Natürlich hast du grundsätzlich Recht, wenn dein Wärmebedarf 1300W ist, dann sollte es egal sein, ob der Bedarf von einem oder von 3 Geräten kommt.
Mit nur einem laufenden IG kommst du halt viel früher in die Situation, dass du keine 1300W mehr brauchst und dann taktet das AG inkl. des Mehrverbrauchs beim nächsten Anlauf und zusätzlicher Verschleiß, etc.
Bei mehreren Räumen deckt die minimale Heizleistung viel länger den Wärmebedarf (vielleicht sogar dauerhaft, wenn jeder Raum einen Wärmeverlust von 430W hat) und das AG läuft länger durch, was gut für die Effizienz ist.
Ich habe mir auch mal die detaillierten Databooks von Daikin für die von mir derzeit eingesetzte Kombination angeschaut (AG: 3MXM68 + IG: 2/2/2.5) und war eigentlich positiv überrascht, das selbst bei -15° AT und 20° IT immer noch 7,19 kW Wärmkapazität bei 2,17 kW Input Power bereitgestellt werden. Wenn meine Interpretation der Werte richtig ist, dann ist das immer noch ein SCOP von 3,3 bei -5° ein SCOP von 3,94 und bei 0° ein SCOP von 4,2. Sind allerdings alles Werte bei 5m Leitungslänge (meinen die das je IG oder insgesamt?) und 0m Höhenunterschied.
Ich habe das pdf komprimiert und hier hochgeladen. Dort sollten alle Datentabellen der MXM-AGs mit 40-52-68kW zu finden sein.
Ich bin gerade dabei herauszufinden mit welchen Geräte-Kombinationen ich am besten die 4 Zimmer (8, 8, 12, 35m2) und vielleicht zusätzlich die beiden anderen Räume (15 und 20m2 Dachgeschoss) vielleicht sogar mit Truhengeräten beheizen kann. Beim Dachgeschoss wäre ein Truhen IG sinnvoll, da die Leitungen durch den Boden verlegt werden müssen und ich an der Schräge die Wand-IGs nicht befestigen kann. Bis zur Giebelseite ist es ein längerer Weg. Ausserdem musste ich bei der Recherche feststellen, dass ich die Daikin-Truhen mit geringer Leistung nicht mit grösseren AG kombinieren kann.
Das das unterdimensioniert ist, ist ja ganz offensichtlich. Beispiel: Mit 5,2 KW außen kannst du keine 2,5+2,5+3,5=8,5 kW bedienen. Auch sind die 5,2 kW Außen deutlich unter deiner Heizlast von 8,87. Kommt noch dazu, dass die Heizlast bei niedrigster Temperatur definiert ist und dort erreichen die Anlagen vielleicht gar keine Nennleistung.
Wenn man das sinnvoll angehen will, dann solltest du Pläne jeder Etage posten und deine Ideen, wo du welche Innengeräte und Außengeräte positionieren willst. Und auch mal den Jahresverbrauch an Gas/Öl, was du bisher verbraucht hast. Und wie gut das Haus gedämmt ist, am besten den U-Wert der Wände und welche Qualität deine Fenster haben und wie viel Fensterflächen. Baujahr wäre auch interessant zur Einordnung.
Naja, er hat ja schon 10,2 kW Heizleistung, denn es sind ja 2 Außengeräte (5,0 + 5,2).
Von daher könnte das schon klappen, denn vermutlich hat er ja pro Stockwerk <5kW Heizlast.
Was natürlich nicht klappt, ist, die volle Leistung der Innengeräte gleichzeitig abzurufen, aber vermutlich ist das ja auch nicht notwendig.
Man müsste natürlich auch wissen, welche Geräte da genau geplant sind, und ob die o.g. Leistungswerte, die Kühlleistung oder Heizleistung sind. I.d.R ist die Heizleistung ja ungefähr Kühlleistung*1,1.
Daher stimme ich zu, dass ein paar mehr Details wichtig wären.
Die Daikins haben bei -15°C Außen und 20°C Innen i.d.R. eine Total Heating Capacity die noch über die nominalen Kühlleistung liegt.
Die angegebenen Leistungswerte der Außengeräte sind die Kühlleistungen.
