Warum? Was genau ist Deine Kritik?
Nochmals: Die Wissenschaft kennt keine "Beweise"! Es geht auch nicht um "Glauben". Es gibt Thesen, Theorien und Erklärungsmodelle und die werden nach ihrer Wahrscheinlichkeit beurteilt. Ich glaube nicht an die Schwerkrafttheorie - aber es ist mir auch noch nicht gelungen die Theorie zu widerlegen. Somit akzeptiere ich sie als geeignetes Erklärungsmodell warum ich ab und zu auf die Fresse falle.
Die Theorie, warum CO2 den Klimawandel (mit-)verursacht wird von qualifizierten Wissenschaftlern als 95% wahrscheinlich eingestuft. Weil CO2 kurzwelliges Licht durchlässt aber langwellige Strahlung (Wärme oder Infrarot) blockiert (genauer: absorbiert). Wieviel das für das Weltklima ausmacht ist relativ einfach zu berechnen. Kannst Du z.B. im Standardwerk "Roedel/Wagner: Physik der Atmosphäre" nachlesen. Seit dreißig Jahren erhältlich. Aus diesem "wieviel" kann man dann auch relativ einfach ableiten, wie man das "wieviel" ändert, wenn man mehr oder weniger Treibhausgase in die Atmosphäre pustet.
Die Forderungen nach Energiewende, Verkehrswende etc. pp. kommen aber gar nicht von den Klimawissenschaftlern. Die haben das als mögliches Instrument empfohlen, aber nicht gefordert. Gibt auch genug Klimawissenschaftler die vehement den Ausbau der Atomkraft empfehlen. Oder radikale Maßnahmen zur Bevölkerungsreduktion.
Die Gründe, warum wir von den CO2-Emissionen und generell von massiven Emissionen in die Atmosphäre wegkommen wollen sind vielfältig, komplex und betreffen auch viele andere Probleme, die wir so haben. Ich zähl mal nur ein paar auf:
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Gewinnung fossiler Brennstoffe (inkl. Uran) ist unheimlich aufwendig, teuer und durchweg sehr schädlich für die Umwelt. Sehen wir nur noch wenig, passiert ja fast immer weit weg und hat sehr oft mit wirklich asozialen, menschenunwürdigen und diktatorischen Arbeitsbedingungen zu tun. Stichworte: Kohle aus Kolumbien, Uran aus Niger, Öl aus Saudi-Arabien, Gas aus Russland.
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fossile Energie wird seit 100 Jahren von wenigen übermächtigen globalen Monopol-Konzernen kontrolliert - das ist undemokratisch und unkapitalistisch. Und macht uns abhängig und erpressbar
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fossile Ressourcen sind viel zu wertvoll, um sie einfach zu verbrennen
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fossile Ressourcen sind nur an wenigen Orten der Erde wirklich ökonomisch zu fördern. Wind und Sonne gibt es überall.
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fossile Ressourcen sind schwierig zu transportieren und dabei durchweg brennbar oder gar explosiv. Strom kann man über unbewegliche Kabel transportieren.
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Thermodynamische Maschinen haben durchweg einen miserablen Wirkungsgrad von maximal 59% (in der Praxis eher 30%; Carnot-Gesetz). Sie sind also physikalisch bedingt auf Verschwendung programmiert.
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Speziell bei Antriebstechnik: Motoren sind für den Einsatz als Antrieb bei wechselnden Belastungen eigentlich ziemlich unbrauchbar. Sie funktionieren nur in einem ganz schmalen Betriebsbereich optimal und bringen ihre volle Leistung. Darum ja der ganze Driss mit Getrieben.
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Thermische Kraftwerke verbrauchen Unmengen an Wasser. In Deutschland kein großes Problem. Im Rest der Welt durchaus.
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Und schlussendlich: Fossile Brennstoffe verpesten die Luft direkt dort, wo Menschen leben.
Und aus all diesen Erkenntnissen haben andere Arbeitsgruppen beim IPCC (nicht die Klimawissenschaftler) die Empfehlung erarbeitet, vor allem unsere Energieversorgung umzustellen. Und zwar auf direkte Nutzung der Energieform, die man am leichtesten und genauesten steuern kann und die durchweg die höchste Effizienz erbringt: Strom.
