Es sind halt andere Dinge, die beim Verbrenner kaputt gehen, nicht der Energiespeicher, den kauft man ja permanent nach (Sprit). Auch ein sehr zuverlässiger oller VW-Diesel generiert ein paar tausend Euro Wartungskosten über 300 Tkm. Leistung und Zuverlässigkeit sind dann auch nicht unbedingt wie neu. Ich trete meinen Golf sicherlich nicht so, wie man das bei km-Stand 10000 tut.
Ich versteh auch nicht die romantische Verklärung des Tankens: Ich wär froh, wenn ich das nie tun müsste und die Karre einfach immer voll lädt, ohne das ich da neben stehen muss. Die wirklich seltenen Gelegenheiten, wo man Langstrecke fahren muss - ja mei, dann macht man eben mal halbe Stunde Pause. Oder nimmt gleich die Bahn, so wie ich das ab 300 km fast immer mache.
Es ist ja irgendwie lächerlich: Wir haben sicher mehrere hundert Millionen Steckdosen in Schland - aber das Nachladen eines E-Autos mit durchschnittlich 5-7 kWh soll ein unlösbares Problem sein?
Pack doch einfach einen Stromlogger (verplombt wie der km-Zähler)in den Ladeanschluss, der wird einmal im Monat ausgelesen und abgebucht. Die Knete kommt in das große Portemonnaie und jeder Versorger kriegt das bezahlt, was er geliefert hat. Wo ist die Bundesnetzagentur, wenn man sie mal braucht? Dann kann man wirklich an jeder Straße beliebig viele Steckdosen hinbauen, kostet fast nix.
[quote data-userid="8102" data-postid="135234"]Es ist ja irgendwie lächerlich: Wir haben sicher mehrere hundert Millionen Steckdosen in Schland - aber das Nachladen eines E-Autos mit durchschnittlich 5-7 kWh soll ein unlösbares Problem sein?[/quote]Es gibt da eine Verschwörungstheorie, die besagt, daß aus einer Wallbox "geringfügig" mehr Strom kömmt als aus einer Schukosteckdose. ?
Außerdem: Wie lange stehst Du zum Tanken an der Zapfsäule und wie lange steht die E-Kutsche an einer Ladestation? Es gibt bei den Autos einfach unterschiedliche Nutzungsverhalten. Das eine ist eine reine Stadtkarre zum Einkaufen, die nur ein paar Minuten am Tag in einem Radius von max. 10 km bewegt wird. Und das andere ist eine Kalesche, mit der man 1000 km am Tag fährt und zwischendurch in endlicher Zeit nach"tanken" können muß.
Hervorhebung von mir. Ehrlich gesagt ist mir das herzlich egal, wie lange eine Maschine warten muss - ich muss da ja nicht zugucken oder gar noch so´n Rüssel mit giftigem und explosivem Gedöns in der Hand halten. Ich könnte derweil mein Brötchen mampfen, was man grad beim Dieseltanken tunlichst vermeiden sollte. Immer stinken die Pfoten danach.
Wer ist dieser "man"? ~0.001% der autofahrenden Bevölkerung. Die können gerne bis zum St-Nimmerleinstag Sprit tanken, macht der Umwelt gar nix aus. Der Rest fährt 32 km Tag - hat man an der Haushaltssteckdose in zwei Stunden nachgeladen.
Danke Voltmeter - das sind wertvolle Realdaten. Ich überleg ja für unseren Flugplatz so´n Ding zu organisieren. Allemal besser als die blöde Golf-Karre, die wir jetzt haben: 5000 EUR grbraucht, 10 km Reichweite, alle 5 Jahre neuer Akkusatz fällig (1300 EUR).
Sach bescheid, wenn Du verkaufst - ich brauch nur 20 km Restreichweite
@arc Beim Klimawandel kommen bei den wahrscheinlichsten Szenarien die Kosten nicht so sehr dadurch, dass der Zustand nachher an sich schlechter wäre, sondern eher dadurch, dass die Anpassung in kurzer Zeit problematisch ist.