Es sind alles Samsung Geräte und die Heizleistung der Außengeräte wird in den technischen Dokumenten bei beiden Geräten mit max 10kw angegeben. Also wären es dann insgesamt max. 20kw Heizleistung - allerdings auf Volllast.
Bei den Innengeräten ist es immer gut, weit von den Leistungsgrenzen weg zu bleiben. Der Hintergrund ist der: Je niedriger die Temperatur am Wärmetauscher des Innengerätes ist, um so höher die Effizienz. Insofern würde ich lieber mal ein Innengerät mehr vorsehen, als an die Leistungsgrenze eines Innengerätes zu gehen.
Beim Außengerät kann man durchaus eine etwas größere nehmen, wenn diese genauso weit runter modulieren kann. Denn größere Geräte haben oft auch größere Wärmetauscher, was dann effizienter ist.
Was man auch bedenken muss: Temperaturen von -10 Grad sind ja relativ selten. Da kannst du hier mal im Reiter Temperatur die Tage anzeigen lassen:
Wenn eine Anlage dann an den wenigen Tagen etwas ineffizienter ist, ist das nicht ganz so tragisch. Wichtig ist, dass sie in dem Bereich, wo sie zu 80% der Zeit läuft, effizient ist.
OK, also die Innengeräte sind definitiv eher überdimensioniert, Haken dran.
Sie entscheidende Frage ist, ob bei der Trio das Außengerät mit 5,2kw zum Heizen genügt und vor allem effizient ist oder es für die drei Innengeräte mit insgesamt 8,5kw besser eine 6,8kw Außeneinheit sein sollte.
Bei LWWP sollte man ja lieber unterdimensionieren, dort hat man aber keine Innengeräte. Beim PC funktioniert das ganze System nicht mehr stabil, wenn das Netzteil unterdimensioniert ist.
Ohne entsprechende Infos, wie oben geschrieben, kann man nur sehr schwammig schreiben oder irgendwelche allgemeinen Aussagen machen. Oder man sagt was, womit man voll daneben liegt, weil man falsche Annahmen macht. Das würde dir auch nicht helfen.
Mal wieder recht allgemein: Bei LLWP ist eine gewisse höhere Dimensionierung oft kein Problem. Es kommt darauf an, wie weit das Außengerät nach unten modulieren kann. Wenn also z.B. ein 5 KW Außengerät bis auf 300 Watt minimale Aufnahmeleistung runter kommt und ein 7KW Gerät ebenso bis 300 Watt runterkommt, ist es fast egal. Dann hast du nur ein klein wenig mehr Leistungsaufnahme beim größeren Gerät, weil ein größerer Kompressor etas mehr Reibung hat.
wenn aussengerät die energie-summe der innengeräte nicht erreicht, fehlt es daran wenn alle voll laufen.
@win: ich denke eher, das es nicht nur reibung ist, dsondern mehr mögliche wärme. kommt eben drauf an was die summe der innengeräte braucht, bei zb 3+3kw innen, wäre ein 7kw aussengerät über- und ein 5kw unter-dimensioniert, im letzteren falle, wenn die innengräte genau zum hausbedarf passen, würde das haus dann zu kühl bleiben und im ersteren die anlage nie ganz voll laufen müssen.
natürlich nur ganz grob weil zb im kältesten winter das überdimensionierte gerät dann mehr spielraum hat, wenn die temperaturen unter den vorkalkuierten wert fallen.
am wichtigsten dürfte aber wirklich die mindest-leistung sein. diese sollte möglichst klein sein damit das aussengerät modulieren und nicht takten sollte, was aber auch immer von der firmware und auslegung/programmierung des gerätes abhängt. leider kann man da als normaler user kaum drauf einfluss nehmen weil schlicht der zugriff fehlt.
Heizleistung des Außengerätes: 6.30 (4.40~10.0) kw
Leistungsaufnahme Heizen (bezogen auf die erstgenannte Nennleistung im Heizbetrieb): 1.32 kw
Die Innengeräte sind überdimensioniert - es sind im Prinzip nur fünf Innegeräte, weil es insgesamt 13 Räume auf drei abgeschlossenen und getrennten Etagen sind.
