Die „Schuld“ hat CO2 - warum eigentlich?

Nein. Das war das Land von Kohlestaub und Schwefelgeruch. Immer, jeden Tag. Weiße Wäsche war nach dem trocknen grau. Größte urbane Region in Deutschland. Vielleicht kommt daher meine Aversion gegen Kohle und stinkende Schornsteine. Gespielt haben wir auf den Abraumhalden, die an vielen Stellen noch Schwefeldunst wie aus der Hölle ausgeatmet haben. Und mein Vater war immer Pleite, weil alles kaputt ging und zerfiel. Handwerksbetrieb Pleite, Häuschen verkauft. Immer noch arm. So war das.

haben die heute nicht sowas wie filter dran?

Was soll das sein, Wahrheit? Gibts für mich als agnostischen Naturwissenschaftler nicht. Kenn ich nur aus Religionen und die sind mir konzeptionell Wesensfremd

prinzipiell: Ja. In diesem Fall aber nicht, weil ich die Schlussfolgerungen mit relativ einfachen logischen und in sich schlüssigen Ketten nachvollziehen kann. Darum - und nicht weil es Experten sind - schließe ich mich dieser Anscht an. So´n bisschen Kopfrechnen kann ich auch, ist hilfreich.

Ach - das ist zu einfach: Hunderte, wenn nicht tausende Messgeräte werden ständig durch die Atmosphäre und den Weltraum bewegt und messen die Strahlungsbilanz UND die Konzentration der THG-Gase (und ein haufen anderes Zeug). Da gibts recht raffinierte Sensorik, mit vertrackten Methoden. Hab ich mal selber dran mitentwickelt (AMAXDOAS- Stickstoff in der Atmosphäre). Kostet unendlich viel Geduld und Sorgfalt bis es funktioniert, aber da nach kann man wundervolle Dinge damit anstellen. Es ist unmöglich auch als sehr engagierter Mensch mehr als nur einen Bruchteil der Komplexität dieser Messungen und der Schlussfolgerungen zu verstehen. Da muss man auch mal vertrauen (aber nicht: Glauben!). Die meisten Wissenschaftler sind Idealisten und wollen ihre Sache einfach nur verdammt gut und richtig machen. Außer Karl Theodor von und Zu.

Nein, Modelle werden nicht bewiesen! Nie. Ich bin auf einem meiner ersten Vorträge heftig abgewatscht worden, weil ich mein Modell "verifizieren" wollte. Das geht aber nicht. Man kann es validieren, also bewerten, wie gut es reale Beobachtungen wiedergibt. Wird bei den Wettervorhersagen jeden Tag mehrfach gemacht - immer wieder mal mit katastrophalen Ergebnissen. Meistens aber sehr gut. Das der Herr Fergusson falsch lag - Puuuh, das weiß jeder, reden wir nicht davon, is halt ein Arzt und kein Naturwissenschaftler. Ärzte haben ihr eigenes Ökosystem in der Wissenschaft. Frei von Rationalität.

Ja. Find ich völlig falsch. Und ich arbeite heftig dafür, daß das aufhört. Man soll die Menschen locken, nicht zwingen.

Doch. Ist so. Nenn mir eine Anwendung die mit Strom schlechter funktioniert als mit Öl/Kohle/Gas. Ich weiß eine, verrat ich Dir aber nicht.

Werden sie doch gar nicht. Das war einmal. Ich war viel in Wüsten unterwegs und hab auch nicht verstanden, warum die da immer Dieselfässer und Generatoren mitgeschleppt haben. Als ich gefragt habe haben sie immer gesagt: Das ist das was man hier kaufen kann. Weißt Du, in wie vielen Ländern Ebay gar nicht liefert?[quote data-userid="4112" data-postid="129613"]

Mein persönliches Nutzenargument für meine PV war deshalb auch nicht Stromkosten-Ersparnis, sondern Blackout-Vorsorge.

[/quote]

Und woher kommt dein Internet bei Blackout? Deine Bananen, deine Tomaten, dein Wasser? Nöö, da geh ich nicht mit.[quote data-userid="4112" data-postid="129613"]

Und wenn man jetzt Kohlekraftwerke anwirft um Wärmepumpen betreiben zu können, dann brauchen wir über Effizienz in der Rohstoff-Verwendung erst gar nicht anfangen zu reden.

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Das ist so ein Treppenwitz der Geschichte: Strom aus Kohlekraftwerken (40% eta) umgesetzt in einer Wärmepumpe mit JAZ 3,5 verbraucht weniger als Kohle im Haus zu verbrennen. Gilt für Gas genauso. Das hat der Gründer dieses Forums doch oft genug erklärt.

das ist 40-50 Jahre her. Filter - paaah, das ist doch was für linksgrünversiffte* Weicheier. Das waren die Zeiten von Willy Brandt, da musste der Schornstein noch rauchen.

