Die „Schuld“ hat CO2 - warum eigentlich?

[quote data-userid="7192" data-postid="135057"]

[quote data-userid="9978" data-postid="135023"]Wenn wir weniger fossile Energie verbrennen, erzeugen wir nicht nur weniger CO2, sondern auch weniger Feinstaub[/quote]Vorsicht mit dem Feinstaub, der entsteht auch durch Abrieb von schweren Fahrzeugen bei den Bremsen sowie an der Schnittstelle Gummireifen und Asphalt. Da spielt es übrigens keine Rolle, wie der dicke SUV angetrieben ist. Absurd wird es erst dann, wenn es ausgerechnet die Verbrenner sein werden, die Feinstaub aus der Luft filtern.

Daniel

[/quote]Na dann mach mal einen Vorschlag, wie du am Besten Feinstaub beim Auto einsparen kannst, ich sehe schon dein Vorschlag: Holzräder.......... {green}:sweaty:

Ich bleib dabei, weg mit den Verbrennern.... {green}:cool:

Berichtigt - sollte „nicht“ heißen

Schön dass du wieder da bist und die Community mit deinen Weisheiten erheiterst.

Danke dafür.

und ja, ich habe mich extra zurückgehalten zu auf dein Posting zu antworten. Auch jetzt schreibe ich nur um andere wissen zu lassen dass mir einfach meine Lebenszeit zu schade ist auf deinen Unsinn einzugehen.. Du solltest aber wissen das dein Posting viel mehr über dich selbst aussagt, als du zum Thema zu bieten hast.

Über diese Art Zeitdiebstahl schreibt Cipolla in seinem Artikel auch.

Dem schließe ich mich an, aber die Rangfolge der Gründe sehe ich ganz anders:

Punkt 1 ist die grauenhafte Ineffizienz, die in der Praxis fast immer unter 20% liegt. Verbrennungsmotoren eignen sich prima als Heizungen - mechanische Energie ist eher ein Nebenprodukt. Man muss sich das mal überlegen: Wenn ich zur Arbeit und zurück fahr, verbrenne ich knapp 3 Liter Diesel. Selbst bei meiner sparsamen Fahrweise produziert der Motor dabei so viel Abwärme, daß ich damit meine Wohnung im Winter einen guten Tag lang heizen könnte.

Zweitens gibt es in Deutschland einfach kein Öl aus dem man Diesel machen kann. Da herrscht genauso Importzwang wie bei Bananen.

Drittens sind Verbrennungsmotoren auch nach 100 Jahren intensivster Entwicklung nur recht unwillig bereit, sich an den Leistungsbedarf beim Fahren anzupassen. Da muss mit allerlei Elektronik und zig Schläuchen, Leitungen, Luftkanälen und natürlich Turbolader und Getriebe nachgeholfen werden, damits einigermaßen funktioniert. Es ist fast absurd, daß der Motor genau dann am wenigsten leistet, wenn man am meisten Leistung braucht: Beim losfahren aus dem Stand.

Viertens sind es grauenhafte Rappelkisten. Alles vibriert, dröhnt und brummt. Auch dafür wurde in der Entwicklung sehr viel Geld ausgegeben, damit sich die Motoren nicht dauernd selber kaputt-rappeln.

Untenrum und das ist fünftens, sind Verbrennerautos immer eine stinkige, ölige Sauerei. Da kann das ganze polieren der Klavierlackkarosse nix dran ändern - dreht man die Dinger um, sehen sie altertümlicher aus als eine Kutsche aus dem Barock und es mieft nach Abgas, Sprit, Hydraulik, Glykol, Öl, Ruß und toten Tieren.

Außerdem, 6tens, werden die Dinger im Betrieb so schweineheiß, das man bei einer Panne nix anfassen kann im Motorraum. Wer, so wie ich, lange Zeit seine Autos selbst repariert hat, kann ein Lied von verbrannten Pfoten singen.

