Es gab da mal ein interessantes Experiment, das lief in etwa so: Man nehme ein handelsübliches Teelicht, messe die Temperatur einmal im kalten und mal im entzündeten Zustand. Daran erkennt man ganz klar: Ein Teelicht, welches brennt, macht heiß. Im folgenden Versuch wurde das Teelicht in einem Wintergarten angezündet und man ließ es brennen. Dabei stellte man fest, daß sich die Temperatur im Wintergarten um einige Grad Celsius erhöhte. Schluß: "Ein einzelnes Teelicht kann einen ganzen Wintergarten aufheizen."
Die Sache hatte nur einen kleinen Haken: Die Sonne schien nämlich ebenfalls in den Wintergarten und deswegen war der Schluß kompletter Unsinn. Um eine wissenschaftlich korrekte Aussage zu ermöglichen, müssen alle Faktoren oder zumindest die wesentlichen davon bekannt sein. Und diese Garantie kann Dir kein seriöser Wissenschaftler geben.
Daher ist nur folgendes sicher: CO2 erhöht die Planetentemperatur. Der Mensch emittiert (Industrie, Technik) mehr CO2 als andere Tiere. Das heißt, aus rein technologischen Gründen hat der Mensch einen höheren Anteil je Kopf am Klimawandel als andere Lebewesen. Das ist gesichert.
Was nicht sicher ist, ist die Höhe dieses Anteils am gesamten Klimawandel. Denn um hier eine Aussage treffen zu können, müßten alle Faktoren, die den Klimawandel begünstigen, bekannt sein und dessen Wirkung auf die Temperatur. Bekannt ist nach heutigem Stand der Kenntnisse (kann morgen schon wieder anders sein), daß der größte Anteil am Klimawandel Wasserdampf ist. Je heißer es wird, desto mehr Wasser kann verdunsten, was die Erwärmung wiederum weiter anfacht - ein Lawineneffekt. Bekannt sind auch katastrophale Effekte durch Methan, welches leider sehr unkontrolliert durch menschgemachte Pipelines und menschgemachtes Fracking in die Atmosphäre gelangt. Dito bei menschgemachten Industriegasen wie SF6 oder menschgemachten Kühlmitteln, die von menschgemachten Klimaanlagen auf menschgemachten Müllkippen verrosten, bis die Gase entweichen.
CO2 wäre in meinen Augen noch das geringste Problem. Um CO2 einzusparen, müßten wir nur mehr Böden mit Beton versiegeln (z.B. für Windräder) die Bodenversiegelung so weit es geht reduzieren und Wälder und Natur so gut es geht schonen. Einen intakten Wald, der ja letztendlich CO2 speichert, zu roden und dann dort eine Autofabrik zu errichten, halte ich nicht für zielführend. (Die Bodenversiegelung wird beim Thema Wasser und Hochwasser noch eine weitere Rolle spielen, aber das ist ein anderes Thema.)
Lösungsansatz:
Immer dann, wenn man Dinge, die die Umwelt und das Klima belasten, sorg- und sparsam einsetzt, machen wir zumindest mal nichts falsch. Wenn wir aber wirtschaftlichen Selbstmord begehen, dann sind wir für andere Länder alles mögliche, aber mit Sicherheit kein Vorbild. Erfolgreichen Umwelt- und Klimaschutz kann es meiner Ansicht nach nur mit einer Steigerung des Wohlstands geben. Wer eine PV-Anlage auf dem Dach oder auf dem Balkon hat, gewinnt ein Stück Unabhängigkeit und das ist nichts anderes als Wohlstandssteigerung. Wenn man nicht die ganze Natur versiegelt und sich auch Erholungsgebiete schafft, dann steigert das genauso den Wohlstand wie wenn es kein Hochwasser mehr gäbe. In genau diese Richtung muß es laufen, dann funktioniert es. Aber ein Abschalten der weltsichersten Kernkraftwerke zugunsten von Kohlekraft würde ich höflich formuliert als "unüberlegt" bezeichnen.
Und wie gesagt: Die allermeiste Klimaerwärmung stammt vom Wasserdampf, bei dem natürlich auch die menschgemachten Kühltürme der Kraftwerke (auch Kernkraft!) einen gewissen Anteil haben.
Daniel