Das sind Erfahrungswerte, über die manche verfügen, andere halt nicht.
Ich finde die permanenten Rufe nach "Quellen" oder "Belegen" etwas armselig. Den meisten von uns wurde doch aus gutem Grund ein Kopf gegeben, zum selber denken, Schlüsse zu ziehen, sich ein Bild der Realität zu machen... Natürlich kann man bestimmte Daten oder Sachverhalte mit "Quellen" (= wo andere das gleiche sagen) hinterlegen. Mir reicht aber in ganz vielen Fällen mein gesunder Verstand. Wozu also immer fremde Köpfe bemühen oder heranziehen? Weil man sich selber keinen Sachverstand mehr zutraut?? (Bei allem, was ich schreibe, bin übrigens auch ich die Quelle)
Ehlich gesagt finde ich es schon bewunderungswürdig, wie ein Kevin Kühnert zu beinahe jedem Thema völlig frei und flüssig reden kann, ohne dabei regelmäßig auf die Schnauze zu fallen. Das nötigt mir Respekt ab, ich könnte das nicht. Das ist vermutlich auch die wichtigste Eigenschaft eines Politikers, deswegen kommt er nach oben, deswegen kann er sich behaupten, und letzten Endes wird er auch deswegen gewählt.
Trotzdem wäre es halt schon wünschenswert, wenn unsere Entscheidungsträger zumindest in ihren Bereichen ein klein wenig mehr Ahnung hätten. Anstatt sich nur auf "Berater" mit u.U. fragwürdigen Interessen zu verlassen. Da muss ich nun nicht unbedingt viele Beispiele nennen, die sind allgemein bekannt.
Und ja, ich fände es auch ganz sinnvoll, wenn eben diese Entscheidungsträger auch schon mal Kontakt zur Realität gehabt hätten, vielleicht nicht nur staatlich alimentiert sich in irgendeine Sinnlosigkeit reinstudiert haben, und / oder ein solches Studium dann auch noch abbrechen mussten.
Claudia R., Saskia E., Annalena B., Kevin K., Ricarda L., Kathrin G. E. ... u.v.m. Alles Leute, die noch nie ihren Lebensunterhalt wirklich selber bestreiten mussten.
Die wären auf dem freien Arbeitsmarkt schwerlich zu vermitteln, und sicher nicht weil sie überqualifiziert wären.
Ja, das leistungslose Grundeinkommen gibt es schon, halt eher nur in diesen Reihen. Auf Lebenszeit, auch wenn ein unerwarteter Rücktritt dazwischen kommt... Unter 10k€ monatlich kommt da kaum einer davon... auch ein Graichen wird wird wohl gut auf unsere Kosten leben können.
Aber egal...
Optimismus ist auch eine Funktion der Zeit. Du bist tatsächlich der erste, der ausgerechnet mir "unbegründeten Optimismus" unterstellt. ? Was die kurze Zeitspanne anbelangt, die ich noch hier dabei sein werde, empfinde ich keinen Optimismus. Ich meinte eher, wenn dann mal alles weg ist, die Menschheit sich drastisch reduziert hat, und alles zurück auf Null gekommen ist, dann kann es wieder von neuem losgehen... und dann vielleicht mit etwas geänderten Vorzeichen. War doch schon immer wieder mal so.
Also ich meinte nicht die nächsten Wahlen, oder etwas ähnlich naheliegendes.
Es freut mich, dass du das nur gestreift hast, ohne es zum großen Thema zu machen. Das spricht für dich! ? Es war meinerseits auch ein wenig Absicht dabei, die Kläffer hinter dem Ofen rauszulocken, das gebe ich zu.
Es steht halt dem Selbstverständnis einer Demokratie nicht besonders gut zu Gesicht, ein nicht ganz kleines, politisches Spektrum auszublenden, bzw. so lange nicht zulassen zu wollen, bis es nicht mehr ignoriert werden kann.