WBen sind WallBoxen und der Anbieter heißt tatsächlich Go-E, Sorry hatte ich Wegstabenverbuchselung. Go-E Charger ist genau richtig. Aber für PV-Überschuß braucht es auch den Controller. Der ist in dem Preis nicht dabei, oder?
Nein, der Preis enthält nur die Wallbox (Go-E Charger Gemini Flex). Diese hatte ich auch schon für Überschussladen zu Hause in Erwägung gezogen. Das Überschussladen würde ich aber mit meinem Homeassistant umsetzen wollen. Da das Kommunikationsprotokoll des Go-E Chargers offengelegt ist, sollte es eigentlich kein großes Problem sein, das selbst zu implementieren.
Aber eigentlich ging es mir in diesem Post eher darum, auf breiter Ebene eine Möglichkeit zu schaffen, in einem Zeitfenster, in dem die Elektroautos auf Firmenparkplätzen rumstehen, diese "netzdienlich" zu einem geeigneten Zeitpunkt zu laden - mit Vorteilen für alle Beteiligten.
Da es ja offensichtlich so ist, dass die Grundlage für ein Laden auf Firmenparkplätzen schon gelegt ist, fehlt nun nicht mehr viel: es muss nur gemacht werden und der Energieversoger sollte die Möglichkeit bekommen, das Ladezeitfenster zu bestimmen.
Nochmal:
Die Systeme gibt es schon wenigstens 3 Jahre. Es rechnet sich aber nicht, außer man hat sehr viel eigene Erzeugung.
Arbeitest du bei einer "Firma"?
Auch unter den dort Verantwortlichen mag es Idealisten geben, aber in der Regel ist dad eigentliche Thema dort nicht, "wie rette ich die Welt", sondern "wer zahlt"?
Die von dir erträumt Win-Win-Situation gibt's leider nicht.
Oliver
Hast Du dazu mal einen Link? Ich würde mir gern mal ansehen, was es da genau gibt und ob das mit diesem Ansatz realisierbar wäre.
Wer sagt denn, dass es sich nicht rechnet? Ausserdem: man braucht keine eigene Erzeugung - es wird der Strom vom Energieversorger für das Laden verwendet.
Ja!
Wenn eine Wallbox pro Tag z.B. 40kWh an verschiedene Arbeitnehmer-BEVs abgibt und das an 250 Arbeitstagen im Jahr bei einem Aufschlag für den Arbeitgeber von 5ct/kWh, wären das 500,-€ Gewinn im Jahr. Die Installation der Wallbox hätte sich innerhalb von 3 Jahren rentiert und würde danach Gewinne abwerfen. Ich finde: ein gutes Invest.
Nein. Weil das jemand abrechnen, verwalten nachhalten muss.
Außerdem muss du Kabel ziehen.
Und du musst davon ausgehen das sich viele morgens anstecken, paar kwh nachladen und den Platz den ganzen Tag blockieren.
Das ist für den AG kein Geschäft. Der macht das nur weil es ein kleines Schmankerl für den Arbeitnehmer ist
Mit 40kwh kommst du 200-250km weit. Bei einer Pendelstrecke von 15km brauchst du pro Tag 6kwh
Die genannten Vorteile hast du auch wenn du nicht netzdienlich bist.
Ich habe mich darauf bezogen das es hier keinen Vorteil gibt für netzdienliches Laden gibt. Dann macht das keiner weil es Dinge kompliziert.
Ich spreche das Erfahrung weil dynamischer Tarif, 2 eAutos aber nur einen Ladepunkt. Ich spiele Regelmäßig Auto umparken um 23Uhr in der Sonntag Nacht. Gibt jetzt auch schöneres
Den Aufwand dafür halte ich für gering, da die Wallboxen bereits über den RFID-Tag saldieren. Es muss lediglich einmal im Monat ein Ausdruck an das Lohnbüro übergeben werden.
Das könnte tatsächlich ein Aspekt sein. Bei uns in der Firma ist das aber einfach: man braucht nur ein Loch durch die Hallenwand bohren. Elektriker zum anschließen haben wir selbst.
Das sollte natürlich vermieden werden; z.B. könnte man die Vorgabe machen, dass man nicht laden darf wenn nicht mindestens z.B. 50% Akku leer ist.
Das ist aber doch kein Problem - man hat ja eine Wallbox für mehrere (z.B. 7) Mitarbeiter. Dann lädt jeder alle 7 Tage und die Wallbox ist jeden Tag belegt.
Industriestrompreise gelten oft nur für die Produzierenden Anlagen. Die Büros, Verwaltung und sonstige Gebäude werden dann nach normalen Tarif abgerechnet.
Ja, das mag sein - aber den Strom für die Ladeinfrastruktur kann dann ja trotzdem von der Produktion geholt werden.
Wenn das so einfach wäre, und vor allem zugelassen dann würden die Betrieb das schon machen. Das ist aber nun mal nicht erlaubt und wäre streng genommen Steuerhinterziehung und da versteht das FA keinen Spaß.
Da verstehe ich diesen Artikel allerdings anders...
Da hast du recht, das verwirrt mich jetzt tatsächlich etwas.
Könnte sein dass das mit der EEg umlage zu tun hat, wird auch in dem von dir verlinkten Artikel erwähnt. Aber auch mit dem Hinweis dass diese abgeschafft wurde.
Die Idee finde ich grundsätzlich sehr gut.
Ich hoffe, dass künftig alle Stromverbraucher auf variable Stromtarife umgestellt werden und dabei deutliche Unterschiede zwischen variablen und festen Strompreisen entstehen.
Nur so könnte ein echter finanzieller Anreiz geschaffen werden, Strom netzdienlich zu nutzen und den Verbrauch besser an die Verfügbarkeit im Netz anzupassen.
Ich muss gestehen, dass ich das auch noch nicht wusste, als ich diesen Thread eröffnete. Und so war es mein Ziel, ggfs. mit einer Petition die Einrichtung einer geeigneten Rechtslage zu erreichen. Dies ist wohl nicht mehr erforderlich. So wundert mich nun, dass das nicht schon viel mehr Firmen auch machen. Vielleicht ist diese Möglichkeit nicht so richtig bekannt?
Wie dem auch sei, der zweite Grund für diesen Post war es, das Laden der BEVs auf Firmenparkplätzen auch "netzdienlich" zu machen, damit auch der Energieversorger etwas davon hat. Das zumindest müsste noch forciert werden.
Das kann in Deutschland leider noch ein wenig dauern, da hierzulande die dafür erforderliche Verbreitung smarter Stromzähler noch in den Kinderschuhen steckt - ganz im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Leider nicht das einzige Technologie-Thema in dem Deutschland hinterherhinkt (Stichworte: Digitalisierung, E-Mobilität, etc.). Aber was will man erwarten, wenn eine deutsche Bundeskanzlerin 2013 das Internet als "Neuland" bezeichnet - wo es doch schon seit den 90er Jahren weit verbreitet war...
Keine Sorge, die ist bekannt. Und warum es nur dich wundert, daß das nicht noch mehr Firmen machen, wundert mich nicht.
Oliver
Wie soll ich diese Aussage verstehen?
So, wie sie gemeint ist. Deine sämtlichen Kosten- und Realisierungsvorstellungen sind völlig weltfremd.
So eine Anlage, erst recht, wenns „netzdienlich“ sein soll, ist teuer. Sehr teuer. Das macht man aus Idealismus, aber nicht, weils für alle Beteiligten einen schönen Gewinn abwirft. Denn sowas gibts nicht, irgend wer zahlt am Ende für die Zeche.
Oliver