Das man damit auch die CO2-Emissionen und die der vielen anderen Treibhausgase reduziert ist dann eigentlich nur noch ein erfreulicher Nebeneffekt. Für den Fall, das es wirklich schlimm ist, mit dem Klimawandel.
Für mich schließe ich daraus: Auch ganz ohne Klimawandel ist es dringend angeraten diese Aufgabe jetzt anzugehen: Schnelle Transformation unseres globalen Energiesystems. Im übrigen halte ich es auch für völlig falsch, das in Presse und Politik immer nur von CO2 die Rede ist. Die anderen Vorteile und Gewinne der Transformation liefern genug Begründung.
Noch blöder, die meisten Pressefuzzis und Politiker haben gar nicht begriffen, das alles in CO2-Äquivalente umgerechnet wird. Auch wenn ne Kuh furzt oder ein Wald abgesägt wird. CO2 ist schlimmstenfalls zur Hälfte Schuld am Klimawandel. Aber die Botschaft kam ja auch bei Dir falsch an.
Es ist eben genau keine "weit verbreitete Ansicht", das CO2 alleine die Globaltemperatur steuert. Das sagen und glauben nur Leute, die die oben verlinkte Grafik vom IPCC nicht gesehen oder nicht verstanden und auch noch nie irgendwas über Atmosphärenphysik gehört haben. In welche Kategorie Ganteför fällt weiß ich nicht. Beide lassen ihn als unqualifiziert erscheinen.
P.S: hier zum detaillierten nachlesen, was im IPCC-Bericht ausgewertet wird. Eine Metastudie von 2018. Die elend lange Auflistung, was alles Einfluss auf die Strahlungsbilanz hat beginnt in Kapitel 6
(Das ist eine Auswertung von vielen hundert anderer wissenschaftlicher Analysen zum Thema; Niemand von denen kriegt Geld vom IPCC)
@jerry Wir hatten schon im letzten Jahrtausend die Vermeidung des FCKW als klimaschädliches Gas. Und vielen Leuten hier ist bewusst, dass Kühlmittel in Klimaanlagen und Wärmepumpen schädlich ist. Hier gibt es auch schon starke gesetzliche Regelungen. Das zeigt, dass die Leute wissen, dass es neben CO2 noch weitere problematische Gase gibt. Damit ist seine Aussage einfach nicht richtig.
Ach je, @Yossarian, du darfst doch weiter träumen.
Lass mal gut sein. Es gibt unterschiedliche Ansichten zu dem Thema, jede mit ihrer Rechtfertigung, und ihren pros und contras.
Wie sind hier ein DIY-Forum, die meisten von uns sind recht gut informiert, und wissen sehr genau, warum sie für oder gegen etwas sind.
Was wir hier nicht unbedingt brauchen ist ein Heilsbringer oder Messias, der uns die einzige und allgemeingültige Wahrheit verkündet...
Wir suchen hier eher den Austausch von Meinungen.
Von dem her, was du hier so von dir gibst, bist du vermutlich im PV-Forum besser aufgehoben. Versuch es mal da.
???? Ich habe die Eingangsfrage beantwortet "Die Schuld hat CO2. Warum eigentlich?". Wenn Dir das nicht passt, musst DU vielleicht ein anderes Forum suchen. oder wenigstens einen anderen Diskussionsfaden.
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Tja - nützt halt nix, weil er daraus völlig falsche Schlüsse zieht. Das sag ich als jemand, der sich seit 1994 mit Klimadaten beschäftigt. Es wäre dem Herrn Ganteför dringend anzuraten, das Thema nicht vom Ende her zu diskutieren in dem er sogleich über globale Klimamodelle fabuliert, sondern zunächst mal die Grundlagen zu erlernen. Das hat er sehr offensichtlich nicht getan. Du vermutlich auch nicht, oder sind Dir die Implikationen des Stefan-Boltzmann-Gesetzes und des Wienschen Verschiebungsgesetzes geläufig?
