Die „Schuld“ hat CO2 - warum eigentlich?

[quote data-userid="3284" data-postid="134693"]Demnach hältst du jede staatliche Förderung, sei es für Solarthermie, Windkraft, Wärmepumpen, für einen Eingriff in den Markt, der uns in den Sozialismus führt?
Oder hältst du nur PV-Anlagen auf dem Dach nicht für förderwürdig?[/quote]Nicht jeder Eingriff oder jede Deregulierung führt uns gleich in den Sozialismus oder Raubtierkapitalismus, aber dennoch sollte so etwas immer wohl überlegt sein.

Das beste Beispiel ist doch der gedeckelte Strompreis in Fronkroisch: Er bewirkt indirekt, daß die Franzosen mit möglicherweise weniger Begeisterung Energie sparen wie die Deutschen. Das ist irgendwie doof. Wenn man aber alles dereguliert, hat man als Staat weniger Steuerungsmöglichkeiten - auch irgendwie blöd. Mein Vorschlag wäre daher, so wenig Regulierung wie nötig anzuwenden und auch nur dort, wo es sonst die unteren sozialen Schichten beuteln würde, sollte man mit Zuschüssen direkt die am Härtesten betroffenen Bürger unterstützen.

Wenn man das aber in der Wirtschaft macht (Subventionen, z.B. für Kohle oder Windkraft), kann dies dazu führen, daß man einen eigentlich toten Gaul künstlich am Leben erhält. Unterläßt man das in der Wirtschaft, erzeugt man im Gegenzug möglicherweise Tausende von Arbeitslosen. Immerhin hat man damit in der Politik die freie Auswahl zwischen Pest und Cholera.

Aus diesem Grund habe ich auch keine eindeutige Position, denn zu jeder Position gibt es immer Gegenargumente, die eben unter bestimmten Umständen greifen und gegen diese Position sprechen. Die Welt ist halt nicht schwarz oder weiß.

Daniel

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Meine Lebenserfahrung: Man muss nicht immer alles zu Ende denken und viele Dinge kamen nur deshalb ins Rollen, weil man völlig naiv mit falschen Vorstellungen an etwas heran gegangen ist. Als man aber dadurch schon mitten im Prozess war, kamen auch die Ideen, wie es wirklich gehen kann.

Insofern ist es mir mitunter lieber, einfach mal mit naiven Vorstellungen anzufangen, als Jahre zu warten, bis auch der letzte Bedenkenträger überzeugt ist.

Ich wünsche mir natürlich auch kluge Politiker und Berater, aber die scheint es derzeit leider oft genug nicht zu geben. Also müssen wir mit dem, was da ist, das beste draus machen.

@docemmettbrown Liest Du die Beiträge hier und verstehst sie nur nicht oder blendest Du aus, was so erklärt wird?

20% mehr Strombedarf als derzeit für den Betrieb von 100% BEV. Also alle Pkw fahren plötzlich rein elektrisch. Das bedeutet einen um 20% höheren Strombedarf als wir derzeit pro Jahr in Deutschland haben. Da ist noch nicht von KKW die Rede gewesen.

Wenn wir dagegen alle BEV und die Wärme durch Strom abdecken wollen, dann reden wir über 100 neue KKW. Sagt jedenfalls Prof. Quaschning. So in dem von Dir verlinkten Video ab etwa Minute 34 nachzuhören.

@saugnapf "

Veröffentlicht von: @saugnapf

Kein Vermieter müsste seine "Investitionen" auf die Miete umlegen

Willst du etwa einen Sozialstaat? Möchtest du Verbote für Vermieter?" und

"Damit impliziere ich eine Art Sozialismus (Ich hatte Sozialstaat geschrieben, sorry). Mit einem Verbot, das ein Vermieter die Miete erhöhen darf."

Was ist daran missverständlich? Von Förderung im Zusammenhang mit Sozialismus lese ich da nichts. Oder ist das die Strategie des bewussten Falschverstehen und "Rosinen"-pickerei i.S. Zitate? "Wenn, dann zitiere bitte im Kontext. Sonst kannst du dir alles mit Fragmenten hindrehen, wie du es gerne haben möchtest.
Ist heutzutage üblich, aber nicht deswegen auch elegant."

