an" werde ich verwenden, wenn die Außentemperatur ein Durchheizen erforderlich macht. Die anderen beiden Modi habe ich in der Theorie als sehr brauchbar erachtet, weil die Avarma so prüfen kann, ob im Puffer noch genug Wärme für die Heizung ist, denn einen Speicherfühler gibt es dafür nicht.
Schon bei meinen ersten Tests hat sich herausgestellt, dass die Einstellung "1 Minute an, 15 Minuten aus" unverhältnismäßig viel Wärme aus dem Puffer zieht. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch waren es ca. 8,5 kWh.
Deshalb habe ich den Modus "Stopp bei erreichen der Temperatur" favorisiert. Wenn die Avarma den Heizbetrieb einstellt, sinkt je nach AT mehr oder weniger schnell die Temperatur am VL- und RL-Fühler. Sinkt die Temperatur am VL-Fühler unter VL-Soll, startet die Avarma die interne Pumpe. Steigt die VL-Temperatur über VL-Soll, erkennt die Avarma, dass kein zusätzlicher Wärmebedarf da ist und die WP bleibt aus. Leider hat dieser Modus irgendein Problem mit dem Durchflusssensor, so dass die Avarma über Nacht immer auf "Fehler E15" gegangen ist und deshalb morgens kein warmes Wasser zur Verfügung stand.
Ich habe das Problem an Hofman gemeldet und entsprechende Auswertungsdiagramme mitgeschickt. Daraufhin habe ich zwei Micro SD-Karten mit Software-Updates bekommen, bei denen aber nicht sicher war, dass das Problem damit behoben wird. Leider hat das Update nichts gebracht.
Ich hab dann Rückmeldung gegeben, eine genaue Fehlerbeschreibung und Auswertungen meiner Daten beigefügt und geduldig abgewartet, weil es bis zur nächsten Heizperiode noch lang genug hin ist.
Heute habe ich die Rückmeldung bekommen, dass in der Software ein Fehler ist. Da neue Platinen früher ankommen werden, als ein Software-Update, das man selbst auf die Platine aufspielen kann, werde ich voraussichtlich innerhalb der nächsten 3 Wochen eine Austauschplatine bekommen.
An dieser Stelle deshalb ein ganz großes Lob für den Support von Hofman.
Persönliche Fails
- Ich musste die Schraubverbindungen von VL und RL an der Avarma nochmal neu machen. Ich war beim Anbringen der Übergangsverschraubungen zu zaghaft. Die Angst, etwas abzureißen, wenn ich die Verschraubung fest anziehe, war zu groß. Die Angst war unbegründet...
- Die gleiche Angst hat auch bei mehreren Schraubverbindungen im Innenbereich dazu geführt, dass sie nicht 100%-ig Druckdicht waren. Bis auf eine Verbindung ist alles nachgearbeitet. Das letzte Leck liegt blöd und erfordert einen größeren Austausch. Allerdings tropfen pro Woche auch nur ca. 10 ml Wasser raus. Sobald ich alle notwendigen Fittinge habe, muss ich nochmal ran.
- Ich habe die Verschlusskappe des Schnellentlüfters am Heizstab verbaselt und finde keinen Ersatz. Ist zwar kein Beinbruch, ich werde aber vermutlich einen neuen Schnellentlüfter einbauen müssen.
- Ich habe meine Mischer zum Wechsel von Heizen zu WW direkt an die Avarma angeschlossen. Während die Mischer zwei Steuerleitungen haben, die wechselweise unter Spannung gesetzt werden, um den Mischer von einer Endposition in die andere zu bringen, liefert die Avarma Dauerspannung auf der einen Steuerleitung und die zweite wird an- oder ausgeschaltet. Diesen Unterschied habe ich erst nach dem elektrischen Anschluss bemerkt, weil die beiden Mischer beim Umschalten ganz fürchterliche Geräusche gemacht haben.
Jetzt sind die Mischer elektrisch von der Avarma getrennt und werden über separate Zigbee-Aktoren gesteuert. Glücklicherweise haben die Mischer den falschen Anschluss überlebt.