  1. Bremsenverschleiß, Reifenverschleiß - viel höher als bei E-Autos.

  2. Sinnlos laut. das ist Maschinenlärm, kein "sound".

  3. Nach 2000-3000 Betriebsstunden ist fast jeder Motor kaputt. Kaum ein halbes Jahr.

Und das sind nur die lokalen Gründe am Betriebsort des Autos. Was man vorne reinstecken muss und was hinten rauskommt, hab ich noch gar nicht erwähnt. Es möge jeder Verbrennerfahrer mal durchzählen, wieviel verschiedene Betriebsflüssigkeiten einzufüllen sind....

Da habe ich viel drüber nachgedacht, es ist ein sehr interessantes Thema. Straßen werden benötigt für Rettungsfahrzeuge, die Müllabfuhr und dergleichen, also von allen, auch denen, die kein Auto oder Fahrrad haben. Für diese Zwecke würde allerdings eine asphaltierte, einspurige Straße ohne Radweg nebendran und mit Schotter Ausweichmöglichkeit völlig reichen. Zwei Spuren für Autos plus eine für einen breiten Radweg nebendran sind eigentlich nur nötig, wenn man die Straße so ausbauen will, dass da innerorts in Wohngebieten Autos parken können (bei uns im Dorf so, die Müllfahrzeuge kommen wegen den ganzen parkenden Autos sogar schlechter durch als bei einer einzelnen graden Spur ohne geparkte Autos) oder außerorts und auf Durchgangsstraßen, damit Autos schnell fahren können. Ohne Autos könnte man sich die Radwege sparen, die paar Müllwagen oder Betonmischer oder Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr erfordern keinen separaten Weg.

Bei der Abnutzung gilt eine extreme Abhängigkeit vom Gewicht (wenn ich mich richtig erinnere in der 3. Potenz), womit vor allem Lastkraftwagen für die Abnutzung der Straße verantwortlich sind. Radfahrer verursachen dagegen vernachlässigbare Schäden an Straßen und Wegen. Wie bedeutend quantitativ Autos bezüglich Abnutzung im Vergleich zu LKW sind, weiß ich nicht so genau.

Die KFZ Steuer ist mit etwa 7,22 Milliarden Euro

https://www.bundestag.de/resource/blob/630064/d7706ef283703775c5ece2220b384818/WD-4-009-19-pdf-data.pdf

(Zahl für 2018 nur PKW) nicht gerade hoch. Das sind bei 48 Millionen PKW um die 150 Euro pro Jahr. Für einen Stellplatz in Köln reicht das eher nicht.

https://www.immobilienscout24.de/expose/142810201?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3FsearchUrl%3D%2FSuche%2Fde%2Fnordrhein-westfalen%2Fkoeln%2Fgarage-mieten%3Fprice%253D-1500.0%2526enteredFrom%253Done_step_search%26exposeId%3D142810201&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=5049e109-9ad1-3c5c-aa3e-ca42f83eafce&searchType=district#/

Also: die notwendigen Straßen sollten aus dem allgemeinem Steueraufkommen finanziert werden, denn die braucht jeder. Das was für Autos zusätzlich gebraucht wird, darf aber ruhig von Autos selber kommen, und da reicht die Kfz Steuer bei weitem nicht, und ganz besonders nicht für die die Öffentlichkeit auslaugenden Laternenparker, denen der teure Parkplatz praktisch umsonst in den Arsch geschoben wird.

Die Eigenheimbesitzer und Eigentümer von Tiefgaragenstellplätzen zahlen wenigstens selber für ihr Hobby (was den Parkplatz angeht) und verlangen nicht, dass die Allgemeinheit sie subventioniert.

In Japan darf man ein Auto gar nicht zulassen, ohne dass man einen Stellplatz nachweisen kann. Und da halten sich die Leute auch dran, denn, wer übernacht auf öffentlichen Straßen parkt, wird gnadenlos abgeschleppt.

Alle Autos kriegt man durch faire Bezahlung für Parkplätze nicht weg. Dafür ist Singapur ein hübsches Beispiel. Da kosten nicht nur Parkplätze etwas, auch das Land für die Straßen wird über Steuern fair abgerechnet. Der ÖPNV in Singapur ist sauber, pünktlich, günstig, sicher und man kommt überall in Singapur gut hin.

Trotzdem hat man den Leuten da das Auto nicht ausgetrieben.