Wer hatte das noch in die Diskussion eingeführt?... ACHJA, der saugnapf!! ? ?

[quote data-userid="8074" data-postid="134715"]Insofern ist es mir mitunter lieber, einfach mal mit naiven Vorstellungen anzufangen, als Jahre zu warten, bis auch der letzte Bedenkenträger überzeugt ist.[/quote]Das ist aber ein extrem riskantes Spiel, denn je nach Art des Fehlers kannst Du mitunter einen ganzen Staat durch Naivität ruinieren. Und gerade ganz speziell wir Deutschen haben mit solchen Spielchen in jüngerer Zeit schon mehrfach unsere leidvollen Erfahrungen machen müssen. Ich schlage daher lieber mal eine andere Taktik vor: Erst mal etwas mit der guten, alten deutschen Gründlichkeit zuende denken, bevor man irgendwelche leichtfertigen Schritte unternimmt.

In einem Punkt hast Du aber tatsächlich recht und das deckt sich auch mit meinen Lebenserfahrungen: Wenn die Grobrichtung stimmt und man weiß, daß man die Details "irgendwie" lösen kann, dann kann man trotzdem "auf Sicht" neue Wege gehen. Diese Erfahrung habe ich auch persönlich machen dürfen. Leider aber auch nicht selten das Ergebnis, daß einem hinterher die Kosten komplett explodiert sind, also eine Technik, die zwar geht, aber so teuer ist, daß sie sich weit außerhalb der Wirtschaftlichkeit befindet - also so eine Art Pyrrhussieg. (Wenn ich da an die eigene PV-Anlage denke... na, Schwamm drüber. ?)

Daniel

Hallo!

Ich denke, wir werden und von dem Gedanken verabschieden müssen, dass jeder Haushalt 1,5 Autos vor der Tür stehen hat.
Wir werden den ÖPNV massiv ausbauen müssen und auch die ländlichen Gebiete mit einbeziehen.
Wenn genügend Menschen den ÖPNV nutzen, lohnt sich das auch auf dem Land.

Da bin ich anderer Meinung. Wenn man immer alles erst zuende denkt und dann ein perfektes Produkt auf den Markt brinkt, verliert man zu viel zeit.

Die deutsche Gründlichkeit ist nicht mehr marktfähig. Ich empfehle hier Silicon-Germany von Christoph Keese.

Genauso ist es mit der Energiewende. Bis man die perfekte Lösung gefunden hat, ist der Zug bereits abgefahren. Lieber so:

Hauptsache man fängt erst mal an und bessert dann nach. Die Welt ändert sich ständig und man muss sich ständig anpassen.

Gruß, Ralf

ich kenne eine noch günstigere

einfach wp und ladestationen abschalten ?

@Ralf

Ob das mit dem ÖPNV tatsächlich klappt, sei mal dahingestellt. Darum ging es bei 100%BEV auch nicht.

Meine Schwiegereltern, inzwischen ohne Auto, wollten vom einen Ende einer Großstadt im Pott an das andere Ende fahren. Kurzer Faktencheck beim lokalen ÖPNV:

Fahrzeit für 17km >90min mit 3* Umsteigen. Mit dem Auto, also unserem, knapp 30min mit Door2Door-Shuttle. Bei Temperaturen von 30° wäre die Fahrt mit ÖPNV echt ne Zumutung für die beiden >80jährigen die beide schlecht zu Fuß sind. Taxi wäre ne Alternative, ist halt ne Preisfrage. Aber das nur am Rande.

Generell halte ich ÖPNV für ne gute Lösung.

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das erinnert mich an die grüne traumbude sono motors mit ihrem solar auto.

die sind auch auf die schn... gefallen als das geld der anderen aufgebraucht war. so endet es meistens bei so leuten.

also im winter ist es immer kalt und im sommer immer warm

ich finde da ändert sich jetzt nicht so viel

gas und öl gab es und wird es noch eine ganze weile genug zu günstigen konditionen geben(wenn man wirtschaftlich konkurenzfähig sein möchte)

Hallo!

