Die „Schuld“ hat CO2 - warum eigentlich?

@docemmettbrown Dazu kommt es auch mit Rechtssicherheit nicht. Bauen ist aktuell einfach teuer und die Zinsen sind hoch.

Sehe ich auch so. Verstehe nicht, warum du so kleine Schrift benutzt, die mein Browser gar nicht mehr richtig anzeigen kann. Da müsste ich die Seite vergrößern. Das trägt nicht zur Verständigung bei.

@docemmettbrown

Moment mal. Aktuell, wie auch seit vielen Jahren, ist die Rechtssicherheit, das du als Mieter zu max. 8% der Investitionskosten mittragen musst. Das gilt für neue Fenster, Haus streichen, Garten erneuern, Dämmen, Heizungsmodernisierung (z.B. Gas Brennwert), Neue Haustür, Bewegungsmelder, etc. Das ist also die Rechtssicherheit. Wenn du "glück" hast, ist der Einbau einer WP keine Investition wodurch sie nicht umlegbar ist. Ich verstehe gerade nicht, auf welche Rechtssicherheit du ansprichst? Ist es für dich nur Rechtssicher, wenn du einen Vorteil dadurch hast?

Zudem hast du dir aus meinem Beitrag einen kleinen Satz rausgepickt, wozu du falsche Aussagen getätigt hast (8% Mieterhöhung). Da du den eigentlichen Sinn meines Beitrages (CO2-Preis + Ordnungsrecht = besser für Mieter) überhaupt nicht reagiert hast, scheint das gerade eine Ablenkung zu sein.

Ja, wir sind beides (Eigentümer + Vermieter, wohlhabend ist wohl immer Ansichtssache). Aber darum geht es mir gar nicht. Ich kann es einfach nicht haben, wenn man Themen nicht objektiv betrachtet. Es ging mir nur darum, dass es gesetzliche Rahmenbedingungen gibt, an die man sich halten muss. Eine Mieterhöhung ist definitiv nicht "einfach so" in "irgendeiner Höhe" zulässig. Zudem finde ich es fair, das der Vermieter einen Teil des CO2 Preises mitbezahlen muss, wenn die Bude schlecht gedämmt ist und/oder die Heizung alt ist. Was kann der Mieter dazu, wenn der Vermieter seine Immobilie nicht in Schuss hält und der Mieter die Wärme rauspusten muss und mehr bezahlt? Aber es ist nun mal unsinnig, noch eine neue Öl/Gas Heizung einzubauen, da die CO2 Preise durchschlagen werden und zwar beim Mieter, der Öl/Gas verbraucht. Ich kann aber auch verstehen, das dies zu hohen Investitionskosten führen wird, die auch nicht aus "Nächstenliebe" nur beim Vermieter hängenbleiben kann. Auf der anderen Seite müssen Vermieter für einen evtl. vorhandenen Sanierungsstau auch "bestraft" werden.

Mal aus der Sicht eines Vermieters:

Wir haben die Miete schon lange nicht erhöht, unsere Mieter wohnen dort seit vielen Jahren. An beiden Wohnungen muss etwas getan werden, allerdings ist dies schwer möglich, solange die Mieter darin wohnen. Wir haben also auch ein Sanierungsstau (Elektrik, Fenster, Bad). In einer Eigentümergemeinschaft kann man sich seit Jahrzehnten nicht darauf einigen das Dach zu erneuern oder eine Zentralheizung zu installieren. Eine Wohnung hat Nachtstrom, weil keine gemeinsame Lösung gefunden wird (die "alten" mögen ihren Nachtspeicherofen). Was sollen wir als Vermieter machen? Da geht es mir gar nicht um das GEG, da sind wir sowieso erstmal raus, aber pauschal auf "den bösen Vermieter" zu schimpfen, weil er ja die Miete erhöht, nachdem er 25k in eine neue Heizung investieren musste, ist halt auch nicht fair. Es wird sicherlich andere Vermieter geben, die halt rein auf Cashflow aus sind. Das ist aber nicht überall so. Viele wollen einfach kein Ärger mit den Mietern und auch nur in Ruhe leben.