Danke fürs Kompliment! Aber in der Sache hast du recht. Ich hab das Glück grad außerhalb der gebührenpflichtigen Zone zu wohnen, was in der Kleinstadt trotzdem recht zentral ist. Es wäre für mich auch kein Problem Stellplatzmiete zu zahlen - aber dann erhebe ich auch exklusiv Anspruch auf diese Fläche. Gegenüber meiner Wohnung gibts da 7 Plätze und 6 Garagen - die Rechte die zu mieten werden nur innerhalb der Familiendynastie vererbt. Ich bin da in 7 Jahren nicht dran gekommen. Die öffentlichen Parkplätze sind daher auch nie leer - die angemieteten fast immer. Ich würde auch Anwohner-Parkausweis akzeptieren, aber die Stadt will grad auch für Auswärtige noch ein paar kostenlose Plätze anbieten - so für den Einkauf, Sonntagsbummeln oder Kirmes. Da gibts ja auch Interessen. Ganz so trivial ist die Situation also nicht, mit den "Laternenparkern".

Nun, ich denke, da herrscht ein stillschweigender Konsens: Auch die Autolose Oma möchte gerne mal Besuch vom Sohn - und der kommt dann eben mit dem Pkw. Dito die Studis, die ihre Eltern empfangen (und die halbjährliche Geldspende). Ich hab viele autolose Freunde und Bekannte - aber die sind immer dankbar, wenn man die mal irgendwohin fährt oder einen Kühlschrank transportiert. Und daher nimmt es jeder hin, das auch der private Pkw im Alltag weit mehr Raum einnimmt und weit mehr Kosten verursacht, als die Fahrer brauchen bzw. bezahlen. Nicht zuletzt sind es vor allem die Arbeitgeber, die sich gerne aus einem weiten Umfeld mit Arbeitskräften versorgen (auch um die Löhne klein zu halten). Und das geht halt auch in Deutschland fast überall mit dem Pkw, denn wer setzt sich morgens 1,5 Stunden in die Bahn, wenn er mit dem Auto in 25 Minuten direkt an der Fabrik ankommt (wo der Arbeitgeber sowieso Stellplätze errichten muss). Solange der Weg zur Arbeit Privatvergnügen ist (und steuerlich gut subventioniert wird), wird sich da nicht viel ändern. Zum Glück hat Corona wenigstens die Bürohengste mit Homeoffice ein wenig von der Straße geholt. Dieser Weg muss dringend weiter gegangen werden, denn gar kein Auto ist noch viel besser, als ein elektrisches Auto.

[quote data-userid="8102" data-postid="135088"]grauenhafte Ineffizienz, die in der Praxis fast immer unter 20% liegt.[/quote]Diesel 45%, große Diesel sogar 50%, aber Ottomotoren tatsächlich nur Deine 20%.

[quote data-userid="8102" data-postid="135088"]Zweitens gibt es in Deutschland einfach kein Öl aus dem man Diesel machen kann. Da herrscht genauso Importzwang wie bei Bananen.[/quote]Stimmt, aber es gibt hier viele Rohstoffe für Dinge des täglichen Lebens nicht.

[quote data-userid="8102" data-postid="135088"]Bremsenverschleiß, Reifenverschleiß - viel höher als bei E-Autos.[/quote]Da habe ich andere Quellen: E-Autos vernichten Reifen: So verdoppeln Sie die Lebensdauer - EFAHRER.com

[quote data-userid="8102" data-postid="135088"]Sinnlos laut. das ist Maschinenlärm, kein "sound".[/quote]Da hat sich aber schon wirklich sehr viel getan. Das ist nicht mehr so wie früher.

[quote data-userid="8102" data-postid="135088"]Nach 2000-3000 Betriebsstunden ist fast jeder Motor kaputt. Kaum ein halbes Jahr.[/quote]Darf ich von Quarks zitieren?

Ein Verbrennungsmotor gilt ab 200.000 Kilometern als alt, kann je nach Qualität und Pflege aber auch 400.000 Kilometer schaffen – das sind etwa 8.600 Betriebsstunden.
Ein Mercedes Verbrenner ist mit 100.000 km gerade mal erst eingefahren. Beim E-Auto ist der begrenzende Faktor der Akku. Da gibt es zur Lebensdauer leider völlig unterschiedliche Angaben, in einem Punkt sind sich aber alle einig: Ein Akkuwechsel lohnt sich beim E-Auto nicht wirklich. Wenn der E-Autoakku an der Wallbox aber erst einmal zur Regelung des öffentlichen Stromnetzes mißbraucht wird, dürfte der nach spätestens fünf Jahren nur noch Klamotten sein.