Aber es ändert sich. Ich meine eher auch die finanziellen Aspekte: CO² Preis, Kosten für Heizungen und PV Anlagen sowie Strompreise und Meinung der Bürger.

Jetzt wollen sich noch viele schnell eine neue Gas- oder Ölheizung einbauen, bevor sie es nicht mehr dürfen. In ein paar Jahren werden sie sich evtl. ärgern.

Die Natur hat die stärkste Lobby und verhandelt nicht. Irgendwann werden die meisten einsehen, dass man mehr gegen den Klimawandel tun muss.

Gruß, Ralf

Ist Teil des Weges, Erfolge und Misserfolge. Man irrt sich voran. Wer schlau ist, ist vorausschauender, aber manchmal muss man auch das scheinbar Dumme tun, um auf einmal etwas Neues zu entdecken. Ideen entstehen oft, wenn man erstmal scheinbar Dummes oder Unsinniges tut. Aber man muss auch nicht jeden Unsinn tun.

Ja, deswegen verstehe ich auch diesen ganzen Klimawandel Unsinn nicht. Selbst wenn es 5 Grad wärmer wird, es bleibt immer noch im Winter kalt und im Sommer warm. Und nachts ist es dunkel und am Tag hell. Bleibt alles beim Alten. ?

genau so ist es

klimawandel gab es schon immer, ist jetzt nichts besonderes

dem meisten ist klimawandel egal da sie von der hand in den mund leben

klimawandel interessiert meist die wohlhabenden und das sind nicht die meisten in d

dem rest der welt ist klimawandel total egal, man passt sich an so war das schon immer.

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@voltmeter Bei deiner Klimaanlage machst du das genauso, also einfach abschalten ?.

Für das Stromnetz und auf Signal des Netzbetreibers halte ich da nichts von, geht bei mir auch nicht. Die Steckdose der Brauchwasser Wärmepumpe ist von anderen Steckdosen nicht zu unterscheiden.

Das funktioniert bei mir wunderbar über den Preis. Ist eigener Solarstrom da, läuft die Brauchwasser Wärmepumpe. Nachts läuft sie nicht, und das ganz ohne Zwangsabschaltung durch dunkle externe Mächte.

aber der smarte stromzähler den jeder bald bekommen soll, der schaltet deine ganze bude ab.

"Smart Meter ermöglichen eine Fernabschaltung des gesamten Strombezugs eines Haushalts"

quelle:

vorletzter absatz

meine gasheizung läuft dann aber noch weiter ?

solange es gas gibt

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Und wieder einmal kursieren Verschwörungstheorien und Preppersprüche.

@jan106

" Nehmen wir mal an, ich hätte die menschengemachten Emissionen im Verdacht die Ursache für einen parallel verlaufenden Temperaturanstieg zu sein.
Welche Messungen würdest du vornehmen, wenn du mir dabei helfen wollen würdest, diese neue Idee - die wir menschengemachten Klimawandel nennen wollen - zu stützen? "

  • Auch ich habe den Verdacht, dass der Mensch mit all seiner Dummheit, neben den CO2-Emissionen und somit verstärktem Treibhauseffekt, weitere Dummheiten begeht, welche das Klima verändern.

Im Auge habe ich dabei den " Verlust an verdunstungsfähigen Landschaften ", den der Mensch (schon lange vor der industriellen Revolution) durch (Brand-)Rodung, Entwässerung von Moore & Feuchtgebieten, Kanalisierung von Bächen und Flüssen, urbane Flächenversiegelung und Übernutzung von Grundwasser & Aquiferen praktiziert.

Die schlimmsten Auswirkungen der Erderwärmung, wie Dürren, Überflutungen und Meeresspiegelanstieg sind offensichtlich mit den Wasserkreisläufen und dem Element Wasser verbunden. Diese Auswirkungen allein dem CO2 zuzuordnen, erscheint mir vor dem oben genannten Hintergrund als wenig intelligente (Schutz-)Behauptung.