Inzwischen bin ich jedoch fast der Überzeugung, dass es besser sein könnte, statt zwei Multisplitsystemen besser fünf Panasonic Nordic zu verwenden.
So wäre die Lösung in jedem Fall maximal effizient und mit 5x3kw=15kw Heizleistung zu 100% ausreichend dimensioniert.
Hi, ich bin neu hier im Forum, habe auch schon einiges zur Dimensionierung von Multisplit-Anlagen gelesen, blicke aber noch nicht ganz durch. Wir wollen in unserem Haus in vier Räumen die Infrarot-Heizungen durch eine Daikin Perfera Multisplit-Anlage ersetzen - also mit vier Innengeräten und einem Außengerät. Das Haus ist ein altes Fachwerkhaus, teils gedämmt. 2 Räume im Dachgeschoss (ganz gute Hanfdämmung im Dach) haben jeweils ca. 10 m2, im Erdgeschoss (40cm Stampflehmwände, aber nicht so gut gedämmt) sollen 2 Räume mit jeweils 12 m2 beheizt werden. Geplant hatte ich zunächst mit dem Außengerät 4MXM68A9 (6,8 kw) und 4x 2,0kw Innengeräten oder sogar nur 4x1,5kw Innengeräten. Jetzt habe ich aber gesehen, dass die SCOP-Werte auf dem Energie-Label je nach Kombination sehr unterschiedlich ausfallen. Die Kombination 4x2,5 kw IG mit 8,0kw AG beispielsweise ist mit einem SCOP von 4,62 (A++) angegeben. Die Variante 4x1,5kw IG und 6,8kw AG kommt da nur auf einen SCOP von 4,18 (A+). Aber eine 8kw-Anlage würde ja bei den kleinen Räumen vielleicht häufig takten? Kann mir jemand einen klugen Rat geben, wie ich die Anlage sinnvoll dimensionieren kann? Würde nur ganz gern bei einer 4er Multisplit bleiben - wenn es geht. Danke schon mal!
Ja, die 6,8 kW ist weniger effizient, als die 8,2 kW Anlage. Ob du 1,5kW oder 2,5kW Innengeräte nimmst, ist wenig entscheidend. Wenn man nach den Eurovent Daten geht, moduliert die 8,2 kW Anlage tiefer runter, auf etwa 380-400 Watt. Die 6,8 kW kommt nur bis 520 Watt runter. Warum auch immer.
Das die 8,2 kW effizienter ist, ist mir etwas unklar. Hab mal geguckt, die Außengeräte sind gleich groß und wiegen fast das gleiche. Insofern etwas merkwürdig.
@win Danke für die schnelle Antwort! Wenn ich es richtig verstehe, wäre in meinem Fall das Dilemma mit der 8,2kw Anlage aufgelöst: Weil sie tiefer runter kommt, taktet sie dann vielleicht auch nicht so stark?
Nachdem das Thema einige Monate geruht hat, möchte ich es jetzt wieder angehen. Ich habe in den anderen Threads immer mitgelesen, aber trotzdem noch ein paar Fragen bei denen ihr mir hoffentlich weiterhelfen könnt. Hier nochmal die Eckdaten:
- Haus mit ca. 120m2 Wohnfläche von 1930 mit gedämmten Dach, seit einem Jahr neue 3-fach isolierte Fenster und seit einem Monat eine neue Haustüre die jetzt endlich dicht ist. Geheizt werden sollen: - EG 1 Wohn-Essraum von 35m2, der Raum ist zum Flur offen, hat aber noch einem Specksteinofen der eine gewisse Grundwärme im Haus bietet. - EG 1 Gästezimmer von 8,5m2
Etage 2 Räume von 8,5m2 Büro und 13m2 Schlafzimmer, EG 1 Raum vo
- Dachgeschoss Jugendzimmer ca. 20m2 aber mit helbem Raumvolumen da 45° Schräge
Es gibt in der 1. Etage noch einen weiteren Raum von 15m2 Kinderzimmer der aber erstmal aus der Planung genommen wurde, da er an der anderen Hausseite liegt, wo die Splitgeräte nicht stehen
Geheizt wird mit einer 34 Jahre alte Gastherme die jederzeit ausfallen kann. Sie zickt schon ganz schön rum. Den Gesamtenergiebedarf zum Heizen und Warmwasser pro Jahr konnten wir durch Temperaturreduktion auf 19°C und den Fensterersatz in diesem Jahr von ca. 12000kWh auf 9000kWh senken. Abziehen muss davon die 3000kWh Energie für das Warmwasser und hinzu rechnen müsste man rund 5000kWh die im Specksteinofen im Winter verfeuert werden. Das wird aber vermutlich in Zukunft auch weiter so bleiben. Um die Gasheizung komplett zu ersetzen, sollen sobald die Splitklima-Anlagen installiert sind soll auch ein Wärmepumpenboiler installiert werden.