Daniel

Aber wenn wir schon beim heißgeliebten Verbieten sind, weil der Individualverkehr platz- und klimafeindlich ist: Warum eigentlich nur der Verkehr? Früher gab es öffentliche Fernsprecher in gelben Häuschen, bevor das individuelle Handy den Siegeszug antrat, welches aber mit mehr als deutlich höheren Stromkosten verbunden ist. Sollte man analog zum Autoverbot dann auch das Handy verbieten und zurück zur Telephonzelle? Ich meine, es wäre ja nur konsequent. ?

Daniel

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Das ist der technisch maximal mögliche Wirkungsgrad im optimalen Arbeitspunkt auf Langstrecken mit hohem Tempo. Vor Getriebe und Differential. Nee, tut mir leid, ich war und bin Fan der TDI-Motoren, aber auch die schaffen meist nur 20%, da sie nur sehr selten im Optimum laufen. Mach doch selber die Rechnung auf: Diesel-Golf 5,7 L = 55 kWh/100. E-Golf: 17 kWh/100. Wenn 55 kWh 45% Wirkungsgrad wären, dann hätte der E-Golf 145% Wirkungsgrad. Hat er aber nicht, weiß ich ohne zu rechnen. Die 50% erreichen Schiffsdiesel, sonst niemand.

Kurioser Artikel. Kurioses Zitat: "Der Grund: Da bei Elektrofahrzeugen das volle Drehmoment auf der Achse liegt, weli kein Getriebe vorhanden ist, das das abfedert, bleibt mehr Gummi auf der Strasse, insbesondere beim Anfahren. "

Nach meinem Kenntnisstand haben alle E-Autos eine Drehmomentkontrolle, die auch viel einfacher zu realisieren ist als beim Verbrenner. Kann ja sein, das besonders Tesla-Fahrer immer wieder die 3 Sekunden von Null auf hundert demonstrieren - aber das liegt nicht am Antrieb sondern am Kopf. Simpel gesagt erscheint mir diese statistische Auswertung unwahrscheinlich. Im übrigen haben meine Reifen üblicherweise 50.000 vor dem Tausch - nicht 20.000. Die Leute können halt nicht sparsam fahren. Das liegt aber nicht am Antrieb sondern wieder am Kopf.

Stimmt - und stimmt nicht. Besonders in meinem Bekanntenkreis aus dem eher ruralen Bereich ist neuerdings wieder ganz viel Gerede von "Sound". Die Dorfrocker vom MC-Gremium knattern mit absichtlich lauten Choppern unbehelligt von der Polizei mitten durch die Innenstadt und bei AUDI und Mercedes kann man Lautsprecher im Auspuff kaufen. Ist das bescheuert oder ist das bescheuert? Ganz ehrlich, ich höre fast jeden Abend beim einschlafen irgendeinen Vollidioten, der irgendwo in der Nähe wieder Burn-out macht. Man kann leise Autos kaufen, aber ein paar wenige Spätpubertäre wollen das extra nicht. Besonders auf zwei Rädern. Mein Kind macht sich gerne lustig über die "Pups"-Moppeds.

Und, wieviel Betriebsstunden sind das? Richtig, weniger als 1000 bei Volllast. Ein E-Motor macht eine Millionen Kilometer. Der Generator einer Windmühle schafft 180.000 Stunden

Diese Ansicht ist konträr zu meinen Erfahrungen und Kenntnissen. Akkus halten bei richtiger Nutzung auch im Handy und Laptop leicht 10 Jahre. Muss man halt lernen. Traktionsakkus mit Blei halten üblicherweise 5 Jahre. Moderne Fahrzeugakkus (NMC, NCA) kommen heute meistens mit 8 Jahren Garantie und ein Wechsel lohnt sich deshalb nicht, weil es eine rasante Entwicklung bei E-Fahrzeugen UND bei der Akkutechnologie gibt. Wenn sich das mal etabliert hat, geh ich davon aus, das man Akkupacks diagnostiziert und defekte oder schwache Zellen ersetzt. Kostet dann so viel wie ein Zahnriemenwechsel. So mach ich das jedenfalls mit meiner Inselanlage. Die "defekten" Zellen werden dann hier im Forum verkauft, wetten?