Die Vermessung der Wasserkreisläufe und die Rolle von H2O in der Atmosphäre sind deshalb wichtige Parameter, die in Zukunft mehr Aufmerksamkeit verdienen. Verdunstung bzw. Evapotranspiration spielt mit aktuell ~ 86W/m² eine gewichtige Rolle, um die Wärmeenergie vertikal von der Erdoberfläche in die obere Atmosphäre und horizontal in Richtung der Pole zu transportieren.

Das Klima wird durch die Menge des von der Erde absorbierten Sonnenlichts und die Menge der in den Weltraum abgegebenen Infrarotenergie gesteuert. Diese Größen definieren zusammen mit ihrer Differenz den Strahlungshaushalt der Erde (ERB). Das Projekt Clouds and the Earth's Radiant Energy System (CERES) ermöglicht seit dem Jahr 2000 satellitengestützte Beobachtungen von ERB und Wolken.

Das Verständnis einer globalen Energiebilanz gehört zum Grundwissen der Klimawissenschaft. Ohne dieses Grundwissen, sollte sich niemand an Klimadiskussionen beteiligen. Da würde es nämlich dann ganz schnell, ganz schön ruhig werden in den vielfältigen, öffentlichen Diskussionen.

Die CERES-Daten seit 2000 geben uns Auskunft über beobachtete Veränderungen im Energiesystem der Erde und ihre Analyse zeigt uns die Entwicklung der letzten 20 bis 23 Jahre. Aus meiner Sicht bestätigen sie die oben von mir geäußerte Vermutung, dass fehlende Verdunstung und sinkende Wolkenalbedo einen wesentlichen Anteil an der Temperaturerhöhung haben.

Ausführliche wissenschaftliche Informationen und links dazu findet ihr unter: Link entfernt

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@voltmeter In Südafrika bekommen die rollierende Abschaltungen trotz 80% Kohle im Mix völlig ohne Smartmeter praktisch jeden Tag hin :wink:

Unsere Gasheizung läuft bei Stromausfall weiter, den nötigen Strom liefert dann unsere kleine Inselanlage.

@docemmettbrown Für dichte Bebauung sind Wärmenetze attraktiv. In einem kalten Nahwärmenetz kann man sich die Kosten für die Erdwärme teilen. Kalte Wärmenetze muss man nicht isolieren, weil die Temperatur der Leitungen nur bei etwa 10 Grad liegt. Bei warmen Fernwärmenetzen muss man zwar die Leitungen isolieren, dafür kann man mit Großwärmepumpen und Wärmespeichern arbeiten.

Wärmenetze liegen genau wie Gas oder Stromnetze nicht in der Entscheidungsbefugnis eines einzelnen Gebäudeeigentümers. Der ist darauf angewiesen, dass Strom, Gas, Wärme, Glasfaser Leitungen von anderen bis zu seiner Grundstücksgrenze gebaut werden und dass der Staat diesen Bau überhaupt ermöglicht.

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Bis auf die, die man wegen Überflutung von ihren Inseln evakuieren muss.

Der ÖPNV wird auf dem Land als Alternative zum Taxi für Alte, Kranke, Bedürftige subventioniert. Für den Klimaschutz sehe ich Ausbau des ÖPNV teilweise echt sehr negativ. Das kann man drehen, wie man will, für wenig frequentierte Strecken zwischen 5 und 50 km Entfernung ist das nicht effizient hin zu kriegen.

Für die 17 km in Deinem Beispiel wäre die Auslastung bei einer zusätzlichen direkten Verbindung wahrscheinlich super super schlecht, also so was wie eine halbe Person pro Fahrt, die meisten Fahrten wären Leerfahrten. 90 Minuten durch drei Mal umsteigen ist ebenfalls Mist.

ÖPNV wird mir in der Debatte teilweise zu sehr mythologisiert, als müsste die Politik nur ein magisches Wort sprechen, und schon käme man überall genauso gut hin wie mit dem Auto.

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