Muss man wie in Japan eine Straße erst fürs Parken verbreitern und dafür bestehende Eigentümer von Häusern teilenteignen, würde es einen Riesenaufschrei geben und wirklich für jeden offensichtliche Kosten.
In Deutschland geht die (eher nur gefühlte) Enteignung in die andere Richtung. Ich bin da jetzt nicht für radikale Maßnahmen, man muss Leute mitnehmen.
Das unsägliche Gejammer muss ich mir aber nicht anhören. Gerade Laternenparker werden fleißig subventioniert und zumindest darauf hinweisen, das lasse ich mir dann nicht nehmen, auch wenn eine gerechte Bepreisung praktisch jetzt schwer einzuführen ist.
[quote data-userid="8102" data-postid="135266"][quote data-userid="7192" data-postid="135245"]Und das andere ist eine Kalesche, mit der man 1000 km am Tag fährt
[/quote]Wer ist dieser "man"? ~0.001% der autofahrenden Bevölkerung. Die können gerne bis zum St-Nimmerleinstag Sprit tanken, macht der Umwelt gar nix aus. Der Rest fährt 32 km Tag - hat man an der Haushaltssteckdose in zwei Stunden nachgeladen.[/quote]Ich würde ja fast sagen "einverstanden", denn ich gehöre zu den Glücklichen, die eigentlich jede Strecke mit 45+45 Gehminuten Hin- und Rückweg zurücklegen können und ansonsten wirklich nur weite Strecken mit dem Auto fahren müssen. (Und deswegen die Tage die AutoBAT wieder mal ausbauen und nachladen muß, aber das ist ein anderes Thema.)
Aber die Sache hat einen Haken: Ich möchte nicht mich zum Maßstab für andere machen. Vielleicht muß jemand nur 10+10 km täglich fahren, hat aber keine Lademöglichkeit oder gerade kein Geld für ein neues Auto oder was weiß ich.
Gegenvorschlag: ÖPNV ausbauen und so attraktiv machen, daß die handysüchtigen Fahrgäste ganz von alleine auf diesen umsteigen. Unweit von mir ist eine Bahnstrecke. Früher fuhren da drei-vier Züge täglich, fast leer. Dann stellte die DB den Fahrplan auf Taktfahrplan um und plötzlich waren und sind die Züge rappelvoll. Ja, wie kömmt denn das?
Wünsch ich mir auch, aber vergleich mal die Fahrzeiten:
Mein Weg zur Arbeit (28 km, sehr typisch, zum Glück nur dreimal die Woche wg. Homeoffice): Auto 25 Min. Bahn+Bus: 1 Stunde oder mehr. Und das bei nur zwei Kilometer Abstand vom Bahnhof...
Weg zur Schule: Auto 15 Min. Bus: 45 Minuten (für 3,5 km!!)
Einkaufen: Immer Fahrrad, es sei denn ich komm von der Arbeit.
Unter den gegeben Siedlungsstrukturen kann der ÖPNV niemals den Individualverkehr (wozu ja auch das Fahrrad zählt) schlagen. Bei Taktzeiten wie in Berlin oder Köln oder Frankfurt vielleicht (5 Min), aber nicht mit den sonst üblichen 20-30 Minuten oder wie bei mir vor der Tür, einmal pro Stunde. Einen Anschluss verpasst - Tag im Eimer.
Unsere Städte und Siedlungen wurden im wesentlichen in den 1930er bis 1960er Jahren auf Autoverkehr getrimmt. Damals geisterte bei den Stadtplanern das völlig schiefe Bild von der "funktionsräumlichen Gliederung" der Stadt durch die Köpfe. Die wollten auf ihren Plänen schöne zusammenhängende Klötzchen sehen: Hier wohnen, da Arbeiten, dort Einkaufen, irgendwoanders Erholung und Freizeit. Diesen Unsinn müssen wir bis heute ausbaden - mit stetig zunehmendem Verkehrs-hin-und-her. Die Suburbanisierung nach US-Vorbild (Schlafstädte, Business district) hat das ganze noch verschlimmert und wurde fast überall auch noch massiv mit Staatsknete gefördert. Konsequenz sind diese unsinnigen Shopping-Malls im Gewerbegebiet vor der Stadt, die man eigentlich NUR mit dem Auto erreicht.