Wenn man wirklich E-Autos zur Netzunterstützung will geht das nur wenn man A. Die Akkus nur im absolut gesunden Bereich (20-80% SoC) belastet und B. der Fahrer trotzdem selber entscheiden darf, wie viel er geben möchte und C. das hinreichend vergütet wird.

Mach doch einfach wieder selber die Rechnung: Für kleine Endkunden wie mich gibts die kWh Akku derzeit für 400 EUR (Grad im Februar in Deutschland so gekauft). Fix und fertig zum benutzen inkl. BMS und Märchensteuer. Wenn ich da 2000 Zyklen a 80% raushole muss ich die kWh für 25 ct verkaufen (Umsatz über die Lebensdauer 1600 kWh) . Das nehmen die Franzosen in kalten Winternächten mit Kusshand. Großtechnisch geht das sicherlich für ein drittel und ist somit billiger als konventionelle Kraftwerke.

klassischer "rebound"-Effekt. Leichtere Verfügbarkeit - mehr Nutzung-mehr Verbrauch. Ich persönlich bin dringend für noch höhere Nutzungsraten von Mobiltelefonen im Straßenverkehr - dann mendeln sich die Smombies langfristig raus :slight_smile:

(Pardon für den Sarkasmus)

Man darf (und das jetzt wieder ernst) aber auch gerne mal ausrechnen, wieviel Autofahrten entfallen sind, weil ein kurzes Gespräch am Mobiltelefon die Information transportiert hat. Wir leben halt nicht mehr in 1980.

?

made my day

67 seiten dabei war die frage im ersten post doch so einfach gestellt ?

@nick81

wieviel speicherplatz belegt dieser thread eigentlich auf dem server ?

@yossarian In Japan ist das so geregelt, dass man einen eigenen Stellplatz nicht weiter als 2 km von der Wohnadresse nachweisen muss, damit man ein Auto überhaupt zulassen darf. Betrug dabei ist sinnlos, da Autos, die übernacht auf öffentlichen Straßen parken, abgeschleppt werden. Straßen in Wohngebieten sind häufig sehr eng in Japan, etwa so:

Das gibt es zwar auch in Deutschland, aber nicht in dem Ausmaß. Weil die Straßen so eng sind, hat man das System eingeführt. Es war einfach kein Platz da, dass jeder einfach mal so die engen Straßen zuparken kann. Und weil das System jetzt da ist, muss man auch nichts dran ändern und Straßen extrem teuer verbreitern. Ohne geparkte Autos reichen die engen Straßen.

Der Besuch des Enkels oder der Kühlschranktransport für den Bekannten sind von der Regelung in Japan nicht betroffen. Der Autobesitz pro Kopf ist in Japan wie in Deutschland bei um die 600 Autos pro 1000 Einwohner, es sind nur marginal weniger (590 in Japan gegenüber 628 in Deutschland nach Zahlen, die ich gerade gegoogled habe, dass es ungefähr stimmt ist mir aber aus verschiedenen Artikeln zum Thema Parkraumbewirtschaftung bekannt).

Der abschreckende Effekt der geringeren Subventionierung auf den Autobesitz ist eher gering. Das dürfte auch daran liegen, dass es gar nicht so viele betrifft:

https://www.adac.de/verkehr/standpunkte-studien/mobilitaets-trends/umfrage-parken/#:~:text=Der%20eigene%20Stellplatz%20%E2%80%93%20f%C3%BCr%20die%20meisten%20Realit%C3%A4t,-Das%20Auto%20in&text=In%20der%20City%20parken%2048,f%C3%BCnf%20Prozent.

Selbst in Innenstädten habe nur 31% der Autofahrer keinen eigenen Stellplatz zur Verfügung, auf dem Land ist die Quote, derjenigen die auf der Straße mangels Alternative parken muss bei gerade mal 5%.