P.S: Etwas konkreter zu Ganteför. In diesem Video ist gleich der erste Satz komplett falsch (siehe mein Posting oben mit den Strahlungsantrieben gemäß IPCC):
Ganteför: ".... Eine weit verbreitete Ansicht ist, das die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxyd der einzige Faktor ist, der über die globale Mitteltemperatur entscheidet"
Vollkommener Quatsch - weiß jeder der auch nur subtil im Thema steckt.[/quote]
Ist schon ok. Finde es Klasse, dass du seine Aussagen für uns richtig einordnest. Du hast dich ja schon seit 1994 mit Klimadaten beschäftigt. Der Prof. Ganteför wird dir sicher für deine wertvollen Ratschläge dankbar sein. Im Gegensatz zu dir scheint er ja nicht mal "subtil" mit dem Thema befasst zu sein. ?
Also: du hast recht, und was irgendwelche dahergelaufene Profs behaupten, ist vollkommener Quatsch. So sieht deine Selbstdarstellung momentan aus.
?????????? Was willst Du mir mitteilen?
Wer ich bin und was ich gemacht habe spielt überhaupt keine Rolle. Ich habe mehrere Quellen genannt und meine Schlussfolgerungen aus diesen dargestellt. Wenn das falsch ist, fühl Dich frei die Quellen zu lesen (oder auch andere) und deine möglicherweise anderen Schlussfolgerungen darzustellen. Ansonsten bleibt mir nur das Gefühl, daß Du die Diskussion über das Thema umlenken willst auf eine Diskussion über Persönliches. Gehört hier aber nicht hin.
Nur so am Rande: Prof. Ganteförs auftreten ist wesentlich sympathischer als das, des etwas überheblich wirkenden Quaschning. Ändert aber nix an den Fehlern.
nun, genau das was er dir mitgeteilt hat. ?
@yossarian Wenn denen die Argumente ausgehen versuchen sie dich auf persönlicher Ebene anzugreifen. Lass dich nicht beeindrucken. Du hast ja recht.
Ach, Leute, das ist doch Kindergarten. Aber eine Runde spiel ich noch mit: Erklär Du mir was er mir sagen will, ich bin scheinbar zu Doof. Oder gib mir einen Tip.
(Das sind so Spielchen, die meine 8-jährige grade gerne spielt: "Rate mal was ich heute gesehen hab")
Und dabei bitte zurück zum Thema. Siehe Aufruf der Moderation
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Vor allem die ganzen Landeier mit eigenem Häuschen.[/quote]
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Das soll irgendwie immer nur andere betreffen, aber das eigene Dorf soll am besten so aussehen wie ein Museum aus dem Mittelalter. Noch n Grund da nicht wohnen zu wollen. [/quote]
Na, du musst ja da nicht wohnen wollen. Wir würden dich hier mit deinen weltfremden Ansichten auch nicht gerne annehmen, wenn deine Vorstellung vom Landleben dem Mittelalter entspringt. Billig, kann ich da nur sagen.
Ist nicht so besonders toll, die zu kritisieren, die euch den Arsch retten und euch versorgen. So weit sind wir inzwischen schon.
Aber natürlich soll die Energieversorgung der städtischen Verbraucher auf dem Land stattfinden, oder?
EDIT Mod: Hör auf mit den Beleidigungen!!!
Das wär ja ein interessantes Diskussionsthema, daß sogar einigermaßen in den Kontext passen würde: Wieviel Landeier brauchen wir - und wieviel urbane hipster-Lurche? Was müssen die beiden tun, damit ALLE gute und faire Lebensverhältnisse haben UND eine langfristig zuverlässige und umweltfreundliche Energieversorgung?
Meine Energieversorgung kommt zur Zeit vorwiegend aus Norwegen und Russland. Mein Strom kommt zu ca. 5% vom Südbalkon.
am besten garkeine
von russland kommt doch garnichts mehr ?
Haha! Guter Witz.
RESPEKT! 5% vom Südbalkon. EDIT Mod . In der Regel wird da nur gefordert, aber halt immer nur dass von den anderen geleistet werden soll.
Wenn du weiter ausbauen willst, bist du hier auf jeden Fall richtig. ?