Eigentlich müssten wir zurück zum Tante-Emma-Laden um die Ecke, die Dorfschule in fußläufiger Entfernung, das Krankenhaus im Viertel, Arbeitsplatz am Wohnort. So war das über Jahrhunderte und deshalb gings auch ohne Auto.
Aber das will vor allem Gewerbe und Industrie nicht: Früher musste man zum Kunden kommen - heute fährt der Kunde auf eigene Kosten (und denkt er spart noch was).
Hab grad mal gesucht - könnte gehen. Hab aber grad erst neue LFP´s für die Golfkarre gekauft und hoffe das Motor und Fahrwerk noch ein bisschen halten. Nun aber schluss mit OT, gibt ja dafür schon ein Thema
[quote data-userid="2509" data-postid="135305"]sogar aus einem einfachen schweisstrafo kommen über 100 A raus, obwohl der nur an eine 16 A Sicherung angeschlossen ist.[/quote]Der B16 ist aber primär- und nicht sekundärseitig platziert. ?
Nun ist es soweit: Windkraft muss nicht nur nicht mehr gefördert werden - Betreiber zahlen sogar extra um bauen zu dürfen. Bei der letzten Ausschreibung haben mehrere Anbieter Null Cent Förderung angeboten. Nun werden die Lizenzen zum Bau der Windparks versteigert - zum Nutzen der Stromkunden.
Ich denke, damit kann man das Gebrabbel von "das wird nie funktionieren" und "die Energiewende ist gescheitert" endgültig hinter sich lassen.
Gleichzeitig wird UNIPER sein letztes größtes Kohlekraftwerk in Hessen bald abschalten: Staudinger Block 5 (510 MW). Der wurde in den letzten Jahren sowieso kaum noch im Sommer benutzt, mangels Nachfrage und Problemen bei der Kohleversorgung durch Niedrigwasser im Rhein. Die Fernwärme für Hanau wird (hab ich heute erfahren) mit einer Mischung aus Biomasse, PV, Großwärmepumpe und Wärmespeicher ersetzt. Was im Vergleich zum größten Kohlebunker Deutschlands von 220.000 Tonnen vermutlich billig sein wird.
Ganz offensichtlich gibts aktuell keinen Bedarf für grundlastfähige Großkraftwerke.....
[quote data-userid="8102" data-postid="135540"]Ganz offensichtlich gibts aktuell keinen Bedarf für grundlastfähige Großkraftwerke.....[/quote]Stimmt, nach der erfolgreichen Deindustrialisierung Deutschlands braucht man die nimmer. Hurra!
Welche Industrie genau verlässt jetzt Deutschland, weil der teure Kohlestrom durch billigen Windstrom ersetzt wird? Die energieintensive Schwerindustrie ist komplett schon in den Hoch-Zeiten der Atom- und Kohlekraft abgewandert. Weiß ich aus erster Hand, ich bin Kind des Ruhrgebiets.
Wirklich billig wird es ja nicht, ist zumindest nicht zu erwarten. Das ist schon ein ernstzunehmendes Risiko, dass Unternehmen abwandern.
Zitat: "Christian Hartel, CEO von Wacker Chemie, sagte dem Handelsblatt, die hohen Strompreise in Europa blockierten die Transformation zur Klimaneutralität und zerstörten Wettbewerbsfähigkeit. „In Europa ist der Strompreis aktuell fünfmal so hoch wie in den USA und viermal so hoch wie in China“, sagte Hartel. Bei einem so großen Preisunterschied könnten energieintensive Unternehmen nicht auf Dauer aus Europa heraus agieren."
[quote data-userid="8074" data-postid="135556"]„In Europa ist der Strompreis aktuell fünfmal so hoch wie in den USA und viermal so hoch wie in China“, sagte Hartel.[/quote]Das scheint der letzte Solarhersteller auch schon bemerkt zu haben.