Und es dürfte daran liegen, dass die (fast) kostenlosen Parkplätze in der Praxis eben doch oft nicht das Gleiche bieten wie ein privater Stellplatz, wenn man die Kosten des Parksuchverkehrs und die mit öffentlichem Parken am Straßenrand verbundenen Unannehmlichkeiten bedenkt.

DieselMOTOREN haben 45%. Das Fahren mit einem solchen Motor hat idR eher 20%. Verbrennungskraftmaschinen haben gerade im Teillastbereich eine schlechte Effizienz. LKW-Motoren sind darauf angepasst, bei 80km/h am effizientesten zu fahren. Bei Autos gibt es diesen Sweetspot nicht, da jeder anders fährt und andere Fahrstrecken hat. Somit sind die 20% (meinetwegen auch bis 30%) durchaus realistisch.

Wenn du mir nicht glaubst kannst du ja mal eine einfache Rechnung machen. Wenn ich mit meinem citigo-e 12kWh/100km verbrauche, laut Spritmonitor ein Up Diesel 5L verbraucht, kannst du den Unterschied der Energie berechnen und vergleichen. (5L =) 50kWh / 12kWh = Faktor 4,1. Wenn der Diesel-Up also 40% Effizienz hätte, müsste der citigo eine Effizienz von 164% haben.

Bremsenverschleiß ist deutlich geringer beim E-Autor, da man deutlich weniger bremst (wenn man die Reku nicht ausschaltet). Das führt aber dazu, das die Bremsen sogar vergammeln können, weil man sie so selben braucht. Bei Reifen kann ich sagen, das dies ganz klar von der Fahrweise abhängt. Kurz gesagt: Mein bremsenverschließ ist beim Anfahren bestimmt höher, es macht halt schon spaß mit der Power an der Ampel anzufahren ? Feinstaub bei Bremsen ist also geringer, beim Reifenabrieb "kann" es höher sein, wegen Gewicht und Fahrweise. Allerdings, liegt das immer noch am Vergleich. Mein alter Citigo wog 1,2T, somit ist der gewichtsspezifische Reifenabrieb immernoch geringer als ein Verbrenner der schwerer ist

Du bist doch hier in einem Akkudoktor Forum. Wie die Haltbarkeit von Akkus aussehen, müsstest du doch wissen. Abhängig von der Chemie (NMC/LFP) sind 1500-6000 Vollzyklen eigentlich immer drin. Wenn du diese Zyklen mit der Reichweise multiplizierst kommst du auf einen sinnvollen Wert. Gerne kannst du davon nochmal 20% "Sicherheitspuffer" abrechnen, aber trotzdem kommst du auch sehr hohe Laufleistungen. Bei meinem Citigo sind das 300tkm, bei meinem MG4 sind das 1100tkm. Da ist die Karosse wahrscheinlich vorher durch ?

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@hger da du dich ja in Japan auszukennen scheinst weißt du sicher auch das die von dir angeführte Regel bzgl. Parkplatznachweis und maximalabstand des Parkplatzes zum Wohnort nur in bestimmten Stadten gilt und selbst dort (z.b. „Tokyo“) nicht einheitlich geregelt ist. In Shinjuku z.b. sind die Vorgaben nicht die selben wie in Harakuku und wieder ganz anders in Higashi.

Von den Außer-Metropolregionen gar nicht erst zu sprechen.

Sogar innerhalb von Shinjuku (weiß ich aus eigener Erfahrung) gibt es selbst für das getrennte Sammeln von Kunststoffen und Tetrapack-Milchtüten! unterschiedliche Vorgaben. In einigen Stadteilen durftest du sogar noch brennbaren Müll in deinem eigenen Müllverbrennungsofen (eine Stufe über dem bekannten Ölfass) selbst verbrennen.

In Japan gibt es unheimlich viele Regeln, geschrieben, ungeschriebene und kulturell-tradierte Regel. Die aber alle weit weg von einheitlich sind.
Zu glauben dass man das Japanische ÖPNV System übernehmen könne ist beliebig weit weg von der Realität. Bis in 60er Jahre gab in Tokyo nur Straßenbahnen. Erst wir den wirtschaftlichen Aufstieg, als Japan noch im Geld schwamm (so wie China noch vor ein paar Jahren) wurde die ganze Stadt unterwühlt, nur alleine Shinjuku Station war eine Baustelle vom etwa 10 Quadratkilometern.

