Aus Neugier habe ich gerade den Beitrag „Warum Nulleinspeisung keine gute Idee ist“ angeschaut. Der ist gut mit Messungen belegt, die auch gut erklärt werden, dennoch besteht einiger Diskussionsbedarf... Wahrscheinlich ist dieser Vorstellungsthread aber nicht der richtige dafür. Lohnt sich wahrscheinlich, dafür eine eigene Diskussion anzufangen!
Grüße
Maximilian
PS: Bei meiner persönlichen Konstellation ist Nulleinspeisung die einzige sinnvolle Art, überhaupt Photovoltaik zu nutzen!
die leistung die vom panel nicht abgerufen wird, wird nicht erzeugt.
sonst würde bei meiner 12kwp insel pv schon längst das dach abgebrannt sein
ob die pv module dadurch wärmer werden? ich bezweifle das.
warum sollte man voll einspeisen wenn man eine gorilla pv betreibt? genau darum geht es ja nichts anmelden zu müssen/wollen und trotzdem strom zu sparen(rechtliche aspekte jetzt mal außen vor gelassen)
an manchen standorten kann man auch garnicht mehr mit einer pv ans netz weil das netz da überlastet ist, die einzige möglichkeit da ist auch eine 0 einspeisung
Na ja, er erklärt, wie die Regelung halt nicht perfekt ist, weil zu langsam und damit hinter her hinkt. Damit einspeist wo nix mehr benötigt wird und so...
Aber auch da könnte man die Steuerung etwas verbessern und bei Last, wenn auch taktend, über 600W die Einspeisung auf die max. 600W stellen. Die Zeiten die man den Herd an hat sind ja gering und besser ein paar Regelverluste hinnehmen beim essen kochen. Übrigens wird das doch hauptsächlich einer machen, der einen Akku hat und damit sieht es ja schon wieder anders aus.
Das Video ist ein bißchen so: "Ein VW Golf taugt nichts, weil er beim Ziehen eines großen Anhängers im Gelände stecken bleibt". Stimmt. Aber in den 90% der anderen Fahrsituationen ist er ganz ok.
Genauso ist die Regelung vieler Nulleinspeisungen.
Ich hab mir auch das Video angesehen. Der Prämisse nur einzuspeisen, wenn großer Verbrauch, der auch noch taktet, anliegt, kann ich nicht folgen. Erhat zwar recht, daß es eine punktgenaue Einspeisung nicht geben kann, weil einfach die Systeme eine inherente Trägheit besitzen.
Wahrscheinlich bin voreingenommen, da ich die Einspeisung mit dem Trucki-Stick realisiere. Mir ist bewußt, daß ich es nicht hinbekomme genau einzuspeisen und ich sowieso aus den Netz beziehen muß. Mit dem Stick kann man die Einspeisung sehr konservatic einstellen und so ein Überschwingen bei Lastabfall minimieren.
Der Gedanke ist, daß bei etwas weniger Einspeisung der Akku etwas länger die kapazität zum Einspeisen hat. Dadurch wird mein Bezug minimal begrenzt.
Meine Aufzeichnungen mittels Home Assistent zeigen mir eine Netzeinspeisung von ca. 10% der Hauseinspeisung, wobei ich keinen Maßstab habe wie genau die Aufzeichnung ist. Nicht schön, aber besser krieg ich es nicht hin.
In einem stimme ich den Aussagen im Video zu, ohne Akku macht eine Begrenzung der Einspeisung keinen Sinn. Vor ein paar Tagen mit Sonnenschein und leicht bewölkt habe ich über 24h 4,2 kWh ins Hausnetz eingespeist, davon gingen dann 127Wh ins Netz.
Im Moment liegt die Anlage still, da ich Verkabelung und Trennschalter ändere.
[quote data-userid="17925" data-postid="199551"]Wenn man sich am Jahresende nicht für einen unplausibel hohen Zählerstand 2.8.0 rechtfertigen will, macht es auch ohne Akku Sinn. [/quote]Ich vermute, der überwiegende Teil (der Endkundenanschlüsse, ohne PV) hat keinen Zähler für 2.8.0, insofern egal.
Wenn ich dich da Mal korrigieren darf, Leistung wird (bei Einstrahlung) immer erzeugt, und wenn sie nicht gleich abgerufen wird, geht sie noch in der Solarzelle wieder verloren.. was den lustige Umstand ergibt, dass ein Solarpanel unter Last kühler ist als eines, bei welchem keine Leistung abgerufen wird. Der Unterschied sind wenige Grad, man kann es mit einem IR Thermometer gerade eben messen, wenn man sich gute Vergleichsobjekte hinstellt. Und grob gerechnet kommt man auf den gleichen Wert, bzw. die Größenordnung.
Um es kurz zu machen, ich finde das Video nicht sehr gelungen.
Messtechnisch- handwerklich ist es halbwegs ok, das Problem ist die generelle Vorgehensweise.
Ein solch komplexes Thema wie Nulleinspeisung hat verschiedene Anwender bzw. deren Ziele, verschiedene Ausgangslage bezüglich Zähler, verschiedene Verbrauchsmuster der Anwender, verschiedene Größen und Auslegung der PV, um nur einige der Parameter zu nennen.
Wenn man sich dann mit nur einer Vorgabe, dem ungünstigsten Lastfall der Verbraucher für Nulleinspeisung, an die Untersuchung heranmacht, so stellt er ganz richtig die schlechte Eignung einer Nulleinspeisung dafür fest.
Daraus aber eine generelle Empfehlung gegen Nulleinspeisung abzuleiten, hat nach meiner Meinung weder Hand noch Fuss.
Der Inhalt im Video ist doch eigentlich schlecht gewählt, einen Verbraucher der taktet haben einige bestimmt noch in Betrieb aber eben auch nicht mehr jeder. Unser Induktionsfeld z.B. kann ziemlich weit runter modulieren und taktet so gut wie gar nicht, eine Nulleinspeisung könnte so bestimmt über 90% der Energie bereit stellen.
Man sucht sich also eine ungünstige Konstellation aus und behauptet dann generell das es Sch**** ist.
Das stimmt so nicht - Leistung bzw. Energie wird nicht erzeugt sondern umgewandelt. Die Sonne bescheint die Fläche der Solarmodule ja nicht weniger, wenn diese keine Energie in Strom wandeln. Daher wird die Energie anderweitig umgewandelt - in diesem Fall in Wärme.
Dass die Module nicht deutlich wärmer werden liegt einfach daran, dass die enstehende Wärme schneller an die Umgebung abgegeben wird und sich die Module selbst dabei nur weniger stark erwärmen.
Abbrennen wird deshalb wahrscheinlich keine Anlage - unabhängig von der Leistung ist die Wärmeentwicklung ja pro Fläche zu sehen...
Nichtsdestotrotz wird die "eingefangene" Energie umgesetzt (weshalb "ungenutzte" Solarmodule auch wärmer werden), von daher ist die Aussage im Video richtig - und unabhängig von rechtlichen oder persönlichen Gründen ist rein technisch gesehen eine Nulleinspeisung ohne Akku sinnlos. Ansonsten geht es in dem Video auch eher um die Trägheit einer Regelung zur Nulleinspeisung, was dann sogar zu einem Mehrverbrauch führen kann, wenn getaktete Verbraucher laufen.
Rein technisch und persönliche Grunde gehen doch immer Hand in Hand. Persönliche Gründe überwiegen sowieso fast immer. Sonst kann man auch nach dem Sinn eines Autos oder Wäschetrockners diskutieren.