@nick81 "Zudem hast du dir aus meinem Beitrag einen kleinen Satz rausgepickt, wozu du falsche Aussagen getätigt hast (8% Mieterhöhung). Da du den eigentlichen Sinn meines Beitrages (CO2-Preis + Ordnungsrecht = besser für Mieter) überhaupt nicht reagiert hast, scheint das gerade eine Ablenkung zu sein."

Das geht für mein Empfinden schon ne ganze Zeit so und wird nicht nur von Doc so praktiziert.

Deine Einstellung zur Aufteilung der CO2-Kosten finde ich bewundernswert.

das kommt mir bekannt vor, bei nem kumpel selbes problem

uralte gasheizung kalksandstein bau aus den 60ern ohne dämmung keine dachdämmung

nichts

heizkosten das es nur so knallt.

alles egal, wird nichts angefasst.

Man kann dann ja auch mal einen Deal machen, ich würde mich da sofort drauf einlassen: Der Eigentümer (in meinem Fall Wohnungsgesellschaft) modernisiert ein Zimmer, das dann für ein paar Tage unnutzbar ist. Wenn ich als Mieter davon längerfristig eine bessere Wohnung habe (z.B. mehr als drei Steckdosen im Arbeitszimmer und vernünftig mit FI abgesichert ...) dann nehme ich das gerne in kauf - ohne Mietminderung für die Zeit. Gleiches für einen Heizungsumbau - ein paar Tage, wo ich vielleicht mal auf Urlaub bin.

So kann man auch bewohnte Buzzen modernisieren und hat keinen teuren Leerstand. Ich persönlich hab der Wohnungsgesellschaft schon vor vier Jahren vorgeschlagen, mich an einer Modernisierung der Heizung auch finanziell zu beteiligen (und damals gabs sogar noch 200 EUR von den Stadtwerken obendrauf) - keine Reaktion.

Grade solche Wohnungsgesellschaften sind da komplett unflexibel. Statt dessen wurden vor meinem Einzug noch schnell alle Fenster und Türen lackiert. Zwei Monate übel stinkende Bude, kein Nutzen für niemand.

Ja, und was soll der Vermieter von einer Wohnung nun tun? Deshalb sage ich ja nur, nicht alle Vermieter über einen Kamm scheren, auch auf der anderen Seite der Medaille glänzt nicht alles.

Ich kann halt nur für uns sprechen, sicherlich sind größere Unternehmen da unflexibler. Mir ging es nur um ein bisschen Verständnis das nicht jeder Vermieter gleich ein "Immo-Hai" ist.

[quote data-userid="86" data-postid="134333"]Ja, wir sind beides (Eigentümer + Vermieter, wohlhabend ist wohl immer Ansichtssache).[/quote]Bei uns genauso, aber bis vor ganz wenigen Jahren noch Mieter. Eigentümerin war eine 100,0%ige Tochter der Sparkasse, die damals eine Mieterhöhung ohne Angabe von Gründen angekündigt hatte, als die Whg. verkauft werden sollte. (Da hatten wir dann von unserem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht.)

Aber ich bin kein Spezialist/Rechtsanwalt im Mietrecht und natürlich ist nicht immer alles, was eine Bank oder deren Tochter tut, automatisch legal.

Hier noch etwas "Ablenkung" von mir: Größte ungenutzte Energiequelle: "Abwärme kann ganze Städte mit Strom versorgen" - n-tv.de

Daniel

Um nochmals auf das Thema CO2 zurückzukommen, hätte ich da noch ein sehr interessantes Video zum Thema Gasheizung und Altbau aus spieltheoretischer Sicht gefunden:

Viel Spaß beim Diskutieren! ?

Daniel

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Wozu denn diese ganzen Diskussionen? Man bekommt fast den Eindruck, dass da das Fell der Bären schonmal aufgeteilt werden soll, bevor er überhaupt erlegt ist.

Man muss doch auch irgendwo bei der Realität bleiben.

Vielleicht habe ich ein etwas altmodisches Verständnis von Demokratie, aber meiner Meinung nach spielt da auch die Meinung des Volkes eine gewisse Rolle. Das wäre ja der Wortsinn, und früher war das auch mal so angedacht.

Es sind halt nunmal kaum 15% der Bevölkerung, die solche Verbote und Einschränkungen wählen würden. Tendenz fallend.

Und hier wird teilweise diskutiert, wie man den Druck weiter erhöhen könnte, und wie man die eigenen (!) Ziele besser erzwingen kann.