Plus die ganze Gleise der Linie die sich Shinjuku verknoten.

Da wurden selbst für kleine Grundstücke von JR unglaublich Preise bezahlt. Nach dem Bau des Bahnhofs als alles zu war hat man die wieder teurer weiter verkauft.

Um die Bahnhöfe Shibuya oder Ueno war das nicht anders.
Die Verbindungen von Kobe, Osaka, Tokyo und Sapporo sind nahezu schnurgerade Shinkansen Strecken. Das ging nur weil Japan zum größten Teil zerstört war und Land billig zu bekommen war.

das sind alles Voraussetzungen die so in Europa existieren: Viel Geld, kaum Gegenwehr durch Landbesitzer, keine Winkeladvokaten und vor allen Dingen geringe abhängig kein von einer Individualverkehrsindustrie.

und jetzt musst du mir erzählen wie ein Land das in den 60 aus der Automobilindustrie zu Wohlstand gekommen ist und seine Infrastruktur darauf ausgerichtet hat auf Japanische Zustände umkrempeln willst.

Und um zum Kern zurückzukehren komme zeig mal am Beispiel Berlin wie du das Henne - Ei Problem lösen würdest, so dass du den Erfolg noch erlebst.

naja das bedeutet aber nicht dass man 300t km fahren kann mit 100% soh und dann auf einemal 0% hat

es ist leider ein schleichender prozess bei dem man immer weniger weit kommt weil der akku ja fast linear degradiert.

das ist das was mich auch am e auto stört, bei meiner pv analge ist mir das relativ egal.

aber wenn ich 10km weniger weit komme dann ist das schon spürbar.

mit meinem 20 jahre alten verbrenner komme ich nach 20 jahren fast so weit wie am ersten tag und nachgetankt ist der auch in wenigen minuten, warum geht sowas nicht auch beim e auto.

erst wenn das so weit ist wird das e auto den verbrenner verdrängen.

norio hat doch letztens eine wasserstoffpaste in einem video vorgestellt das hört sich interessant an.

man setzt die kartusche einfach ins auto und das funktioniert dann als range extender, wär geil wenn man das auch nachrüsten kann.

der preis und das "tankstellennetz" wird auch noch wichtig sein.

[quote data-userid="478" data-postid="135207"]norio hat doch letztens eine wasserstoffpaste in einem video vorgestellt das hört sich interessant an.
man setzt die kartusche einfach ins auto und das funktioniert dann als range extender, wär geil wenn man das auch nachrüsten kann.

der preis und das "tankstellennetz" wird auch noch wichtig sein.[/quote]Entschuldige, aber ich mußte mir das gerade bildhaft vorstellen, wie dann so eine graue, zähfließende Masse ähnlich wie Honig in den Tank kommt. ? Aber die Technik finde ich trotzdem hochinteressant.

Daniel

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[quote data-userid="478" data-postid="135207"]

norio hat doch letztens eine wasserstoffpaste in einem video vorgestellt das hört sich interessant an.

[/quote] Norio ist auch so ein Thema, jeder Beitrag von ihm fängt mit Durchbruch der Technik an und im letzten Satz kommt dann die Einschränkung bzw. Zweifel. Find ich sehr nervig.

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Deshalb habe ich ja pauschal 20% von der Gesamtreichweite runter gerechnet.

Ich denke du merkst gar nicht, wenn dein (Verbrenner) Wagen nach 10 Jahren auf einmal 10% mehr verbraucht und damit die Reichweite auch 10% weniger wird. Ich kann natürlich nur von mir sprechen, aber wenn man ein Auto als das sieht was es ist ("Steh-"zeug) und es effektiver nutzt (Steht er dann lädt er), dann ist es eigentlich fast immer egal ob du 10% weniger fahren könntest. Der ist ja eh immer voll wenn ich losfahre ?‍♀️ Mit nun über 3 Jahre E-Auto kann ich über Reichweitenangst (die ich auch gehabt hatte) nur lachen. 2

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