Will ich. aber mein Balkon ist nur drei* Meter breit. Passt nur ein Modul dran. Aber ich hab auch schon einen Camping-Bus mit PV ausgestattet und ein Golf**-Cart mit PV quasi autark gemacht. Und 15 Wetterstationen - aber das interessiert hier ja nicht ![]()
*Ja es hat Nachteile als urbaner hipster-Lurch in einer kleinen Miezbutze zu leben
**NEIN!!! ich spiele nicht Golf. gruselig die Idee. Ich bastel gerne.
Hierzu noch ein Kommentar: Ich bin in einer Region aufgewachsen, wo die Energieversorgung fast des ganzen Landes mitten in Großstädten gewonnen wurde. War ne Scheiß-Idee und ist heute eine strukturschwache Region mit massiven Folgeschäden und sogenannten Ewigkeitskosten. Darfse raten wo das war.
Thüringen. Geraten. ? ??
Sagen wir mal so: es gibt Theorien bzw. Erklärungsmodelle und in den Naturwissenschaften Experimente und Messungen, die die Theorien stützen oder widerlegen. Da keine Wahrscheinlichkeit für die Wahrheit, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit dafür, ob die Messwerte tatsächlich eine Korrelation nachweisen oder zufällig entstanden sein könnten.
Das ist ein klassischer Fehlschluss. Argumentum ad Vericundiam. Eben doch ein Glaubensbekenntnis.
Ja, dazu habe ich Experimente geelesen, die das im Kleinen und sehr hohen CO2 Konzentrationen nachweisen (CO2 gefüllter Ballon). Die Frage ist, ob es auch Experimente oder Messungen für den Effekt im Großen gibt.
Allen Berechnungen für einen Effekt, verwenden ein Modell, das aber zuerst bewiesen sein muss bevor die Berechnungen Sinn haben. (haben wir ja sehr schön in der Corona-Pandemie gesehen, wie die Berechnungen des Herrn Fergusson völlig falsch gewesen sind)
Das wird aber in der Öffentlichkeit so dargestellt. Es wird Panik wahlweise vor Dürre, Überschwemmungen, Stürmen oder Anstieg des Meeresspiegels verbreitet: wegen dem Klima. So will man Menschen zum Handeln zwingen bzw. politische Entscheidungen rechtfertigen.
Ja, was die Nachhaltigkeit der fossilen Energieträger betrifft, kann ich zum Großteil zustimmen. Ich habe schon im vorigen Jahrhundert "Grenzen des Wachstums" gelesen.
Solange aber erneuerbare Energien künstlich gestützt und gefördert werden müssen, kann man nicht von einem Effizienz-Vorteil sprechen. Ich war vor kurzem in Ägypten, eigentlich ein tolles PV-Klima dort. Kaum Wolken und Regen. Aber niemand montiert dort PV-Module aufs Dach.
Dass Strom durchwegs höchste Effizienz hat, glaube ich nicht: er ist nicht effizient speicherbar und mobil transportierbar.
Solange es noch genug (billige) Fossile gibt, wird es keine echten ökonomischen "Gewinne" mit nachhaltigen Energien und der Transformation geben.
Vom Ökonomischen her betrachtet sollte man nur dort auf PV etc. setzen, wo es einen echten Nutzen gibt. Mein persönliches Nutzenargument für meine PV war deshalb auch nicht Stromkosten-Ersparnis, sondern Blackout-Vorsorge.
Und wenn man jetzt Kohlekraftwerke anwirft um Wärmepumpen betreiben zu können, dann brauchen wir über Effizienz in der Rohstoff-Verwendung erst gar nicht anfangen zu reden. Und wenn man die Menschen zwingt, funktionierende Heizsysteme auf den Müll zu werden, damit solche Wärmepumpen auch gekauft werden, dann spart man auch keine Rohstoffe.
Was uns derzeit als "Klimapolitik" verkauft wird, halte ich deshalb zum großen Teil für unüberlegten Aktionismus. Vor allem vergessen bildungs- und wirtschaftsferne PolitikerInnen dass jede "Wende" auch finanziert werden muss. Und wenn kein Geld mehr da ist, weil man unterwegs die Wirtschaft ruiniert hat, dann tut sich (siehe Ägypten) gar nichts.