WENN man in der Richtung tatsächlich etwas erreichen wollte, dann wäre es schon längst möglich. Da muss man halt weniger ausbeuten, sondern mehr fördern. Also nicht dauernd mit Zwang irgendetwas einfordern wollen, sondern das, was man haben möchte, einfach ermöglichen.

Ist schon klar, das läuft gegen die Interessen mancher Lobbyisten und Wirtschaftszweige, der Bürger ist ja immerhin das Melkvieh, dessen Rahm man auch weiterhin abschöpfen möchte. Deswegen ja auch der Ruf nach Netzausbau, nur wenn der Bürger am Netz hängt, kann man ihn ordentlich zur Kasse bitten zwingen.

Und genau deswegen ist die PV-Versorgung der einzelnen Haushalte (ja, ich meine eine gewisse Autarkie), also eine lokale Verbrauchsstrategie, extrem unerwünscht.

Und genau deswegen möchte man uns zu WP zwingen, weil wir das im Winter niemals mit unseren Dach-PV Anlagen decken können. Damit müssen wir eben anhängig bleiben.

Könnte doch recht einfach sein: Wer sich eine Solar-Anlage auf's Dach bauen will, und das Geld dazu nicht hat, bekommt sie aus Steuermitteln bezahlt. (NICHT per günstigem Kredit, sondern einfach bezahlt.) Wer 50 WE mit Solarstrom versorgt, und diese Stromersparnis an seine Mieter weitergibt, bekommt die Investition aus Steuermitteln BEZAHLT.

(Und für solche Investitionen würde ich tatsächlich meine Steuern GERN geben, weil es sinnvoll wäre.)

[Upps... wollte grad schreiben, wo ich unsere Steuergelder als nicht so ganz in meinem Interesse investiert sehe, also Milliardenschwere Unterstützung aktiver Kriegsparteien, illegale Zuwanderung, Jennifer Morgan... usw. So unglaublich viel völlig sinnlos verschleuderte Kohle]

Kein Vermieter müsste seine "Investitionen" auf die Miete umlegen, alle hätten mehr davon, insbesondere die Klimabilanz, und das würde sich hauptsächlich auf den ohnehin vorhandenen, ungenutzten Dächern abspielen.

Anreiz ist doch immer besser als Sanktionierung, meint ihr nicht? Man kann den Markt nutzen, man kann den Markt auch in gewissen Maßen steuern. Aber eben besser durch positive, als durch negative Signale. Kann doch jeder mal für sich selber beurteilen, was einen mehr motiviert. Lob, oder Tadel?

Ja sicher, der so herbei-beschworene, unabdingbare Netzausbau, wäre dann nicht mehr ganz so zwingend. Schon ein wenig schade für dessen Profiteure.

Und die ökologisch verheerenden Freiflächenanlagen würden dann vielleicht auch ein wenig in Frage gestellt.

Aber egal, wir haben ja auch hier schon gesehen, wohin die Diskussion führt, immer nur in die "ja, aber"-Richtung.

Macht euch nichts vor: ALLE fossilen Energieträger werden bis zum wirtschaftlich letzten Rest ausgegraben und abgebaut. Und verbraucht.

Das ist nun mal so. Daran werdet ihr nichts ändern können. Wenn die Marge auf das geförderte Öl oder Gas steigt, wird mehr abgebaut, wenn es sich weniger lohnt, wird weniger rausgeholt.

Es ist wirklich völlig naiv, zu glauben, dass Deutschland dabei eine Rolle spielen kann. Wenn es aus ideologischen Gründen in den hier vielleicht saubereren Prozessen nicht mehr genutzt werden darf, wird es halt mit Freuden wo anders verbrannt. So what?

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Ist es nicht (und du bist mal wieder knapp daran, alle Andersdenkenden zu beleidigen).

Du übersiehst den Fall, dass ein Land genug erneuerbare Energie hat, um seinen Bedarf zu decken. Und wenn diese Energie dann gesamtwirtschaftlich-Volkwirtschaftlich billiger ist als fossile. Das ist keine Utopie - Nowegen z.B. ist soweit. 100 % Erneuerbare - und z.B. keine Staatsschulden mehr.

Und DANN gibt es einen rein kapitalistschen Grund, dass die anderen mitziehen müssen.

