DIY Avarma 9kW - Planung und Umsetzung

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Projektupdate. Zum Heizverhalten kann ich noch nicht allzu viel sagen. Es sieht so aus, als würde mein Plan, über den vorhandenen Pufferspeicher die Laufzeiten der WP in die Länge zu ziehen, aufgehen. Wirklich belastbare Daten dafür habe ich aber noch nicht.

Ich musste feststellen, dass mein Hydraulikplan eine unerwartete Schwäche hat, die ich noch beheben muss. Im ersten Beitrag hatte ich meinen Weg zum Hydraulikplan skizziert. Dort gibt es vom VL der WP ausgehend nach links einen Mischer, der mit "WW an" und "WW aus" beschriftet ist. Da 3-Wege-Mischer laut Recherche nie zu 100% dicht sind, drückt die Heizkreispumpe der WP kälteres Heizungswasser in den WW-Bereich des Puffers, was zu unnötigem Nachheizen des WW-Bereiches führt. Vermutlich bietet das Unterhalb des Mischers eingezeichnete Rückschlagventil so viel Widerstand, dass der Weg in den Puffer der leichtere fürs Heizungswasser ist. Beheben werde ich das Problem mit einem solchen Motorkugelhahn. Der wird nur im Falle der WW-Bereitung geöffnet und macht ansonsten den Weg im Heizbetrieb hydraulisch dicht.

Die WW-Bereitung selbst funktioniert mittlerweile vernünftig. Die Werte des Durchflusssensors erscheinen sinnvoll, wie der Abgleich mit dem Temperaturanstieg im Puffer zeigt:

Ganz links in rot sieht man die Wärmemenge, die durch die WP in den Puffer geladen wurde. Daneben die dafür verbrauchte elektrische Energie in gelb und in blau den daraus resultierende COP. Zum Vergleich rechts in orange die Wärmemenge, die sich aus Temperaturveränderung und Puffervolumen ergibt. Die Abweichungen ergeben sich aus der Tatsache, dass es Zeiten gibt, in denen die WW-Bereitung der WP läuft und die ST-Pumpe anspringt. In diesem Zustand kann ich nicht differenzieren, welche Wärme zusätzlich über die ST im Puffer landet. Deshalb fehlt bei Orange der WP-Anteil der Pufferwärme. Nach der ersten WW-Bereitung morgens (21.05.) passen die Werte aber ziemlich gut.

Falls sich jemand fragen sollte, warum ST und WP gemeinsam laufen: Ich breche die WW-Bereitung nicht ab, wenn die ST-Pumpe anspringt, sondern lasse die WP ihren Job beenden. Das erscheint mir effizienter als die WP hochlaufen zu lassen und sofort wieder abzuschalten, wenn die ST die Temperaturgrenze überschreitet.

Noch eine kleine Info zu den Eckdaten für die WW-Bereitung:
In der Woche ist WW zwischen 05:00 und 20:00 Uhr freigegeben. Der WW-Bereich des Puffers wird auf 50°C aufgeheizt (je nach Messstelle werden bis zu 53°C erreicht) und die VL-Temperatur der WP geht bis auf 56,5°C hoch. Der WW-Bereich darf bis auf 45°C runterkühlen (je nach Messstelle sind es dann schon 43°C), bevor nachgeheizt wird. Um 19:30 Uhr wird zwangsweise nochmal nachgeheizt, wenn die Puffertemperatur unter 48°C liegt. Das führt aktuell, je nach WW-Verbrauch, zu 2-3 Nachheizvorgängen pro Tag. Durch den Einbau des Motorkugelhahns hoffe ich, auf 1-2 Mal pro Tag reduzieren zu können.

P.S.: Ich warte immer noch auf den Ausbau des Gaszählers. Eigentlich hatte ich für letzten Mittwoch einen fest zugesagten Termin. Dieser wurde aber eine Woche vorher abgesagt, weil die einzige Person in dem Betrieb, die das darf, krank ist und auch diese Woche noch nicht wieder im Einsatz sein wird.
Das ist mittlerweile der sechste Betrieb, mit dem ich versucht habe, meinen Gaszähler loszuwerden. Ich habe mich jetzt direkt an den zuständigen Netzbetreiber gewandt, meine Situation geschildert und klar gemacht, dass ich nicht bereit bin, Kosten für einen Gasanschluss zu bezahlen, den ich nicht benötige. Man wollte das an die zuständige Stelle weiterleiten und sich bei mir melden. Das ist allerdings auch schon wieder zwei Tage her.
Wer unterstützt eigentlich einen Endkunden, wenn er alles in seiner Macht stehende tut, um einen überflüssigen Gaszähler loszuwerden, die formale Vorgabe, dass das durch einen eingetragenen Fachbetrieb zu erfolgen hat, allerdings mangels arbeitswilligem Fachbetrieb nicht erfüllen kann?