*damals nannte man die noch langhaarige Bombenleger

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[quote data-userid="4112" data-postid="129613"]Dass Strom durchwegs höchste Effizienz hat, glaube ich nicht: er ist nicht effizient speicherbar und mobil transportierbar.[/quote]Also Strom kann man doch "im Netz" speichern und das ist alles ausgerechnet. ? ? ?

Strom kann man überhaupt nicht speichern, sondern nur Energie. klugscheiß
Aber da liebe ich meine Journalisten, wenn sie z.B. sagen, auf der Oberleitung der Bahn sei ein Strom von 15000 Volt. ? ? ? (Wie kommt es eigentlich, daß die meisten Journalisten den Grünen zugetan sind?)

Pardon für Offtopic und nichts für ungut. ?

Daniel

das blatt wendet sich gerade, die merken dass sie auch noch heizen müssen ohne pleite zu gehen.

und evtl das sie mit dem co2 verarscht wurden, sickert ja so langsam durch

die co2 front bröckelt

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Nein, hat auch keiner behauptet, außer eine Politikerin, die ein Publikum hat das noch weniger Aufmerksamkeitsspanne hat als sie selbst. Ein großflächiges Netz erfüllt aber genau die gleichen Anforderungen wie ein Speicher.

Als ich Kind war gabs Erdbeeren von Mai bis August. Heute wird man schon im Dezember mit Sonderangeboten zugeschissen, das es nicht mehr feierlich ist. Ein Stromnetz von Almeria (Heimat der Dezember-Erdbeeren) bis zum Nordkap, von Irland bis nach Ankara hat Millionen von Erzeugern und Verbrauchern. Hunderte davon. Du willst mir sicherlich nicht erzählen, daß man das nicht bedarfsgerecht steuern kann, wo doch eine verf..... Video-Plattform aus fukin USA seit Jahren Milliarden von Kunden in jeder Minute passend bedient? Mit digitalen Daten, wo es auf ein bisschen mehr ankommt als nur die richtige Frequenz?

Und es ist gibt kein Verbot Stromleitungen bis Shanghai oder nach Südafrika zu bauen. Der Strom braucht schlimmstenfalls Millisekunden um aus deiner Steckdose zu kommen.

[quote data-userid="8102" data-postid="129627"]Ein großflächiges Netz erfüllt aber genau die gleichen Anforderungen wie ein Speicher.[/quote]hust

Daniel

Stimmt doch gar nicht. Ich empfehle Dir gerne "Tichys Einblick". Oder die Achse des Guten. Oder Welt, Bild, Spiegel, Focus, FAZ, Zeit, Super Illu oder die Funke Mediengruppe oder Bertelsmann.

Gesundheit

mhhh, jo

die kobolde machen das schon ?

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[quote data-userid="8102" data-postid="129627"][...] Stromleitungen bis Shanghai oder nach Südafrika [...]. Der Strom braucht schlimmstenfalls Millisekunden um aus deiner Steckdose zu kommen. [/quote]Wohl eher Sekunden, aber das ist Physik und nichts für Grüne.

Gleich kommt er vermutlich mit "Strom und Lichtgeschwindigkeit", ich seh's schon kommen. ?

Daniel

Ich weiß noch, wie Dr. Harald Lesch vor Jahren den DF-Reaktor in mindestens einem seinen Videos als Spinnerei abgetan hatte:

Daniel

Der DualFluid funktioniert derzeit nur auf dem Papier.

Mindestens noch 10 Jahre bis zur Realisierung und Kosten von 7.000.000.000€ nach Unternehmensangaben.

So ein SMR liefert dann angeblich 300MW.

Dafür ließen sich, bei Kosten von 1000€/kW, immerhin 7.000.000kW oder 7.000MW oder 7GW WKA errichten.

Selbst wenn die WKA's dann nur 10% Nutzungsgrad hätten, wären sie bei gleichen Kosten mehr als doppelt so gut.

Ohne nennenswerte Kosten für Sicherheitsmaßnahmen.

Atomstrom ist selbst in den USA teurer als Wind- (2010) und Solarstrom (2012).

SMR brauchen bestimmt gar keine Sicherheitsmaßnahmen, die mit Wachpersonal umgesetzt werden müssen.

So ein wenig nukleares Material in Händen irgendwelcher Fanatiker ist bestimmt ein schicker Kick.

Oder wir warten noch 30 oder 50 Jahre auf die Kernfusion auf Erden oder auf... WtF auch immer.