[quote data-userid="2509" data-postid="134427"]Nowegen z.B. ist soweit. 100 % Erneuerbare - und z.B. keine Staatsschulden mehr.[/quote]Kann man norwegische Verhältnisse auch wirklich 1:1 auf deutsche abbilden? Nur weil EINER mit seinen Umständen das kann, muß es der ANDERE mit dessen Umständen noch lange nicht können.

Daniel

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[quote data-userid="2509" data-postid="134427"]

Ist es nicht (und du bist mal wieder knapp daran, alle Andersdenkenden zu beleidigen).

Du übersiehst den Fall, dass ein Land genug erneuerbare Energie hat, u seinen Bedarf zu decken.[/quote]

Na gut... wenn du meinst. Ich sehe das halt anders. Und habe diesmal sehr bewusst darauf geachtet, niemanden zu beleidigen.

Klingt für mich auch etwas seltsam, wenn man einem vorwirft, alle andersdenkenden zu beleidigen. Ist dann nicht der eine der Andersdenkende, der versucht etwas an der allgemeinen Meinung zu rütteln, der versucht, die mainstream-Meinung ein wenig in Frage zu stellen?

Ist denn deiner Meinung nach alles an meinem Beitrag falsch? Hab mir echt Mühe gegeben.

Aber ok. Kenntnis genommen, werde nicht weiter mit unerwünschten Ansichten dazwischenfunken.

Ob wir es können, hat mit der Aussage garnichts zu tun. Es geht darum, was die wirkung ist. Und das war die Aussage.

Wenn du sowas, in der Formulierung sagst, über Irgendwas, sagst,

Verstehe ich DAS

überhaupt nicht.

Das macht nichts. Wenn, dann zitiere bitte im Kontext. Sonst kannst du dir alles mit Fragmenten hindrehen, wie du es gerne haben möchtest.

Ist heutzutage üblich, aber nicht deswegen auch elegant.

Und bitte behaupte nicht zu wissen, was ich angeblich übersehe, das kannst du nun wirklich nicht beurteilen.

Nichts für ungut. ?

@saugnapf Der Staat bezahlt die PV-Anlagen? Was glaubst Du, passiert dann mit den Preisen für die PV-Anlagen? Werden sie sinken? Oder wird jeder denken: Oh Toll, Vater Staat zahlt ja alles. Kann mir der Preis ja egal sein. Und die Preise gehen durch die Decke?

In der Diskussion um die Installation von Klimaanlagen war das Argument gegen Fördermaßnahmen, dass dann die Preise für die Anlagen steigen. Wer bekommt denn die Erlöse der PV-Anlagen die Papa Staat bezahlt hat? Der auf dessen Dach sie liegen, das Finanzamt oder gibt es einfach keine Einspeisevergütung mehr?

Warum sollen die BKW von 600W auf 800W aufgepustet werden, wenn Eigenversorgung nicht gewünscht ist?

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Sorry, aber ganz schwaches Argument. Zu einer Demokratie in Deutschland gehört, dass man alle x Jahre Parteien wählen kann, die für die nächste Legislatur regieren darf. Da nicht eine Partei in der letzten Wahl die Mehrheit erlangt hat, haben sich drei Parteien zusammengeschlossen und sich mit ihren Themen abgestimmt und einen Kompromiss im Koalitionsvertrag festgehalten. In diesem KoaV steht das Vorhaben bereits drin, nur das der verantwortliche Posten (Wirtschaftsministerium) bei den Grünen liegt und die FDP sich an den KoaV nicht mehr erinnern kann. Somit hat die Mehrheit der Wähler diesem Gesetz(entwurf) "indirekt" bereits 2021 zugestimmt.

Stimmt, welches Netz meinst du? Gasnetz? Stromnetz? Öl-Verteilnetz? Merkst du nicht, das es von den vorher genannten Energieträger nur einen gibt, den wir in größerer Menge ohne Importe herstellen können (auch im Winter) und viele Bürger sogar selbst erzeugen können (ja, nicht so viel im Winter)? Sind wir nicht deshalb in diesem Forum?

Willst du etwa einen Sozialstaat? Möchtest du Verbote für Vermieter?

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Ich hätte da noch eine kleine Diskussionsgrundlage mit den ersten 18 Minuten dieses Videos:

Daniel