Im Moment ist folgendes geplant:
Daikin 3MXM für 3 Räume 8,5/13/20m2 mit 2x Perfera CTXM15R, 1x Truhengerät CVXM20A
Daikin 2MXM für 2 Räume 8,5/35m2 mit 1x Perfera CTXM15R, 1x Stylish FTXA25A
Hier meine Fragen:
Soll ich für die kleinen Räume 8,5 und 13m2 auch Truhengeräte nehmen? Der Temperatursensor wäre eher in Bodennähe und die Geräte würden nicht soviel takten.
Wären Stylish-Geräte wegen der genaueren Temperaturmessung den Perfera-Geräten in den kleinen Räumen im Verhalten günstiger?
Soll ich das Stylish FTXA25A grösser dimensionieren? Ich bin unsicher, ob das Gerät für den Raum ausreicht.
Vielen Dank für eure Antworten
Nur wegen der Temperaturmessung würde es nicht machen. Da gibts auch genügend Beispiele, wo das mit den Wandgeräten gut funktioniert. Wenn du hingegen zahlreiche Gründe hast, warum dir eine Truhe besser gefällt, dann spricht nichts dagegen. Etwas lauter sind sie wohl, das muss man bedenken.
Liest man hier im Forum von einigen. Andere bestätigen es nicht. Scheint wohl noch mit anderen Faktoren zusammenzuhängen.
Ein 2,5kW IG für einen 32 m² großen Raum finde ich etwas mager. Da würde ich eher auf 3,5kW gehen. Hört sich bei dir nach ungedämmten Altbau an. Da könnten für die bessere Wärmeverteilung auch 2 Innengeräte Sinn machen. Gerade auch dann, wenn ihr in dem Raum mehrere Aufenthaltsbereiche habt, die weiter voneinander entfernt sind.
Das sind aber auch alles so Unsicherheiten, die man vorher nur schwer beantworten kann, weil jedes Haus sich anders verhält. Man könnte etwas mit einem Heizlüfter probieren, der genügend Luftleistung hat. Test dann bei recht niedrigen Außentemperaturen, weil es da am Kritischsten wird.
Wobei ich gerade lese, dass dort auch der Specksteinofen steht. Dann reicht vielleicht auch ein 3,5 kW Gerät für einen Grundkomfort. Wenn man es angenehmer haben will, kommt einfach der Specksteinofen zum Einsatz, ebenso, wenn es ordentlich kalt ist.
Wichtig bei so Fragen ist auch immer, wie man heizen will, ob permanent durchheizen oder nur bedarfsweise oder durchgängig mit Nachtabsenkung und wie weit man absenkt. Ausgekühltes Bauwerk zieht beim Hochheizen viel Wärme.
Habe ein 2MXM68 mit 2 Innengeräten installiert bekommen. Taktet viel, wobei ich derzeit nur ein Innengerät in Betrieb habe. Das weitere Innengerät soll hauptsächlich im Sommer zum Kühlen genutzt werden. Denke, dass das Außengerät eigentlich überdimensioniert ist.
Wie kann man denn die maximale Leistung beim MXM begrenzen? Habe dazu in dem Installationshandbuch nichts gefunden.
Bekomme heute bei dem einen Innengerät FHA ein Wifi-Gateway. Dann kann ich das auch per App steuern. Die FVXM kann das ja schon generell.
Installiere dann mal heute die App und probiere es darüber.
Auf der Fernbedienung mit der Econo-Taste. Und per App dann über die Bedarfssteuerung. Das Verhalten der Bedarfssteuerung zu verstehen, ist aber nicht ganz trivial, wurde hier schon viel diskutiert.