Alles Traumtänzerei damit alles so bleiben kann, wie es bisher ist und keiner seinen faulen A.... bewegen muss.

Baut eure tollen KKW in euren eigenen Kommunen und löst alle anfallenden Probleme abschließend vor Ort.

Oder im Wolkenkuckucksheim.

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@thorstenkoehler Genau. Die Dinge, die manche Leute für morgen prognostizieren sollten uns nicht daran hindern heute zu handeln. Und das heißt: Ausbau der Erneuerbaren und der Speichermöglichkeiten!

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Zu recht - oder kann man den nun irgendwo kaufen?

Würdest Du und andere bitte die ständigen Unterstellungen parteipolitischer Färbung unterlassen, ja? Danke. Ich komm ja auch nicht dauernd mit Blau-Braun-Schwarz-Rot-Gelb rüber.

Grün gefällt mir weder als Farbe noch als Politik. In dieser Diskussion geht es um CO2 und Klimawandel. Wenn Du Politik diskutieren willst, dann mach bitte einen entsprechendes Thema auf.

@Yossarian

Es wird in dieser Diskussion sehr schwierig, die Politik draußen zu lassen.

@ThorstenKoehler

War "Wolkenkuckucksheim" nicht immer ein Stadtteil in Berlin? Oder hieß der Schilda? Ich weiß es nimmer und war in Geographie auch noch nie so richtig gut.

Daniel

Ja, das ist ja nicht falsch - aber können wir das parteipolitische rumgehacke sein lassen? Ich interessiere mich überhaupt nicht für Köpfe und Namen - nur was gesagt/geschrieben wird halte ich für relevant. Wenn Du mal hinter die Kulissen blickst, wirst Du erstaunt sein, wieviel von der aktuellen Regierungspolitik schon unter Merkel begonnen wurde. Ich nenne mal nur GEG oder Ladethema für E-Karren. Alles jahrealte Entwürfe, oft in Umsetzung von EU-Richtlinien oder anderer internationaler Abkommen.

Mein Eindruck ist, das Du und voltmeter und saugnapf die Konstellation Atom+PV favorisieren. Aber wie das mit aktuell verfügbarer Technik gehen soll und wie dann die Ökonomie ist - darüber wollt ihr lieber nicht diskutieren. Ich hör von euch überwiegend den typisch deutschen Vorwurf. Ihr wisst ganz genau, was alles nicht funktioniert. Aber was funktionieren könnte, darüber redet ihr lieber nicht.

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[quote data-userid="8102" data-postid="129660"]schon unter Merkel begonnen[/quote]Du irrst! Ich weiß sehr wohl, was die Dame alles zu verantworten hat, um es höflich auszudrücken.

[quote data-userid="8102" data-postid="129660"]Mein Eindruck ist, das Du und voltmeter und saugnapf die Konstellation Atom+PV favorisieren.[/quote]Für Voltmeter und Saugnapf kann ich nicht sprechen, aber ich sehe für eine Übergangszeit in der Tat die Kernkraft (und natürlich auch Gas, Kohle und Öl) als passendes Gegenstück zur PV an.

Also ich stelle mir das so vor:
Man läßt die alten Kraftwerke einstweilen laufen. Gleichzeitig baut man die Erneuerbaren so umweltschonend, wie es nur irgendwie möglich ist aus. Dazu bitte auch die Speichermöglichkeiten. Mit jeder neuen PV-Anlage, Windrad und Pumpspeicherkraftwerk kann man dann nach und nach die Kernkraft/Kohle/Gas/Öl schrittweise außer Betrieb nehmen, allerdings erst dann, wenn der erneuerbare Strom bereits "da" ist. Die Politik macht's aber derzeit umgekehrt, sie baut zurück, obwohl der Ersatz noch gar nicht existiert. Und das kritisiere ich - das ist alles.

Nochmal zur Erinnerung: Wenn die PV auf dem Dach ist, kostet dies kein Stückchen Natur, es macht keinen Lärm, ja, man muß nicht mal neue Leitungen unter der Straße verscharren. Darin sehe ich den Königsweg. Aber Windräder in den Wäldern oder auf See, da hast Du immer gleich das Leitungsproblem dabei. Man muß sich dessen halt bewußt sein.

Und daß ich gegen Planwirtschaft bin, weil diese noch niemals und nirgendwo funktioniert hat, ist ja hinreichend bekannt.

Daniel

@docemmettbrown Aus der Traum. Kernkraft ist in Deutschland Geschichte und wird auch nicht mehr aktiviert. Von dem hinterlassenen Müll haben wir noch lange was.